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Heute klingelte so gegen 10 Uhr mein Telefon. Als ich mich meldete, hörte ich eine männlich-jungenhafte Stimme.
Die Stimme: Hallo, ich bins.
Ich fragte zurück: Wer, ich.
Die Stimme: Na, ich, Dein Neffe.
Ich: Wie, mein Neffe?
Die Stimme: Na, aus Berlin, Du weißt schon...
Mein Neffe ist ein Sachse und hat einen entsprechenden Dialekt. Trotz absolvierter zwanzigjähriger Aufzucht in Leipzig würde ich einen solchen Dialekt zwar nicht mehr hinkriegen, aber sofort wiedererkennen .Allerdings ist unser Kontakt aus verschiedenen Gründen sehr eingeschränkt.
Das Geplänkel ging noch eine Weile hin und her, bis bei mir der Groschen fiel. Ich war Versuchsobjekt bei einer Variante der kriminellen Enkelmasche, in den Neffenmodus transponiert. Ich fing an zu lachen und meinte, er solle mal weiterreden, ich würde inzwischen ein bisschen mitschneiden, was so geredet wird. Klick machte das Telefon. Der Versuch war schiefgegangen.
Aktenzeichen XY
hat gewarnt
Über den „Enkeltrick“ haben Medien und Aktenzeichen XY immer mal wieder berichtet. Es ruft ein meist junger Mann an und suggeriert, der Enkel oder ein sonst passender Verwandter zu sein. Der „Verwandte“ erzählt dann von einer finanziellen Notlage, in die er geraten sei und bittet um Hilfe. Leider könne er das Geld aber nicht persönlich abholen, sondern schicke jemanden vorbei, wenn das Geld besorgt ist. Das soll sogar klappen.
Mich rührte der Gedanke, dass ein fremder, unbekannter Mensch mit hoher krimineller Energie mich – wenn gleich auch nur versuchsweise - für ein bisschen „reich“ hält. Vielleicht klingt mein Name so wohlsituiert oder die machen das nach dem Zufallsprinzip und ich war zufällig als betrügenswert eingeordnet. Ich wüsste aber gern – geschlechtsspezifisch – ob das Ding auch funktioniert, wenn eine Frau oder ein junges Mädchen sich melden. Eine Enkelin oder Nichte? Wie würde man darauf reagieren. Der Trick besteht ja auch in in einer reichlich sonoren Stimme, wie die des Anrufers mit dem völlig neutralen Dialekt.
Eine Tante zu sein, bei der Geld vermutet wird: Was schießt einem da in den Sinn? Allerlei Aufgelesenes und Überlesenes. Bildungsschüttgut:
Z. B. der bitterböse Wedekind:
Der Tantenmörder
Ich hab meine Tante geschlachtet,
Meine Tante war alt und schwach,
Ich hatte bei ihr übernachtet
Und grub in den Kisten-Kasten nach.
Da fand ich goldene Haufen,
Fand auch an Papieren gar viel,
Und hörte die alte Tante schnaufen
Ohn Mitleid und Zartgefühl.
Was nutzt es, daß sie sich noch härme —
Nacht war es rings um mich her —,
Ich stieß ihr den Dolch in die Därme,
Die Tante schnaufte nicht mehr.
Das Geld war schwer zu tragen,
Viel schwerer die Tante noch.
Ich faßte sie bebend am Kragen
Und stieß sie ins tiefe Kellerloch.
Ich hab meine Tante geschlachtet,
Meine Tante war alt und schwach,
Ihr aber, o Richter, ihr trachtet
Meiner blühenden Jugend — Jugend nach.
Reiche Erbtanten sind dichterisch nicht gerade dicht umlagert, aber auch Erich Mühsam hat eine „Psychologie der Erbtante“ geschrieben. Dabei weiß man aus seiner Biographie, dass sein Vater ihm keine Mittel gewährt hat obwohl er das konnte. Mühsam hat den Frust darüber auf die Erbtante transponiert.
In einer kleinen Inhaltsangabe zum Buch heißt es: „Die reiche Erbtante: Synonym der Hoffnung auf ein sorgenfreies Leben. Doch kein einziger Neffe, keine einzige Nichte der Tanten in diesem Buche kommt wirklich in den Genuss der Erbschaft – weil der Begriff der Erbtante eine Vorspiegelung falscher Tatsachen ist! Das beweist diese höchst amüsante Untersuchung“
Sag ich doch .Eine alte Tante ist ein schönes Feindbild.
Was gibt’s noch an alten Damen mit Geld? Ach ja, die greise Wucherin in Dostojewskis „Schuld und Sühne“. Ihr wird gleich der ganze Schädel gespalten. Ein gespaltenes Verhältnis hatte der Held zum würdigen Alter, wirklich. Auf sie überträgt er alle Nutzlosigkeit und Sinnlosigkeit einer Existenz, die jene Mittel besitzt, die anderen Menschen mit höherfliegenden Lebensplänen so nötig wären.
Ich bin gut dran, ich wurde nur angeläutet und das auch noch fälschlicherweise, auf Verdacht. Ich bin davongekommen. Geärgert habe ich mich nur, dass ich den Anrufer nicht noch in ein längeres Gespräch verwickelt habe. Wäre doch interessant gewesen, welche Geschichte er auf der Pfanne hatte.
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"Vielleicht klingt mein Name so wohlsituiert"
Ähm... das regt zum Nachdenken an. Version A: Der Name ist adlig. Version B: Der Name ist "Lieschen Müller". Was trifft? |
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Lieschen von Müller?
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schrieb am
16.06.2011 um 22:21
Wenn ich so einen Namen im Telefonbuch gesehen hätte, würde ich auch auf die Idee kommen, mich als Neffe vorzustellen...
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Lieschen von Müller...
-> perfekt gekonntert. Es geht scheinbar um Geld, nicht um Namen. Und dabei erscheint ein "von" erfolgsversprechender - was aber nicht sein muß. |
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"Mein Neffe ist ein Sachse und hat einen entsprechenden Dialekt. Trotz absolvierter zwanzigjähriger Aufzucht in Leipzig würde ich einen solchen Dialekt zwar nicht mehr hinkriegen, aber sofort wiedererkennen .Allerdings ist unser Kontakt aus verschiedenen Gründen sehr eingeschränkt."
Ich hätte dann einen zufälligen Namen genannt (aber nicht tatsächlichen Namen den Neffen), so z.B.: Ach, Jürgen, bist Du es wirklich? Und wie geht es (dann wieder den falschen Namen von vermeintlicher Schwester oder dem vermeintlichen Bruder... also von den Eltern des Neffen)? Wie läuft es bei Dir (z.B.) in der Uni? Und so weiter. Dann die Geschichte auftischen lassen. Und danach erklären, dass der Neffe ganz anders heißt, dass Uni schon längst absolviert ist (zum Beispiel) oder nie besucht wurde etc. Könnte lustig werden. |
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So pfiffig war ich nicht. Weil ich andauernd dachte, es hat sich jemand verwählt. So auf die Schnelle ist man nicht immer auf Draht.
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Das Geplänkel ging noch eine Weile hin und her, bis bei mir der Groschen fiel.
Denk dir nix, so was ist mir sogar in Italien passiert. Unglaublich, aber wahr. Ich steh auf dem Küchenbalkon und blicke über Landschaft und Meer, als vor mir ein Wagen kurz hält, dann ein paar Meter weiterfährt und schließlich wieder zurückrollt. Ein junger Mann, so Anfang 20 steigt aus und frägt mich in ziemlich gutem Deutsch, aber mit deutlichem italienischen Akzent, ob ich ihn denn nicht erkennen würde. Nein, erwiderte ich, das täte ich nicht. Er forderte mich zum Raten auf und ich tat es und kam nach einigem Hin und Her schließlich drauf, es könnte der Sohn meiner Italienisch-Lehrerin sein. Das, genau das, sei er, meinte er. Ich konnte es kaum beurteilen, denn ich hatte diesen Sohn nur einmal kurz gesehen und inzwischen waren doch einige Jahre vergangen. Er wohne jetzt in Rom und sei geschäftlich hier in der Gegend. Er habe noch für die Rückfahrt tanken wollen, habe aber feststellen müssen, daß die Geldautomaten hier seine Bankkarte nicht akzeptierten. Plänkel, plänkel, was soll ich sagen - er führte das Gespräch so geschickt, daß ich von mir aus auf den Gedanken kam, ihm fünfzig, sechzig Euro fürs Tanken zu geben. Aber, so sagte ich ihm (wahrheitsgemäß), ich hätte fast kein Bargeld mehr im Haus. So zog er also unverrichteter Dinge wieder davon. Kaum war er verschwunden, fiel bei mir der Groschen. Er hatte, so wurde mir erst jetzt klar, überhaupt nicht gesagt, wer er sei, er hatte mich so weit gebracht, daß ich ihn zuordnete und er nur noch bestätigend mit dem Kopf nicken mußte. Schon während des Gesprächs war mir aufgefallen, daß der Sohn der Italienisch-Lehrerin seinerzeit perfektes Bairisch sprach, es also einigermaßen seltsam wäre, daß er jetzt Deutsch mit italienischem Akzent spräche. In meiner unermeßlichen Einfalt jedoch war ich diesem dicken Hinweis, daß da was nicht stimmen könne, nicht nachgegangen. Manchmal bin ich so was von dermaßen blöd. Ciao Wolfram |
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"Manchmal bin ich so was von dermaßen blöd."
Ach was, eine gewisse Arglosigkeit ziert den edlen Menschen. Andauernd misstrauisch sein, das ist doch auch furchtbar. |
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@Magda
"Manchmal bin ich so was von dermaßen blöd." Ach was, eine gewisse Arglosigkeit ziert den edlen Menschen. Andauernd misstrauisch sein, das ist doch auch furchtbar. So kunnterte es man natürlich auch sehen. Aber ich glaube trotzdem, es gibt nichts Blöderes als einen schlauen Menschen, der vor einer ganz einfachen Situation steht. Stelle mal schlauen Menschen aus deiner Umgebung, vorzugsweise solchen mit mathematisch-naturwissenschaftlichem Hintergrund folgende Aufgabe: Ein Spaziergänger will von Punkt A zum 5 km weit entfernten Punkt B gehen. Auf seinem Wanderhut sitzt eine Amsel, bereit, ebenfalls nach B zu fliegen. Der Spaziergänger geht mit einer gleichmäßigen Geschwindigkeit von 5 km/h, während die Amsel mit der zehnfachen Geschwindigkeit fliegt. In dem Moment, da der Fußgänger zu seiner Wanderung nach B aufbricht, erhebt sich auch die Amsel von seinem Hut. Wenn die Amsel bei B angekommen ist, dreht sie sofort um und fliegt zum Wanderer zurück. (Wie viele mathematische Textaufgaben, so ist auch diese grundalbern.) Ist die Amsel beim Wanderer, der inzwischen seinerseits ein Stück Weg zurückgelegt hat, angekommen, dreht sie sofort wieder um, fliegt nach B, dreht dort um, fliegt bis zum - inzwischen noch näher gekommenen - Spaziergänger usw. usf. - bis schließlich auch der Wanderer bei B angekommen ist. Die Frage lautete nun: Wieviel Kilometer hat die zwischen dem festen Punkt B und dem ständig sich verändernden Punkt F (gleich Fußgänger) hin– und herpendelnde Amsel zurückgelegt? Der gebildete Mensch erstellt jetzt komplizierte Bewegungsgleichungen: Beim ersten Mal fliegt die Amsel die ganze Strecke nach B, bei ihrem Rückweg ist ihr der Wanderer schon ein Stück entgegengekommen (wieviel?), bei der zweiten Rückkehr desgleichen... etc. pp. Und während der Gebildete noch über seinen Gleichungen schwitzt hat der Einfachdenker schon längst durch eine einfache Überlegung das Problem gelöst. Ciao Wolfram |
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schrieb am
16.06.2011 um 23:15
"Beim ersten Mal fliegt die Amsel die ganze Strecke nach B, bei ihrem Rückweg ist ihr der Wanderer schon ein Stück entgegengekommen (wieviel?),">/cite>
Ungefähr ein Kilometer, aber nicht ganz, ein bisschen weniger... ein Gleichungssystem aufzustellen wäre jetzt zu lange und zu mühsam... aber sag mal, was meinst Du damit "hat der Einfachdenker schon längst durch eine einfache Überlegung das Problem gelöst" |
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schrieb am
16.06.2011 um 23:18
Ups, ist was mit meinem HTML schief gelaufen...
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@Fahrenheit 451
... ein Gleichungssystem aufzustellen wäre jetzt zu lange und zu mühsam... aber sag mal, was meinst Du damit Ich meine damit, daß es kein Gleichungssystem braucht. Ein Gedanke, eine simple Kopfrechnung und fertig. Ciao Wolfram |
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Fussgänger und Amsel sind dieselbe Zeit unterwegs, die Amsel ist aber 10 mal schneller, also legt sie die 10fache Strecke zurück, egal wo sie rumflattert.
Bin ich jetzt ein Einfaltspinsel? |
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@Don Quijote
Fussgänger und Amsel sind dieselbe Zeit unterwegs, die Amsel ist aber 10 mal schneller, also legt sie die 10fache Strecke zurück, egal wo sie rumflattert. Bin ich jetzt ein Einfaltspinsel? Und zwar so was von einem Einfaltspinsel. Ich ernenne dich hiermit feierlich zum Dr. einf. und erinnere bei Gelegenheit deiner richtigen Lösung an die Worte von Costabile Matarazzo: "Die meisten Dinge sind verflucht einfach. Sie werden erst durch schlaue Leute zum Problem." Ciao Wolfram |
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Und zwar so was von einem Einfaltspinsel. Ich ernenne dich hiermit feierlich zum Dr. einf. Na sowas. Danke auch. So einfach kommt man zu 'nem Doktortitel? Wenn der Gutti das gewußt hätte! saludos, Dr.einf.Q. |
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@Don Quijote
"Und zwar so was von einem Einfaltspinsel. Ich ernenne dich hiermit feierlich zum Dr. einf." Na sowas. Danke auch. Bitte, gern geschehen. Wenn ich in Stimmung bin - und heut bin ich in Stimmung - werf ich Doktorhüte im Dutzend ins johlende Publikum. Will noch einer einen? So einfach kommt man zu 'nem Doktortitel? Manchmal ist es wirklich nicht schwer. Als ich seinerzeit nach Italien gezogen bin, habe ich mir meinen Dipl.-Psych. für Italien anerkennen lassen. Zu meiner Verblüffung bekam ich dann vom italienischen Generalkonsulat in München den Bescheid, ich sei jetzt "dottore in psicologia". Alsdann, mir ist es wurscht, ich nenn mich noch heute in E-Mails und Briefen "Dott.", das macht doch gleich mehr her als das popelige Diplom. Wenn der Gutti das gewußt hätte! Er ist halt ein bisserl schlicht. In einem von mir verliehenen Doktortitel ist auch nicht mehr Beschiß als in dem Guttenberg seinem. Tanti saluti Dott. Wolfram Heinrich |
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schrieb am
19.06.2011 um 17:38
@Don Quijote schrieb am 17.06.2011 um 15:59
"Bin ich jetzt ein Einfaltspinsel?" (neidisch): ...jaaa... Manoman, ich habe mich ganz brav in diese Falle hingeschmießen... ich war TATSÄCHLICH dabei, Gleichungen zu schreiben... uuuuuu... ![]() |
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@Magdadada
ich glaube der Kreuzberger "So als ob" Neffe hatte in Pankow noch einmal so eben daneben Glück, das er noch gar nicht fassen kann, wenn er dieses Gedicht gelesen: Die Neffenmörderin "M" Ich hab einen als wär er mein Neffe auf der Straße angelockt ihn bei mir zu Hause aufgefordert "Leg Dich gehackt" aufgebockt und dann geschlachtet Meine Neffe war blutjung und dämlich er hatte bei mir übernachtet grub in meinem Kisten-Kasten nach. Da fand er goldene Haufen, Fand auch an Papieren gar viel, Und hörte mich die alte Tante schnaufen Ohn Mitleid und Zartgefühl. Was nutzt es ihm, daß er noch warm und jung war — wo er doch so dämlich war Nacht war es rings um mich her —, Ich stieß ihm den Dolch in die Därme, und schnaufte noch mehr. Das Geld waren nur blätterleichte "Muster ohne Wert" Viel schwerer der Neffe noch. Ich faßte ihn bebend am Kragen Und stieß ihn die Trepp hinab ins tiefe Kellerloch. Ich hab meinen Neffen geschlachtet, Mein Neffe war blutjung und dämlich Ihr aber, o Richter, ihr trachtet der blühenden Fülle meiner jungen Jahre Meiner verblühenden — Rest- Jugend nach. Ihr solltet euch was schämen ( Entlehnt aus Erich Mühsams Gedicht: "Tantenmörder" ) |
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Entlehnt wenn, dann von Wedekind. Mühsam ist der mit der Psychologie der Erbtante, mei Herzl .
Du bist ein Quotenfreak. jetzt muss die Tante den ...Neffen. :-)) |
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@Magda
"Du bist ein Quotenfreak. jetzt muss die Tante den ...Neffen. :-))" echte Pointe!!!! Meine Güte, dem Wedekind hätte ich das Gedicht nicht zugetraut. Danke für die späte Aufklärung. Besser spät denn gar nicht. Mir erzählt la keiner was. |
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@JP
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@Magda
Schön wie du davon erzählst. :) Das ist nicht so dieser erhobene Zeigefingerstil, der in den deutschen Medien ja oft angewandt wird, wenn über solche Dinge geschrieben werden. Dein Interesse an einem längeren Gespräch mit dem Schwindelneffen berührt mich. ;) Danke. Gerne gelesen! Auch ohne Dein Neffe zu sein, Herzliche Grüße aus Essen por |
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"Auch ohne Dein Neffe zu sein,"
Na, Dir würde ich glatt was pumpen, auch wenn Du nicht mein Neffe wärst. |
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Danke, das freut mich sehr. :)
Herzliche Grüße por |
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Witzig geschrieben.
Lieber Besuch des Neffen als dem der "Alten Dame" (nach Dürrenmatt). Beste Grüße, jf |
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@Jan Fremder
Genau!, Der Besuch der alten Dame in Gestalt von Elisabeth Flickenschildt hat hier noch gefehlt |
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schrieb am
17.06.2011 um 00:51
Also ich bitte Euch, meine Herren. Die alte Dame wäre eine meiner Traumrollen... ich finde das Stück toll.
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Hab nur das Buch mal gelesen, den Film nicht gesehen.
Momentan sind ja die "Angstwochen" beim Freitag. Wollte dazu ein Gedicht schreiben lasse es nun doch lieber sein. |
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schrieb am
17.06.2011 um 01:08
Angstwochen?
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@Fahrenheit 451
Zitat: "Angstwochen?" Naja, meinte in der FC. Hysterie, Angst, schüren von Bedrohungsgefühlen. Es wird umso klarer dass Angst und Aggression nicht nur den gleichen Anfangsbuchstaben haben. Und die diversen ...phob Begriffe deuten ja auf eine Feindlichkeit hin, obwohl der Wortbegriff Phobie eigentlich Angst meint. Ob jetzt die Angst hinter dem Hass steht oder umgekehrt, keine Ahnung. Es ist dieser unglaublich hartnäckige Hass, dieser durch nichts zu sagende oder durch nichts zu tuende auflösbare, der scheinbar aus sich heraus existiert, was in bestimmten Beiträgen durchscheint. Diese bedingungslose Ablehnung. Dieses komplett irrationale, willkürliche und tierhafte und das eben in politisierter Form - nicht als menschliches Einzelphänomen. Es ist schlimm, wenn mit Befindlichkeiten Politik gemacht wird. Ich kann damit nicht umgehen. Da kommen bei mir selbst negative Erinnerungen hoch, wenn auch in anderen Zusammenhängen. |
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Genau, an den Besuch der alten Dame dachte ich bei der Geschichte auch. :-))
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schrieb am
17.06.2011 um 10:55
@Jan Fremder schrieb am 17.06.2011 um 01:37
Ich gehe davon aus, dass ich Ihre Äußerung richtig verstanden habe... falls wir über dasselbe sprechen: Ich habe schon längst aufgehört, die entsprechende Artikel und unendliche Kommentarstränge zu lesen und mich darüber aufzuregen. Sollen die Leute sich austoben, wenn sie wollen... es gibt (für mich) Interessanteres und Wichtigeres auf dieser Welt. |
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schrieb am
17.06.2011 um 11:29
Die alte Dame... ich finde die Rolle so toll. Eine Traumrolle.
Theater gehörte zu den größten Lieben meines Lebens... ich war in meiner Teenager- und Jugendzeit viele Jahre lang krank danach, und zwar wirklich krank, besessen, leidenschaftlich verliebt... ich träumte vom Theater nachts, ich hing tagsüber jede freie Minute im Jugendtheater, ich lies haufenweise Bücher über Theater und wollte Berufsschauspielerin werden. Dabei ging es mir nie darum, im Kino mitzuwirken... hat mich einfach nicht gereizt (obwohl ich gerne Filme gucke, insbesondere russische). Theater... nur Theater. Geliebtes Theater. Die Momenten auf der Bühne gehören zu den schönsten in meinem Leben... es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl, auf der Bühne zu stehen und ein anderer Mensch zu sein, etwas erleben, was man in seiner eigener Haut nie erleben würde, eine Welt zu schaffen - so, wie Gott es getan hat - eine bizarre seltsame wunderliche Welt aus Gesten, Mimik, Worten, aus Faden zwischen mir und meinen Partnern auf der Bühne, aus Faden zwischen uns auf der Bühne und dem Publikum... das war herzzerreißend schön. Aber Theater war nicht nur während der Vorstellung schön, sondern immer, auch wenn da gerade ganz still und ganz leer war. Der Geruch des Glücks und des schüchternen Geheimnisses... und allumfassendes fast dämliches Wonnegefühl... Nirwana. |
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@Fahrenheit 451
Zitat: "Ich gehe davon aus, dass ich Ihre Äußerung richtig verstanden habe... " Ja, ich glaube Sie haben es richtig verstanden ;) Evtl. Erklärung wieder per Mail. Aber lieber genug davon. Die Suche nach meinen "Seeungeheuern" ist wichtiger. |
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@Alien59
Genau, an den Besuch der alten Dame dachte ich bei der Geschichte auch. :-)) Ob mir mal einer den Zusammenhang zwischen dem "Besuch der alten Dame" und Magdas Geschichte erklären kann? Ciao Wolfram |
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@Wolfram Heinrich
Bin zwar nicht Alien59 antworte trotzdem. Zitat: "Ob mir mal einer den Zusammenhang zwischen dem "Besuch der alten Dame" und Magdas Geschichte erklären kann?" Keine Ahnung. Musste dran denken. Ältere Tante, Geld. Die lustige Geschichte des mutmaßlichen Neffen, der vergeblich kommt, um die Dame um (ihr Geld) zu bringen versus Geschichte der alten Dame, die mit Geld kommt, um sich zu rächen. |
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Den Dürrenmatt fand ich immer zu sehr zugespitzt. Der Besuch der alten Dame - eigentlich ein Stück über den Verrat. Ich habe das Stück gesehen mit der alten Inge Keller.
Davon abgesehen: Mit Theater hat dieser Neffentrick ja auch zu tun. Man muss Vertrauen erwecken, sich verstellen und sich hineinversetzen in einen anderen Menschen, sonst klappt es nicht. Ich nehme mal an, die sitzen da auch den ganzen Tag und - einmal in der Woche - finden sie ein Opfer. |
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@Magda
Den Dürrenmatt fand ich immer zu sehr zugespitzt. Ja mei, so ist halt Theater. Eine Geschichte, die auf dem Theater unzugespitzt so abläuft wie im Richtigen Leben wäre wahrscheinlich sehr, sehr langweilig. Ich nehme mal an, die sitzen da auch den ganzen Tag und - einmal in der Woche - finden sie ein Opfer. Verbrecher ist ein harter Beruf. Das Tragische ist, daß ein wirklich guter Verbrecher nie allgemeine Anerkennung findet, ein ewig verkanntes Genie per definitionem. In das Buch "Große Verbrecher unserer Zeit" kommst du nur, wenn sie dich irgendwann erwischt haben. Wenn sie dich aber erwischt haben, dann bist du nur zweite Wahl. Obs nicht 1 Jammer ist? Ciao Wolfram |
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@Jan Fremder
Bin zwar nicht Alien59 Immerhin habt ihr den gleichen Familiennamen. "Fremd ist der Fremde nur unter Fremden." (Valentin Fey) Die lustige Geschichte des mutmaßlichen Neffen, der vergeblich kommt, um die Dame um (ihr Geld) zu bringen versus Geschichte der alten Dame, die mit Geld kommt, um sich zu rächen. Na ja. Der Zusammenhang ist doch sehr lose. So gesehen erinnert mich "Romeo und Julia" doch sehr an den "Ödipus": Ödipus heiratet seine Mutter, Romeo und Julia heiraten auch, wenn auch nicht ihre Mütter. Ciao Wolfram |
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Die alte Dame wird besucht
obzwar sie gar nicht so betucht Der Neffe naht auf leisen Sohlen Hat ihr das Kukident gestohlen Na gut, das ist jetzt eine sehr unziemliche Trivialisierung. Soll ich mal was sagen? Der Community fehlt ein Tratschraum .Da könnte man noch stundenlang herumschwatzen. |
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@Magda
Soll ich mal was sagen? Der Community fehlt ein Tratschraum .Da könnte man noch stundenlang herumschwatzen. Ach was, Schwatz ist in der kleinsten Hütte. Wir tratschen dort, wo wir grad sind, auch wenn es eigentlich um den Schlampenmarsch durch Berlin ginge. Der Schlampenmarsch durch Berlin findet auch ohne uns statt, aber die Nachricht, daß die alte Frau Mitterwieser einen neuen Hut hat, der auch noch rosafarben ist, die muß sofort raus und dann ausführlich diskutiert werden. Valentin Fey sagte einst, er lese nur die Zeitungen von vor einer Woche. Die seien viel billiger und wenn etwas mal in der Zeitung stehe, dann sei es ja schon passiert und man könne eh nichts mehr machen. Ciao Wolfram |
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@Wolfram Heinrich
Zitat: "Na ja. Der Zusammenhang ist doch sehr lose. So gesehen erinnert mich "Romeo und Julia" doch sehr an den "Ödipus": Ödipus heiratet seine Mutter, Romeo und Julia heiraten auch, wenn auch nicht ihre Mütter." Hab ja gesagt, dass ich nicht genau weiß warum. Mir fiel nur gleich "Der Besuch der alten Dame" ein als ich den Text gelesen hatte. An anderer Stelle schrieb ich z.B. auch, dass Descartes "Meditationen über die Grundlagen der Philosophie", Matrix und DarkStar bei mir im Kopf in der selben Ecke rumlungern. In letztgenannten kam übrigens der Begriff "Alien" zum ersten Mal in einem Film vor. Im Deutschen mit "der Exot" (glaube ich zumindest) übersetzt. |
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"Ach was, Schwatz ist in der kleinsten Hütte. Wir tratschen dort, wo wir grad sind,"
Jajaja, wo waren wir denn gerade wieder? Stimmt, in der kleinsten Hütte. Aber dort tratscht es sich auch nicht so richtig. Du siehst - hin und wieder sehe ich mal nach, um den Stand des Niedrigwassers zu ergründen. :-)) Nimmt aber manchmal sehr grenzwertige Formen an. :-)) |
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@Magda
Du siehst - hin und wieder sehe ich mal nach, um den Stand des Niedrigwassers zu ergründen. :-)) Das mußt du dialektisch sehen. Du bist ja in der Zone (1) sozialisiert und weißt, was das heißt. Wo keine Ebbe ist, da ist auch keine Flut, wo kein Flachschwatz ist, da gedeiht auch ernsthaftes Denken nicht richtig. Apropos Niedrigwasser: Ich war über Pfingsten in Hamburg und dort hat mir die Dame beim Kartenverkauf für die Hafenrundfahrt erklärt, eine Fahrt durch die Speicherstadt sei nicht möglich, weil gerade Hochwasser sei. "Hochwasser", fragte ich irritiert, "was'n das?", denn die Elbe schien mir ziemlich normal zu sein. Sie erklärte es mir und ich sagte: "Aha, das ist das, was der Laie 'Flut' nennt." Da mußte sie grinsen. Man traut halt einer Landratte aus dem Süden keine Kenntnis der Fachsprache zu. Dabei war ich schon mal auf dem Chiemsee. Ciao Wolfram (1) Ich hab neulich wieder einen Stahlnetz-Krimi aus den frühen sechziger Jahren gesehen und war erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit und Konsequenz hier von der DDR als Zone die Rede war. |
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@Jan Fremder
Hab ja gesagt, dass ich nicht genau weiß warum. Mir fiel nur gleich "Der Besuch der alten Dame" ein als ich den Text gelesen hatte. Ob's daran liegt, daß die Lektüre des Stücks schon lange her ist? Das ZDF hat übrigens vor gut einem Jahr mal den Plot von "Besuch der alten Dame" in einem Serienkrimi verwurstet - ohne jeden augenzwinkernden Hinweis drauf. www.freitag.de/community/blogs/wolfram-heinrich/inspiration Ciao Wolfram |
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@Wolfram Heinrich
Zitat: "Ob's daran liegt, daß die Lektüre des Stücks schon lange her ist? " Ist in der Tat schon eine ganze Weile her. Doch dann finde ich, muss schon etwas daran sein, mit der Assoziation. Da es ja nicht ohne Grund aus dem Gedächtnis gekramt wird. Wenn ich Bohnerwachs rieche, denke ich an meine Kindheit. Und das obwohl Bohnerwachs und Kindheit nicht unbedingt eine semantische Einheit bilden. |
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schrieb am
19.06.2011 um 17:22
@Jan Fremder schrieb am 17.06.2011 um 15:15
Mei, das ist eine Revolution... ich bin so erstaunt, dass ich mich erst aufraffen muss... ;) sehen Sie, es geht auch ohne Bahnsteigkarte (die Revolution, meine ich)... :) Seeungeheuer: ![]() :)))) |
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Liebe Magda,
der Trick klappt bestimmt auch im Internet: Du weisst doch, wer ich bin, oder ;-))) Ja, ich bin's! |
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Genau. :-))
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Genau. :-))
Oder noch besser ist diese Variante: Stimme: Ich bins Ich: Wer Stimme: Na, ich Ich: Wer? Stimme: Na, ich, die Deutsche Bank. Ich bin in schwerer Not und brauche Dein Geld. Wir kriegen alle solche Anrufe, aber weder per Telefon noch im Internet. |
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@Magda
"Wir kriegen alle solche Anrufe, aber weder per Telefon noch im Internet." Das stimmt ,aber ich bin doch gar nicht mit der Deutschen Bank verwandt! :( |
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Ein Anruf im Kanzleramt.
- Hallo Angela, ich bin's. Bin gerade im Not, kannste mir mal was pumpen? - Wer ist "ich"? Wer ruft mich an? - Na ich doch... das deutsche Volk. - Sach mal, deutsches Volk, haste sie noch alle? Habe ich nicht genug mit Banken und Wirtschaftskonzernen zu tun? Woher soll ich noch für Dich Kohle haben? Und wie bist Du überhaupt auf meine Nummer gekommen? Ist ja nicht vorzustellen, wenn mich so jeder Schurke anrufen würde... Innenminister!!! Komm mal her!!! Ich werde während meiner kostbaren Arbeitszeit vom deutschen Volk belastet!!! Sanktionen!!! Aber zügig!!! |
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Fahrenheit 451
"Ein Anruf im Kanzleramt." :-))))))) Fehlt nur noch der Schrei Guttis "Der MAD im Autrag Gorch Fock AbT. "Segelflädderer" hat meine Doktorarbeit gehackt", da er sich ja auch im Dienst nicht überall beliebt gemacht hat... |
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Magda:
In anderen Ländern geht das so, und das kommt bei uns auch, wenn die soziale Schere weiter auseinanderklafft: Ich: Hallo? Anrufer: Ihre Nichte heisst Gabi/Petra Müller/Meier? Ich: Ja Anrufer: Wir haben ihre Nichte in unserer Gewalt, wenn sie in 10 Minuten an der Haustüre mit 500 € stehen, passiert ihr nichts... (Eingehängt...) Verzweifelte Anrufe aufs Handy der Nichte die nächsten 9 Minuten. 10 Minuten später steht ein breitschultriger Mann, Anfang 20 vor der Haustüre und nimmt die 500 € entgegen. 2 Stunden später kommt Nichte gutgelaunt nach Hause... WO WARST DU DENN? Sie antwortet, "im Kino, und vorher hat dann noch ein TOTAL cooler Typ noch eine Meinungsumfrage gemacht, der war SOOOO Süüüsss, zum verknallen" (Telefonnummer, Wohnend in etc.)... P.S. Erfahrung im Ausland... |
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Um Himmelswillen, das ist ja voll krass.
Andererseits gehts auch so: Ratingagentur: Wir haben Griechenland in unserer Gewalt. Wenn nicht gleich Hilfe fließt - allerdings ohne Banken, Versicherungen und Rentenfonds - senken wir den Daumen. |
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Weisste Magda,
ich wuerde das nie machen, vorher gebe ich mir die Kugel... genausowenig wie Du, ich bin aber in der Weichei BRD aufgewachsen, und du in Hartei DDR, aber man muss diese Leute verstehen, die noch nie was vom Staat erwarten konnten... IMMER die Arschlochkarte gezogen. Als ich 35 war, da dachte ich, "Die bööhhsen Nazis 1933", mittlerweile ist mir klar: ich wäre der erste gewesen der von ganz unten schreit... Weder Du noch ich kennen 3 Tage ohne was im Bauch, aber ich weiss mittlerweile, nach 3 Tagen ohne was im Bauch würde ich Sachen machen, die ich mir SO nicht zugetraut hätte... de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnispyramide Was ich nicht auf dich schliessen würde :-) Gruss |
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Dass Menschen das tun, weil sie in Not sind, ist sicherlich zu bedenken. Aber auch unter denen gibt es so'ne und solche. Die einen werden brutal und unterdrücken gleich ihre Umgebung, die anderen höchstens kleinkriminell. Ich find das schon schlimm.
Ansonsten - es kommt immer auf die Situation an. Mit den Nazis muss man natürlich sehen, in welcher Lage die Menschen waren. Komisch, aber meine Mutter hat immer gesagt: "Das sah doch jeder, dass Hitler nicht alle Tassen im Schrank hatte". Na, dafür ist sie dann auch in den Knast gewandert. Die DDR-Geschichte hat für mich wieder ein anderes Gesicht. Da ging es - für mich - nie um "Biegen oder Brechen". Die haben keinen Krieg vom Zaun gebrochen und keine Völkermorde organisiert. Die haben den Alltag mit ihrem repressiven Scheiß vergiftet. Und - die Leute nicht reisen lassen usw. Nebenher: Trickbetrügereien an Rentnern gabs auch zu DDR Zeiten. Wurde immer mal wieder drüber berichtet. Man muss nicht in bitterer Not sein. Manchmal ist auch Geldgier ein Motiv. ... |
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Liebe Magda,
Da ziehe ich Zeithistorisch deiner Mutter den 3-fachen Hut, so einfach war das damals nicht, 1919 Versailler - Vertraege, 1929 am Lumpentisch... "Das sah doch jeder, dass Hitler nicht alle Tassen im Schrank hatte", na deine Mutter wuerde ich gerne kennenlernen/kennengelernt haben wollen... Zu: "Die haben keinen Krieg vom Zaun gebrochen und keine Völkermorde organisiert". Na ja, dass hat dann der grosse "Bruder" UDSSR gemacht, wen auch ueber grosse Umwege der geliebten Waffenlieferungen... Zu: Trickbetrügereien an Rentnern gabs auch zu DDR Zeiten. Interessant, es gab' ja auch "Mörder" die es auf Staatswegen gar nicht gab', aber "Trickbetrügereien an Rentnern in er DDR", Das ist ja bald ein Buch Wert... Liebe Gruesse |
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Liebe Magda,
ich empfehle dir herzlichst, was mich schon in meiner Jugend geprägt hat, sozusagen pubertärer Steinzeitkapitalismus, dieses: Sie nannten ihn King Das Drehbuch basiert auf dem Roman "Rattenkönig" von James Clavell. Ich kenne nur das Buch, keine Ahnung, ob der Film was taugt, aber das Buch ist Masslow-mässig schon an der Gürtellinie, was den Homo Sapiens angeht. Liebe Gruesse |
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"Die haben keinen Krieg vom Zaun gebrochen und keine Völkermorde organisiert".
Na ja, dass hat dann der grosse "Bruder" UDSSR gemacht, wen auch ueber grosse Umwege der geliebten Waffenlieferungen... Tja, wenns um die Waffenlieferungen geht - ist Deutschland jetzt aber ein ganz "großer Bruder". Es gab auch ganz einfach kriminelle Mordtaten, Vergewaltigungen, Kindesmissbrauch - wie in jedem anderen "(Un)Rechtsstaat". |
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Also Herr Goedzak, bitte was Substantielleres zu diesem Werk, ja.-:-))
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Sonderbarerweise sah ich neulich beim örtlichen Bäcker eine alte Dame mit einem jungen Mann, der nicht nach Angehörigen aussah beim scheinbar vertraulichen Gespräch. Mir kam sofort eben dieser Gedanke des Neffentricks.
Was soll man denn in solcher Situation machen? |
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"Was soll man denn in solcher Situation machen?"
Was früher die Freiwilligen Helfer der Volkspolizei gemacht hätten:"Personalausweis bitte". :-)) Ansonsten - immer auf der Hut sein. |
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Liebe Magdad,
'habe Sie heute in der Mittagspause gelesen und bin Ihren Gedanken gerne gefolgt. "Mal sehen," wann Nachschub kommt. HN |
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In der Schweriner Volkszeitung las ich letzte Woche im Urlaub folgenden Artikel. Der Nachfolgetrick sozusagen;)
www.svz.de/artikel/article//neuer-ganoventrick-kugelgrillmasche.html?cHash=f6017252e2&no_cache=1&sword_list[0]=kugelgrill |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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