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Unter den baldachinen der platanen eingangs der karl-liebknecht-straße in l., die ihr laub bis in den vorwinter hinein halten – als kind habe ich öfters ein schorfblättchen von ihrer rinde geschält, dessen botschaft mir rätselhaft erschien, und es alsdann entgleiten lassen, wie irgendeiner seine zeitung in den papierkorb, an der straßenbahnhaltestelle gegenüber der post, weil seine bahn im kommen und er das blatt ausgelesen …
Nein, nie habe ich eines der schorfblättchen mit nachhause genommen, es zwischen die seiten des buchs geschoben, das ich gerade las, nie eines dieser blättchen, die mich an blattern erinnerten, ein bild davon, das ich in einer illustrierten gefunden – vielleicht, daß der entdeckungsdrang da schon von der elterlichen fragestellung abgebremst: was willst du damit? Dabei das material doch unerschöpflich …
Das eine oder andere schorfblättchen also abgerissen, abgespellt vom stamm: schorf, scherben oder scherf – letzteres eine mittelalterliche münze, von der wir möglicherweise nur noch wissen, weil ihr name in luthers bibelübertragung zu finden, einen halben pfennig wert, der rand der münze gezahnt …
Der Text ist zuerst im blog umtriebe erschienen.
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ein anblick, den ich besonders mag: platanenblätter auf dem ersten schnee ...
liebe grüße jayne |
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Wir müssen über das schreiben, was wir lieben...
damit es bleibt. Herzlichst archie |
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danke auch, liebe jayne, für das scherflein von den platanen.
ich sah in einem herbst den sturm in die große platane vorm haus fahren und hunderte herbstblätter mitreißen. dabei fiel mir spontan der satz ein: herbstbaum, wie sie alle dich verlassen. es war die zeit, als meine jugendfreunde und -innen auseinander gingen, weit weg. |
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@jayne
Einfach klasse! Danke! ;) LG por |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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