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Gegen solche polemischen Anfälle, die hin und wieder unterlaufen,
www.freitag.de/community/blogs/g-westerby/minarettverbot
passt ein schönes Bild sehr gut. Noch ist es ja nicht verboten. Endlich kann ichs mal verwenden.

Das ist die Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde in Berlin. Seit über einem Jahr steht sie schräg gegenüber in der Tiniusstraße. Ein kleines Minarett hat sie auch - sehr eingebettet in die Umgebung.
Und fast jeden Sonntag gehe ich dort auf meinem Morgenspaziergang vorbei. Es war ein Heidentheater vorher. Es gab ständig Proteste, es gab Brandanschläge und allerlei Bedrohungen. Aber jetzt hat die Straße einen Akzent und es ist dort genauso ruhig wie vorher.
Wir waren da auch schon einmal zu Gast. Sie waren sehr nett und haben uns die Moschee gezeigt.
Mir war das etwas merkwürdig, weil ich die Sitten nicht kannte. Ich wollte mich an die Regeln halten, wollte nicht stören.
Ich fand die Räume aber sehr beeindruckend. Die Ahmadiyya-Gemeinde ist eine kleine Gemeinde innerhalb der islamischen Welt. Natürlich gab und gibt es Debatten über allerlei Konflikte, jaja auch über die Frauen.Aber die, mit der ich dort gesprochen habe, gefiel mir. Sie war auch am Entwickeln der Architektur beteiligt.
Früher, als ich noch in der katholischen Kirche war, haben wir uns auch immer über Leute geärgert, die nicht einmal wussten, wie man ein Kreuzzeichen macht. Und wenn die Frauen bei der Papstaudienz ein schwarzes Kopftuch tragen, finden andere das auch o.k.
Sie laden mich auch- weil ich in ihrem Verteiler bin - immer mal ein.
Ich war lange Zeit nicht dort, aber dieser Beitrag ist mir doch eine Anregung, mich dort zu beteiligen. Ich kann mir ja den Hut aufsetzen.
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Liebe Magda,
Du scheinst ja auf gekonnt pragmatische Weise, Engagement vor Ort, mit Gelegenheiten zu verbinden, die Dich wohl behütet finden. In diesem Sinne tschüss JP |
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Achso Joachim - sags nicht weiter: Das ist überhaupt kein Hut, das ist ein Hutteil. Für Leute, denen der Hut ausgegangen ist. Verstehst Du.
Sag ich aber nur Dir. Wenn ich den absetze, kommen die blanken Haare zum Vorschein, ist das nicht furchtbar? |
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Eideidei Magda,
das ist ja furchtbar, ganz natürliche Haare als unbändiger Mut unter Deinem Hut, nachdem die der Hut hochgegangen, davvon geflogen, damit er woanders, an Deiner Statt gegrüßt wird? Denke nur an Günter Gaus Dresdner Rede, frei übersetzt: "Ei der Daus!, ich nehme mir die Freiheit heraus, Hüte, auch, wenn sie anwesend, nicht zu grüssen!" In diesm Sionne tschüss JP |
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schrieb am
30.11.2009 um 21:07
Ne, nich so einfach es ist weil: "Ein kleines Minarett hat sie auch - sehr eingebettet in die Umgebung."
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Hallo, Magda, guten Abend! - Gut, wenn man bei Gelegenheit was Passendes aus der Tasche ziehen kann...
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schrieb am
30.11.2009 um 21:12
MF Über-Morgen geh ich ma in die Moschee wo ich auch Mozart hören kann und mach ma ein paar Fotos bevor dies Kabul mich anders stimmt.
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"Gut, wenn man bei Gelegenheit was Passendes aus der Tasche ziehen kann..."
Eine Knarre hätt' ich auch manchmal gern, hab ich zum Glück nicht. |
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Genau, mein lieber Joachim Petrick. Ich liege ständig auf der Lauer. Und wenn es sich machen lässt: Sofort Hutauf.
Gruß an Dich. @ meisterfalk - Das sind so schöne Bilder. Ich wollte sie eigentlich in den Blog selbst kopieren, aber ich habe - mal wieder - vergessen, wie man das macht. Und es ist ja auch so: Ein Theater hier in Pankow, furchtbar. Und nun. Nun steht sie eben da und gut und Ende. Eben gucke ich Tagesschau - jetzt gehts gar nicht um den Islam, es geht um eine Bauordnung. Naja, naja. Ich will auch überhaupt nicht behaupten, dass man nicht über dies und das diskutieren soll. Aber so einfache Argumente kann man nur mit einem ganz einfachen Bild/Text-Teil beantworten. Denke ich. |
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vor einigen Jahren wohnte ich mal einer podiumsdiskussion bei, da ging es um minaretten. damals ging es um die turmhöhe der umliegenden kirchen, kein minarett durfte höher sein als der niedrigste turm der nächst umliegenden kirche. es war noch die reine frage, wer den größten haben durfte, heute möchte man aus kastrationsängsten eine potenzwerbung schalten :-)
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schrieb am
30.11.2009 um 07:40
Die groteske Frage, wer den Längsten hat, erinnert mich einmal mehr an die Debatten, die es in Bosnien schon vor langer Zeit gab. Hier das an Lächerlichkeit nur schwer übertreffbare Resultat eines solchen Wettrüstens in Mostar:
upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/43/Mostar-kathedrale2.jpg Nicht zu vergessen das Kreuz auf dem Berg oberhalb der Stadt: farm2.static.flickr.com/1354/810189804_917404eb17.jpg |
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Liebe Magda,
sehr interessanter Blog. Von Deinem Engagement bin ih auch immer beeindruckt. Herzliche Grüße por |
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zu den ahmadiyya und den sunni-muslimen
es ist wie bei juden und christen, ob nun Jesus als Messias schon da war oder noch kommen wird. Die Christen sehen ihn als Gottessohn an und die Juden warten darauf, dass er überhaupt noch zum ersten Mal erscheint. Die Ahmadiyya behaupten, Jesus sei bereits in Gestalt von dem Begründer der Bewegung ein zweites Mal erschienen. Die Sunni-Muslime behaupten, dass Jesus der Mesias war und erst in den letzten Tagen erneut kommen wird. Wenn es nach mir geht, ist jeglicher Streit um Dinge, die sich nicht beweisen lassen, unlogisch. |
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Hallo poor,Gruß an Dich.
Lieber outnumber, den Hintergrund der Geschichte habe ich mir schon ein bisschen angelesen. Die Ahmadiyya behaupten, Jesus sei bereits in Gestalt von dem Begründer der Bewegung ein zweites Mal erschienen. War es nicht auch so, dass Jesus - nach Annahme der Ahmadiyya-Gemeinde geflohen ist - sogar nach Indien? Ich finde das schon alles - kultur- und religionsgeschichtlich - sehr interessant. Gruß |
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die versionen überschneiden sich,
sowohl die ahmadiyya als auch sunni glauben nicht daran, dass jesus gekreuzigt wurde, sondern ein anderer in seiner gestalt. aber danach geht es wieder auseinander, nach den sunni wurde jesus in den himmel entrückt, lebendig, und weil aber bevor der jüngste tag anbrechen kann, jeder mensch gestorben sein muss, wird jesus zurückkehren seine mission erfüllen und als mensch sterben. die begründung für den nicht-kreuztod wurde mir so gegeben: Gott habe Adam verziehen, Gott habe Abraham vor dem Feuer gerettet, Moses vor dem Pharao, Mohammed a.s. vor den feindlichen Clans und so habe Gott auch Jesus nicht seinen Feinden ausgeliefert. Bei Glaubensfragen kann man in alle Richtungen argumentieren. Mir persönlich gefällt ein fürsorgliches und beschützendes Gottesbild mehr als ein Gott, der seinen Sohn für die Schuld dritter hinrichten lässt. Das sind aber ganz sensible Themen. Mehr möchte mich dazu auch nicht äußern. |
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"Mehr möchte mich dazu auch nicht äußern."
Nee, musst Du ja auch nicht. Aber ich persönlich trenne immer ein bisschen zwischen Glaubensfragen und reliigionsgeschichtlichen Sachen. Ansonsten war schon bei Martin Luther die große Frage der Reformation "Wie kriege ich einen gnädigen Gott". |
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Was soll ich denn jetzt machen. Fehlt Dir ein Bindestrich oder wie. Erklär mir die Empörung.
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Hmja. Ich mag diese kleinen possierlichen Teile nämlich. Aber, ach, auch ich hatte nur 18 von 30 Punkten im großen SZ-Rechtschreibtest (www.sueddeutsche.de/kultur/831/468396/spiel/1/). Und die kamen auch nicht en passant zustande, sondern sind hart erkämpft. Naja, eigentlich auch Wurst - Hauptsache, du sagst nicht "Pankoff". :D
PS: Das Foto gefällt mir sehr. Diese Kühle, die fetten Autos auf dem Parkplatz, das Alibi-Bäumchen, der Kapuzenmensch... eine sehr deutsche Moschee, als Gesamteindruck. |
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schrieb am
30.11.2009 um 06:58
Bindstriche sind weit gebräuchlich, bei Doppelnach- oder Bundesländernamen.
Der Klarname von ChristianBerlin ist vielleicht Ch. Berlin-Pankow. Fräulein Sophie von Berlin-Charlottenburg Wart Ihr schon mal im freien Doppelstaat Sachsen-Bayern? |
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Beim Bau der ersten Moscheen in Deutschland hat übrigens niemand protestiert:
de.wikipedia.org/wiki/Halbmondlager de.wikipedia.org/wiki/Wilmersdorfer_Moschee |
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Ich finde die in Hamburg - direkt an der Alster - übrigens wirklich gelungen. Auch, wenn sie wie jedes andere öffentliche Gebäude (Stichwort Kirchenbücher) in meiner Jugend gewisse Sabotagefantasien in mir hervorrief.
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warum eigentlich Jan Jasper Kosok?
Du meist die persische Moschee an der Außenalster, right? Die Architektur ist ungewöhnlich und der Gebetsraum komplett offen. Ungewöhnlich an diesem Gotteshaus ist, dass die Schriften dreisprachig ausliegen: arabisch, persisch und deutsch, damit man sehen kann, dass da kein hokuspokus gesprochen wird, sondern gebete, wie sie in jeder bibel auch vorkommen. ich finde diese itiative beispielhaft. |
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Wir haben hier in Ottensen zwei Moscheen. Die sind hier genauso selbstverständlich wie die Kirchen, mitten im Herzen des Stadtteils. Allerdings haben sie keine Minarette und sind von aussen nicht gleich als solche erkennbar. Ob es daran liegt?
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Letzteres war ironisch gemeint.
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Das die Kölschen ein Problem mit der Restaurierung haben weiß jeder aber Magda, irgendwie ist es wie MF schreibt.
@ Outnumber, heute brauchts keine Janitscharen um von Höhe beim Minarett wieder in die Inquisition zurück zu fallen, - die christlich-orthodoxen Klöster in Süd-Ost-Europa sind doch wohl das beste Beispiel. |
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Sehr geehrte Madge,
heute ein Blog von Jörg Lau, ein wenig anders, aber in der gefühlten Richtung. Mit einem Beispiel aus der Provinz, der bayerischen. blog.zeit.de/joerglau/2009/12/01/mein-lieblings-minarett_3253 |
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Unter den zahlreichen Blogs zum Minarett-Verbot in der Schweiz kommentiere ich mal hier:
In Dresdens Zentrum durfte man vor etwa hundert Jahren keine Fabrik bauen, daher entschied sich der Unternehmer Hugo Zietz für den Bau einer Moschee. Heute aber sollen - nicht nur in der Schweiz - die Moscheen nicht wie Moscheen aussehen und Muslime beten deshalb zum Teil in ehemaligen Fabrikgebäuden. Seltsame Zeitenwenden... Außerdem hat man in der Schweiz doch "nur" die Minarette verboten, also die Türme. Das war damals (18. Jh.) bereits in protestantischen Gebieten so, als die katholischen Kirchen wie Wohngebäude (ohne Glockenturm) gebaut werden mussten. Ich hätte allerdings gedacht, der westliche Kulturkreis wäre da mittlerweile schon weiter, was die Akzeptanz Andersgläubiger betrifft. |
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Und noch ein Aufruf an alle:
Lasst die Kirche/Moschee/Synagoge im Dorf (zu)! |
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Bei Pankow denke ich immer an... genau, der hat auch immer einen Hut auf.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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