... sind Medien und Methoden, um Informationen,welche in den Massenmedien nicht vorkommen, publik zu machen. Oft würden mit dem Begriff Gegenöffentlichkeit auch die Inhalte und sogar die Adressaten bezeichnet, meint das Lexikon. Printmedien können nur in ihrer jeweiligen Region alternativ sein, Bürgerradios und offene Kanäle sind eine gerne verschwiegene Erfolgsgeschichte, im Netz tobt ein nur mühsam zu beschreibender Kampf. Der harmoniebedürftige Blogger hat eine Nische gefunden, führt sein Online-Tagebuch mit Betrachtungen, Sentenzen, Polemiken, Bildchen, Filmchen und freut sich über den Austausch, den es manchmal gibt. Hier nun hat der "Freitag" seine Netze ausgelegt, die Mauer zwischen Mainstream-Journalismus und "Crowd" bunt bemalt, so dass mensch manchmal unbedacht dagegen läuft.
Journal bedeutet ja auch Tagebuch und das möchten die Damen und Herren Journalisten für mich führen - dicke Rollen teuren Holzschliff-Papiers damit bedrucken. Nur hilft mir das? Mag ich das all den Mainstream-Strategen, Joschka-Joschka-Jublern, Antideutschen, Betonfeministinnen und Millionärs-Groupies überlassen? Die dann seitenlang genau das Zeug noch einmal wiederkäuen, was vor einigen Tagen Schlagzeile in der "Bild"-Zeitung war?
Vor Jahren gab es im Halleforum den Versuch, die wichtigen Ereignisse der Woche auf zwei A4-Seiten zusammen zu fassen und als PDF online stellen. Ähnlich wie der biedere Ortschronist wöchentlich am Sonntagabend mindestens ein sauber beschriebenes oder bedrucktes Blatt in dem großen grauen Ordner mit der Aufschrift "Samisdat 2012" abheftet. Nach ein paar Jahren wird der Chronist tatsächlich nach allem möglichen gefragt,weil die Lokalzeitung weggeworfen und online nur kostenpflichtig einsehbar ist. Und der eigenen Erkenntnis hilft es auch, der täglichen Gehirnwäsche zu widerstehen.