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Lieber Freitag,
"Die Reichen - wie gut sie es haben." Das soll ein Thomas Mann-Familienmitglied einmal scherzhaft aufgeseufzt haben. Wie komme ich jetzt darauf. Weil die Reichen hier beim Freitag eine unglaublich wesentliche Rolle spielen.
Die Reichen und die Steuer
Die Reichen und ihr anderes Ticken
Die Reichen und das Stiftungswesen
Die Reichen und ihr Hang zur Exklusivität
Die Reichen und ihre Verteilung in der Welt oder auch in der Bundesrepublik
Die Reichen und ihr Verhältnis zum Glück
Man kommt gar nicht nach mit Überlesen. Aber immer, wenn man erfolgreich was ignoriert hat, kommen neue Aspekte und immer wieder so eindimensional.
Die Reichen und das Segeln. Wobei - hier ist das eigentlich nur der "Teaser". Es geht dabei auch ein bisschen ums Segeln. Die Reichen sind die Besitzer der Segelschiffe. Bitteschön.
Man könnte denken, der Freitag ist ein Resozialisierungsmedium für Reiche mit manifester Sinnkrise. Oder für Soziologen im Leistungskurs "Reichtum".
Ja, das hat alles eine politische Dimension, aber mich interessiert das alles nicht - so reduziert auf das Phänomen "Reichtum", "Reiche Leute".
Ehrlich, hört doch mal wieder auf. Soviele Reiche kenne ich nicht, eigentlich gar keine. Aber, wenn ich mal einen treffe, werde ich ihn gleich abfragen nach den hier gewonnenen Parametern. Vielleicht aber enteigne ich ihn auch einfach. Oder sie. Es gibt ja auch ReichInnen.
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Irgendwann muss es mal reichen.
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ach magda, es ist so schade, dass man dir nun auch noch erklären muss, wie witzig das alles gemeint war.
mfg mh macht hier mal den steffen kraft |
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Isch weiß, dass das witzisch gemeint war. Aber....isch kann - in der wievielten Woche - nisch lachen.
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Leseproben bei books.google.de
Autor Michael Sailer |
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Oh ja, nach dem Spar-Herbst kommt der Winter und darum bin ich für Wârmestuben für Yachtbesitzer. Motor-Yachtbesitzer, segeln, das is doch nur was für Snobs...
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Nee, das ist das mit den Spießern. Spießer sind immer die anderen. Und nun sind die auch noch reich - die Anderen?
Was bleibt mir da noch: Spießer bin ich nicht, reich bin ich nicht...Mann bin ich defizitär. :-((((((( |
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nu fang du nicht auch noch an wie neududens, allen möglichen mascuverdächtigen lemmata die femiform zum grammapartner zu machen, liebe magda.
aber ich kann dich in der sache beruhigen: in der nächsten revolution wird zwar nicht das eigentum abgeschafft, wohl aber der und das erbschleichreichtum. |
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"Vielleicht aber enteigne ich ihn auch einfach. Oder sie. Es gibt ja auch ReichInnen".
So wie Magda sollten wir es alle machen. Falls Reiche angetroffen werden, gleich direkt enteignen. So privatisieren wir die Enteignung. Und privatisieren, da hat man doch sofort auch die FDP mit im Boot. Privat vor Staat. Genial Magda ;-) |
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Genial, nicht wahr. Mir ist ja - Haar werf - ohnehin eine gewissen virtuelle Genialtät eigen. Klappt nur nicht im Realen.
:-)) |
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These: Reich ist jemand, der sich eine Philippe Starck-Kaffeemaschine zulegt, sie in die schlecht ausgeleuchtete Ecke der Küche stellt und gelegentlich in ihrem Warmwasserbehälter Frühstückseier kocht.
(Zur Information: Frühstückseier, das sind ... ach egal, Schwamm drüber.) |
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Was ist eine Philippe-Starck-Kaffemaschine frage ich Sie, versnobtes Pack. :-))
Brüht die nur starken Kaffee? |
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Nein, Frühstückseier. ;-)
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Über die Unreichen, natürlich.
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Wohl eher nicht. Mein Verdacht geht eher in Richtung den Wortreichen, den Klischeereichen. Wirklich unreich sind ja nur wenige, wenn Mann/Frau den Kontoreichtum etwas beiseite schiebt.
Will meinen, ich denke es meint Teile der (oder die) Community. |
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Ja, die Wortreichen und Sinnarmen, die sind die wirklich Defizitären in dieser Gesellschaft.
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Sinnarm. Also blind, gehörlos, taub und stumm.
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"Also blind, gehörlos, taub und stumm."
Nee, die sind ihrer Sinne nicht mächtig. Seelig die Sinnarmen, denn ihre Worte werden mit Inbrunst vernommen. Amen |
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Kein Viertes Reich!
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"Lieber reich und gesund als arm und krank!",
meint der arme und immer leicht kranke rr ;) |
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Aus welchen sozialen Gruppen wird in Fernsehserien und deutschen Komödien gern berichtet? Vergeht je ein Tag, an dem nicht in irgendwelchen Medienprodukten die zur Debatte stehende Gruppe als die wertvollste, weil 'leistungstragende', der Gesellschaft hingestellt wird? Na, und so weiter, in die Yellow-Press musste gar nicht reingucken. Da ist das Thema im Freitag geradezu unterrepräsentiert. - Eine Frage an Götz Eisenberg: Ist in der Artikelserie über die gescheiterten Existenzen auch mal ein Schicksal aus der Oberschicht dabei? Vielleicht wär das eine Idee für eine neue Serie...
(Dieser Kommentar ist teilweise ernst gemeint.) |
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Mein ganzer Blog ist teilweise ernst gemeint. :-))
So sehr ich verstehe, dass man nicht immer Sozialkritik dicke auffahren kann, so wenig verstehe ich, wenn das seit fünf Folgen andauernd nur um die Reichen oder so geht. |
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Die 'Reichen' analysieren, kritisieren oder verarschen ist doch sozialkritisch, oder?
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"Die 'Reichen' analysieren, kritisieren oder verarschen ist doch sozialkritisch, oder"?
Ja, sehe ich auch so und die Band Deichkind wohl auch: "Deine Eltern sind auf einem Tennisturnier Du machst eine Party,wie nett von dir Impulsive Menschen kennen keine Grenzen Schmeiß die Möbel aus dem Fenster wir brauchen Platz zum Dancen Yippie Yipiie Yeah Yipiie Yeah krawall und Remmidemmi Ein bisschen Gold und Silber Ein bisschen Glitzer Glitzer Habt ihr nichts zum Fressen hier Ich will Pizza Deine Mutter hat gesagt "Tragt nicht soviel Dreck rein" Auf dem Foto in der Küche sieht sie aus wie Katja Ebstein Yippie Yipiie Yeah Yipiie Yeah krawall und Remmidemmi Wir tanzen auf den Tischen Die Stimmung ist beschissen Ich will nackt sein Im Pool kann man sich erfrischen Die Boxen von deinem Vater nehme ich mit in die Sauna Ich mache einen aufguss mit der Hausbar Und dann dreh ich lauter Yippie Yipiie Yeah Yipiie Yeah krawall und Remmidemmi Ey spießt mal nich so rum,ey Wir wolln nur was erleben Privat bei reichen Eltern,was kann es schöneres geben." |
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Am besten gefällt mir der Vers
"Deine Mutter hat gesagt 'Tragt nicht soviel Dreck rein' Auf dem Foto in der Küche sieht sie aus wie Katja Ebstein" |
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Gefällt mir auch am besten und am zweitbesten:
"impulsive Menschen kennen keine Grenzen" Andererseits könnte man, als Alternative zur privatisierten Enteignung der Reichen auch dafür sorgen, dass diese sich gegenseitig verspeisen. "Eat the Rich" de.wikipedia.org/wiki/Eat_the_Rich |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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