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Kultur : Jutta Hoffmann

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Solche Zufälle gibt’s manchmal. Geboren an einem 3. 3. und u.a. in der Erinnerung durch einen Film mit dem Titel Der Dritte .

„Ich will, dass Du mich siehst, dass Du mich erkennst“, so die fast biblischen Worte in der Schlüsselszene. Und Rolf Ludwig – auch er ein Unvergessener, Großer - lehnt an der Tür und blickt mit hilfloser Sympathie auf die „bekennende“ Margot. Er ist der Hrdlitschka, jener „Dritte“, mit dem es nun endlich richtig klappen soll.

Jutta Hoffmann spielte diese Rolle mit weiblicher Wucht und Zartheit mit Energie und Melancholie. Es war ihr größter Film. Für diese Rolle wurde sie mit Preisen geehrt.

Aber schon vorher war sie als Lämmchen in "Kleiner Mann was nun" nach dem Fallada-Roman oder in der Arnold-Zweig-Adaption als „Junge Frau von 1914“ aufgefallen. Später war sie - umwerfend – die schielende Adele Schopenhauer genannt „Adelmuse“ in der Lotte in Weimar Verfilmung, ebenfalls von Egon Günther. Zusammen mit Jaeckie Schwarz spielte sie in „Die Schlüssel“. Eine tragische Liebesgeschichte, die im polnischen Krakau auch die deutsche Vergangenheit mit einbezieht. Wieder mit einem großen Hoffmann-Monolog.

1980 ist sie gegangen – man besetzte sie, wie viele andere Künstler – einfach nicht mehr. Bösartige Vertreibung, üble DDR-Machtausübung, beschämend, kleinlich.

In den 90ern hat sie sich in der „Motzki“-Serie abgearbeitet, spielte eine Polizeiruf-Kommissarin und einige Filme. Sie zog sich zurück auf den Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

Kürzlich habe ich sie in einer Krimi-Episode gesehen. Sie spielt eine alte spinnerte Dame mit krimineller Energie. "Ach, ist es soweit", dachte ich.

Noch immer ist sie zart und schlank und wird heute 70 Jahre alt.

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