Joachim Petrick

Frag Lacher in den Bauch

08.11.2011 | 19:55

»Michael Kohlhaas« als bloggender "Racheengel" 2011

»Michael Kohlhaas« als Blogger Fake in einer "Racheengel" Erzählung

Meine Novelle handelt von einem Blogger, namens, Michael Kohlhaas in unserer Zeit, der unverbrüchlich an die Nettiquette glaubt, bis die  ihn eines anderen belehrt?

Michael Kohlhaas ist ein rechtschaffener Blogger der sehr zurückgezogen, mit seiner Frau und zwei Söhnen,  im tiefschwarz katholischen Paderborn lebt.
Eines Tages bloggt Michael Kohlhaas  mit einer Anzahl von Artikeln  nach Berlin in die Freitags Redaktion zum Hegelplatz 2
"Ich werde kommen!",
 wird auf dem Weg jedoch im Treppenhaus von dem Redaktionsvogt und einem namenlosen Lektoranten des Freitag Verlegers Jakob Augstein aufgehalten, da er keine namentliche  Einladung vorweisen kann.
Ihm wird mitgeteilt, dass seine Blog Artikel  nur mit der namentlichen Einladung  und gegen eine postlagernde Gebühr in die heiligen Hallen des Freitags, vormals zu DDR Zeiten Sonntag, einreisen dürfen.

Michael Kohlhaas will sich  darauf die namentliche Einladung in Dresden besorgen.
Warum in Dresden?,  weiß bis heute keiner, nicht einmal Gott.

Michael Kohlhaas  muss dafür jedoch zwei seiner Artikel  und angeblich seinen persönlichen Artikel Blogger Knecht als Pfand  bei dem Schlossherren, dem jungen  Freitags Eigner, Jakob Augstein  hinterlassen.
Als er in Dresden eintrifft, wird Kohlhaas schnell klar, dass die Forderung nach einer namentlichen Einladung reine Willkür seitens des Freitags- Redaktionsvogts und einem namenlosen Lektoranten war.

Daraufhin bricht er seinen Rückweg von Dresden nach Berlin zum Hegelplatz 2  an und fordert sein Pfand zurück. Seine Artikel jedoch sind bis auf die Knochen, sogar zwischen die Zeilen verhunzt und öffentlich blamiert, da man diese zur demoskopisch schweren Frohn- und Feldarbeit an der knochenharten Medienbasisfront  benutzt hat, und sein Artikel Knecht misshandelt und zum Teufel nach Hamburg auf "Hexe komme heraus!" verjagt worden ist.

So lässt Michael Kohlhaas  seine schändlich verschandelten Artikel, in seiner Wut hochfahrend, zurück und erhebt Klage gegen den Freitags- Verleger Junker Jakob Augstein.
 Erst nach Monaten erfährt er, dass die Klage abgewiesen worden ist, da der Junker Verwandte in hohen Positionen hat, die diesem geholfen haben.
Michael Kohlhaas fühlt sich ungerecht behandelt und wendet sich an den Pressezarenrat mit Sitz in Franfurt/Main.

Doch auch dieser kann ihm nicht helfen.
Daraufhin versucht seine Frau Lisbeth an den Pressezarenrat mit Sitz in Franfurt/Main persönlich  heranzutreten und ihm eine Bittschrift zu überbringen, um das Hab und Gut ihres Mannes an seinen Blogger Artikeln wieder zu erlangen. Bei der Übergabe wird sie jedoch von einer rasend heranrollend, zu spät abbremsenden, Pressezarenwache auf vier Rädern überrollt und durch diesen Autounfall schwer verletzt, woraufhin sie ihren Verletzungen tagsdarauf erliegt und stirbt.

Dies ruft in Michael Kohlhaas grenzenlosen Hass, gepaart mit der Sehnsucht nach Rache, hervor.
Er verkauft all seinen Besitz, verramscht  Rechte an seinen Artikeln zum Schnäppchen- Spottpreis  an durchreisende Verlegeragenten und scharrt Artikel Blogger Knechte um sich, die er mit steilen Argumenten, Thesen bewaffnet, um gegen den Verleger JunkerJakob Augstein, in Feuer & Flamme garatend,   mit der unbändigen Gewalt seiner steilen Thesen vorzugehen.

Er brennt all seine im Hauskeller zu  Paderborn gehorteten Freitags Printausgaben der letzten zwanzig Jahre nieder und blamiert den Freitags Redaktionsvogt und den namenlosen Lektroranten sowie die anderen Freitags- Burgbewohner/innen, darunter auch Frauen und Kinder, dass die panisch in die BILD Redaktion, zu einem gewissen Nikolas, Jerome Blome hin, die Flucht ergreifen.

Jakob Augstein  kann jedoch, seine eigenen Gedanken rettend, günstig flüchten.
Michael Kohlhaas ist von seinem Drang nach Rache und Gerechtigkeit so erfüllt, dass er sogar ein
»Kohlhaasisches Mandat«
verfasst, in dem er jeden dazu auffordert den Freitags Verleger Junker Jakob Augstein, gefesselt und verschnürt, seinen steilen Thesen  auszuliefern.

In der Zwischenzeit wächst das Gefolge Michael Kohlhaas mehr und mehr an und als er erfährt, dass der Freitags Verleger Junker Jakob Augstein nach Wittenberg zu einem der Heraussgeber des Freitag, dem Pastor und Publizisten  Friedrich Schorlemmer geflohen ist, bricht er schnellstens dorthin auf.
Er fordert, gestiefelt & gespornt,  die unverzügliche Auslieferung des Freitags Verleger Junker Jakob Augstein an seine steilen Thesen.

 Seine Forderung wird jedoch nicht erfüllt und man teilt ihm mit, dass man Freitags Verleger Junker Jakob Augstein nicht an dessen steile Thesen ausliefern wird.
Michael Kohlhaas ist darüber so aufgebracht, dass er alle gerade frisch gedruckt ausgelieferten  Printausgaben des Freitags in Wittenberg vor dem legendären Kreuz- Bahnhof  in Brand steckt.
Bereits Bruder Martin Luther soll hier, gerade anschlagshalber zum Reformator ausgerufen, sein damals noch katholisches Kreuz mit den Worten in die Luft geschlagen haben:

"Hier wird der papstfreie Zug der Zeit für alle Ewigkeit auf den rechten Schienen Gottes kommen, oder gar nicht! Amen!"

Um die Gefahr von der Stadt Wittenberg abzuwenden, täuscht man vor, dass Freitags Verleger Junker Jakob Augstein sich in Leipzig versteckt hält.
Michael Kohlhaas begibt sich sofort auf den Weg nach Leipzig.
Die Bewohner der Stadt Leipzig versuchen ihm zu versichern, dass der Freitags Verleger Junker Jakob Augstein sich dort, trotz der gerade eröffneten Büchermesse,  nicht aufhält, doch Michael glaubt ihnen nicht.

Erneut lässt er aus Rache und Wut alle greifbaren Exemplare der frisch ausgelieferten Printausgabe des Freitag der Stadt Leipzig öffentlich vor dem Leipziger Sackbahnhof in Brand stecken.

Plötzlich bekommt er eine mahnende Nachricht des Wittenberger Nachfolgers von Martin Luther, Pastor Friedrich Schorlemmer, den er als einen der Herausgeber des Freitag sehr verehrt und der sein Verhalten als Mitglied des Vereins der
"Klaren Kanten Ansprache",
eindeutig missbilligt
"Sowas an Rachegelüsten  denkt man vielleicht?
Himmel, Arsch und Zwirn "Das tut man aber nicht!".

In Verkleidung begibt sich Michael Kohlhaas zum jüngsten Nachfolger von Martin Luther, Friedrich Schorlemmer, um ihm seine Sicht der Dinge darzustellen.
Im Anschluss an das Gespräch der beiden verspricht Friedrich Schorlemmer, sich für Kohlhaas einzusetzen.
Michael Kohlhaas bekommt freies Geleit in die Stadt Frankfurt/Main. Daraufhin löst er seine Artikel Blogger Knecht Truppen auf und begibt sich nach Frankfurt/Main, wo es zu einer neuen Verhandlung gegen Freitags Verleger Junker Jakob Augstein beim Pressezarenrat kommt.
Der Prozess wird dieses Mal gerecht geführt und der Freitags Verleger Junker Jakob Augstein  zu zwei Jahren unentgelticher Frohn- Sozialarbeit bei der Berliner Tafel  in Kreuzberg zum Prenzlauer Berg hin verurteilt. Auch die zwei Artikel muss er wieder argumentativ gesund füttern und an Michael Kohlhaas geheilt zurückgeben.

Aber auch Michael Kohlhaas wird verurteilt. Aufgrund seines Rachefeldzuges und dem Schaden, den er angerichtet hat, wird er wegen verlegerischen Presse- und Landfriedensbruchs zum ewigen Schweigen für sieben Jahre verurteilt.

Bundeskanzlerin, Angel Merkel, versucht angeblich vergeblich bei der  Pressepäpstin Springer Herzogin Friede  in Berlin die Klage gegen Michael Kohlhaas abzuwenden, Angela Merkel kommt zu spät. Michael Kohlhaas lebenslänglichesVermummungs- und  Verstummungsrteil ist bereits rechtskräftig auf sieben Jahre  unterzeichnet.
Michael Kohlhaas vermummt sich verstummend und schweigt jedoch bereits als vereinsamter Mann, Witwer, Vater,  mit der fragil trügerischen Genugtuung, dass ihm letztlich Gerechtigkeit widerfahren ist., wie ihm richterlich befohlen äußerst beredt.

Seine Söhne werden daraufhin von Bundeskanzlerin, Angela Merkel  auf eine Presse- , Medien- Pagenschule geschickt und zu Presse- , Medien- Junker  Rittern beim Berliner CDU/CSU Hofe  geschlagen.

Dieser Michael Kohlhaas als Blogger unser Zeit soll, auf seltsame Weise mit sich Frieden findend, bis ans Ende seiner Tage,  niemals mehr eine Printausgabe des Freitag in seine Hände genommen haben.

Ende dieser Fake Novelle.

JP

PS:
Die Novelle »Michael Kohlhaas« von Heinrich von Kleist aus dem Jahr 1810 handelt von dem Pferdehändler Michael Kohlhaas, der Opfer eines Betruges wird und sich anschließend grausam rächt. Die Handlung spielt im 16. Jahrhundert in Brandenburg und Dresden.

siehe:

www.inhaltsangabe.de/kleist/michael-kohlhaas/

Michael Kohlhaas
Inhaltsangabe

 
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Kommentare
GeroSteiner schrieb am 08.11.2011 um 20:37
Ich habe auch schon mal Bücher verlegt. Eins war unter dem Sofa.
Joachim Petrick schrieb am 08.11.2011 um 20:45
@GeroSteiner

"Ich habe auch schon mal Bücher verlegt. Eins war unter dem Sofa."

Echte Pointe.

Das soll Verlegern/innen oftmals passieren, weshalb so wenig Bücher gedruckt vervielfältigt zum Lesen zur Verfgung stehen?
poor on ruhr schrieb am 08.11.2011 um 20:55
Ich habe sogar schon mal etliche Zeitungen verlegt. Die waren aber schon sehr alt und ausgelesen. Sie haben dann beim Deckenstreichen, die Farbtropfen, die auf den Boden fielen, aufgefangen.
Joachim Petrick schrieb am 08.11.2011 um 21:50
@por

"Ich habe sogar schon mal etliche Zeitungen verlegt. Die waren aber schon sehr alt und ausgelesen. Sie haben dann beim Deckenstreichen, die Farbtropfen, die auf den Boden fielen, aufgefangen."

Macht das nach dem Verbrauch der alten verlegten Zeitungen nicht irgendwie Zeitungpapier verlegen
poor on ruhr schrieb am 08.11.2011 um 21:55
@JP
"Macht das nach dem Verbrauch der alten verlegten Zeitungen nicht irgendwie Zeitungpapier verlegen"

Genau , das ist das Problem. ;)
Joachim Petrick schrieb am 08.11.2011 um 22:49
siehstewohl,
ist der Papierkorb noch nicht voll?
Joachim Petrick schrieb am 08.11.2011 um 20:51
siehe:

www.freitag.de/community/blogs/der-freitag/gaestelistenplaetze-fuer-den-freitag-salon-am-15-november

08.11.2011 | 14:40
Gästelistenplätze für den Freitag-Salon am 15. November
salon kleist

www.freitag.de/politik/1042-der-freitag-unplugged

Salon | 01.11.2010 14:35 |
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