Empfehlung der Woche

Generation rechts?

Generation rechts?

Rüdiger Maas

Hardcover, gebunden

288 Seiten

24 €

Zur Empfehlung
THEATER DER WELT Chemnitz 2026

THEATER DER WELT Chemnitz 2026

Theaterfestival

Festivalzentrum: Spinnbaugarten

Vom 18. Juni bis 5. Juli 2026!

Zur Empfehlung
Das Los des Fremden

Das Los des Fremden

Brandt Andersen

Drama

USA 2025

104 Minuten

Ab 18. Juni 2026 im Kino!

Zur Empfehlung
Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus

Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus

Zeppelin Museum Friedrichshafen

Seestraße 22 | 88045 Friedrichshafen

Vom 22. Mai 2026 bis 4. April 2027!

Zur Empfehlung

Politik : Wenn sie doch nur mal zum Friseur gehen würde

Zum Kommentar-Bereich

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community.
Ihre Freitag-Redaktion

"Der tschechische Energiekonzern ČEZ ist offenbar zum Verkauf seiner 50%igen Beteiligung an der deutschen Bergbaugesellschaft Mibrag bereit", meldet das Nachrichten-Portal nov-ost.info . Der angekündigte Ausstieg des tschechischen Braunkohle- und Atomkraft-Monopolisten könnte mindestens zweierlei bedeuten:
1. Das neue europäische Verbandsklagerecht wirkt bereits abschreckend.
2. Die Tschechen wollen ihre Mibrag-Anteile an einen energiepolitischen Hardliner wie Eon oder Vattenfall weiterreichen, der im Windschatten des Merkelschen Atomausstiegs zügig neue Braunkohlegruben in den "armen Bundesländern" aufschließt.

Das beträfe Lübtheen (Meck.-Pomm.), Lützen (Sa.-An.) und eine unbekannte Anzahl von Grubenerweiterungen in Sachsen. In Sachsen wurde bereits das teilweise Abbaggern des Dörfchens Kieritzsch genehmigt und auch die neue Sachsen-Anhaltinische Wirtschaftministerin Birgitta Wolff (CDU) will "die Bevölkerung für ein neues Braunkohle-Kraftwerk gewinnen." Die drei alten Kraftwerke im Süden Sachsen-Anhalts haben wirklich einen eher miesen Wirkungsgrad - das Problem ist, dass der Kraftwerks-Neubau nur zusammen mit einem Tagebau-Neuaufschluss bei Lützen erfolgen soll. Während DuMonts Mitteldeutliche Zeitung Birgitta Wolff und ihre Positionen in extrem schleimigen Artikeln hochschreiben lässt, ist die Lokalpolitik im südlichen Sachsen-Anhalt da skeptischer.

"Ja die Gitta, wenn sie doch nur mal zum Friseur gehen würde", kommentierte ein schwergewichtiger CDU-Grande im Halleforum. 2012 ist in Halle/S. OB-Wahl und die bürgerliche Nomenklatura möchte endlich die "Vereinigung von Stammtisch und Müslischälchen" hinbekommen. Da wäre eine Diskussion über drohende großflächige Naturzerstörungen in idyllischen Nachbar-Landkreisen eher kontraproduktiv. Und vielleicht sollte "die Gitta" wirklich mal zum Friseur gehen, um sich den strukturkonservativen Kopf durchlüften zu lassen?

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.