Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

03.11.2011 | 16:16

Lockt Japans Tsunami radioaktiver Müllteppich die Atommüll- Mafia?

Unübersehbare Mengen giftiger Chemikalien, Pharmaka, radioaktiv verseuchter Trümmer, Plastimüllteppiche  treiben in den Weltmeeren

Was sich dort weit draußen im Pazifik seit dem Tsunami vor Japans Küsten, dem dreifachen GAU der Atom Meiler in Fukishima seit dem März 2011 abspielt, entfaltet die Wirkung eines globalen Atom- Müll GAUs von niemals vorstellbarem, niemals dagewesenem Ausmaß.

"Alles, wo Schaumstoff drin ist, alles mit Glas, alle Hohlkörper - es gibt eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir jede Menge davon hier wieder sehen", sagt Richard Thompson. Er ist Ozeanograf und hat die Fotos mit Sorge betrachtet, die Flugzeuge der US-Marine von den schwimmenden Müllmassen draußen im Pazifik gemacht haben.
Die Besatzung eines russischen Schiffes fischt ein nahezu unversehrtes Boot aus Fukushima aus dem Pazifik .

Auf einer Fläche, die der zehnfachen Größe Deutschlands entspricht, treiben, neben den lange unbeachtet bestehenden Plastik Müllteppichen in den Welt  Ozeanen,  18 Millionen Tonnen Schrott im Pazifik.

Zweifel, dass es sich nicht  um die Folgen der Tsunami-Katastrophe vom März diesen Jahres in Japan handelt, bei dem ganze Ortschaften, Küstenbefestigungen, Promenaden, Strandanlagen  von den Tsunami Flutwellen ins Meer gerissen wurden, sind inzwischen, wissenschaftlich fundiert begleitet, durch Nachforschungen, zu Lande, im Wasser und aus der Luft durch gesicherte Datenlagen belastbar ausgeräumt.

 Radioaktiv kontaminierte Flugzeuge, Boote, Autos, Häuser. Möbel, Maschinen, Elektrogeräte. Farben, Medikamente, Putzmittel, Pestizide, Treibstoff. Bücher, Spielzeug, Holz. Was immer man sich an zivilen, militärischen Alltags-, Industrie- oder Landwirtschaftsgegenständen vorstellen kann – der Tsunami in Japan hat sie im März ins Meer gespült.

«Die genaue Menge lässt sich nicht feststellen», sagt Nikolai Maximenko eher untertreibend.
«Aber wir schätzen, dass nach dem Tsunami zwischen 1 und 10 Millionen Tonnen Müll vor der Küste Japans im Meer schwimmen.»

Hinzu kommt die radioaktive Verseuchung des Wassers aus den zerstörten Reaktoren bei Fukushima, die nichts wiegt, aber ebenso besorgniserregend ist.

Maximenko, ein Experte für Meeresströmungen, hat zusammen mit seinem Kollegen Jan Hafner an der Universität von Hawaii eine Computersimulation entwickelt, welche die Verteilung dieses Mülls im Pazifik berechnet. Nach einem Jahr, so sagen sie voraus, werden erste Müllteile Strände von Hawaii erreichen, nach zwei bis drei Jahren kommt der Dreck an der Westküste der USA und von Kanada an.Den Strömungen folgend, wird ein Teil des Mülls bis Mexiko im Süden und Alaska im Norden kommen. Die grösste Menge des schwimmenden Abfalls wird aber im grossen Strudel des Nordpazifiks etwa 2000 Kilometer nördlich von Hawaii landen – und von dort erneut Kurs auf die legendären Strände des Surferparadieses nehmen. «Die grösste Beeinträchtigung können wir in etwa fünf Jahren erwarten», erklät Maximenko auf Nachfrage.

"Unübersehbare Mengen giftiger Chemikalien, Medikamente, radioaktiv verseuchter Trümmer, Plastikmüllteppiche  treiben in den Weltmeeren"

 Die treibenden Trümmer schwören Gefahrenlagen, unkalkulierbar, nicht mehr versicherbareRisiken unserer Welt- Fauna, Fora, samt Nahrungsketten unserer Zivilisation herauf.

Ganz abgesehen davon, dass diese schwimmenden Trümmerlandschaften, radioaktiv verseuchten Müllteppiche  die internationalen Schifffahrts-Routen gefährden, schwimmende Trümmerlandschaften, radioaktiv verseuchte Müllteppiche stellen zu allererst eine  irreversible Bedrohung für den maritimen Lebensraum dar.

"Da treiben jede Menge giftige Chemikalien", so Mike Beck.
Diese Chemikalien belasteten "die ohnehin schon gefährdeten Meerestiere noch zusätzlich", erklärt der Naturschützer.

Dieses ganze Horror- Szenario schwimmender Trümmerlandschaften, radioaktiv verseuchter Müllteppiche der Folgen des Tsunamis vor den japanischen Küsten im März 2011, mit  einem annähernd geschätzten Volumen von über 30 Millionen Tonnen, wenn die bereits bestehenden Plastik- Müllteppiche in den Weltmeeren dazugerechnet werden, rufen nun, bisher unbemerkt,  ganz andere Netzwerke dunkler Schattenwirtschaft der weltweit aufgestellten Atom- , Chemikalien-, Pharma- , Elektro- Schrott Müll- Mafia auf den Plan.

Eine ganze Reihe von Giften ist aber auch direkt im Meer gelandet. «Internationale Bestimmungen verbieten die Entsorgung von Müll in den Ozeanen», schreibt die französische Umweltorganisation Robin des Bois. «Aber die Naturmacht dieser Katastrophe hat eine gigantische ‹Entsorgung› ausgelöst.»

Nie war die Gelegenheit auf den Weltmeeren so günstig, mit krimineller Energie, unkontrolliert, unbemerkt   Atom- , Chemikalien-, Pharma- , Elektro- Schrott Müll, selbst noch aus Deponien, Zwischenlagern bei laufenden und stillgelegten Atom- Meilern umlagernd, quasi zum "Nultarif"  "Geld waschend" zu entsorgen.

Wehret den Anfängen der aufbrechenden  Atom- , Chemikalien-, Pharma- , Elektro- Schrott Müll- Mafia bei ihrem Versuch, die Weltmeere für ihre verbrecherisch verdunkelnden Müll- Entsorgungsgeschäfte, die alle Grundlagen unseres  Lebens zu vernichten drohen,  zu okkupieren.

JP

siehe:
www.tagesschau.de/ausland/tsunami314.html

Müllteppich bedroht Schiffe und Kanadas Küste
Tsunami-Schrott aus Japan treibt im Pazifik

www.tagesanzeiger.ch/leben/bildung/Was-der-Tsunami-zerstoerte-treibt-jetzt-nach-Hawaii-und-Kalifornien-/story/27226635

Was der Tsunami zerstörte, treibt jetzt nach Hawaii und Kalifornien
Von Hans Brandt. Aktualisiert am 13.07.2011

www.oceancare.org/de/thementiere/plastik/plastikmuell.php

Plastikmüll im Meer

 
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Kommentare
ostello jaeger schrieb am 03.11.2011 um 19:24
der krieg gegen die natur ist blindheit mit anderen mitteln.
hg
Joachim Petrick schrieb am 03.11.2011 um 19:59
@ostello jaeger

Danke für das Lesen, samt Kommentar.

Hier waren Sie beim Verstehen schnell, wenn Zeitmaß überhaupt beim Verstehen eine Bedeutung hat!, oder?
ostello jaeger schrieb am 05.11.2011 um 12:45
hoffentlich nicht vor- schnell. sind doch die erwartungen bei solcherart themen leider mit einem bitteren beigeschmack vorgewürzt.
Joachim Petrick schrieb am 05.11.2011 um 13:21
@ostello jaeger

"hoffentlich nicht vor- schnell."

trefflliche Pointe!
Joachim Petrick
Hamburger, begeistert vom Theater Stadtgefluester, 66-71 in Westberlin gelebt, 1982-89 Beliner Maueröffner, Sympathisant"Tanzender Lachoffensive", bin fuer spontane Humortests im Oeffentlichen Nahverkehr.
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