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Habe wie jeden Sonntag alte Zeitungen gesichtet. Nur taz, SZ und Zeit. Was le mainstream in ein paar Tagen Habermas an Geburtstagsgrüßen übermittelt hat, übersteigt locker die Dicke eines seiner Bücher. Sage noch einer, das Netz sei geschwätzig.
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Dass die genannten Zeitungen nebst ein paar anderen vergleichbar geschwätzig sind, ist schon klar. Darin besteht ja auch die Gefahr für eine Nichtmainstreamzeitung, die sich ändern, aber treu bleiben, nicht mainstream werden, aber mehr und jüngere Leser gewinnen will: 'VerTAZzung'.
Guten Morgen! |
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Vertazzung = Geschwätzigkeit, versteh ich das richtig?
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schrieb am
21.06.2009 um 15:53
Ich wusste zwar, dass Sie von der taz kommen, hatte aber beim Kommentar-Schreiben nicht dran gedacht, vielleicht wäre ich sonst etwas vorsichtiger gewesen.
Geschwätzigkeit ist eher ein sekundäres Problem, bisschen Redundanz ist eigentlich ganz okay. Ich war 12 Jahre taz-Abonnent. Zum Zeitpunkt der Abo-Kündigung war das etwas mehr als die Hälfte der Existenzzeit der taz. Bin mir aber immer noch wie der Neue vorgekommen, einer aus den "FNBL" eben. Das war mir das Abo-Geld dann nicht mehr wert. Es gab ja mal das Ost-Taz-Projekt, war ne Eintagsfliege. Der Freitag hat die Fusion um ein Vielfaches besser hingekriegt. Die taz ist eine Milieu-Zeitung. Ich gehör nicht in das Milieu. Mit Ost-West hat das übrigens nur noch wenig zu tun. |
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meisterfalk, ich kenne die taz von der ersten Aufgabe an. Es ging und geht mir so, wie du es beschreibst. Trotz vielfacher Versuche werde ich mit ihr nicht warm.
Wenn, dann kaufe ich die taz kaufe am ersten Freitag im Monat. Dann liegt ihr die "Le Monde diplomatique" bei. |
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Oh jeh, hab es gerade gelesen was ich oben geschrieben habe - mit viel Fantasie versteht man, was ich meine, wie schludrig von mir.
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schrieb am
21.06.2009 um 18:48
Ach, ja, Streifzug: Als ich die taz kündigte, hab ich auch gleich die LMD abonniert.
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Macht ihr eigentlich noch was anderes als stapelweise Zeitungen zu lesen, zu bloggen, und sich wundern, warum es mit der Revolution nicht klappt? ;-)
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lieber meisterfalk, doch ich finde, das muss man mal sagen dürfen: eine zeitung für die fnbl ist die taz nie gewesen und konnte sie auch nie werden. das liegt an ihrer herkunft, zutiefst westdeutsch, schwäbisch-kreuzbergerisch. die kann man auch nicht verleugnen.
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Ist so'n bißchen wie die Volksfront von Judäa - oder war's die Judäische Volksfront...
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Danke Friedland,
auch ein schöner Eindruck! Mir hab mich auch schon gefragt, was machen die Männer denn hier? (Ist natürlich klar, was sie immer machen...) |
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schrieb am
21.06.2009 um 19:21
@ JK
Wie gesagt, wegen irgendeiner Ossi-fühlt-sich-gekränkt-Befindlichkeit habe ich die Taz NICHT gekündigt, dafür sehe ich viel zuviel Ähnlichkeiten zw. O & W. Wenn die taz also eine in der Wolle gefärbte Wessi-Zeitung ist, sollte sie sich dazu bekennen, wie sich die Grünen zu einer ehrlichen Klientel-Politik durchringen sollten. Das kann ich anerkennen, muss aber kein Anhänger sein. PS: Da es sogar hier in meiner Stadt ein Cafe gibt, wo die taz ausliegt, lese ich sie noch recht häufig. @ Friedland Diesmal konnte ich nicht lachen, weil ich den Witz nicht verstanden habe, weil ich den Film, ja, es ist wahr, noch nicht gesehen habe. (war doch irgendwas von M.P.?) |
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der mainstream sind immer die anderen.
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Lieber Jörn Kabisch:
Es ist erstaunlich. nicht wahr? Und belebend. Diese Einigkeit im Würdigungs-Willen gleicht einer Beschwörung. Gleicht dem Pfeifen im Wald, dem Begehren nach Autorität. Unter das Dach Habermas'schen Denkens passen, so scheint's, mehr als unter etwa den Schirm Grass'schen Bewusstseins. Im Bündel der Habermas-Schriften lassen sich die vergangenen Jahrzehte Bundesrepublik zusammenfassen. Die Gratulanten wie die Zweifler können für ihn das Du-bist-nicht-allein-Lied anstimmen, und ihre Worte sagen manchmal mehr über den Zustand des Landes, als über den zu Ehrenden. Das finde ich überraschend, und das finde ich gut. Herzlich kk |
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hi jörn kabisch, die "Kurzmitteilung" hat was haikuhaftes, so wenig worte über so viele. das ist vielsagend.
wie kk bemerkt, verrät das rascheln aus dem bekannten anlass das öffentliche verlangen nach alter elite und klassischen intellektuellen. auch die neigung zum kratzfüßigen dienern. die journale sind eintagsfliegen. füllen aber viele container mit abfall. im netz dagegen nur ein sparsames kräuseln der elektronen. netzgeschwätzigkeit ist zeitgemäßer. freundliche grüße h.y |
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Was haben Sie eigentlich mitgeteilt?
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@bildungswirt
offensichtlich nichts. habe nur marginales beigesteuert in dem erhebenden bewusstsein, weniger müll zu produzieren als die printgeschwätzigen. verstanden und auch einverstanden? |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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