lebowski

Glücklich arbeitslos

26.10.2011 | 17:30

Schön gesagt!

Schau nach Spanien, worum es der „Bewegung der Empörten“ eigentlich geht: sie wollen einen Teil vom Kuchen, ohne dass sie das System derart in Frage stellen wie es noch die 68er getan haben. Spanien ist doch ein Schrei nach einer menschlicheren Ausbeutung!

Andreas Spechtl von "Ja, Panik" in einem Interview mit der taz

 
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Kommentare
chrislow schrieb am 26.10.2011 um 18:15
So pessimistisch und abgrundtief ... denkt er. Wie kommts denn, dass er nicht der einzige ist?

In Erwartung eines Endes des bestehenden. Ohne auch nur das geringste Interesse und Vorstellung an die Art und Weise des folgenden. Wie eine Art Mode der Unvollständigkeit - des Angefangenen und Unvollendeten. Irgendwie aber kenne ich dieses Gefühl.
lebowski schrieb am 26.10.2011 um 23:36
Eigentlich denkt er gar nicht pessimistisch:

"In letzter Zeit habe ich mir auch einige Polit-Talkshows angesehen, woran man wirklich verzweifeln kann. Alles ist so sinnlos, alles dreht sich im Kreis. Es wird eine Strategie gesucht, wie „gerettet“ werden kann. Aber ich will ja gar nicht, dass gerettet wird, ich will ja, dass es untergeht! So eine Meinung kommt natürlich gar nicht vor.
Meine Furcht ist, dass die Krise unserer Zeit, die materielle und finanzielle Sorge, in eine andere Richtung losgeht, in den Totalitarismus, faschistische Tendenzen, eine Aufgabe der Toleranz."

Er hat gar nichts dagegen, wenn das System untergeht. Die große Frage ist, was danach kommt. Ob die Marktgesetze dann mit staatlicher Gewalt durchgesetzt werden oder ob es Wege zu einer neuen Ökonomie gibt.
chrislow schrieb am 26.10.2011 um 18:19
Was die Ausbeutung betrifft - sowas kann man sich auch gerne antun. Ich habe es einmal mit Nachdruck durchmachen wollen. Aber viele bekommen heute wohl nicht mal mehr die Möglichkeit dazu - im richtigen Bereich.
lebowski
Seit einigen Jahren muss ich mich zwangsläufig mit dem von Hannah Arendt analysierten Ende der Arbeitsgesellschaft befassen. Was ist schlimmer bzw. schöner: Arbeit zu haben oder arbeitslos zu sein?
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