3
]
Schau nach Spanien, worum es der „Bewegung der Empörten“ eigentlich geht: sie wollen einen Teil vom Kuchen, ohne dass sie das System derart in Frage stellen wie es noch die 68er getan haben. Spanien ist doch ein Schrei nach einer menschlicheren Ausbeutung!
Andreas Spechtl von "Ja, Panik" in einem Interview mit der taz
|
|
So pessimistisch und abgrundtief ... denkt er. Wie kommts denn, dass er nicht der einzige ist?
In Erwartung eines Endes des bestehenden. Ohne auch nur das geringste Interesse und Vorstellung an die Art und Weise des folgenden. Wie eine Art Mode der Unvollständigkeit - des Angefangenen und Unvollendeten. Irgendwie aber kenne ich dieses Gefühl. |
|
|
Eigentlich denkt er gar nicht pessimistisch:
"In letzter Zeit habe ich mir auch einige Polit-Talkshows angesehen, woran man wirklich verzweifeln kann. Alles ist so sinnlos, alles dreht sich im Kreis. Es wird eine Strategie gesucht, wie „gerettet“ werden kann. Aber ich will ja gar nicht, dass gerettet wird, ich will ja, dass es untergeht! So eine Meinung kommt natürlich gar nicht vor. Meine Furcht ist, dass die Krise unserer Zeit, die materielle und finanzielle Sorge, in eine andere Richtung losgeht, in den Totalitarismus, faschistische Tendenzen, eine Aufgabe der Toleranz." Er hat gar nichts dagegen, wenn das System untergeht. Die große Frage ist, was danach kommt. Ob die Marktgesetze dann mit staatlicher Gewalt durchgesetzt werden oder ob es Wege zu einer neuen Ökonomie gibt. |
|
|
Was die Ausbeutung betrifft - sowas kann man sich auch gerne antun. Ich habe es einmal mit Nachdruck durchmachen wollen. Aber viele bekommen heute wohl nicht mal mehr die Möglichkeit dazu - im richtigen Bereich.
|
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
keine Versandkosten
kein Aufpreis
Einzelpreis: 3.60 €
>> bestellen