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Die Werbeagantur Jung von Matt und der World Wide Fund For Nature (WWF) bewerben ein Dateiformat *.wwf, dessen Dateien nicht ausgedruckt werden können. Es handelt sich um ein *.pdf-Format, bei dem die Druckfunktion gesperrt ist. Baumschützer wollen so etwa 500.000 Bäume pro Jahr retten und mehr als 655.000 Tonnen Treibhausgase einsparen. Hier ein nicht ausdruckbares Beispiel-Dokument. Findige Internet-Ausdrucker haben schon eine Möglichkeit gefunden, die Drucksperrre zu umgehen: einfach alles markieren und in ein neues Textdokument kopieren.
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ja, mit Findigkeit ist jede gute Neuerung zu umgehen.....
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Stark! Grandiose Idee mal wieder, andere per Bevormundung zur Rettung der Welt zu zwingen. Und die Werbefuzzies gehen sicher mit gutem Beispiel voran und werben künftig nur noch online.
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äh, ist das jetzt schlecht, dass nicht gedruckt werden kann und damit papier nicht verschwendet wird? gut, Jung von Matt arbeiten auch für energiebetriebe, elektrohäuser und die zeitung mit den vier buchstaben, aber werbung für WWF mit der idee des nichtausdruckens ist jetzt punktuell nichts verwerfliches, oder?
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Nein, ich finde die Idee angemessen gegen gewohnheitsmäßiges und gedankenloses Ausdrucken. Wer den Inhalt unbedingt gedruckt braucht, muss sich ein wenig Gedanken machen und bekommt ihn dann auch auf Papier.
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na, es war ja eine kampagne, keine bevormundung in dem sinne. die haben auch mal gegen pelzträger werbung gemacht (unter anderem mit hitler vorne drauf). ist halt denen ihr job, mag man gut finden oder nicht, ist teil der wirtschaftswelt, die wir nun mal sind. immerhin sind sie vielfach ausgezeichnet für ihre kreativität, natürlich wäre es schöner, wenn sie diese idealistisch verwenden würden, vermutlich sind es keine idealisten und insofern vielleicht keine menschen, die man zum tee- trinken einladen will. keine ahnung, ist ein schwer zu diskutierendes feld, finde ich.
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Verwerflich ist das nicht, aber eben Bevormundung. Wenn ich Bäume retten will, kann ich auch einfach so darauf verzichten, PDFs auszudrucken und sie am Bildschirm lesen.
Und eine wirklich noble Geste wäre es gewesen, wenn Jung von Matt gesagt hätte: "Tut uns leid, dass wegen unserer Werbekampagnen so viele Bäume sterben mussten. Wir wollen nicht länger die Leute manipulieren, damit sie Dinge kaufen, die sie gar nicht brauchen. All das schadet der Umwelt. Deshalb lösen wir unser Unternehmen auf und schenken das Betriebsvermögen dem WWF, um irgendwo ein Stück Regenwald zu kaufen." So aber erinnert mich die Aktion eher an die "geniale" Idee von Eric Cantona: Die anderen sollen mal machen und ich denke dann noch mal drüber nach ... |
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etwas zu Ihrem Tucholsky- Kommentar: ich hatte gedacht hier im Freitag erscheint irgendwas von ihm, ich hatte die letzten Tage schon immer wieder ein paar Tucholskies zum besten gegeben. naja. schade. lg
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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