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Es bringt wirklich nichts mehr, Zeitungen zu kaufen. Recherche ist heutzutage ein Fremdwort, kritisches Hinterfragen selten. Nachrichten werden vom Politfilz produziert, sei es die Zahl armer Kinder, ein angeblich notgeiler IWF-Direktor oder ein toter Top-Terrorist. Osama bin Laden also, jene schillernde Gestalt, die wahrscheinlich schon 2003 an Nieren- und Keislaufversagen verstorben ist. Über Abbotabat gibt es durchaus brauchbare Information, zwei Twitterer haben live mitgezwischert und das pakistanische Fernsehen hat einen Augenzeugen aufgetrieben, wie Veterans Today berichtet:
Danach waren in besagter Nacht wohl drei US-Marine-Hubschrauber MH-60 im Einsatz, wahrscheinlich von Bagram kommend. Doch das pakistanische Radar konnten sie nicht überlisteten, ebenso wenig eine örtliche Flakstellung in der "Kakul-Straße". In der Version des Augenzeugen setzte ein Hubschrauber etwa 10 bis 12 paschtunisch sprechende Einsatzkräfte auf dem Dach des angeblichen Osama-Anwesens ab und drehte dann einige Runden über der Garnisonsstadt. Es wurde geschossen, die anderen beiden Hubschrauber kreisten in respektvollem Abstand. Vorsichtshalber schalteten die Amerikaner alle Nachrichtenverbindungen nach draußen ab. Der erste Hubschrauber kam zurück, nahm die Einsatzkräfte wieder auf. Nun wollten die pakistanischen Militärs wohl nicht gar so dumm dastehen und ließen den ersten Hubschrauber abschießen. Blogger Sohaib Athar hat das live gebloggt. Nach übereinstimmenden Angaben war die Schießerei gegen 1:30 Uhr PM PST beendet. Blogger Farrukh hat nachgerechnet:
"Bagram liegt etwa 370 km von Abbotabad entfernt. Multiplizieren Sie 370 mit 2, weil der Hubschrauber zum Luftwaffenstützpunkt Bagram zurück flog, das macht 740 Kilometer. Von Bagram zum USS Karl Vinson im nördlichen Arabischen Meer, wo angeblich die Leiche Osamas begraben wurde, ist die Entfernung 2183 Kilometer. Nun addieren Sie 2183 zu den bereits berechneten 740. Es ergibt sich die gesamte Flugstrecke des Osama-Dramas von 2923 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit eines MH-60 Hubschraubers ist nur 295 km/h. Divieren Sie 2923 (die gesamte Strecke) durch 295 (Höchstgeschwindigkeit) und Sie erhalten etwa 10 Stunden (auch wenn Sie völlig die Zeit vernachlässigen, die nötig war, um Osama zu töten, seine Leiche zu transportieren usw.). Die Operation wurde um 1:30 PM PST beendet, dies bestätigen auch die beiden Blogger. Dies bedeutet also, der Hubschrauber könnte den Luftwaffenstützpunkt Bagram um 3:00 Uhr PM PST wieder erreicht haben. Berücksichtigt man die maximale Geschwindigkeit des MH-60, könnte der Hubschrauber frühestens gegen Mittag 12:00 PM PST beim USS Karl Vinson eingetroffen sein ( sie haben keine Boeings und auch keinen Zweisitzer-Kampfjet zum Transport von Osamas Körper verwendet). ABER! Schon um 10:30 Uhr PM PST waren die Nachrichtenkanäle voll von der Nachricht, dass Osama bin Laden nach religiösen Riten dem Meer übergeben wurde." (Übersetzung von mir - D. S.)
Gut, dass wenigstens pakistanische Blogger rechnen können!
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Tja, bei Nachrichten muss man mit allem rechnen ... die andere Seite rechnet ja auch ... mit Dummheit und Vergesslichkeit.
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... wenn man die verschiedenen von den Nachrichten überquerten Zeitzonen einrechnet, dann stimmt es wieder, fast.
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die Amis können beamen ... dieses Geheimnis ist jetzt kein's mehr
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Alle Zeitangaben in PST = Pacific Standard Time.
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Aus einer gut unterrichteten Quelle habe ich gehört, daß man für eine DNS-Analyse ungefähr zwei Tage braucht.
Das könnte man auch in die Neuberechnung miteinbeziehen, oder nicht? Die CIA war eben schneller als die Laboruntersuchung - was wiederum auf Streifzug (17.05.2011; 23:02) verweist. Beam me up, Scottie. |
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Wie bei allen ungewöhnlichen Dingen stelle ich mir die Frage, wem nützt es?. Wem nützt es, das dies genau zu dieser Zeit, an diesem Ort und unter diesen Umständen passiert. Dann erkennt man mit der Zeit die Wahrheit. Momentan habe ich da noch keinen gefunden. Eher war es für alle direkt und indirekt beteiligten Machtzentren der denkbar ungünstigste Moment und für die beteiligten Militärs ein diletantisches Desaster. Wenn man den Tod nur nachträglich öffentlich machen wollte, so wie oben unterstellt, wäre ein späterer Zeitpunkt und eine bessere Show günstiger gewesen.
Aus meiner Betrachtung der Dinge heraus, gehe ich zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin davon aus, das die Geschichte in etwa stimmt. Zumal Twittern und bloggen auch keine allheilige Wahrheitsmaschine ist. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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