Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

18.10.2011 | 01:19

Fragen zum Freitag Salon, Donnerstag 20/10/2011

Europa und die Finanzkrise

 

www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/freitag-salon-europa-und-die-finanzkrise

 

 

17.10.2011 | 15:28

Freitag Salon: Europa und die Finanzkrise

freitagsalonfinanzkrise

 

Meine Fragen:

 

Warum ist die EZB, darin mit Bankern, wie Josef Ackermann einig,  gegen die Einführung von Eurobonds?, wenn ja, seit wann und warum?

 

Könnte ein Grund sein, dass sich die EZB als Agentur der politischen  Euro Akteure und deren Druck, vom reinen Beobachter des Weltfinanzmarktes, zum Akteur im Weltfinanzmarkt gewendet hat, weil die EZB nun selber Staatsanleihen von Eurostaaten und anderen Staaten? ankauft, verkauft, wieder ankauft,  und damit versucht, sich durch Zinsunterschiede der Staatsanleihen im Euroraum über das Tagesgeschäft am Weltfinanzmarkt zu refinanzieren?

 

Mit Einführung des Eurobonds wäre dieses Zins Arbitrage Geschäft mit Staatsanleihen im Euroraum für die EZB beendet.

 

Droht den Staaten der Welt, voran in den Euro Staaten, beim Versuch der Refinanzierung über die Ausgabe von Staatsanleihen ein Käuferstreik durch die nationalen und internationalen Bank- Versicherungsinstitute, Pensionsfonds, Staatsfonds, wenn den Käufern dieser Staatsanleihen neuerdings vom Gesetzgeber die Hinterlegung von Haftungskapital im Wege einer zwangsweisen Aufstockung des Eigenkapitals aufgenötigt wird?

 

Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble betont verklausuliert auf Sicht die Notwendigkeit, der zwangsweisen Aufstockung des Eigenkapitals der Banken, Versicherungen.

Dass Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble damit meint, nun sei es mit dem Verzicht des Bankenaufsichtsamtes, den Käufern von Staatsanleihen, egal von welchem Staat, die Hinterlegung von haftungskapital zu ersparen, zu Ende, sagt er nicht.

Was den Banken in deren Handels- und Kreditvolumen Löcher ins Kontor Löcher haut, allerdings auch den Staaten deren Refinanzierung verteuert.

 

Josef Ackermann hat schon mal, ungefragt, erklärt, dass er grundsätzlich gegen eine zwangsweise Aufstockung des Eigenkapitals der Deutschen Bank ist.

Warum?,

 weil das u. a. die gegenwärtigen Renditeversprechungen  der Deutschen Bank in ihren Prospekten dementieren würde.

 

Wäre damit die jahrhundertlang bisherige Refinanzierungsgeschichte  der Staaten der Welt ein für alle Mal Vergangenheit?

 

Werden die Staaten womöglich vom Weltfinanzmarkt gezwungen, sich in Elend und Wohlstand spaltend, schlicht und ergreifend als Sozial- und Vorsorgesystem aufzulösen?

 

Dagegen verblasst meine vorläufig  letzte Frage zum Freitags Salon:

 

„Warum dürfen Banken ihr Eigenkapital mehr und mehr auflösen, niedrig veranlgen, um, wie die Deutsche Bank, den Anschein von hohen Renditen bis zu 25 % den Märkten vorzutäuschen, und auf dieser Renditebasis, steuerbefreit, Boni als Betriebskosten getarnt, für Manager auszuschütten?“

 

JP

 

Siehe:

www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/ackermann--schaeuble-im-kampf-der-finanz-giganten?

17.10.2011 | 13:48

Ackermann & Schäuble im „Kampf der Finanz Giganten”?

Haben wir eine Staatsschulden- oder eine Staaten Refinanzierungskrise?

 
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Kommentare
Joachim Petrick schrieb am 19.10.2011 um 01:19
Occupy Hamburg Video, Veranstaltung 15.10.2011

www.youtube.com/watch?v=FFLqAYgwdL4&feature=related

MInutenstand 24.03 "Jochens Rede" in Auszügen/Nur meine Stimme ist zu hören
Joachim Petrick schrieb am 19.10.2011 um 11:11
Campact info@campact.de

Sie haben Post

Occupy Together: Banken in die Schranken!
Lieber Joachim Petrick,
am Samstag erreichte die Occupy Together-Bewegung Deutschland: Insgesamt 40.000 Menschen demonstrierten überall im Land gegen die ausufernde Macht von Banken und Finanzmärkten. Ihr Protest kommt genau zum richtigen Zeitpunkt: Erneut will Kanzlerin Merkel die Banken mit Steuergeldern retten. Es drohen noch höhere Staatsschulden und weitere Sparprogramme zu Lasten der sozial Benachteiligten.
Nächsten Sonntag entscheidet der EU-Gipfel über das Banken-Rettungspaket. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass grundlegende Konsequenzen gezogen werden, bevor wieder Steuermilliarden fließen: Keine Bank darf mehr so groß sein, dass ihre Pleite das gesamte Finanzsystem gefährdet und Regierungen gezwungen sind, sie zu retten. Großbanken müssen in kleinere Einheiten aufgeteilt und das riskante Investmentbanking komplett vom realwirtschaftlich sinnvollen Bankgeschäft getrennt werden.
Fordern Sie von Merkel Schranken für die Banken!
Sollte Griechenland wirklich Pleite gehen, wird eine Kapitalspritze an die Banken kaum zu vermeiden sein. Doch jetzt dürfen nicht wieder die gleichen Fehler wie vor drei Jahren nach der Lehmann-Pleite gemacht werden. Zuallererst müssen bisherige Eigentümer und Gläubiger der strauchelnden Banken haften. Sind darüber hinaus Steuergelder nötig, müssen sie durch eine zeitweilige Verstaatlichung und die Abschöpfung von zukünftigen Gewinnen wieder an den Staat zurückfließen.
Der Schwung der Occupy Together-Bewegung hat in den letzten 48 Stunden viel in Bewegung gesetzt. Politiker/innen aller Parteien fordern Härte gegenüber den Banken und solidarisieren sich mit den Protesten. Schon vor drei Jahren wurden wohlfeile Reden geschwungen, während Konsequenzen ausblieben. Beim EU-Gipfel am Sonntag in Brüssel können die Regierungschefs den Worten Taten folgen lassen - und ein Banken-Rettungspaket beschließen, das den Interessen der Bürger/innen Europas und nicht der Finanzlobby dient.
Wenn am kommenden Freitag das Bundeskabinett zusammenkommt, um direkt vor dem EU-Gipfel über das Banken-Rettungspaket zu beraten, wollen wir den eintreffenden Politiker/innen die Forderungen unseres Appells auf vielen Plakaten entgegenhalten. Wir hoffen, dass sich bis dahin mindestens 50.000 Menschen hinter unseren Appell gestellt haben, den wir zusammen mit Attac gestartet haben.
Unterzeichnen Sie den Appell!
Lesen Sie mehr im 5-Minuten-Info...
Was noch alles bei Campact passiert, erfahren Sie wie immer im Nachrichtenteil.
Herzliche Grüße
Ferdinand Dürr
Joachim Petrick schrieb am 19.10.2011 um 15:12
Der Deutsche Bankenverband weist mit seinen Mitgliedern, voran der Deutschen Bank, der Allianz Versicherung einig, den Vorschlag der Bundesregierung u. a. Regierungen in Europa, dass zukünftig Käufer , darunter Banken, Versicherungen, Pensionsfonds, Staatsfonds, beim Erwerb von Staatsanleihen, gleich welcher Herkunft, entsprechendes Haftungskapital in Form der Aufstockung ihres Eigenkapitals zu hinterlegen haben, in aller Entschiedenheit seit Jahren wiederholt zurück.

Allein aus diesem tiefen Grunde verfielen die Regierungen der Eurostaaten seit der Weltfinanzkrise im Jahre 2008 auf die nur scheinbar befreiende Idee einer Mogelpackung unter dem sinnigen Namen Rettungsschirm, Rettungsfond einen Kapitalstock von nahezu 800 Milliarden € aus Steuermitteln der Bürger/innen der EU zu bilden, um das nicht hinterlgte Haftungskapital privater und staatlicher Käufer von Staatsanleihen zu ersetzen.

Warum sind die Käufer nicht bereit, Haftungskaiptal beim Kauf von Staatsanleiehn zu hinterlegen, wie es nach Basel II für alle anderen Banken- , Versicherungsgeschäfte im Privatkundenbereich von der Bankenaufsicht vorgeschrieben ist?

Weil Haftungskapital in den Bilanzen der Käufer, als Eigenkapital hinterlegt, nicht für das normale Bank- , Versicherungsgeschäft zur Verfügung steht.
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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