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Im Gespräch mit Heli Ihlefeld
Während in derFreitag aktuell und anregend über Alphabloggerinnen meditiert, in der Community über den verderblichen Einfluss des Feminismus auf die Emanzipation der Menschheit gestritten wurde. Während die Quotenfrage schöpferisch auf so viele gesellschaftliche Bereiche ausgedehnt wurde, dass sie auf nichts mehr passt und während in der taz der Personalvorstand der Telekom, Thomas Sattelberger, für seine Pionierrolle bei der Durchsetzung von Frauenquoten in Vorstandsetagen gefeiert wurde, weil der Erfolg immer viele Väter, aber keine Mütter hat, war ich bei Heli Ihlefeld zum Gespräch.
Sie ist schon eine Weile im Ruhestand, wohnt in einem der Wohnhäuser des Beginenwerkes in Berlin. Sie verfolgt die Debatte um Quoten, Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit mit großem Interesse.
Einige Wochen zuvor hatte ich sie getroffen, auf einem Empfang der Überparteilichen Fraueninitiative Berlin Stadt der Frauen (ÜPFI). Wir sprachen über ihr – vor einiger Zeit erschienenes Buch "Auf Augenhöhe" und darüber, dass sich so viele Entwicklungen in diesem Lande im Schneckentempo vollziehen.
Im Vorwort von „Auf Augenhöhe“ hat Heli Ihlefeld einen Begriff verwendet, der die aktuelle Polemik der Journalistin Bascha Mika so publikumswirksam und gefällig aufgemotzt hat: „Feigheit“: „Früh schon beschäftigte mich das Thema Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Dabei dachte ich nicht vordergründig über die Bösartigkeit oder Unfairness der Männer Frauen gegenüber nach. Auch nicht über die Feigheit der Frauen, die sich so wenig dagegen zu wehren schienen, überall nur die zweite Geige zu spielen. Ich glaube natürlich nicht, dass Frauen die besseren Menschen sind. Vielmehr sehe ich, dass Männer und Frauen gleichwertige Menschen sind. Nein, es ist das System, das mächtig und konsequent die Welt in zwei Hälften teilt: die männliche und die weibliche . Männlich sein heißt durch Geburt zum Herrn und Erben bestimmt sein, weiblich sein zu Dienerin und Nebensache,“ schreibt sie.
Stabsstelle Gleichstellung
beim Telekom–Konzern
Sie war viele Jahre Leiterin der Stabsstelle Gleichstellung im Telekom-Konzern und hat sich dort nachhaltig und zäh um bessere Chancen für Frauen bemüht. Denn das Ziel „Mehr Frauen in Führungspositionen“ braucht gute, nachhaltige Vorbereitung.
Ihr Weg dorthin war keineswegs geradlinig. Eigentlich ist sie Journalistin, hat lange Jahre für verschiedene Medien – u.a. für die Münchner Abendzeitung und für den Stern - aus Bonn berichtet. Sie hat Interviews mit fast allen führenden Politikerinnen und Politikern geführt und - gemeinsam mit ihrem damaligen Mann Hermann Otto Bolesch – einen jour fixe initiiert, der die politische und gesellschaftliche Kommunikation in Bonn belebte. Sie war lange Jahre mit Willy Brandt verbunden, über den sie immer nur kurz Auskunft gibt. Sie sagte: „Ich habe ihn sehr ...bewundert.“ Und diese kurze Pause in ihrer Aussage machte vieles deutlich. Es ging um ein starkes Gefühl, das sie lapidar und „norddeutsch“ wie sie ist, auch einmal in die Worte fasste: „Wir mochten uns“. Sie denkt auch jetzt oft an ihn. Aber wir vertiefen das nicht weiter.
Schon damals – Mitte der 60er Jahre - erlebte sie bei der täglichen Beobachtung und Arbeit die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, wenn es um die Gleichberechtigung von Frauen, um ihre Chancen im Beruf ging.
So schrieb sie in einem Kommentar zum Artikel 3, Abs. 2 des Grundgesetzes, der dringend der Umsetzung durch gesetzliche Initiativen harrte: „Eigentlich müssten die Frauen streiken. Denn das Schlimme am Thema Gleichberechtigung ist, dass man es nicht mehr hören kann. Die meisten Männer nicken zwar verständnisvoll oder sagen ihre Unterstützung zu. Aber, wenn es dann zum Schwur kommt, wenn ihnen eine Frau Konkurrenz macht, dann ist nicht mehr die Frage, wer der oder die Tüchtigere ist, sondern nur: „Wer ist der Stärkere?“ Ihre Diagnose kennen Frauen in allen Zeiten, übrigens auch unabhängig von Ost und West.
Sie kam – nach ihrer Zeit als Beraterin bei Bundestagspräsidentin Annemarie Renger und verschiedenen Aufgaben bei der damaligen Bundespost - nach der Privatisierung zur Telekom und erlebte in ihrer neuen Aufgabe, im Auf und Ab, welch dicke Bretter da zu bohren waren. Auch hier machte sie die Erfahrungen mit dem „System“, das alle Frauen, die sich engagieren, kennen: „Ich sah, wie schwer ein System – in der ganzen Welt übrigens - das auf männliche Spielregeln und Rollenverteilungen gegründet ist, verändert werden kann. Hierarchisches Denken ist männliches Denken, das verbunden ist mit Machtsucht und Machspielchen. Frauen suchen den Konsens, Verständigung und Verstehen. Aber durch ihre Machtlosigkeit durch Jahrtausende hindurch erkennen Frauen andere erfolgreiche Frauen nicht an, machen sie oft nieder, häufiger sogar als es Männer tun. Und sie machen weiter den Männern, den Mächtigen, den Hof.“
So begann sie, die eher Zurückhaltende, gemeinsam mit einer Mitarbeiterin ihre Arbeit. Sie war zuständig für die Frauen in einem Unternehmen mit 130 000 Mitarbeitern. Sie musste sich verwahren gegen sachfremde Aufgaben, sie musste erst Vereinbarungen erarbeiten, die ihr Handlungsmöglichkeiten eröffneten, sie musste erleben, dass errungene Abmachungen am Ende kommentar- und folgenlos in irgendwelchen Aktenordnern verschwanden. So z.B. jene, die ihr garantieren sollte, dass sie an allen Entscheidungen zu beteiligen sei, in dem Gleichstellungsfragen berührt werden. Etwas, das heute Gender Mainstreaming genannt wird.
Es ging dennoch Schritt für Schritt voran. Frauenförderkonzepte wurden entwickelt, denn das Ziel, mehr Frauen an verantwortliche Stellen zu bringen, braucht das, was bei Männern meist schon vorhanden ist: Karrierevorbereitung, -vorlauf, -planung. Und so begann sie den Personalvorstand der Telekom mit Initiativen – z. B. einem Symposium „Frauenförderung zur Gewinnung qualifizierten Führungsnachwuchses“ zur Handlung zu treiben – etwas, das heute Thomas Sattelberger ganz selbstverständlich über die Lippen geht.
Patriarchat-Ost: „Aber wir
sind gut zu unseren Frauen“
Sie lernte bei der Vorbereitung ihres Frauenförderkonzepts auch die Verhältnisse in den neuen Bundesländern kennen. Frauen mit technischer Ausbildung gab es zwar viel mehr, aber sie landeten nicht in Spitzenfunktionen. Sie blieben meist im Verwaltungsbereich. Als sie den dortigen Direktionsleiter fragte, warum unter seinen Abteilungsleitern keine einzige Frau ist, antwortete er empört: „Aber, wir sind gut zu unseren Frauen.“ Patriarchat-Ost.
Als der Personalvorstand die Entwicklung eines „Goldfischteiches“ beschloss, in dem Kräfte gefördert werden sollten, die sich als besonders begabt für Führungsaufgaben zeigen, stellte sich - mal wieder - heraus, dass guten Worten keine Taten folgten: Keine einzige Frau war unter den Auserwählten, obwohl es eine Menge gut ausgebildeter Frauen gab.
Sie initiierte oder beteiligte sich an neuen Initiativen: „Frauen geben der Technik neue Impulse“ wurde gemeinsam mit anderen Frauenbeauftragten auf den Weg gebracht.
Als die Telekom im Jahr 1994 das Total Equality Management einführte, nutzte sie die Chancen, die diese Methode für die Gleichstellung hat. So erlebte ich sie vor vielen Jahren auch auf sehr engagierten Veranstaltungen und Symposien zum Thema.
Die „gläserne Decke“ - auch
heute noch ein Hindernis
Auch wenn viel erreicht ist, sie wundert sich im Gespräch mit mir, dass die jungen Frauen die Benachteiligungen gar nicht sehen wollen, alles für übertrieben halten und von der Notwendigkeit von Gleichstellungsarbeit und Geschlechtergerechtigkeit wenig überzeugt sind. Erst nach einiger Zeit, wenn sie die „gläserne Decke“ nicht überwinden, stellen sie fest, was auch heute noch Realität ist: Grenzen, Einschränkungen. Dann erleben auch sie, wie es ist, wenn sie einen Vorschlag machen, zu dem keiner etwas sagt, der abgetan wird und am Ende kommt ein Mann und macht den gleichen noch einmal und wird belobigt. Und wenn Männer, die sagen, sie richteten sich nicht nach dem Geschlecht, sondern es ginge ihnen um die Qualifikation und da fänden sie halt keine Frauen, sich für äußert objektiv halten. Oder wenn Frauen belächelt, stammtischartig begockelt und am Ende gemobbt werden.
Seltsam, als wir darüber sprechen habe ich auch viele Beispiele parat, wie Frauen ausgebremst werden, wie sie beginnen zu zweifeln und das am Ende als ihr persönliches Problem sehen, wie sie an Mut verlieren und manchmal auch bitter und zornig werden darüber.
Harte Worte über
weibliche Konkurrenz
Nicht nur die Männerwelt ist langsam in der Einsicht, auch die Frauen sind es und manchmal entlädt sich Heli Ihlefelds Enttäuschung darüber in bitteren Diagnosen: „Frauen halten weiterhin Männer für ihre Herren und Meister. Im Beruf rivalisieren sie daher nicht mit männlichen Konkurrenten, sondern nach Möglichkeit mit anderen Frauen. Sie kämpfen damit um die Gunst der Herrscher. Frauen benutzen subversive Techniken in diesem Konkurrenzkampf und gehen damit bis zur Selbstzerstörung, wenn nur die Konkurrentin nicht siegt. Sie schreiben sich die Solidarität unter Frauen auf ihre Fahnen, um unter deren Schutz alte Rollenspiele in neuer Umgebung weiterspielen zu können. Dazu inszenieren sie Chaos, weil sie darin ihre Spielchen besser verbergen können“. Harte Worte. Aber, wer manche Frauenmeetings erlebt hat, weiß, dass es dieses chaotischen Zerreden gibt, das am Ende jedes Ergebnis verhindert. Sie selbst hat sich gegen diese frauenspezifische Kommunikationsart gewehrt und postuliert nach einer entsprechenden Debatte mit Frauen, die eine andere Vorstellung von Teamarbeit haben als sie. „Sie verstehen Teamarbeit als Mitbestimmung. Ich aber sehe sie als Delegation von Verantwortung und als einen Meinungsbildungsprozess für mich durch eine offene Diskussion, bei dem aber zum Schluss ich entscheiden muss Ich habe die Verantwortung und daher werde auch ich entscheiden über die Politik meines Fachbereichs und die damit zusammenhängenden Fragen“. Das habe ihr Ruhe verschafft und Vertrauen, meint sie.
Mit feministischen Grundfragen hat sie sich beschäftigt, aber sie war nie eine Radikalfeministin. Ihr ging es immer um die alltägliche Praxis in der Gleichstellung. Anklägerisch auf vorhandene Defizite hinzuweisen, war nicht ihre Sache, sondern nachzuweisen, dass es ein Vorteil für ein Unternehmen ist, paritätische Teams zu haben, dass es für gute Unternehmenskultur spricht, wenn motivierten Frauen die Karriere ermöglicht wird, nicht mehr und nicht weniger.
Während ich über Heli Ihlefeld schreibe, kommt mir durchaus Hoffnungsvolles in den Sinn: Es gibt – bei allen Abwehrreflexen - Fortschritte. Wenn in diesen Tagen DGB-Chef Michael Sommer erneut eine Frauenquote fordert, weil das Prinzip der Freiwilligkeit nichts gebracht hat, dann ist das ein Schritt voran.
Und vielleicht hängt es auch mit unserem Gespräch zusammen, dass ich kürzlich von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt träumte. Das ist der, der die Quote so vehement ablehnt. Ich sah im Traum, wie er sich plötzlich feiern lässt, weil er verstärkt die Karriere von Frauen in den Blick genommen, sich dafür engagiert hatte. Man heftete ihm einen Gleichstellungsorden an. Als ich aufwachte und über die Unmöglichkeit einer solchen Vorstellung nachdachte, fiel mir ein: Vielleicht tat er das in meinem Traum nur, um die gesetzliche Quote zu verhindern.
Wäre das nicht auch ein Erfolg, an dem Frauen wie Heli Ihlefeld über viele Jahre mitgewirkt haben?
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Foto Startseite: Holger Hollemann / dpa
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@ Magda
;-) |
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Zunächst einmal, Magda, bedaure ich, dass Sie auf den Hundt gekommen sind. Diese schlaflose und unruhige Nacht sollte Ihnen der"Liebe Gott" anrechnen und x-mal multipliziert, "hinten anhängen".
Ihr Artikel gefällt mir sehr gut. Und sehr viel mehr will ich hier auch gar nicht "rumschwafeln" - der Platz gehört den Frauen. Im Moment habe ich sozusagen gar gegen die Quote geschrieben (0 w/1 m). Also - einen schönen Abend und viel Erfolg! |
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Zunächst einmal, Magda, bedaure ich, dass Sie auf den Hundt gekommen sind. Diese schlaflose und unruhige Nacht sollte Ihnen der"Liebe Gott" anrechnen und x-mal multipliziert, "hinten anhängen".
Ihr Artikel gefällt mir sehr gut. Und sehr viel mehr will ich hier auch gar nicht "rumschwafeln" - der Platz gehört den Frauen. Im Moment habe ich sozusagen gar gegen die Quote geschrieben (0 w/1 m). Also - einen schönen Abend und viel Erfolg! |
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Hallo Liebe Magda,
ja schlicht und einfach Bullschit. Erst wenn wir Menschen erkennen das Gleichberechtigung heißt Gleichberechtigung von Menschen für Menschen können wir anfangen das Thema zu erfassen! Solange wir es nur unter dem Blickwinkel der Gender Gleichberechtigung fassen werden wir scheitern. Liebe Grüße Baphomed |
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interessant,
wie jemand seinen eigenen Kommentar ganz am Anfang als Bullschit bezeichnet ... Herr Vorragend |
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@Baphomed schrieb am 07.05.2011 um 22:36
Hallo, aber solange das mit den gleichen Menschen noch nicht passiert ist, können "wir" uns ja, Stück für Stück, auf Minimalziele einigen. Sollen "wir" denn zwischen "Verhältnisse kritisieren" und "Alltag" (Dinge, die ja oft im Widerspruch zueinander stehen), still auf unseren Hintern sitzen, respektive die Finger still halten, bis das mit den Gleichen überall passiert ist? Das mit der revolutionären Veränderung der Gesellschaft wird so schnell nicht gehen...das heißt dann, es läuft vielleicht eher evolutionär. Weltweit müsste dann aber der Anspruch sein, das dauert dann ja noch länger... Da find ichs doch einen sinnvolleren Zeitvertreib, im direkten Umfeld die eine oder andere Maßnahme zu ergreifen, als geduldig Däumchen drehend, oder ungeduldig mit den Fingern auf der Armlehne tippend,herum zusitzen und mich zu fragen, wo sie denn nur bleiben. Diese Gleichen. Luzieh p.s. Ich finde die Idee der gleichen Menschen auch gut. |
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@ luggi schrieb am am 07.05.2011 um 23:00 an Baphomed
interessant, wie jemand seinen eigenen Kommentar ganz am Anfang als Bullschit bezeichnet ... Herr Vorragend Tja luggi, das war ja dann - um in Deiner Diction (s. luggi schrieb am 07.05.2011 um 23:21) zu bleiben - wohl eine ejaculatio praecox bei Dir. Baphomed stimmte Magda`s gutem Kommentar zu und verurteilte mit dem Ausdruck "Bullshit" vielmehr die von Heli Ihlefeld (und Magda) kritisierten Ansichten. |
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sehen sie, herr theel, das ist der unterschied.
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@ Baphomed - "Erst wenn wir Menschen erkennen das Gleichberechtigung heißt Gleichberechtigung von Menschen für Menschen können wir anfangen das Thema zu erfassen!"
Schön, dass Sie das geklärt haben. :-)) Aber dieses Argument hören Frauen seit Jahr und Tag. Ich kenne es auch aus weiblicher Sicht. "Wie können die Frauen befreit sein, solange die Menschheit es nicht ist", schrieb mal eine Schriftstellerin namens Christa Wolf. Gruß |
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och, der Herr Eklektiker mal wieder
lies dir meinen Kommentar bei Tageslicht durch, dann kommst auch du zu einem Orgasmus retardatus |
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@ luggi schrieb am 08.05.2011 um 13:54
Du unterrirdischer Elektriker, mach doch bei Dir erst mal selbst das Licht an: Baphomed, hat weder seinen eigenen Kommentar, noch den von Maggda als "Bullshit" bezeichnet, sondern das von Heli Ihlefeld kritisierte so klassifiziert. Du sprichst von "seinem" Kommentar und schreibst damit explizit, dass Baphomed seinen eigenen Kommentar als Bullshit bezeichnete, was Du ironisch als "Herr Vorragend" bezeichnetest, was deutlich ausdrückt, dass Magda Deiner Meinung nach auch Bullshit geschrieben hätte, blind dafür bleibend, dass Baphomed gerade das Gegenteil, nämlich Lob für Magda ausgedrückt hatte. Eclipse of reason im Maulwurfsbau |
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@ luggi und theel,
ich habe es, denke ich, richtig verstanden. War ein bisschen unglücklich formuliert und ich musste erst auch grübeln. |
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Magda,
recht haste! |
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liebe magda,
dasist sehr inspirierend, auch dank einer gewissen ausgewogenheit und gelassenheit. ich will gar nicht glauben, dass es so ist. und weiß doch, dass es wohl so sein wird. allerdings habe ich vor allem engere kontakte zu frauen in mehr oder weniger kreativen berufen. da scheint es doch um leistung zu gehen. okay, manchmal auch um aussehen. und während ich dies schreibe, merke ich: es stimmt doch! nehmen wir die schauspieler und kabarettisten. da ist, wer einigermaßen geradeaus sprechen kann, den anderen gleich. aber sobald sich jemand abhebt - mit texten oder spielvermögen -, werden unterschiede sichtbar. der besondere schauspieler wird star des hauses, er spielt die Hauptrollen und hört auf, sich zu rasieren. die besondere schauspielein sucht sich meist ein solo-projekt, um sich ungehindert in ganzer vielfalt und größe zeigen zu können. sie gerät mit dem intendanten aneinander. der außergewöhnliche kabarattist wird vom fernsehen eingeladen und hört auf, sich gedanken zu machen. die außergewöhnliche kabarettistin sucht sich meist ein solo-projekt, um sich ungehindert in ganzer vielfaltund größe zeigen zu können. sie gerät mit ihren kollegen aneinander. gäbe es beim fernsehen eine kabarettistinnen - quote, wären es gewiss nicht die besten, die dort auftreten dürften, sondern jene, die am wenigsten wehtun und die, dank ihrer durchschnittlichkeit, die männer noch mehr glänzen lassen. so könnte es in anderen bereichen auch sein. liebe grüße |
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@kay.kloetzer
"gäbe es beim fernsehen eine kabarettistinnen - quote, wären es gewiss nicht die besten, die dort auftreten dürften, sondern jene, die am wenigsten wehtun und die, dank ihrer durchschnittlichkeit, die männer noch mehr glänzen lassen. so könnte es in anderen bereichen auch sein." Wohl leider wahr. Interessant wäre in dem Zusammenhang, ob das Peter-Prinzip sowohl für Männer als auch für Frauen gilt. |
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wir werden es nie erfahren, da frauen nicht dazu kommen. und wenn, dann heißt es burnout.
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@ kay.kloetzer - anregende Überlegungen aus guter Beobachtung.
"gäbe es beim fernsehen eine kabarettistinnen - quote, wären es gewiss nicht die besten, die dort auftreten dürften, sondern jene, die am wenigsten wehtun und die, dank ihrer durchschnittlichkeit, die männer noch mehr glänzen lassen. so könnte es in anderen bereichen auch sein." Es ist ja ohnehin schon schwer für Kabarettistinnen. Männer suchen keine Frauen, die ihnen die Welt - satirisch - erklären, sie suchen Frauen, die über ihre Witze lachen. Frauen, die sich in dem Geschäft durchsetzen, sind bestimmt eine Sorte für sich. Ob es in anderen Bereichen so ist, weiß ich nicht. Muss die Praxis zeigen. Gruß |
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Frauen haben eine Menstruation ... damit können sie nicht die gleichen Rechte wie die gottgleichen Menschen, sprich Männer, haben. Evolutinär ... PGH.
Vegetarierinen sollen keine Menstruation haben ... sondern nur einen nicht sichtbaren Eisprung. Vielleicht hülft das weiter. Ähm und noch eins. Frauen sind für die "Erzeugung von Leben" nicht ausreichend vorbereitet ... sie können nicht ejakulieren. |
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nun, luggi, nur weil du so vorlegst: frauen können sehr wohl ejakulieren, allerdings führt es nicht zu neuem leben.
sie können sich das sperma sonstwoher organisieren. männer können zwar sonstwohin ejakulieren, was daraus wird, steht aber nicht in ihrer macht. liegt es dran? |
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puhh, jetzt bin ich bloody beeindruckt!!!
de.wikipedia.org/wiki/Ejakulation das könnt ihr auch? führt aber wech vom Thema |
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das ist ja die frage, ob es wegführt vom thema. ich verstehe davon zu wenig. gibt es nicht einen aufgeklärten psychologen hier? haaaloooo ....
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@ luggi
na bei der Frau kann nicht ejakilieren wiederspeche ich, und empfele oswald kolle der hat mit einer frau zusammen ein Buch über die weiblich ejakulation geschrieben. Allerdings ja im sinne von Zeugung stimme ich zu. :-) |
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@ luggi
ich muss mich Endschuldigen, ich hätte noch etwas weiter lesen sollen. Das soll ja helfen. :-) |
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Liebe Magda,
das war eine sehr interessante Reise in die Praxis. Danke dafür! Wobei ich ja anmerken will, dass ich es bemerkenswert finde, wie sich der Diskurs um Gender Mainstreaming entwickelt hat. War die Idee doch zu Beginn (ich zitiere jetzt Wikipedia), eine "Strategie" zu entwickeln, "um unterschiedliche Ausgangslagen und möglicherweise unterschiedliche Wirkungen von Maßnahmen auf Männer und Frauen systematisch zu berücksichtigen. Werden bei diesem Vorgehen Benachteiligungen festgestellt, sind „Frauenpolitik“ bzw. „Männerpolitik“ die einzusetzenden Instrumente, um der jeweiligen Benachteiligung entgegenzuwirken" Logisch ist, dass sich die praktische Umsetzung des Konzeptes darin äußert, dass eher Frauen Zielgruppe der Maßnahmen sind. Weil: sie sind noch immer (vor allem strukturell) in der Devensive. G.M. soll in den Strukturen greifen. Nun ist aber zu beobachten, dass G.M. erst zu dem Zeitpunkt auf offenere Ohren gestoßen ist, als angemerkt wurde, sie sei auch ökonomisch sinnvoll, die Sache mit der Gleichberechtigung. Haben sich früher, die Männer noch aus Angst vor Konkurrenz einerseits und aufgrund einer kruden Überzeugung von Inferiorität (also die der Frau) aus biologischen Gründen andereseits, gegen die Partizipation von Frauen gewehrt (erfolgreich erstmal bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts), lassen sie sich nun darurch Überzeugen, dass Frauen eine buchstäbliche Bereicherung darstellen. Ich finde die Effekte (auch die beschriebenen in solchen Großunternehmen) wirklich gut, sehe es aber kritisch, dass eine gute Idee von einem neorliberalen Schleier umgeben wird, der sie irgendwann bis zur Unkenntlichkeit verschwimmen lässt. Liebe Grüße Luzieh |
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@ luzieh.fair - ich denke auch, die Quote ist nicht alles, aber sie ist ein Schritt, Gleichstellung ist auch nicht alles, aber immer ein Schritt Und- ich denke auch gar nicht, dass Frauen andauernd die Welt per Quote verbessern, manchmal übernehmen sie Verantwortung auch für Negatives. Das muss man den Frauen im Einzelnen einfach überlassen.
nochmal luzieh.fair - "Ich finde die Effekte (auch die beschriebenen in solchen Großunternehmen) wirklich gut, sehe es aber kritisch, dass eine gute Idee von einem neorliberalen Schleier umgeben wird, der sie irgendwann bis zur Unkenntlichkeit verschwimmen lässt." Ja sicherlich kann man das kritisch sehen. Und so wahr es ist, dass sich die Gender Mainstreaming Idee erst durch ökonomsche - neoliberale - Überlegungen durchgesetzt, so wahr ist auch, dass Frauen darin eine Chance sehen können, aber - überhaupt - nicht müssen. |
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"Ich sah im Traum, wie er sich plötzlich feiern lässt, weil er verstärkt die Karriere von Frauen in den Blick genommen, sich dafür engagiert hatte. Man heftete ihm einen Gleichstellungsorden an. Als ich aufwachte und über die Unmöglichkeit einer solchen Vorstellung nachdachte..." (Hundt) - Mag sein, dass der Typ tatsächlich ein Frauenfeind ist (und nicht nur ein Arbeit"nehmer"feind), aber die "unideologische" Wirtschaft wird schon früher oder später merken, dass sie fähige Funktionäre unabhängig vom Geschlecht braucht und dass da bei den Frauen ungeahnte Reserven vorhanden sind. Dann hätten wir wenigstens Gleichberechtigung bei den Managern.
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nix für ungut, lieber goedzak, aber reserven werden doch mit bedacht zurückgehalten. hier scheinen es eher potenzen zu sein. und warum "ungeahnt"? ich denke, dass es ein wissen darüber gibt. zu glauben, dass sie diese potenzen wirklich nutzen wollen, machte jede quotenregelung überlüssig.
wiewohl ich wirklich unentschlossen bin, was ein gesetzt betrifft. alles künstlich herbeigeführte wirkt mir wenig erfolg versprechend. |
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Ich bin für Quoten. Muss daran liegen, dass ich Töchter habe. :)
Ein weiteres Argument: Der einzelne Kapitalist musste schon immer vom Kapitalinteressen vertretenden Staat zu seinem Glück gezwungen werden. :))) |
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ick weeß ja, was du meinst. aber ist das glück des kapitalisten auch das der daran beteiligten? mir wäre so eine quotiell erzwungene beteiligung eher ein graus. die nicht erzungene im übrigen auch. dnekt mal jemand daran, ob frauen in dem kasperletheater überhaupt mitspielen wollen? (also die, die's könnten)
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@goedzak:
Ui...na wenn das so ist: dann bin ich jetzt doch für eine Ökonomisierung des Emanzipationsdiskurses. Wenn wir dem Kapitalisten erstmal erklärt haben, wie er sie gewinnbringend nutzen kann, dann geht das Gnaze vielleicht doch schnelle als ich dachte:-) Allerdings: danach ist mit dieser Logik dann Schluss, oder? Oder hättest Du eine Strategie, dem Kapitalisten zu erklären, wie er eine Emanzipation des Menschen vom Kapital(isten), als lohnende Investition begreifen soll? hm...es muss doch einen Masterplan geben;-) Liebe Grüße, Luzieh |
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Kay, Luzieh,
"ob frauen in dem kasperletheater überhaupt mitspielen wollen?" - Die einen ja, die andern nicht. Ist wie bei den Männern, wobei ich nicht weiß, ob da die beiden Gruppen im selben Verhältnis zueinander groß sind. Ach, es so viel, was ich nicht weiß, und den Masterplan kenne ich auch nicht... :( Gute Nacht!! |
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Ich sähe Kay Kloetzer gern als Chefredakteurin des Freitag. Gegen Philip Grassmann als Quotenboy an ihrer Seite hätte ich rein gar nichts einzuwenden.
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schrieb am
08.05.2011 um 11:14
Kay Kloetzer.
Haben sie weinsztein schon Ihren Lebenslauf und Ihre Bewerbung vorgelegt? Ich hoffe er wird sie weiterleiten, denn er hat gute Insider-Kontakte zu vielen Foren und so. Aber vielleicht müssen Sie auch erst ein unbezahltes Praktikum machen so ganz ohne Vitamin-B. |
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schrieb am
08.05.2011 um 11:14
Kay Kloetzer.
Haben sie weinsztein schon Ihren Lebenslauf und Ihre Bewerbung vorgelegt? Ich hoffe er wird sie weiterleiten, denn er hat gute Insider-Kontakte zu vielen Foren und so. Aber vielleicht müssen Sie auch erst ein unbezahltes Praktikum machen so ganz ohne Vitamin-B. |
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@ goedzak - Es wird ja oft gesagt, dass die älteren Manager plötzlich für die Quote sind, weil sie an ihren Enkelinnen erleben, dass sie nicht vorankommen. Bei Dir sinds schon die Töchter.
Gruß |
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"mir wäre so eine quotiell erzwungene beteiligung eher ein graus. die nicht erzungene im übrigen auch. dnekt mal jemand daran, ob frauen in dem kasperletheater überhaupt mitspielen wollen? (also die, die's könnten)"
Mensch kay, wer zwingt denn Frauen dazu. Das ist doch überhaupt nicht der Sinn einer Quote. Allerdings gibt es bei den Kräften, die den kapitalistischen Betrieb kritisieren auch eine Quote. Was tut Euch bloß so weh. Männern hat das noch nie was aus gemacht, dass sie per Quote dran sind. Sehr oft. Homosoziale Reproduktion - erinnere Dich. |
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stimmt, magda, mein lieblingsbegriff aus dem februar 2010, freitag-salon, ballhaus ost. sind wir in der diskussion eigentlich weitergekommen in dem gut einen jahr?
nein, gezwungen wird sicher keine. dass es den männern nichts ausmacht, ist sicher einer der gründe, warum alles so ist, wie es ist. stell Dir vor, auch wenn es absurd klingt, burschenschaften müssten eine gewissen anzahl frauen zulassen. würdest Du da dabeisein wollen? |
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"stell Dir vor, auch wenn es absurd klingt, burschenschaften müssten eine gewissen anzahl frauen zulassen. würdest Du da dabeisein wollen?"
Nee, das ist absurd, niemand würde das wollen. Ich wäre für gute weibliche Netzwerke. Daran hapert es aber. Du wendest die Quote zu umfassend auf alles an. Das ist natürlich so nicht gedacht. Das würde ja bedeuten, dass hochgekränkte Männer in den weiblichen Selbstfindungskurs wollen. Du machst daraus eine Karikatur, was sehr beliebt ist, aber nicht weiterführt Die ist gut - für bestimmte Dinge. Achso, ja die Diskussion ist weitergekommen. Ich sage mal; es wird die Quote geben. In anderen Ländern gibts die ja auch. |
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liebe madga, eine karikatur lag nicht in meiner absicht. provokatiönchen vielleicht, denn ich verstehe noch immer nicht, was genau die quote bringen kann. (sie kommt ja nun ganz gewiss über europa zu uns) sie verändert vielleicht realitäten, aber nichts in den köpfen/traditionen/ritualen. wenn ich im job dieses oder jenes durchsetze, dann geht das nur in einer bestimmten konstellation zu einem bestimmten zeitpunkt in einer Situation,die ich abwarten oder herbeiführen kann. es lässt sich keinesfalls verallgemeinern. eine quote aber ist doch eine verallgemeinerung?
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Die Quote ist wahrscheinlich auch ziemlich bequem für einige Herren in bestimmten Positionen. Man kriegt es oktroyiert, muss eigene Ansichten und Verhaltensweisen nicht in Frage stellen und kann auch noch drauf schimpfen. :)
Nimmt Verantwortung ab. Gute Nacht! |
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"denn ich verstehe noch immer nicht, was genau die quote bringen kann. (sie kommt ja nun ganz gewiss über europa zu uns) sie verändert vielleicht realitäten, aber nichts in den köpfen/traditionen/ritualen."
Also da empfehle ich dialektisches Denken. :-)) Da gibt es bestimmt Wechselwirkungen. "eine quote aber ist doch eine verallgemeinerung?" Jetzt wirds philosophisch. Die 100prozentige Männerquote über lange Zeit. War das nun auch eine Verallgemeinerung? |
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"Die 100prozentige Männerquote über lange Zeit. War das nun auch eine Verallgemeinerung?" - nun, von großer differenzierungswut erzählt es jedenfalls nichts. (wobei es ja keine quote ist)
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"nun, von großer differenzierungswut erzählt es jedenfalls nichts. (wobei es ja keine quote ist)"
Das ist Ansichtssache - gebe ich hier mit spitzem Mund tsssssssss zu bedenken. Davon mal abgesehen: Madame haben heuer eine hohe Spitzfindigkeits-Quote. Hä. :_)) Kurzerhand: Die Quote kommt. Ponkt!!!!!!!!!!! und dann ändern sich auch die Verhältnisse - weil es dann eben so is. |
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Ja, Frauenquote, Migrantenquote, Behindertenquote und Altenquote....
Kein Allheilmittel: Maggi Thatcher eine Frau, Hitler ein Migrant, Kaiser Wilhelm ein Behinderter und Honecker uralt... Wie wär's mit Demokratie?: Wahl des Führungspersonals, das machen muss, was die Wahlberechtigten wünschen – in Politik, Wirtschaft und sonstwo. Alle Beteiligten müssen dafür qualifiziert werden... schon im Elternhaus, Kindergarten und Schule. Ca 50% der Weltbevölkerung sind Frauen... kann es ein gesellschaftliches „Frauenproblem“ geben, wenn wahre Demokratie verwirklicht ist? |
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schrieb am
08.05.2011 um 02:30
Fro.
Viele Eltern wollen gar keine Qualifikationen für ihre Kinder. Sie wollen Ehre und das die Kinder es genauso machen wie sie. So Strenggläubige. Sie meinen es aber nur gut und für Familie tun sie alles. |
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schrieb am
08.05.2011 um 02:33
Die Leute kann man nicht ihrer individuellen Freiheit berauben. Das verstößt gegen die Menschenrechte. Aber Kinder sind ja irgendwie noch keine ausgewachsenen Menschen und so eine Art Eigentum der Eltern. Sie wollen nur das Beste und das muss man jedem Indivuduum lassen.
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@Kowalsky
Ich denke schon, dass die meisten Eltern wünschen, dass zumindest ihre Kinder darin befähigt werden, das kapitalistische System zu beseitigen und durch ein wahrhaft demokratisches System zu ersetzen - das natürlich auch Minderheiteninteressen respektiert. Sie mögen es verbal nicht ausdrücken können – aber zeige mir jemanden, der wirklich Bock auf diesen schwachsinnigen Kapitalismus hat. |
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EMPFEHLUNG AN DIE FREITAG-COMMUNITY-REDAKTION:
Küren Sie bitte Kowalsky zum "Publizisten". Früher hieß er hier Reiner Kühn (als der er aus ästhetischen Gründen hier raus flog) oder auch Lausemädchen. Er nennt sich selbst einen wissenschaftlichen Lektor (siehe: "Indivuduum" usw.), was durchaus einen gewissen Charme hat. Kowalsky wirbt unentwegt um Anerkennung, um Zuwendung, um Kommunikation (drum widerspricht er gern, gelegentlich erfolgreich), er sucht Liebe. Und er erkennt, sehr langsam, dass ihm ein Nick wie Lausemädchen wohl doch nicht aus seinen Dilemmata hilft. Dort, wo er seit einiger Zeit zu Hause ist, in einem rechten Gesocksforum, das auf links macht, um den Freitag und seine Community zu diskreditieren, nimmt man ihn, den "Linken" kaum noch ernst. Das mailten mir dortige Insider (falls man sie noch so nennen darf). Ich plädiere für Milde. |
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schrieb am
08.05.2011 um 06:13
>>aber zeige mir jemanden, der wirklich Bock auf diesen schwachsinnigen Kapitalismus hat.<<
Oh, eine kleine extremistische Minderheit findet es schon sehr lecker, dass man "sein Geld für sich arbeiten lassen" kann. Rendite aneignen ist angenehmer als Rendite schaffen. Die Mehrheit hat nicht wirklich Bock auf Kaputalismus, das deckt sich mit meiner Erfahrung. Aber man ist für die Untertanenrolle konditioniert und versucht, die Kinder so zu erziehen, dass sie sich hochbrav anpassen und damit ein Karrierchen machen. Oder sich wenigstens irgendwie durchwursteln können. |
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Ich plädiere für Milde.
Meinst du so eine Gnadenbrot in der FC? |
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@ Fro - Dieses Argument kommt in dieser oder jener Verkleidung immer wieder des Wegs. Es hat sich totgelaufen. Erst wenn der Sozialismus, wenn die Weltrevolution, jetzt die wahre Demokratie....usw.
Frauen wollen erst mal bessere Berufschancen. Punkt. |
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Ja Magda, wenn sich schon jetzt etwas verbessern lässt, sollte man es tun – ich habe großen Respekt vor Menschen, die sich so engagieren wie Heli Ihlefeld. Ich bin aber kein Fan von Quotenregelungen. Es muss sich in den Köpfen der Menschen etwas ändern – das schreibst du ja auch. Und m.E. müsste Führungspersonalauswahl in den Betrieben demokratisch erfolgen - das finde ich vollkommen naheliegend - Kriterien müssen soziale und fachliche Kompetenz sein und nicht Zugehörigkeit zu einer Gruppe.
Statt Quote, innerbetriebliche Demokratie. Mehr Demokratie am Arbeitsplatz steigert Produktivität |
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@ Fro - "Kriterien müssen soziale und fachliche Kompetenz sein und nicht Zugehörigkeit zu einer Gruppe"
Wieso nimmst Du an, dass bei der Quotenregelung keine soziale und fachliche Kompetenz eine Rolle spielen. So geht es natürlich nicht. Aber bei gleicher Kompetenz wäre es doch überhaupt nicht schlimm, wenn der Anteil von Frauen sich erhöhte. Per Quote. Bei der Frauenquote anzunehmen, es ginge dabei darum "irgendeine" Frau, weil die jetzt dran sind, in ein Amt zu hieven, ist ein bisschen bösartig. Wäre auch bei Männern bösartig, obwohl dort das Old Boys -Network manchen Mann nur deshalb an eine Stelle bringt, weil. er ein Mann ist. (s.o. homosoziale Reproduktion). "Statt Quote, innerbetriebliche Demokratie." Bei diesem Satz fiel mir sofort ein, dass Demokratie natürlich immer mit Quoten zu tun hat. Die innerbetriebliche sicher auch. Jede Wahl stellt eine Quote her. Es geht ja bei der Quote generell darum, die Mitsprache und die Mitwirkung von Gruppen anteilig zu ermöglichen. Denke ich mir. |
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@ Magda
Danke für den Einwand. Insofern will ich den Satz noch einmal neu formulieren: Kriterien müssen soziale und fachliche Kompetenz sein, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe sollte berücksichtigt werden um eine ausgewogene Repräsentanz zu erreichen. Und klar, wenn Frauen unterrepräsentiert sind, sollten sie bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden. In Deinem letzten Absatz wird verstehbar, dass ein demokratisches Verfahren eine Alternative zur Quote wäre. Bei den Grünen und Linken scheint so etwas ja auch ganz zwanglos zu klappen. Ja gut, innerbetriebliche Demokratie ist vollkommen unterentwickelt – vielleicht wäre eine vorübergehende Quotierung sinnvoll... Meine Befürchtung ist einfach, dass Zwangs-Quotierungen als Ersatz für notwendige demokratische Reformen eingesetzt werden. Du siehst, ich bin auch noch im Positionsfindungprozess.;-) |
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"Wieso nimmst Du an, dass bei der Quotenregelung keine soziale und fachliche Kompetenz eine Rolle spielen. So geht es natürlich nicht. Aber bei gleicher Kompetenz wäre es doch überhaupt nicht schlimm, wenn der Anteil von Frauen sich erhöhte. Per Quote. "
Ja. Das ist natürlich sehr simpel. So sind wir. Alles Playmobil Figürchen. Quasi selber Level und dann guck ich unten nach, und entscheide. So war's wohl und so wird's jetzt wieder sein,...nur andersrum. Ach Quatsch, stopp, richtig: Nur so lange, bis überall exakt fifty fifty herrscht. Besser noch, wir räumen einen generellen Vorzug des weiblichen Geschlechtes ein..für die nächsten hundert Jahre oder so...und dann mal schauen... |
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Lieber Tycho,
ich weiß beim besten Willen nicht, was Sie eigentlich sagen wollen. |
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Nach dem aktuellen Diskurs bedeutet "Emanzipation", dass "Emmely" die Kündigung nicht von einem Personalchef, sondern von einer Personalchefin hätte bekommen sollen.
Dann hätte sie ganz bestimmt auf die Klage am Arbeitsgericht verzichtet. ;-) Und wenn Krieger nicht von einem General, sondern von einer Generalin anführt werden, dann fühlen sich doch die Rüstungsdividenden gleich ganz anders an, irgendwie fortschrittlich, wenn nicht gar grünlich... |
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@ claudia - "Nach dem aktuellen Diskurs bedeutet "Emanzipation", dass "Emmely" die Kündigung nicht von einem Personalchef, sondern von einer Personalchefin hätte bekommen sollen. "
Ja, ohne Wenn und Aber. Das könnte so sein. Eine Frauenquote verändert die Gesellschaft - vorerst - nicht. Aber ich finde es völlig o.k., wenn Frauen ihre Chancen , ihren Erfolg und ihr Versagen darin selbst verantworten. Und dazu ein Weg gefunden wird. Andere Frage. Wie siehst Du denn die Quotenfrage bei den politischen Parteien? Gruß |
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schrieb am
08.05.2011 um 20:05
@Magda:
>>Wie siehst Du denn die Quotenfrage bei den politischen Parteien?<< Ich sehe das, hm, vielschichtig. Nicht, weil die einen mehr und die Anderen weniger für eine Quotierung sind. Man sollte mehr die Ziele von Quotenregelungen hinterfragen. Wo soll eine Quote gelten? Eine Frauenquote für Pflegeberufe wird z.B. niemand fordern, denn 50 % Frauen wäre dort die Einführung einer Männerquote. Wenn Kristina Schröder eine Frauenquote im oberen Konzernmanagement "andenkt", dann spricht sie ein Thema der gehobenen Mittelschicht an. Und wahrscheinlich rennt sie offene Türen ein: Eine grössere Auswahl an potentiellen Aufsteigern macht den Kampf um die oberen Plätze härter. Das könnte "von oben" erwünscht sein. Denn die absolute Zahl an oberen Plätzen stiege ja nicht an, nur weil ein paar Plätze für Frauen reserviert würden. Wenn die Hierarchiespitzen eine grössere Auswahl an Aufsteigern haben wollen, dann werden sie auch Frauen zum Kampf um die oberen Plätze ermuntern. Mir scheint, das läuft zur Zeit an, und Parteien spielen die Musik dazu. Je nach Wählerschaft natürlich Melodievarianten. Das ist aber nicht mein Problem und auch nicht das meines sozialen Umfeldes. Für mich ändert sich nichts, ob Ackermann oder Ackerfrau. Oder ob Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin: Die Agenda 2010 und Verarmungspolitik ist weder weiblich noch männlich, sondern schlicht und einfach kaputalistisch. Ich finde es logisch, dass die Linke nicht auf den Zug aufspringt. --- Ansonsten halte ich etablierte Hierarchien aus Erfahrung für gesetzresistent. Wer wohin aufsteigt oder nicht wird letztlich an den Hierarchiespitzen ausgekungelt, da kann eh kein Gesetzgeber mitreden, solange die Hierarchien an sich nicht in Frage gestellt werden. Für den Aufstieg sind oft nicht fachliche Qualitäten massgeblich, sondern die Bereitschaft, sich den Zielen der Hierarchie kritiklos unterzuordnen und für sie zu "kämpfen". Gesellschaftlich gesehen ist das Energievergeudung für ein obsoletes Herrschaftssystem. --- Ich bin also immer noch quoten- und hierachieskeptisch. (Vielleicht auch, weil mein erlernter Beruf (Chemielaborantin) schon seit 50 Jahren geschlechtsneutral ist, zugegeben). >>Aber ich finde es völlig o.k., wenn Frauen ihre Chancen, ihren Erfolg und ihr Versagen darin selbst verantworten.<< Schon. Aber wir sollten grundsätzlicher an die Frage rangehen. Eine Quote verändert die Chancen von bestimmten Individuen, eine bestimmte Position zu erreichen. Aber ob sie die Chancen auf ein zufriedenstellendes Leben unbedingt verbessert? --- Übrigens: Falls es nicht um Sozialprestige und hohes Einkommen geht: Als Betriebsrat habe ich mehr bewegt als wenn ich ins Management aufgestiegen wäre. Und die Wiederwahl hing nicht von einer Quote ab, sondern von Anderem. |
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"Wo soll eine Quote gelten? Eine Frauenquote für Pflegeberufe wird z.B. niemand fordern, denn 50 % Frauen wäre dort die Einführung einer Männerquote. "
Genau das wäre doch richtig. Die Quote als solche gibts doch auch gar nicht. Und - schon gar nicht - bedeutet sie fifty:fifty. So funktioniert das ja auch nicht. |
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@ claudia - noch ein Wort: Du "überfrachtest" die Quote auch mit Zuschreibungen. Das tun viele,die mit dieser Hyper-Erwartung eigentlich nur ihre grundlegende Ablehnung begründen.
Die Quote wird die Welt nicht retten. Sie soll ein Instrument sein für Geschlechtergerechtigkeit und ganz sicher soll sie nicht bei der Wirtschaft - beim Management - aufhören. Ob eine Frau das will oder ob sie das ganze System kritisieren und ablehnen will, das hängt dann ja doch von der individuellen Lebensgeschichte ab. |
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@ K-G. von Luschka - danke Ihnen. Frau Ihlefeld ist auch eine sehr anregende Person.
Gruß |
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liebe Magda,
vielen Dank für diesen Artikel und für den Hinweis. ich fühle mich einerseits sehr glücklich, wenn ich von diesen Frauen lese, in deren tradition ich mich stellen kann. Diese Verbundenheit stärkt. und dann wieder kommt das Gefühl der Machtlosigkeit: SO viele Frauen kämpfen schon SO lange - WISSEN schon so lange und versuchen aktiv zu verändern - und wo stehen wir? Aber das Ende macht Mut und wir machen weiter. Alle. Jeden Tag. gut so. viele Grüße Katrin |
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@ magda und Katrin Rönicke
jeden Tag das ist manchmal leicht gesagt, dabei sthe ne menge im Weg. Wütend darf man nicht sein und eigendlich sollte man sich für: ich darf alleine Wohnen und ja klar alles machen was ich will auch noch bedanken, wobei das nur die halbe warheit ist. Am liebsten wäre es so manchen wenn man einfach den Mund hält. Damit andere ihre Ruhe haben, leicht gemacht oder? mit freundliche grüßen neo Ich fand Frau Ihlefeld sehr inspierirend :-) |
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@ Katrin und Neobe - Danke Euch beiden. Ach es gab schon Anfang der 90er einen solchen Backlash. Und jetzt ist es schon so, dass viele Männer sehr verunsichert sind und das auch an den Frauen abarbeiten. Na, das wisst Ihr allein. Frau Ihlefeld jedenfalls hat sich sehr gefreut über das Echo. Sie liest auch ein bisschen mit.
Mit Grüßen |
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@ Magda
freut mich ich denke zuspruch kann man da nicht genug bekommen. Wissen und es zu vermiteln ist nicht immer einfach. Gruß neo |
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Das bedeutet grundsätzlich also, dass ihr -- als Frauen -- das Recht auf Gleichstellung von den Männern erkämpft. Klingt gut. Ismus eben.
Aber mal am Rande gefragt: Sind es nicht auch Männer, die bestimmte Positionen und Dogmen aufgeben (sicherlich wegen Eurer Artikulation)? Bedeutet Feminismus nicht in aller Konsequenz im Kern, dass Männer sich ändern müssen und in dieser Hinsicht ändern? Liegt demnach nicht ein wesentlicher Anteil der ganzen Genderarbeit beim Manne? Und vielleicht gibt es genau dann, bei misandrischen Winden, diese Rückkopplung, diesen Reflex, der sich exakt so anfühlen muss wie bei einer Frau, die erkennt, auf Grund ihres Geschlechtes benachteiligend prädisponiert zu sein?! Ihr erlaubt doch, dass ich diesen Gedanken mal neben dem Weihrauchhandtaschenwedeln mal kurz einfließen lasse. Das ist ja so die Grundfunktion, die über Weh und Frucht jeder Ismen entscheidet... |
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quote ist das typische beackern eines feministischen symbolfeldes.
während anderswo der individualismus wuchert, wird hier die verantwortung für eigenes fortkommen dem staat überantwortet (und die kritik daran reflexartig mit einem link zum bullshitbingo beantwortet www.stupidedia.org/images/a/a2/Queershit-Bingo.jpg) das geschlecht soll mensch selbst wählen können, ist aber mit der wahl eines lukrativen berufes bereits überfordert usw. quoten werden die verhältnisse nicht ändern. menschen können verhältnisse ändern. |
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@ eulen nach athen
sicher ist das nicht die beste Lösung, allerdings tört mich bei so was immer. Das es gleich heißt auf die qulifikationen schauen, als ob es keine gut qualifizierten Frauen gäbe. Die sind doch nciht so dämmlich das sie sich es nur einfch machen wollten oder sie wären ja schon lägst dort wenn sie nur wollten. Es ist keine Ideal Lösung, in anderen Ländern gibt es änliche Probleme aber die machens auch, klar nicht alles nach machen. Und natürlich muss man schauen wie aber ein weg wäre es. Und wie sollen menschen die verhältnisse ändern? |
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schrieb am
12.05.2011 um 08:39
Neobe, es waren immer menschen, die verhältisse geändert haben.
und wie man das macht ist ziemlich einfach: da man die anderen nicht ändern kann, muss man zunächst ganz klein bei sich selbst anfangen. da gehören fragen wie "wo liegen die ursachen, welche sind durch jeden selbst veränderbar?", "was machen frauen derzeit falsch?", "was kann jede selbst tun?" ganz dringend auf den tisch. wenn man glück hat und ein entsprechendes gesellschaftliches klima vorhanden ist, entwickelt sich aus vielen gleichgesinnten ein trend, eine bewegung. aber selbst gemütlich im sessel sitzen und nach dem staat rufen: "herr ober, bringen sie mir eine große portion gleichberechtigung bitte", das hat noch nie was gebracht. |
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schrieb am
12.05.2011 um 08:39
Neobe, es waren immer menschen, die verhältisse geändert haben.
und wie man das macht ist ziemlich einfach: da man die anderen nicht ändern kann, muss man zunächst ganz klein bei sich selbst anfangen. da gehören fragen wie "wo liegen die ursachen, welche sind durch jeden selbst veränderbar?", "was machen frauen derzeit falsch?", "was kann jede selbst tun?" ganz dringend auf den tisch. wenn man glück hat und ein entsprechendes gesellschaftliches klima vorhanden ist, entwickelt sich aus vielen gleichgesinnten ein trend, eine bewegung. aber selbst gemütlich im sessel sitzen und nach dem staat rufen: "herr ober, bringen sie mir eine große portion gleichberechtigung bitte", das hat noch nie was gebracht. |
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"quoten werden die verhältnisse nicht ändern. menschen können verhältnisse ändern."
Es sind auch Menschen, die sich für die Quote stark machen. Und damit die Verhältnisse ändern wollen. |
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schrieb am
12.05.2011 um 09:37
Norwegen...
Als das Gesetz im Jahr 2003 bekannt gegeben wurde, waren 554 Unternehmen an der Börse notiert. 2009 waren es nur noch 362. Nach den Gründen für den Rückzug von der Börse befragt, nannte jedes dritte Unternehmen die Einführung der Frauenquote. In der deutschen Diskussion wird häufig vergessen, dass die Quotenregelung in Norwegen nur für allgemeine Aktiengesellschaften (ASA) gilt. Diese Gesellschaftsform entspricht der deutschen AG. Die Mehrheit der norwegischen Unternehmen ist allerdings wie eine deutsche GmbH organisiert - und daher von der Regelung gar nicht betroffen. Zudem reden wir in Norwegen gerade mal von etwa 70 "Goldröckchen". Prof. G. Amendt hat die Begrifflichkeit folgendermaßen kommentiert: "In den skandinavischen Ländern werden Quoteninhaber in Aufsichtsräten und Vorständen als Frauen in Golden Skirts tituliert. Sinnigerweise hat sich diese Bezeichnung durchgesetzt, die ein Vorbote einer süffisanten Kommentierungskultur ist. Denn dieser Begriff ist vieldeutig. So gilt das Material des Rockes als Gold wert, aber zugleich ist der Rock auch ein modisches Indiz und damit für Frauen etwas nur saisonal Bedeutsames. Er ist ein wertvolles Stück zum Schmücken, das zur Bewunderung aufruft. Er ist Mode. Er bringt eine besondere Wertigkeit zum Ausdruck, die ausgesprochen weiblich ist. Leistungsanerkennung wird damit gerade nicht ausgedrückt, noch symbolisiert, sondern lediglich ein modisches Alltagsgebaren. Somit wird das Erarbeiten von höchstem Einkommen und sozialem Status mit dem Kauf und dem Tragen eines goldenen Rockes gleichgesetzt. Darin liegt etwas Reales, was das Einkommen und den Status betrifft, aber auch etwas Abschätziges. Denn es wird unterstellt, dass höchste Berufsqualifikation und zielstrebiges Hocharbeiten wie ein modisches Kleidungsstück sich „auswählen“ lassen. Und als ließe sich dieser goldene Rock wie ein leid gewordenes Modeaccessoire jederzeit ablegen und durch das nächste ersetzen. Die Assoziation verlegt Aufsichtsratspositionen in den Bereich von saisonalem Modekonsum. Das zähe Heraufarbeiten zum Erfolg unter strapaziösen Bedingungen wird unterschlagen und mit der Spontaneität eines Boutiquenbesuchs gleichgesetzt." Warum die Quotenforderungen hierzulande nicht auf den Bereich Unterhaltsverpflichtung und alleiniges Sorgerecht ausgeweitet wird, bleibt das offene Geheimnis der ansonsten Top-Down implementierenden, so genannten Gleichstellungsbeauftragten dieses Landes. |
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@ eulen nach athen
ich verstehe Sie. Klar muss auch jeder immer erst mal bei sich anfangen um was verändern zu können. Ich habe das Gefühl verzeihen Sie aber vielmer weiß ich das Frauen das doch schon lange machen wenn es sagen wir um die Politik geht oder wirtschaft Sie organisieren sich und versuchen es, kämpfen und so weiter. Ich würde mir selbst wünschen das man so was nicht bräuchte. Ich bin weder richtig dafür noch dagegen. Ich würde mir gerne so etwas wie, diesen Girl day wünschen in dem sinne das er öfter angeboten wird eben schon in Schulen. Heißt Den Frauen werden Männerberufe öfter vorgestellt. Dann würden sich die Berufswünsche bestimmt auch schon ein stückweit ändern. Bei der Quote stört mich das man die Leute mit Geld locken muss, also dieses ja Männer und Frauen arbeiten doch gut zusammen wenn sie etwa den gleichen Anteil in einer Firma haben. Und ein riesen Potential. Da geht es dann eben gerade wieder nicht um die Leistung oder die Qulifikation die Frauen schon haben, man muss es erst richtig schmackhaft machen mit dem Argument Geld. Ich weiß nicht ob das eine gute Idee wäre, frage wäre auch wie genau soll das aussehen. Und betrifft es dann noch mehr bereiche und Berufe. Wenn es um kfz Mechaniker ginge kann man ja schlecht sagen stellt mehr Frauen ein sonst gibts z.b geldstrafe.... Müssen ja erst mal mehr auf die Idee kommen diesen Beruf zu ergreifen. Ich denke trozdem das es eine richtige Überlegung wert ist und auch wenn nicht der beste -aber ich denke im übrigen Frauen haben das schon so lange versucht, es ist langsam auch eher peinlich das Sie eben nicht in DAX Unternehmen genügend vertreten sind- ein Weg. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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