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Erinnert stark an ein Brecht-Zitat:
"Wäre es da nicht einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?"
(auf der Titelseite der Mitteldeutschen Zeitung vom 11.09.2010)
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Protestbewegungen haben Zulauf, steht da unter der Überschrift. So helfen Bürger Politikern auf die Sprünge. Per schimpfen, Transparenten und lautem Gerufe. Mach' da mit!
Bertolt Brecht kann nicht immer helfen, schon gar nicht aus dem Jenseits. Mein Tipp: selbst ein Transparent basteln und mitmachen beim Protest. Brecht meinte nichts anderes. Und niemand sollte sich auf Zitaten ausruhen, so bequem es auch sein mag oder möge. |
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In dem Artikel ist auch der, wie hieß das, Volksentscheid, na, oder so ähnlich, in Hamburg zur Schulreform als 'Protestbewegung mit Zulauf' lobend erwähnt worden. 'ProKöln' und so Zeugs hätten eigentlich auch noch gepasst.
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Habe ich nicht letzte Woche bei MDR-Info erst gehört, dass beim Bürgerbegehren gegen die Gemeindegebietsreform in Sachsen-Anhalt mit Stand der letzten Woche gerade einmal 700 (!) Menschen unterschrieben haben. Damit ist das dann wohl gescheitert. Da ist wohl eher der Volksinitiative das Volk abhanden gekommen, als "den" Politikern. Es gibt eben solche und solche Volksabstimmungen - siehe Hamburg.
"Das Volk ist dumm, es volkt" stand 1991 lange an einer Straßenbahnhaltestelle in Dresden-Gorbitz. "Wir sind das Volk" wurde auch schon mal gerufen und "Raum ohne Volk" hatte Dieter Hildebrand (oder war es Bruno Jonas) Ende der 80er Jahre einmal im Fernsehkabarett bezüglich der DDR formuliert (stimmt ja heute auch fast wieder). Mich gruselt auch manchmal vor "dem Volk", dass einen neuen Volkshelden in Form des Sarrazin gefunden hat ... ... und gerade heute morgen schwäbelte die Verkehrsministerin des Landes BW via DLF bezüglich eines prominenten Infrastrukturprojektes davon, dass man "dem Volk" die an sich sehr gute Politik nur besser "erklären" müsse. Das Volk scheint also doch dümmer zu sein, als es die Politik sich wünschen würde. Also Volk: lasst euch erklären ... brrrrr! |
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Das mit den 700 Unterschriften mag bis jetzt stimmen, die Eingemeindungen sind erst am 1.9. wirksam geworden und die Initiative hat noch bis zum 31.12.2010 Zeit zum Unterschriften-Sammeln. Also nicht sofort kleinreden, die Zwangseingemeindungen sind schon ein Aufreger, der sich nach der Sommerpause auch in den weiteren Entfernungen der Verwaltungssitze von den Wohnorten bemerkbar machen wird. Und nicht zuletzt fordert das Volksbegehren die Möglichkeit der Einführung von Stadtteilräten in Ober- und Mittelzentren:
www.volksinitiative-sachsen-anhalt-2011.de/ |
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@hadie
danke für die informationen. mdr-info hatte da wohl wieder nur einen info-happen weggesendet. schauen wir mal wie es ausgeht und bis dezember ist ja noch etwas zeit. du kannst ja mal einen zwischenstand bloggen. viele grüße vom mahung |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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