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War das schön, als wir noch „Wir sind Rau“-waren.
Da wollten alle andauernd „Versöhnen statt Spalten".
Matthias Richling wollte sogar die Wurst mit dem Käse versöhnen
oder so ähnlich.
Und zur Köhler-Zeit, da waren wir alle Rainald Grebe.
Und fragten uns wie er: "Wo ist denn hier mein Heli".
Und waren alle - wenn man dem Bild folgt, die treuen Abbilder eines Beamten bei internationalen Finanzorganisationen und "wollten" doch alle die Deregulierung und fanden auch Angies Kuh-Handel in Westerwelles Wohnung zwecks Schäuble-Verhinderung durchaus gut.
So waren wir und dann hat der Köhler zu laut ...gesagt, was Deutschland will und -...rumms weg war er und wir Deutschen mussten warten, bis uns zu Guttenberg die Wahrheit sagt.
Und nun also. Wir sind Wulff. Der Seitenhieb auf Deutsche Durchschnittlichkeit - naja, ist bitter, aber wir sind ja auch alle ein bisschen durchschnittlich, wenn wir nicht zu den „Großen Namen", wie damals der Richie von Weizsäcker zählen.
Auch der hatte seine Abgründe, aber wenn einer ziemlich drüber steht, dann sind auch die Abgründen tiefreichend und sie reichen – mal wieder – tief in die Vergangenheit und haben auch mit einem Amt zu tun.
Ich wette frech, der nächste Bundespräsident wird vielleicht Karl Theodor zu Guttenberg. Denn: Wir sind alle (ein bisschen)Plagiatoren.
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Die Zeiten, als es- zumindest ansatzweise - noch so etwas wie Ehrgefühl und Moral gab, sind wohl endgültig Geschichte. Die Nation im Ausverkauf - Hauptsache die Kasse stimmt. Bei der Wette zu Guttenberg bin ich durchaus geneigt, mitzuhalten.
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wo du recht hast, behältst du hoffentlich nicht recht, liebe magda. (weil röslers philipp demnächst auch wieder freie spitzen hat)
der "Focus" schrieb im januar 2000: "Nach seinem Geständnis, auf Kosten der WestLB zu Partei-Terminen geflogen zu sein, gerät Johannes Rau ins Trudeln" und zitiert den heutigen Bundes-Wulff wie folgt: „,Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben.' Die Sozialdemokraten, so Wulff, sollten ,Johannes Rau zurückziehen' und ,den Weg frei machen' für Richard Schröder oder Dagmar Schipanski.“ Yo, Mann. Quelle: www.focus.de/politik/deutschland/affaere-die-luft-wird-duenn_aid_183266.html |
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kay.kloetzer schrieb am 17.12.2011 um 02:32
KAY, ganz stark dein Hinweis. Ich besinne mich noch auf einen Altersgenossen so anno '88, der hat dann spaeter immer so komische Firmen an die boerse gebracht: "Ja meine mutter ist so 8. grades mit Rau verwandt, deshalb komme ich in die WestLB rein"... Wulff: "„,Ich leide physisch darunter, dass wir keinen unbefangenen Bundespräsidenten haben." na der hat ja jetzt auch 11 Jahre Zeit gehabt, unter anderem in Florida den Ruecken brutzelnd, sich ordentlich Krokodilspanzer anzufressen... Vielleicht sollten wir es mal mit "Schimanski" versuchen, viel falsch machen kann man bei dem Job ja nicht mehr... |
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Magda:
"Ich wette frech, der nächste Bundespräsident wird vielleicht Karl Theodor zu Guttenberg. Denn: Wir sind alle (ein bisschen)Plagiatoren." Falsch, zwischendurch ist er Finanzminister, Innenminister, Aussenminister, Kanzler, und wenn er dann endlich mit 75 Bundespräsident wird, muss ich mir die Kacke hoffentlich nicht mehr ansehen... |
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Hallo,
danke für die Hinweise und die Einwände gegen meine Wette. Die ist - wie ich gerade sehe - ohnehin "Kacke". Denn ein Satz, in dem man wettet, dass jemand "vielleicht"...ist Quatsch. Aber dieser Wulff - man was sind das alles für Heuchler. Richard Schröder als BP - wäre ja fürchterlich geworden. Wenn man den erlebt, der ist ja völlig undiplomatisch, der Mann. Manchmal überzieht er, aber hin und wieder ist er ganz erfrischend. Oder Dagmar Schipanski - die wäre eine Art Merkel II geworden. |
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"Oder Dagmar Schipanski - die wäre eine Art Merkel II geworden." - wir haben es ja jetzt schon mit lauter kopien zu tun. oder sind es klone?
wenn wulff dann am 7. januar zurücktritt (vorher ist schlecht wegen neujahrsansprache und weihnachtszeit und so), dann werde ich denken: was waren das für zeiten, als horst köhler wenigstens noch über eine art wahrheit gestolpert ist (weil er mehr oder weniger aussprach, dass die auslandseinsätze der bundeswehr bewaffnete außenpolitik, wirtschaftskriege sind). inzwischen gibt es ja fast nur noch rücktritte von lügen oder von verschwiegenem. und das problem ist nicht zuerst, was getan oder unterlassen, was gedacht oder gesagt wird, sondern die abwesenheit von moral. so ganz grundsätzlich in einem machtpolitischen konsens. |
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Denkste, der tritt zurück? Ich glaube das nicht. Ich wüsste aber gern, warum der Wulff so unter Beschuss ist. Vielleicht tut er nicht das, wofür man ihm Kredit gab? Wer weiß.
Was Du über die Moral sagst: In der Politik ist sie selten zu Hause. Aber die Politiker selbst sollten wenigstens paar Maximen beherzigen. Eine heißt: Nich erwischen lassen. :-)) |
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"Nich erwischen lassen. :-))" - es muss ja für alle diese recherchen und schnüffeleien inzwischen eine eigene branche geben. kann man davon eigentlich leben? und damit?
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@Magda
"Ich wette frech, der nächste Bundespräsident wird vielleicht Karl Theodor zu Guttenberg." Oh nein. Gnade, liebe Magda. Bitte nicht!!! :) |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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