Magda

Mal sehen

26.11.2009 | 13:18

Wenn Gott nicht funzt - Wort für den Tag

Wenn ich auf dem Weg zum Donnerstagssport. bin, frage ich mich, ob ich nicht überhaupt nur wegen des morgendlichen einstündigen Wanderweges über die Heinersdorfer Brücke - heute unter einem blau-rosa-gelb hell werdenden Himmel - in die Schönhauser eile.

Wie immer hatte ich auf dem Weg den mp3-player mit und spielte mindestens viermal hintereinander "Le jeune facteur" von Georges Moustaki. Hat dieser Hang zum mehrmaligen Abspulen oder Abspielen was mit meiner religiösen Erziehung zu tun?, fragte ich mich plötzlich ernsthaft. So eine Art Trivial-Rosenkranz mit immer dem selben Gesang?  Nicht ganz, denn die Lieder wechseln nach meinen Stimmungen. Heute passte "Le jeune Facteur, der "perdu dans le ciel bleu" ist gut. Und auch: "L'hiver a tué le printemps, Tout est fini pour nous deux maintenant." Zutreffend, zutreffend. Aus Gründen.

Bestimmte Neigungen zu bestimmten Liedern haben immer einen tieferen Sinn.

Nach einer Weile fiel mir noch ein, dass die Menschen sich ihre eigene Spiritualität mixen und herstellen und dies je weniger davon in den christlichen Kirchen anzutreffen ist.

Einen ganz schwerwiegenden Grund für den Hang zum Eigenmix hatte ich ich morgens auf Deutschlandradio gehört. "Das Wort zum Tage", heißt die Sendung und weil ich zeitig auf war, lief sie mir - wie öfters - unter.

Heute meditierte ein katholischer Pfarrer namens Sinnhuber (mit so einem Namen ließen sich treffliche Scherze machen, ist aber journalistisch bää) anhand eines persönlichen Erlebnisses über Gottes Gerechtigkeit. Er unterlegte das mit einer Episode aus seinem Leben und allerlei Beispielen darüber. Und dann tat er noch eine Aussage darüber, wie Gottes Gerechtigkeit funktioniert. Wirklich, er sprach übers Funktionieren. Da war es wieder, dieses Telefonieren mit dem lieben Gott.

In dieser Sprache zu den Leuten reden, ist nach einem Zeitgeist reden,der nicht von Gottes Geist angefüllt ist, sondern vom Hecheln nach Anbiederung.

Der nächste, ganz schräge Gottesmann wird auf Gott 2:0 dann wahrscheinlich fragen: Welche tools habe ich, wenn Gott nicht gerecht funzt.

Vor einer Weile hatte ich mich schon einmal aufgeregt , als nämlich eine wackere Predigerin ihren Sermon - und das noch im schönsten rheinländischen Dialekt - mit der bewegenden Botschaft begann: "Auch Jesus kam in die Pubertät". Ab da war ich voll erheitert und erbost, wechselweise und grübelte über Jesus* Pubertät nach: Wahrscheinlich wurde er ungebärdig und begann zu onanieren.

Das ist das Verhängnis am chrislichen Glauben, dieses sich einen Jesus runterholen auf die Erde, damit der Mensch endlich zu Gott wird.

Gegen solche Trivialitäten hilft wirklich nur ein selbst gezogener Rosenkranz-Singsang. Genau - darum musste jetzt - ebenfalls aus gegebenem Anlass mehrfach noch "Pauvre Verlaine" von Salvatore Adamo gespielt werden. Ist auch transzendental stimmend und spirituell empfehlenswert.

Die Schamanen - sie wussten mit ihrem Singsang mehr über Transzendenz zu verkünden, als diese "Gott für den praktischen Alltags"-Schwätzer.

Na, ist doch wahr.

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Deaktivierter Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 13:32
Ein onanierendes Jesus-Knäblein, Magda!!! Blasphemie ist doch ein Straftatbestand, oder haben sie uns das in der dadader nur eingetrichtert, um die beerdee schlechtzumachen? - Ich habe hinter vorgehaltener Hand mit vorsichtig sich umschauenden Augen innerlich gelacht. (Wer weiß denn, ob der Typ mit den coolen schwarzen Klamotten und dem schmalen weißen Kragen da hinten nicht im Auftrage des Herrn unterwegs ist...) - Oh, ich muss Schluss machen, er geht in meine Richtung! Bis später...
Magda schrieb am 26.11.2009 um 13:34
"mit den coolen schwarzen Klamotten und dem schmalen weißen Kragen" - Die lachen selbst über sowas. Fürchtet Euch nicht, mein Freund. Ich bin auch katholisch.

Danke fürs Lesen.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 13:50
Katholisch, ich weiß, du hast berichtet. - Ich selbst kommen aus einer eher bis sehr reformatorischen Gegend, wo die Hugenotten erst vor gut 300 Jahren die Reste slawischen Heidentums ausgetrieben haben. Aus Rache haben dann die von Osten anstürmenden slawischen Horden vor gut 60 Jahren damit begonnen, den Protestantismus gegen den Lenininismus zu ersetzen. Vor fast 20 Jahren setzte dann eine weitere Gegenreformation ein. Wenn die endlich beendet ist, gehts wieder bergauf, sagt meine Mutter immer.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 13:35
ed2murrow schrieb am 26.11.2009 um 13:45
Sehr geehrte Madge,
hier bei mir wird aus grauer Vorzeit die Geschichte des damals neuen Pfarrers kolportiert, einem Bär von einem Mannsbild. Als es um die Feldweihe ging, habe vor einem bestimmten Acker "da Mesner" sehr fürsorglich darauf hingewiesen, dass dieser wegen der Kargheit besonders viele Gebete benötige. Der Pfarrer: "Do huift koa betn, bloß a Mist". Wenn der von Himmel und Hölle predigte, stand die Kirchengemeinde stramm und kniete dann in echter Demut nieder. Religion ist etwas sehr menschliches, man muss nur wollen.
Ihr e2m
Knüppel schrieb am 26.11.2009 um 13:53
Hallo Magda,

als ich mich hier soeben einloggte, war Dein Beitrag ganz oben in der Reihe der "Neuen Blogs" und ich lese mit aufgerissenen Augen: "Wenn Gott nicht furzt - Wort für den Tag" ...

Gott (oder wer auch immer) sei Dank, das hast Du nicht geschrieben :-)

Das Wort "funzen" ist hier nicht so gebräuchlich (extrem weit im Westen der Republik, wo ich lebe), also schaute ich 'mal im Internet nach. Besonders originell fand ich die Definition unserer österreichischen Freunde:
"Funzen, die (...)unangenehme, dumme Frau", Link: www.ostarrichi.org/wort-873-at-Funzen,+die.html

An anderer Stelle hieß es dann: "Für diesen Eintrag gibt es noch keine Belegstellen und somit keinen Beweis, dass das Wort 'funzen' auch in Sprache und Schrift existiert ...", Link: de.wiktionary.org/wiki/funzen

Und an wieder anderer Stelle wurde der Begriff der Jugendsprache zugeordnet. Na da sind wir beide altersmäßig ja im richtigen Umfeld :-)

Gruß ins "funzende" Bln.
SP
Magda schrieb am 26.11.2009 um 15:19
Funzen - ein Begriff, der in der jungen IT-Szene öfters vorkommt. Nur daher kenne ich ihn. Manche schreiben aber auch: Das funxt nicht, wenn sie meinen, das was nicht funktioniert.

So hängt das zusammen und mit der herrlichen Wendung, wie Gottes Gnade funktioniert. Deshalb.
oranier schrieb am 26.11.2009 um 13:58
Liebe Magda,

ein flott geschriebener und sinnreicher Text, den ich ebenso mit Interesse verfolgt habe wie den über Zenzl Mühsam. Wo ich mich nachträglich für die Information und die Initiative bedanke.

Leider komme ich nicht dazu, täglich ein bis zwei Blogs von einer Autorin zu lesen, sondern lese und kommentiere kursorisch mal hier, mal da. Du musst dich also nicht fürs Lesen bedanken.

Übrigens: die unterschiedlichen Melodien stehen ja nicht im Gegensatz zu dem Rosenkranz, da gibt es ja auch den glorreichen, den schmerzreichen, den lichtreichen, den freudenreichen, oder so ähnlich hab ich das in Erinnerung. Unterschiedliche Melodien also zum gleichen Text, wenn man so will.

Über die Frage: Transzendenz vs. Gott im Alltag würde ich gerne Kommentare von Kundigeren und Erfahreneren lesen. Mal gespannt.
Grüße
oranier
Magda schrieb am 26.11.2009 um 19:31
"Beider komme ich nicht dazu, täglich ein bis zwei Blogs von einer Autorin zu lesen, sondern lese und kommentiere kursorisch mal hier, mal da. Du musst dich also nicht fürs Lesen bedanken."

Danke fürs Lesen. :-p
oranier schrieb am 26.11.2009 um 20:13
hübsch gekontert! Ebenfalls danke!
Rahab schrieb am 26.11.2009 um 14:00
und wie das wahr ist!

die gattin des probstes zu Jerusalem sagte mal: wir beten auch nicht jeden tag vorm essen. ...und, manche männer bezeichnete sie als "küchenknutscher" - das wort steht auch nicht in den evangelien.
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 14:26
küchenknutscher?
mir erschließt sich der sinn nicht auf anhieb. was meinte sie?
Rahab schrieb am 26.11.2009 um 15:31
vielleicht jungs, die gern die sitzecke knutschen? vielleicht aber auch die, welche lieber in selbiger die dame des hauses knutschen? vielleicht auch noch ganz was anderes? - wie gesagt, der ausdruck ist biblisch nicht verbürgt!
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 15:44
:-)
Streifzug schrieb am 26.11.2009 um 14:23
A daughter of Hope and Fear, explaining to Ignorance the nature of the Unknowable.

"What is your religion my son?" inquired the Archbishop of Rheims.

"Pardon, monseigneur," replied Rochebriant; "I am ashamed of it."

"Then why do you not become an atheist?"

"Impossible! I should be ashamed of atheism."

"In that case, monsieur, you should join the Protestants."

Ambrose Bierce, The Devil's Dictionary
Ehemaliger Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 20:30
Ne, ne, die Protestanten haben in Nimes, nicht in Reimes, gelebt. Ist übrigens ein gutes Beispiel vom Religionskrieg im vor-revolutionären Frankreich.
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 14:25
hallo Magda,

du rettest mich über die Mittagspause und darüber hinaus noch über das undefinierbare unter der senfsauce.

"Hecheln nach Anbiederung"

wieder ein begriff, der treffend einen menschlichen zustand beschreibt. "Übertragungswut" von dir konnte ich kürzlich in einem gespräch gut einsetzen.

ich glaube an gott und bin wahrscheinlich damit in einer minderheit, aber ich finde alles institutionalisierte wahnsinnig anstrengend und weg vom glauben. besonders die gottgeweihten auserwählten haben nix besseres zu tun, als anderen vorzubeten, wie sie etwas zu verstehen, zu machen haben.
Magda schrieb am 26.11.2009 um 15:23
Mein Guter, Dich rette ich immer gern.

Nebenher: Ich glaube auch an Gott. Und manchmal ist mir der "unchristliche" Monotheismus viel lieber, als dieses Gezerre an Gott, bis er - in Form von Jesus - unten aufschlägt.

Gott ist groß - und Ende. Wer dann sein Prophet ist, das ist eine andere Frage. Wäre viel einfacher.
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 15:48
aber dann würde der papst von harzt IV leben und damit kann man sich keine roten lackschuhe leisten.

aus meiner sicht ist es nicht logisch über dinge zu streiten, die sich nicht beweisen lassen.
am ende gibt es im tod gerechtigkeit, der tod ist demokratisch, jeder wird sterben.
und dann hat jede und jeder die antworten, wozu das hiesige versauen wegen dem jenseitigen.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 20:33
Der schlägt nicht auf diesem Planet auf, nicht 'mal mit roten Lackschuhen ;-), weil er ganz leise schon da ist...
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 19:03
Hallo Magda!

ich höre diese Sendung auch immer, meistens morgens im Bett. Ich mag den Sender, höre fast nur DR, und die "Ortszeit" besonders, aber bei dem Wort zum Tage muss ich häufig wegzappen. Das kommt mir häufig so salbadernd vor. Nichts gegen eine kleine Besinnungsminute am Morgen, aber muss das immer so pastoral sein?

Ich habe mal eine Sendung über Pastorenschulungen durch einen Coach gesehen. Der wollte Ihnen diesen pathetischen Ton austreiben. Dafür mussten sie dann dreimal durch die ganze Kirche rennen (!). Dann standen sie schnaufend vorm Altar, sprachen ihre Predigt neu - und dieses Weihevolle war weg, gottlob.

Das sollte man mit diesen Pastoren auch mal machen. Dreimal den Sendeflur auf- und ab. Aber dieses Vermischen, dieses Ich-weiss-wie-Gott-es-meint-aber-auch-was-Du-brauchst, ist auch schlimm.

Anna
Rahab schrieb am 26.11.2009 um 19:12
Anna! willst du damit etwa sagen, ER wüßte das nicht? du schockierst mich!
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 19:20
Keine Bange, Rahab! Ich war nur nicht genau genug: Das "ich weiss was Du brauchst" bezieht sich auf den Radio-Pastor, der ev. meint zu wissen, was der Hörer braucht, um mit Gott in Kontakt zu kommen - oder "in touch", wie er es, um Magda hier zu folgen, heute wahrscheinlich ausdrücken würde.
Rahab schrieb am 26.11.2009 um 19:24
na, dann bin ich ja beruhigt. dachte schon, ich müßte mich heute nacht für dich mitflagellieren
Magda schrieb am 26.11.2009 um 19:34
"ich müßte mich heute nacht für dich mitflagellieren"

Oh, Du flagellierst Dich, hechel hechel. Interessante Anwendung, dieses flagellieren. Man hebt die Flagge - möglichst ne große Nation - und dann geht das los, dann flagelliert das einen, man kommt in eine neue Welt, ganz flaglos.

Na, is schon gut - hübsche Debatten führt Ihr hier. Danke.
Rahab schrieb am 26.11.2009 um 19:40
du bist aber genau heute! also gut... mitgeisseln, die besondere form der sippenhaftung...
bevor du fragst. ich meine 'natürlich' die menschheizfamily
Deaktivierter Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 19:43
in flaggellanntree erwischt?
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 19:59
@Magda:

Mein Lieblingslied von Mustaki ist "Nicola and Bart." Schöne Melodie.
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 20:01
Merde! "Moustaki" natürlich.
Magda schrieb am 26.11.2009 um 20:09
Merde! "Moustaki" natürlich.

Gar nicht - Das heißt Moussaka. Aber ich mag das "Sacco und Vanzetti-Lied" auch gern. In allen Fassungen.

Siehste, wieder einer mehr. :-))

@ poor - Danke Dir.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 20:21
Nicola & Bart ist aber gar nicht von olle George, sondern von Morricone und Joan Baez, wusstet Ihr das?

Ich hab GM ein einziges Mal erlebt, nämlich in Südfrankreich in diesem pittoresken Moliere-Städtchen, wie heißt das noch? Es war eines der schönsten Konzerterlebnisse, die ich überhaupt je hatte, erstens wegen meiner Begleitung, zweitens natürlich wegen dem alten Grauhaupt, aber besonders wegen der ortstypischen Konzertatmosphäre, ein Saal, bestückt mit primitiver Bestuhlung, voller Menschen aller, buchstäblich aller Altersgruppen, die alle mitsingen!!!
klara schrieb am 26.11.2009 um 20:24


il y avait un jardin (g. moustaki)

C'est une chanson pour les enfants qui naissent et qui vivent
entre l'acier et le bitume, entre le bton et l'asphalte,
Et qui ne sauront peut-tre jamais
Que la terre tait un jardin.

Il y avait un jardin qu'on appelait la terre.
Il brillait au soleil comme un fruit dfendu.
Non, ce n'tait pas le paradis ou l'enfer
Ni rien de dj vu ou dj entendu.
Lalala, lalala, lalala

Il y avait un jardin, une maison des arbres,
Avec un lit de mousse pour y faire l'amour
Et un petit ruisseau roulant sans une vague
Venait le rafrachir et poursuivait son cours.
Lalala, lalala, lalala.

Il y avait un jardin grand comme une valle.
On pouvait s'y nourrir toutes les saisons,
Sur la terre brlante ou sur l'herbe gele
Et dcouvrir des fleurs qui n'avaient pas nom.
Lalala, lalala, lalala.

Il y avait un jardin qu'on appelait la terre.
Il tait assez grand pour des milliers d'enfants.
Il tait habit jadis par nos grands-pres
Qui le tenaient eux-mmes de leurs grands-parents.
Lalala, lalala, lalala.

O est-il ce jardin o nous aurions pu natre,
O nous aurions pu vivre insouciants et nus?
O est-il ce jardin toutes portes ouvertes,
Que je cherche encore mais que je ne trouve plus?
Lalala, lalala, lalala.
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 20:35
@meisterfalk:

Das klingt wunderbar, kann ich mir richtig vorstellen... südfranzösisch eben. Ist ja noch mal was anderes... Und wie hiess nun das Städtchen?

Ich wusste, dass Joan (Baez) das singt. Aber von GM mochte ich das immer lieber. Dann kennst Du auch von GM "Non, je ne suis jamais seul ... avec ma solitude..."

Anna
Magda schrieb am 26.11.2009 um 20:37
@meisterfalk - "wusstet Ihr das?"

Ja, ist aus dem Film. Moustaki hats nur nachgesungen.

@ klara - danke für den Musiklink.
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 20:39
... ist ja noch mal was anderes als Nordfrankreich, wollte ich sagen. Nicht, dass es wie eine Plattitüde klingt.

Es gibt da auch ein sehr schönes Buch, wie ich finde, was von Südfrankreich und den Menschen da erzählt, by the way:

"Ich sehe was, was Du nicht siehst", von Birgit Vanderbeke. Ihr bestes Buch, den Rest mag ich nicht so. Aber dieses ist geradezu .... verzaubernd.
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 20:43
@meisterfalk:

War das Pézenas im Languedoc?
Deaktivierter Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 21:41
Ja, wo Du es sagst, ich hätte erst den Atlas...nee, rumgoogeln müssen. Ist wirklich ein schönes Städtchen. Wir waren im März da, also war es auch ziemlich ruhig.
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 21:49
Ich kenne das Languedoc, weil ich einmal in Carcassone war. Der neue Peugeot 206 war es, glaube ich, der sollte von Journalisten getestet werden. Da waren wir in dem Schloss untergebracht... sehr edel, sehr schön. Am nächsten Tag bin ich dann mit diesem neuen Autochen durch die Landschaft gefahren, endlose Alleen mit Sonnenblumenfeldern rechts und links, stille Orte mit alten Bäumen. Die Atmospäre habe ich nie vergessen.

Nur der Kollege von einer Autozeitung, mit dem ich mir den Wagen teilen musste und der immer: "Schneller! Schneller!" rief - der nervte.
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 21:49
Ich kenne das Languedoc, weil ich einmal in Carcassonne war. Der neue Peugeot 206 war es, glaube ich, der sollte von Journalisten getestet werden. Da waren wir in dem Schloss untergebracht... sehr edel, sehr schön. Am nächsten Tag bin ich dann mit diesem neuen Autochen durch die Landschaft gefahren, endlose Alleen mit Sonnenblumenfeldern rechts und links, stille Orte mit alten Bäumen. Die Atmospäre habe ich nie vergessen.

Nur der Kollege von einer Autozeitung, mit dem ich mir den Wagen teilen musste und der immer: "Schneller! Schneller!" rief - der nervte.
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 21:49
Ich kenne das Languedoc, weil ich einmal in Carcassonne war. Der neue Peugeot 206 war es, glaube ich, der sollte von Journalisten getestet werden. Da waren wir in dem Schloss untergebracht... sehr edel, sehr schön. Am nächsten Tag bin ich dann mit diesem neuen Autochen durch die Landschaft gefahren, endlose Alleen mit Sonnenblumenfeldern rechts und links, stille Orte mit alten Bäumen. Die Atmosphäre habe ich nie vergessen.

Nur der Kollege von einer Autozeitung, mit dem ich mir den Wagen teilen musste und der immer: "Schneller! Schneller!" rief - der nervte.
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 21:50
Jetzt ist es wieder passiert. Hilfe! Technik! Magda, ehrlich, ich kann nix dafür!!
Magda schrieb am 26.11.2009 um 22:57
Wofür kannst Du nicht, wofür bloß Ach ja für das Languedoc.
Übrigens der Vater meines Bruders ist ein Franzose aus Montlucon. Meiner ein Elsässer. French patchwork.
Aber mein französisch ist - für ...naja.

Je t'aime und so. Alles andere muss ich mir auch erst erschließen.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 27.11.2009 um 07:09
@ Magda
Na, da bin ich hier ja nicht die einzige mit französischen Ahnen.
Alberner Weise haben meine Eltern 2 Religionen. Mein Vater ist katholisch. Sehr konservative Familie. Meine Mutter protestantisch. Ebenfalls sehr konservative Familie.Bei den Kirchgängen und dem Umgang mit Kirche, Glauben & Alltag, setzte sich meine katholische Familie durch. Für mich hatte das den Nachteil, dass ich den protestantischen Glauben erst mit 12 Jahren kennengelernt habe und der mir bis heute fremd geblieben ist. Leider bin ich ja auch kein vollwertiges Mitglied in der katholischen Kirche.
Ab und zu hatte ich Anläufe genommen um zu konvertieren. Das ist gar nicht so einfach. Aber es gab und gibt mir immer wieder die Gelegenheit sehr interessante Gespräche z.B. mit dem Inselpfarrer zu führen. Für die protestanische Gemeinde bin ich nicht zu gewinnen.
h.yuren schrieb am 27.11.2009 um 11:02
und warum müssen nun die ziegen statt der flaggen dran glauben, rahab?
poor on ruhr schrieb am 26.11.2009 um 20:05
Guter Blog. Danke.
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 20:50
bei so viel schöner musik auf französisch möchte ich wieder richtig französisch lernen, obwohl auch mit schulfranzösisch oder auch nur vom hören, sehr schön
konfusius schrieb am 26.11.2009 um 23:31
sich einen Jesus runterholen ... was der Herr Freud wohl dazu sagen würd.
Magda schrieb am 27.11.2009 um 09:19
"sich einen Jesus runterholen ... was der Herr Freud wohl dazu sagen würd."

Genau an Freud habe ich bei meiner Wendung gedacht. Ich dachte, das springt ins Auge.
archinaut schrieb am 26.11.2009 um 23:47
... ob Gottes Gerechtigkeit funzt, darüber mag ich mir kein Urteil erlauben, aber ich vermute stark, dass die Gerechtigkeitsherstellung eine Aufgabe für uns Menschen ist.... also vielen Dank für den Text, liebe Magda.
h.yuren schrieb am 27.11.2009 um 11:19
gute gepredigt, liebe magda. ich halts mit meisterfalks mutter.
ChristianBerlin schrieb am 28.11.2009 um 10:08
Wolfgang Mosebach hätte es kaum besser sagen können. Auch als säkularisierte Spiritualität typisch katholisch und mir deshalb unsympathisch. Das Frappierende ist nur, dass das Thema des Themas vor lauter Liturgie - ob lateinisch oder französisch - völlig verschwindet. Über die existenzielle Krise kann man mit passendem Traditionsgut wunderschön hinwegsingen. Bei manchen Seelen klappt das und reicht vollkommen zu. Nur leider nicht bei allen. Die werden dann wohl Protestanten und protestieren immer nur, statt *freu* einfach mal mitzumachen und mitzusingen.
Magda schrieb am 28.11.2009 um 11:45
Also Wolfang Mosebach - das ist ja nicht meine Liga, der sagt so was viel gepflegter.

"Über die existenzielle Krise kann man mit passendem Traditionsgut wunderschön hinwegsingen. Bei manchen Seelen klappt das und reicht vollkommen zu"

Ja, finde ich auch. Nichts geht über
"Großer Gott wir loben Dich" Beir mir haut das eben hin.
- ich bin eben seelisch kein Premiumtyp mit spiritueller Extrazuteilung.
Aber muss laut sein und darf nicht so "schleppen", wenn dann die Orgel immer voran tönt.

oder auch: "Eine feste Burg ist unser Gott" -na das ist ja eher für die Protestanten.

Danke - auch an h.yuren fürs freundliche Lesen.
Lethe schrieb am 02.12.2009 um 13:59
es steht zu befürchten, dass die interpretative Umdeutung des Lebens, des Universums und des ganzen Restes, die notwendig ist, damit Gott im Leben funzt, zu viel für meinen Spiritualitätskoeffizienten ist, transzendendös stimmende Musik aus Frankreich oder der christlichen Urzeit hin oder her^^

wie sagte ein früherer Lieblingsautor einmal? "Der Weg endet in der Petersilie"^^
Magda
Ort:
Berlin
Mitglied seit:
3 Jahre 14 Wochen
Zuletzt aktiv:
20.05.2012
Status:
Publizistin
Aktivität:
Beiträge: 567
Kommentare: 9344
Mein Projekt:
Mein Web:
Logbuch
22:48
Georg von Grote hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:45
anne mohnen hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:44
ideefix hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:43
DandelionWine hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:42
oi2503 hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG