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Liebe Leser,
es ist bemerkenswert, auf wieviel Interesse der Freitag Salon zum Frauen-Thema stößt.
Die Veranstaltung hat noch gar nicht stattgefunden und wir haben annähernd vierhundert Kommentare.
Ich habe sehr viele der Links und Literaturtipps aufgegriffen und weiterverfolgt und bedanke mich
sehr dafür. Den gesamten thread habe ich gelesen und versucht, Themen- und Problemhäufungen
anhzustellen. Ich werde das für den Gesprächsleitfaden nutzen. Auch dafür Danke!
Aber dennoch möchte ich noch einmal auf das Thema der Politik zu sprechen kommen:
Was können Politiker und Parteien tun? Was solltten wir erwarten? Welche Partei ist glaubwürdig?
Von welcher müssen wir noch mehr einfordern? Ich hatte diese Fragen kurz
angerissen - aber ich finde, die Antworten dazu noch nicht überzeugend. Oder anders
formuliert: Ich wundere mich, dass es keine (partei)politischen Debatten gab.
Das ist vermutlich schon in sich aussagekräftig ... Oder?
Ich freue mich, dass wir einen neuen Gast im Salon begrüßen können: Anke Domscheit. Sie ist
IT Managerin bei Microsoft und erhält in diesem Jahr den Berliner Frauenpreis. Domscheit, Jahrgang
1968 befasst sich sehr intensiv mit den Fragen, um die es geht.
Ekin Deligöz kommt aus Krankheitsgründen leider nicht.
JA
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Böse Rückfrage: Sollen Parteien und Politiker da etwas tun?
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Die meisten Parteien "arbeiten" einen Gender Mainstream-Vereinbarkeits-Quoten-Plan ab. Frauenpolitik, Geschlechtergerechtigkeit, werden gern im Munde geführt. Die Umsetzung ist nicht ganz so geschmeidig.
Zu Anke Domscheid fand ich diesen Beitrag tinyurl.com/yggqyfa interessant, der aber sicher bekannt ist, und der nachweist, dass Frauen (und Männer) diese Chancen nützen. Das freut einen denn ja auch. Aber schon in der Überschrift finden sich die Schlüsselworte der Kritik am ohnehin herrschenden Zeitgeist. Frauen und Männer - flexibel und mobil...Zack und Stehn.:-)) Sonst gibt es generell in der "Politik" - außer der allgemeinen Umsetzung von Richtlinien - wie mir scheint keine Ideen, die spezifisch weibliche Erfahrungshintergründe aufgreifen würden, die mal nachfragen würden, ob diese ganze Wirtschaftswelt nicht auch andere Impulse brauchte, der Subsistenz, der Nachhaltigkeit und Autonomie des Wirtschaftens. Es geht immer um Anpassung an ein männliches Modell, manchmal auch - wenn es um die Kinderbetreuung geht - um mehr männliche Teilhabe an der Familienarbeit. Aber generellere Fragen "schwimmen einfach nicht obenauf". Sehr empfehlenswert als Gegenpol. tinyurl.com/ykong5s Hier wird - freundlich zusammengefasst - noch mal dargelegt, dass der Mainstream-Feminismus mit der Vereinbarkeitspolitik - nichts anderes zu sein scheint, als eine Anpassung an das neoliberale Wirtschafts- und Weltbild. Ohnehin ist Antje Schrupp eine interessante, nicht so "aufgeschäumte" Frauensperson, finde ich. Es gibt viele Wissenschaftlerinnen, die sich mit diesen Fragen beschäftigen, aber im Augenblick - mal wieder - im abgegrenzten Rahmen. (Ist eher für den Hintergrund, denn in der aktuellen Debatte ist es sicherlich erst einmal von Belang, die Chancen, Errungenschaften zu benennen und wie sie mit Leben erfüllt werden und was ihnen entgegensteht. ) |
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schrieb am
25.02.2010 um 13:01
Was tun Männer, die mit den politischen Verhältnissen hierzulande nicht einverstanden sind? Sie gründen eine Partei wie die Piraten. Steht den restlichen 52% dieser Gesellschaft genauso offen. Wenn Frauen tatsächlich so fundamental im Hintertreffen sind, wie behauptet, gibt`s zur nächsten Wahl kein Halten mehr.
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Ausgabe 06/12
09.02.2012
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