lukasheinser

Blog von lukasheinser

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26.03.2009 | 19:09 nbo
zum umgangsstil im web: wir werden uns damit abfinden müssen, dass das web noch eine weile eine kolonie ist, die von horden grobschlächtiger übellauniger user besiedelt wird wie einst lateinamerika vo...
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27.03.2009 | 12:24 lukasheinser
Den Vergleich mit Lateinamerika finde ich brutal, aber gut. Man darf auch nie aus den Augen verlieren, von was für Größenordnungen wir im Web sprechen: Wenn ein deutschsprachiges Blog auf 40.000 Leser pro Tag kommt, ist das sicher richtig, richtig viel. Vermutlich hat jeder Shopping-Sender mehr Zuschauer. (Was beweist, dass Reichweite andererseits keine Aussagen über Relevanz zulässt.) Aber dadurch, dass im Web 2.0 viele (jeder?) gleichzeitig empfangen und senden, entsteht eine gewaltige Rückkopplung. Wer ausschließlich im Web 2.0 unterwegs ist, wird den Eindruck bekommen, Blogs oder twitter seien Massenmedien (weil jeder, den man kennt, sie nutzt). Ich finde es immer sehr hilfreich, meinen Großeltern zu erklären, was ich eigentlich beruflich tue. Wenn man sich erst mal verständliche Erklärungen für "Blog" oder "Community" überlegt hat, hat man glaub ich wieder genug Abstand zum Thema gewonnen. Aber ich fürchte, jetzt habe ich mich (was auch typisch fürs Internet ist) völlig vom Thema entfernt ...
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25.03.2009 | 13:33 jfenn
Das Urteil, "der Freitag" sei gescheitert, sollte man differenzierter fassen. Der Relaunch hat alles in Bewegung gebracht. An die Stelle von Nachdenklichkeit und sachlicher Diskussion sind in der Pr...
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25.03.2009 | 17:24 lukasheinser
Ich habe den Eindruck, dass hier Leute mit dem Bloggen angefangen haben, die sich nie im Leben ein eigenes Blog eingerichtet hätten. Das finde ich - unabhängig von den Inhalten - erst einmal bemerkenswert. Dass nicht jeder auf Anhieb printreife Artikel schreibt, liegt auf der Hand. Ich finde es aber schön, wenn Menschen, die bisher nur rezipiert haben, nun auch zu schreiben anfangen - mit teils beachtlichen Ergebnissen. Da dann schnell mögliche Spreu von möglichem Weizen zu trennen ist wohl Teil jener Medienkompetenz, die wir alle in Zukunft brauch werden. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass sich die Mediennutzer in zwei Gruppen Teilen werden: in die, die auch zukünftig auf die "Gatekeeper" schwören, und in die, die sich ihre Informationen aus Zeitungen (bzw. deren Webseiten) und Blogs zusammensuchen. Beides kann zu interessanten Ergebnissen führen.
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23.03.2009 | 12:04 lukasheinser
Ich kann bei vielem nicht mitreden, denn mein Gymnasium war bei meinem Abitur vor sieben Jahren alles andere als eine Problemschule. Trotzdem gab es natürlich etliche Lehrer, die ihre Schüler drangsa...
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23.03.2009 | 14:32 lukasheinser
Grundschule?! Da bin ich ehrlich gesagt sprachlos. So ein bisschen spielen solche Geschichten ja auch in die Überlegung mit rein, ob man später mal selbst Kinder haben will. Und denen so einen Alltag zumuten kann. Puh!
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23.03.2009 | 12:04 lukasheinser
Ich kann bei vielem nicht mitreden, denn mein Gymnasium war bei meinem Abitur vor sieben Jahren alles andere als eine Problemschule. Trotzdem gab es natürlich etliche Lehrer, die ihre Schüler drangsaliert, angeschrien oder sonstwie fertig gemacht haben. Trotzdem gab es Mobbing und Reibereien unter den Schülern, auf die die meisten Lehrer nicht eingegangen sind, nicht eingehen konnten, weil sie die Schüler so selten sahen und im Lehrplan vorankommen mussten. Gerade den vorletzten Absatz finde ich interessant, mir fiel dazu noch die Plattform spickmich.de ein, auf der Schüler ihre Lehrer benoten können und gegen die schon viele Lehrer erfolglos geklagt haben. Da offenbart sich mir ein Selbstverständnis, das mich ratlos zurück lässt: Die, zu deren Kernaufgaben es gehört, andere zu bewerten (und ich bin - bei allem, was im Schulsystem kaputt ist - durchaus der Meinung, dass Bewertungen zur Schule gehören müssen), sträuben sich dagegen, selbst bewertet zu werden. Wir brauchen eine Schuldiskussion, die nicht wieder in ein dumpfes Lehrer-Bashing abgleiten darf, auch wenn viele Lehrer keinen Bezug mehr zur Welt ihrer Schüler haben. Aber Diskussionen werden in Deutschland erfahrungsgemäß immer nur angerissen, dann gibt es einen Gipfel im Kanzleramt und dann wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben.
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Bücher werden gekauft, finden aber keine Leser

Positionen | 19.03.2009 | 05:00 Ingo Arend
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22.03.2009 | 13:24 Jakob Augstein
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mehrzahl der Menschen "früher" mehr gelesen haben soll. Wann soll das gewesen sein? Und wo? Die städtische Unteklasse des 19 Jahrhunderts oder das Bauerntum ka...
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23.03.2009 | 11:48 lukasheinser
Ich glaube, man muss unterscheiden: Wenn Kinder und Jugendliche die "Harry Potter"- und "Twilight"-Romane lesen, freut man sich ja, dass sie überhaupt lesen. (Und damit über die von Bildungswirt angesprochene Fähigkeit verfügen, längere Texte sinnentnehmend zu lesen.) Wenn Erwachsene lieber irgendwelche Krimis oder Liebesromane lesen und ihnen das Freude bereitet, ist es auch ihr gutes Recht. Literatur muss ja nicht immer einen Erkenntnisgewinn bringen, manchmal reicht ja auch der Lustgewinn. Die Einstellung "Hauptsache Lesen" hat für mich trotzdem etwas von "Hauptsache Essen": Abwechslung sollte schon gegeben sein und ab und zu was Gesundes (wie auch immer das bei Büchern aussehen mag) und Außergewöhnliches sollte schon dabei sein. Was mich wundert ist, dass man Marcel Reich-Ranicki nicht die Uta Danellas und Ken Follets um die Ohren gehauen hat, als er sich im letzten Jahr über die Qualität des Fernsehens beklagt hat. Ein Medium ist ja für sich genommen erst mal kein Qualitätskriterium.
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Bücher werden gekauft, finden aber keine Leser

Positionen | 19.03.2009 | 05:00 Ingo Arend
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22.03.2009 | 13:05 Periodista
Das Problem der Lesekultur heute besteht darin, dass das Lesen zwar noch als eine wichtige und unabkömmliche Tätigkeit begriffen und auch proklamiert wird, es jedoch vielen Menschen an Gelegenheit zu ...
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23.03.2009 | 11:36 lukasheinser
Früher haben die Pendler wenigstens im Zug lesen, was - je nach Entfernung - schon einige Kapitel pro Tag sein konnten. Heute kann man im Zug telefonieren oder gleich ins Internet gehen, so dass auch dort der räumliche und zeitliche Freiraum verloren gegangen ist. Andererseits: Wenn der neue "Grisham" dadurch nicht gelesen wird, hält sich der Verlust in Grenzen.
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Trau keinem über den Schirm

Alltag | 13.03.2009 | 17:30 Lukas Heinser
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16.03.2009 | 20:52 Schackerbilly
Danke! Wir können uns gerne über die Studien unterhalten, die Wikipedia mit anderen Enzyklopädien vergleichen. Hier gibt es nämlich tatsächlich sehr viel Diskussionsbedarf, z.B. in Bezug auf die Auswa...
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19.03.2009 | 18:14 lukasheinser
Nehmen wir zum Beispiel diese Studie des "Stern", über deren Methodik man sicher streiten kann: http://www.stern.de/computer-technik/internet/:%0A%09%09stern-Test%0A%09%09%09-Wikipedia-Brockhaus/604423.html (Und bevor Sie es schreiben: Dass ich unter diesem Artikel ausgerechnet den "Stern" verlinke, widerspricht widerspricht vermutlich auch den eigenen Prinzipien.) Was ich sagen will: Die Wikipedia ist als Einstiegsquelle in der Regel mindestens ausreichend bis gut. Man muss halt damit umzugehen wissen - das gilt aber auch für Bücher und andere Medien.
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It's Showtime

Alltag | 17.03.2009 | 20:30 Susanne Lang
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18.03.2009 | 00:49 lukasheinser
Auf dem Foto sieht er aus, als wolle er gleich lostanzen und -singen. Vermutlich einen Guttie Woogie.
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Trau keinem über den Schirm

Alltag | 13.03.2009 | 17:30 Lukas Heinser
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16.03.2009 | 07:26 Schackerbilly
Ich bedanke mich für die prompte Rückmeldung, möchte aber dennoch widersprechen. Allen Beteuerungen der Wikipedia-Community zum Trotz: Eine qualifizierte redaktionelle Prüfung gibt es bei der Online-E...
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16.03.2009 | 16:16 lukasheinser
Meiner Meinung nach braucht es keine "redaktionelle Prüfung" (die es für die Blogeinträge auf freitag.de ja auch nicht gibt), wenn das Kollektiv der Nutzer auch als Korrektiv funktioniert. Das Stichwort hier heißt "Schwarmintelligenz". Ich will die Wikipedia nicht über Gebühr verteidigen, sie hat sicher ihre Schwächen, aber Studien haben ergeben, dass Artikel in der Wikipedia im großen und ganzen mit Artikeln in echten "Lexika" mithalten können. Das Guttenberg-Beispiel zeigt nicht, dass man der Wikipedia grundsätzlich misstrauen muss, sondern dass man wissen sollte, wie man mit diesem Werkzeug umzugehen hat.
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Trau keinem über den Schirm

Alltag | 13.03.2009 | 17:30 Lukas Heinser
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15.03.2009 | 07:41 Schackerbilly
Schön und gut, aber indem der Autor einen Hyperlink zu einer ebenfalls nicht immer sonderlich glaubwürdigen Quelle (Wikipedia) setzt, widerspricht er den eigenen Prinzipien.
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15.03.2009 | 12:58 lukasheinser
Auch wenn ich ja gar nicht sage, dass das Internet generell unglaubwürdig ist, kann ich den Kritikpunkt völlig verstehen. Andererseits halte ich die Wikipedia dann im Großen und Ganzen für so glaubwürdig, dass sie zumindest oberflächlich in den Themenkomplex "Hitler-Tagebücher" einführen kann. Für jedes andere einzelne Google-Suchergebnis zu dem Stichwort hätte sich die Glaubwürdigkeitsfrage genauso gestellt.
lukasheinser
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