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Tragische, schreckliche Geschichte. 15 Tote und zahlreiche Verletzte.
Es scheint schon so, als sei hätten die Veranstalter sich einfach vertan mit der Organisation.
Es ist sicherlich ein Fehler gewesen, eine Art von "Gelände" für diese Veranstaltung zu planen. In Berlin ging die Parade durch die Straßen und die Leute verliefen sich dann seitlich in den Tiergarten, die folgenden Straßen und die Clubs.
Und - wie immer - haben die Kommentare in einigen Pressemitteilungen sehr zu denken gegeben. Zwischen Mitgefühl und Häme schwankt das Ganze.
Hier ein Nachrichtenlink
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Für 20.15 Uhr ist ein Brennpunkt in der ARD angekündigt.
Worauf bezieht sich die Häme, von der du schreibst? |
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Auf einige Leserkommentar zum Beispiel bei weltonline.
tinyurl.com/2vqvhcr Die Berichterstattung ist sachlich und betroffen. |
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Die betreffenden Kommentare scheinen schon gelöscht zu sein.
Bei einer derartigen Veranstaltung die Menschen durch einen Tunnel zu dirigieren ist nicht mehr fahrlässig sondern kriminell. Wer Events solcher Größenordnung organisiert muss so etwas wissen. Ich gebe dir recht. In Berlin gab es immer flexible Pufferzonen, auch wenn da jemand umgekippt ist, konnte man den schnell aus der Masse herausholen. |
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Eine der Kommentatorinnen meinte, als die Parade noch durch den Kurfürstendamm ging, hätte es auch Engpässe mit Gefahrmomenten gegeben, aber danach konnten sich die Leute immer seitlich "verkrümeln".
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Letztes Jahr hat Bochum die Veranstaltung ja abgesagt, was ich sehr schade fand.
www.derwesten.de/staedte/bochum/Loveparade-in-Bochum-abgesagt-id1345976.html Nun ist wohl nur zu resümieren, eine richtige Entscheidung. |
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Ja, das stimmt. Als die Love Parade explodierte ist man dann ja auch zur Goldelse.
Ein weiterer Vorteil war, glaube ich, dass durch den Zug alle in Bewegung waren und das zumeist in dieselbe Richtung. |
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@Magda: "Es scheint schon so, als hätten die Veranstalter sich einfach vertan mit der Organisation." Schon am Dienstag berichtete derwesten.de: " Eine Million Raver werden zur Loveparade erwartet. Doch das Party-Gelände kann maximal die Hälfte zeitgleich aufnehmen." Und weiter: "Es sei zwar nicht auszuschließen, dass der Zugang während der zehnstündigen Veranstaltung kurzzeitig gesperrt werden müsse, aber derzeit gehe man nicht davon aus. Und wenn der Fall doch eintrete, 'dann haben wir ganz unterschiedliche Maßnahmen, mit denen wir das problemlos steuern können', verspricht der Sicherheitsdezernent".
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der Link dazu: tinyurl.com/3x5yjk2
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es gab Leute, die eine Vorahnung hatten: twitpic.com/289wsj / via twitter.com/DWDL
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Ja, das ist in den ersten Kommentaren auch schon deutlich geworden. Die haben sich offensichtlich verschätzt.
Wirklich tragisch und - sicher mal wieder - vermeidbar |
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Das ist ja furchtbar!
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Wer in diesem gottverdammten Land mit dem falschen Reifendruck aus der Garage fährt, der muß aufpassen, daß ihn nicht innerhalb der nächsten halben Stunde das SEK präventiv wegen Gemeingefährlichkeit aus dem Fahrzeug snipert.
Andererseits scheint's aber völlig problemlos möglich zu sein, eine Million Menschen auf einem Areal zu versammeln, das für höchstens die Hälfte davon ausgelegt ist und darüber hinaus auch nur über einen einzigen (!) Zugang erreich- und verlassbar ist. Ich habe den Eindruck, daß man hier auf allergrößter Skala verarscht wird. |
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War's je anders mit der Verarsche?
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Sehr geehrter J.A.-P.,
sagt Ihnen der Begriff Kollusion etwas? Zwischen Veranstalter und "öffentlicher Hand" in Form der div. Dezernate auf der Jagd nach Gewerbesteuer? Tom Strohschneider hat dazu gebloggt und einen ersten Hintergrund geliefert. Ich hätte gern den Namen des Leiters des Amtes für öff. Sicherheit und Ordnung. |
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Lieber ed2murrow,
ich habe das sehr zweifelhafte Glück, immer irgendwo in der Nähe zu sein, wenn irgendwo etwas passiert; allerdings nie als Betroffener, sondern immer als Zeuge des Geschehens. Ich könnte ich Ihnen hier manche Begebenheit aus meiner aktiven Feuerwehrzeit schildern — tue das aber nicht, sondern halte hier nur die Quintessenz fest, daß für mich der Spaß da aufhört, wo Menschen ganz un-abstrakt zu Schaden kommen. Das geschieht meistens unter so grotesken, weil tragikomischen Bedingungen, daß man's nicht glauben würde, wäre man nicht selbst dabei gewesen. Vor dem Hintergrund solcher Erfahrungen setzt bei mir 'Kollusion' wesentlich früher ein als die juristische Bedeutungskomponente nahelegt, dementsprechend halte ich es auch für mindestens fragwürdig, hier wie dort mit Konzepten wie der mittlerweile zur völligen Unschärfe inflationierten »Profitgier« (so äußerte sich ja Dr. Motte) den Ring der Auguren zu betreten. Und, liebe Titta, ganz ehrlich: Nein, ich glaube nicht, daß die Sache mit der Verarschung jemals anders war. |
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Sehen Sie, J.A.-P., heute Abend beantworten Sie selbst die Frage nach der Zugehörigkeit zum Anarchistenkreis im liberalen Sinne: Auguren. Ich erspare uns die Dividierung zwischen Vorhersage und nachträglicher Analyse, was letztlich dem Verhältnis von Darmbeschau zu Verstand entspräche. Das Agens des Profits ist ein mächtiges, ohne es nun wissenschaftlich begründen zu müssen, und ein Motiv. Um es einfach zu sagen: Gibts Geld, ist die Konsequenz egal. "Love"parade, was für ein Witz.
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Lieber ed2murrow,
ich stelle mir jetzt mal einen Augenblick lang vor, ich wäre der größte und eiskälteste Oberkapitalist im ganzen Land, der vorhat, eine Massenveranstaltung wie die hier in Rede stehende durchzuführen. Und wenn ich dann vor meiner inneren Bilanz abstreiche, ob es wohl für meinen Ertrag günstiger wäre, jetzt ein paar Penunzen einzusparen und dafür jetzt maximal möglichen Profit zu vereinnahmen, oder ob ich mir nicht eben dazu raten müßte, jetzt alles in meiner Kapazität Stehende zu tun, um den Teilnehmern den Aufenthalt auf meiner Veranstaltung so sicher und komfortabel wie möglich zu machen, diese Teilnehmer dafür dann aber auch noch in (1, 2, ..., n) Jahren noch schröpfen zu können, weil sie so gern und bereitwillig auf meine Festivität kommen, dann ist meine Oberkapitalistenbilanz jedenfalls sonnenklar. |
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Lieber J.A.-P.,
Sie sparen die Poetik aus: Kapitalist reimt sich auf Optimist. Das ist seine Stärke und Schwäche zugleich. |
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Da mögen Sie gar nicht unrecht haben, lieber e2m. Aber wie schrieb schon Karl Popper? »Ich bin Optimist, der nichts über die Zukunft weiß, und der daher keine Voraussagen macht.«
Weder gute noch schlechte, sondern keine Voraussagen. |
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Na endlich, doch ein Quantum Fatalismus. DAS nenne ich Fortschritt.
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Von wegen, mein Lieber. Wenn nichts, was die Zukunft anlangt, sicher ist, dann ist grundsätzlich alles möglich.
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wollte er - hoffentlich gehts ihm gut
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Wollte er nicht, weil er ja schon so ein alter Knochen sei, wie er meinte. Wir können also beruhigt sein.
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@Leif Miles, Kalle Wirsch, Titta
Es berührt mich, dass Ihr da sogar an mich gedacht habt. Danke für Eure Besorgnis. Ich war aber wirklich nicht da, auch wenn das das mit dem alten Knochen vielleicht ein wenig übertrieben war. Schrecklich, was da passiert ist. Über Ursachen kann man natürlich auch schon zum jetzigen Zeitpunkt nachdenken, aber es bleibt die Forderung nach einer lückenlosen Aufklärung des tragischen Geschehens und es muss auch Alles für die Angehörigen der Verstorbenen sowie für die überlebenden Opfer und deren Angehörigen getan werden! Aufgefallen ist mir persönlich aber auch, dass man das die Parade mit der Verlegung auf das Gelände des alten Güterbahnhofs sehr steuern und kontrollieren wollte. Das ist ja wohl sehr tragisch daneben gegangen! Wodurch und warum muss unbedingt geklärt werden. Herzliche Grüße rr |
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Wat is also die Konsequenz?
Na das dit wieder nach Berlin muss, is doch janz klar. Wir ham dit Knoff-Hoff dafür. Auch wenn zum Schluss ein Großteil der Besucher Touris waren, weil die sogenannte "Szenegänger" aka Bar25, Watergate und Berghainbesucher diesen Kommerz restlos verachtet. Seelenlos produzierte Technomassenware ist nunmal verpönt. Das Austerben der Clubs und schrumpfen der Szene ist bemerkenswert, wenn man das vergleicht mit dem Höhepunkt der Technobewegung, da werden Erinnerungen wach... |
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Nachdem der Komerz die Technoszene übernommen hatte- errinnern
wir uns an das materielle Problem der Müllentsorgung nach der Fete auf dem 17.Juni - war eine Entwicklung wie jetzt nicht mehr abzuwenden. Der Sponsor hat sicherlich im Ruhgebiet in den vergangenen Jahren daran verdient und sich bei der Duisburger Sicherheitskonzeption durchgesetzt - oder ist das Innenministerim für die Sicherheit nicht verantwortlich ?? Das Massenfeiern Junger Menschen kann dem Komerz nicht überlassen werden !! Wozu zahlen wir Steuern ? Der Gewinn gehört dem Veranstaltern, die auch am Alkohol ..... verdienen werden die Versorgung und Betreuung bezahlt dann die Gesellschaft |
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Bestürzend und traurig. Es tut mir für die Opfer des Unglücks und deren Angehörigen sehr leid! Das muss wirklich ganz gründlich aufgeklärt werden!
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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