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Kultur : Ins Wasser gefallen: Privatisierung in Cochabamba

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Hintergrund zum Film: Und dann der Regen


Die Geschichte des bolivianischen Wasserkrieges in Cochabamba fand 1999 – 2000 statt. Die Wasserversorgung von El Alto und La Paz (Bolivien) war bis 1997 öffentlich gewesen, als sie (auch unter Druck der Weltbank) an ein Konsortium unter der Führung des französischen Wasserkonzerns SUEZ verkauft wurde. Die Wasserpreise der neuen Gesellschaft Aguas de Tunari stiegen dadurch faktisch über Nacht um 300% und wurden für viele Familien faktisch unbezahlbar. Groteskerweise wurden gleichzeitig andere Möglichkeiten des Wasserzugangs gesperrt bzw. unterbunden; dies gipfelte in dem Verbot, Regenwasser aufzufangen und zu sammeln. Im ersten Quartal 2000 schlossen sich ca. 40 unterschiedliche Organisationen unter dem Namen „Coordinadora de Defensa del Agua y de la Vida“ (Koordination der Verteidigung von Wasser und Leben) zusammen und es kam zu gewaltsamen Konflikten zwischen Teilen der Bevölkerung und Polizei bzw. Militär in, die hunderte von Verletzen nach sich zogen. Im April rief die Koordination zum Generalstreik und Straßenblockaden auf. Der Bechtelkonzern zog daraufhin seine Vertreter vor Ort zurück und die bolivianische Regierung sah sich gezwungen den Privatisierungsvertrag aufzulösen. 2001 folgte eine Schadensersatzklage des amerikanischen Multikonzerns auf mehrere Millionen Dollar, die nach einem fünfjährigen Prozess wieder zurückgezogen wurde; stattdessen zahlte der bolivianische Staat symbolisch 2 Bolivianos (ungefähr 30 Cent) an das Unternehmen. „Nach vorgezogenen Neuwahlen am 18. Dezember 2005 endete die jahrzehntelange Vorherrschaft der weißen Oberschicht in Bolivien: Mit 54% der Stimmen wurde Evo Morales als erster Indígena zum Staatspräsidenten eines südamerikanischen Landes gewählt.“; so werden auf der Homepage die weitreichenden Folgen des Konflikts beschrieben.

mehr Infos auf dem Filmflyer unter:

blog.gemeingut.org/2011/11/und-dann-der-regen-bundesweiter-filmstart/

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