"Nachts werde ich - ob im Wachen ob im Traum - den Umriss eines Menschen sehen, der sich in fließenden Übergängen unaufhörlich verwandelt, durch den andere Menschen, Erwachsene, Kinder, ungezwungen hindurchgehen. Ich werde mich kaum vewundern, dass dieser Umriss auch ein Tier sein mag, ein Baum ein Haus gar, in dem jeder der will, ungehindert ein und aus geht. Halbbewust werde ich erleben, wie das schöne Wachgebilde immer tiefer in den Traum abtreibt, in immer neuen nicht mehr in Worte faßbare Gestalten, die ich zu erkennen glaube. Sicher, beim Erwachen, die Welt der festen Körper wieder vorzufinden, werde ich mich der Traumerfahrung überlassen, mich nicht auflehnen gegen die Grenzen des Sagbaren."
(Ende "Kindheitsmuster")