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Der von den Neonazis für Sonntag Nachmittag vorgesehene Fackelmarsch konnte nur mit Verspätung gegen 17.00h starten und durfte dann auch lediglich über eine verkürzte Route geführt werden. Dies ist dem zivilgesellschaftlichem Engagement einiger tausend Dresdnerinnen und Dresdner und auch Gästen zu verdanken, die sich stundenlang an verschiedenen Punkten der Stadt zu friedlichem Protest versammelt haben.
Am Fritz-Löffler-Platz beispielsweise harrten die Gegendemonstranten seit dem späten Vormittag direkt an der geplanten Marschroute aus, um in Hör- und Sichtweite ihren Protest gegen die Instrumentalisierung des Gedenktages vortragen zu können. An zwei anderen Punkten hatte die Polizei vorher ähnliche Versammlungen aufgelöst resp. verhindert, daß man dorthin gelangen konnte, selbst auf einem Bahndamm hatte sie in Abständen Polizeiwagen stationiert.
Am Löffler-Platz zeigte sie nun verstärkte Präsenz mit einer Vielzahl von Einsatzwagen, zwei Wasserwerfern, später sogar berittener Polizei. Zunächst war keine Verständigung zwischen Polizei und den Anmeldern der Kundgebung zustande gekommen und die Situation sollte sich streckenweise als unklar erweisen. Anfangs hatten sich am Platze zudem nur ca. 200 Leute eingefunden, bis zum Nachmittag wuchs die Zahl dann bis auf ca. 2000.
Für kurze Zeit bildeten die Polizeikräfte einen Kessel, was nach bereits erfolgter Verständigung über die Legitimität dieser Versammlung erneut für Verunsicherung sorgte, auch sollen wohl einzelne Leute herausgegriffen worden sein, und nicht zuletzt wurden behördlicherseits Kameraaufnahmen gemacht ... Wiederholt war die Aufforderung zu vernehmen, die Protestierer sollten sich noch dreißig Meter von der Aufmarschroute zurückziehen, was diese jedoch nur mit Pfiffen quittierten ...
Hier ein Auszug aus dem Live-Ticker der Website des Bündnisses Dresden-Nazifrei:
17.50 Uhr +++ Falls ihr in der Nähe seit, bewegt euch auf die Reichenbacher Str. und versucht auf die Route zu kommen +++
17.40 Uhr +++ Verkürzte Route der Nazis bestätigt - über Ackermann Str. - Reichenbachstraße - Fritz Löffler Straße - zum Hauptbahnhof +++ Auf jeden Fall ein Teilerfolg +++
17.25 Uhr +++ Bleibt bei der Blockade am Fritz-Löffler-Platz und blockiert die Strehlener Straße, die Nazis sind losgelaufen und sollen dort nicht vorbei kommen +++
16.50 Uhr +++ 2000 Leute am Fritz-Löffler-Platz - Leute bleibt da, ihr steht da goldrichtig! +++
16.45 Uhr +++ Die Blockade am Fritz-Löffler-Platz braucht eure Unterstützung. Jeder der kann ist aufgefordert, dahin zu kommen +++ Leute, haltet durch, die Uhr tickt... +++
Am Morgen hatte die Linke parallel zur auf dem Heidefriedhof stattfindenden Kranzniederlegung zu einem alternativen Gedenken zum Neustädter Bahnhof geladen - von dort waren in den vierziger Jahren die Züge in die Vernichtungslager abgegangen. Der Mahnrundgang "Täterspuren", zu dem sich trotz Verbots Hunderte auf altstädter Seite eingefunden hatten, wurde von den Sicherheitskräften unterbunden, obgleich dazu keine zwingenden Gründe vorlagen.
Zum Schluß: Dieser kurze Bild-Bericht fällt etwas anders aus der vom letzten Jahr, der von Bildern der Blockierenden dominiert war ...
coloradio dresden überträgt live
hier das abendliche Resümee von mdr-sachsen
Konstantin Wecker in einem Interview mit den NachDenkSeiten ...
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PR!MA
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Danke für den Bericht!
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Ja, schließe mich an, vielen Dank!
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Liebe jayne,
ganz toller Bericht von der Demo zum 13 Februar gegen die Neonazis in Dresden. Oder war es auch einen Einnerung an die alliierten Bomberangriffe auf Dresden? Auch ganz tolle Bilder. Irgendwie erfrischend die Gleichgesinnten aus dem Osten Deutschlands aus meiner westlichen Perspektive zu sehen! Egal worum es geht, wird man letztlich noch so viel diskutieren können, aber wenn nicht auf der Strasse gezeigt wird, wie ernst un s unsere Forderungen sind , wird die Diskutiererei für sich alleine folgenlos bleiben. Danke für die erfrischenden Bilder. Herzliche Grüße por |
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auf dem liveticker der taz vom 13. februar finden sich wunderbare sachen, etwa diese:
16.05 Uhr: Fritz-Löffler-Platz Wasserwerfer und Pferdeeinheiten werden in der Nähe der Demonstranten zusammengezogen. Über den Lautsprecher der Protestierer wird die Polizei aufgerufen, sich zum Hauptbahnhof zurückzuziehen. "Das ist die erste Aufforderung", die Menge lacht. Daraufhin reagiert die Polizei mit der Durchsage, die Demonstranten sollen sich 30 Meter von der Absperrung zurückziehen. "Nur zu ihrer Sicherheit" sagt ein Polizist vom Antikonfliktteam. Ein IG-Metaller kontert, sein Arbeitgeber habe ihm auch gesagt, durch seine Lohnkürzung würde sein Arbeitsplatz gesichert. "Diese Sicherheit hat genau drei Monate gehalten. Ich gehe hier nicht mehr weg." der liveticker: www.dresden-nazifrei.com/images/stories/Presse/Pressespiegel/2011.02.13.pdf |
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@jayne
Wow! Der IG-Metaller in Deinem Kommentar hat mich bvesonders beeindruckt! ;) |
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Ich war auch da, allerdings erst später, habe vorher noch die andere Ordnungswidrigkeit begannen mich am Comeniusplatz zu versammeln.
Bis auf die einzelnen Greiftrupps (was sollte das?) hat sich die Polizei aber gut verhalten, mit Polizisten aus Sachsen habe ich mich da auch unterhalten, also mit denen, die sich ein lustiges grünes Hemdchen drüber gezogen hatten. Ich hoffe, wer kann, ist am Samstag mit dabei. Und außerdem hoffe ich, dass ich mein Sani-Zeug nicht brauche. |
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Ich war auch da, allerdings erst später, habe vorher noch die andere Ordnungswidrigkeit begannen mich am Comeniusplatz zu versammeln.
Bis auf die einzelnen Greiftrupps (was sollte das?) hat sich die Polizei aber gut verhalten, mit Polizisten aus Sachsen habe ich mich da auch unterhalten, also mit denen, die sich ein lustiges grünes Hemdchen drüber gezogen hatten. Ich hoffe, wer kann, ist am Samstag mit dabei. Und außerdem hoffe ich, dass ich mein Sani-Zeug nicht brauche. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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