Empfehlung der Woche

Generation rechts?

Generation rechts?

Rüdiger Maas

Hardcover, gebunden

288 Seiten

24 €

Zur Empfehlung
Das Los des Fremden

Das Los des Fremden

Brandt Andersen

Drama

USA 2025

104 Minuten

Ab 18. Juni 2026 im Kino!

Zur Empfehlung
Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus

Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus

Zeppelin Museum Friedrichshafen

Seestraße 22 | 88045 Friedrichshafen

Vom 22. Mai 2026 bis 4. April 2027!

Zur Empfehlung

Kultur : Die Bewältigung der kommenden Krise

Zum Kommentar-Bereich

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community.
Ihre Freitag-Redaktion

Der Ökonom Stefan Homburg sagt in der Süddeutschen zur Wirtschaftskrise:

SZ: Gibt es gar keine Hoffnung?

Homburg: Hoffnung haben diejenigen, die nichts besitzen, denn ihnen kann auch nichts genommen werden. Hoffnung haben auch jene ehrenwerten Mitglieder der Finanzindustrie, die jetzt noch ein oder zwei Jahre mit Steuerzahlers Hilfe Kasse machen, um sich dann mit dem eigenen Flugzeug auf die eigene Insel zu verabschieden und aus der Ferne zuzusehen, wie die übrigen hier klarkommen. Hoffnung hat schließlich, wer zu einer buddhistischen Lebensweise findet und materiellen Werten ganz entsagt. Für die anderen sehe ich schwarz.

Da reiche ich unheimlich nah dran: ich bin Buddhist, pleite und arbeitslos. Und was die Entsagung angeht gibt es tatsächlich eine neue Mode aus den USA, die langsam nach Europa rüberschwappt: den Minimalismus. Und sie ist tatsächlich vom Zen-Buddhismus inspiriert.

Nun höre ich da einen spöttischen Unterton in Homburgs Bemerkung. Homburg ist Ökonom und es ist das Wesen der Ökonomie, davon auszugehen, dass die Menschen den Hals niemals vollkriegen können. Es wäre eine Katastrophe, wenn die Menschen sagen würden: ich hab genug, mir reichts.

Aber genau das passiert mittlerweile. Immer mehr Menschen begreifen, dass der ganze Konsumquark eine deutliche Beeinträchtigung der Lebensqualität mit sich bringt. Wieso soll man fünf Jahre einen Autokredit abbezahlen? Wieso sollen Hunderte Bücher in den Regalen Staub fangen, wenn man sich das Zeug auch in der Bücherei ausleihen kann?

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.