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Liebe Community,
als ich vor etwa einem halben Jahr per Zufall von Charlotte Roches neuem Buch las und den Titel Schoßgebete ins Community-Büro hinein verkündete, fingen wir alle gleichzeitig an zu lachen und riefen laut aus: das lesen wir mit der Community!
Mit der Sendung Fast Forward schuf Charlotte Roche seinerzeit eine grandiose Insel im bereits recht nervigen Musikfernsehen: eine eigenartige Frau, die – für meist dufte Musik – noch eigenartigere Moderationen bewerkstelligte, für die man sich anfangs immer ein wenig fremdgeschämt hat, aber eigentlich wäre man selber gern so plemplem gewesen.
Das obige Foto entstand 2007, als ich eine Lesung besuchte, während der Charlotte Roche gemeinsam mit Christoph-Maria Herbst aus der Doktorarbeit Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern (PDF) von 1978 vortrug. Der Abend war ein bisschen eklig, aber vor allem sehr, sehr lustig, was wiederum den beiden Vortragenden hoch anzurechnen ist.
Erneut erstaunt hat sie mich, als ich sie in der Hauptrolle des Films Eden sah – Moderatoren sind schließlich nicht automatisch zum Schauspiel befähigt – zumal sie zwar ihre Rolle verkörperte, aber dennoch auch noch Charlotte zu bleiben schien. Und ich liebte den Piloten zu einer von ihr moderierten Sendung, während der sie mit Prominenten (unter anderem Roger Willemsen) Wahrheit oder Pflicht spielte und die leider niemand haben wollte – produziert von (har!) Punani-Enterprises.
Dann kam Feuchtgebiete. Wie man aufgrund meiner vorangegangen Zeilen bereits ahnen kann: Ich liebte Charlotte. Also ging ich davon aus, dass mir das Buch gefallen würde. Trotz der Provokationen, trotz des Aufruhrs, trotz allem. Doch ich ertrug es kaum und zog man die ganzen Fäkalsachen ab, so blieb aus meiner Sicht eine all zu banale Scheidungskindgeschichte übrig, die mich nicht einmal bis ans Ende des Buches tragen konnte.
Ich war sauer auf Charlotte. Weil ich von ihr genervt war, obwohl ich das doch eigentlich nicht wollte. Seither bin ich ihr weiträumig aus dem Weg gegangen, habe ihr ab und an dabei zugeschaut, wie sie die Sendung 3nach9 moderierte und mich auf diesem Weg nach und nach wieder mit ihr versöhnt.
Und jetzt Schoßgebete. Der Titel passt ja ganz gut zu all den anderen im Lendenbereich angesiedelten Stationen in Charlotte Roches Vergangenheit. Natürlich habe ich ein wenig Angst, das Buch könnte einen neuen Bruch zwischen uns hervorrufen. Vielleicht genügt es bei Missgefallen dann aber auch einfach zu sagen: Okay, dann mag ich eben nicht, was sie schreibt, aber alles andere, was sie sonst so macht, denn davon gibt es ja schließlich genug.
Damit ich nicht alleine lesen muss, habe ich ein paar Exemplare vom Verlag erhalten. So können wir uns gemeinsam hindurchwagen. Wer also möchte, melde sich bitte bei mir bis am kommenden Montag per Mail (maike punkt hank ät freitag punkt de), an dem Tag werde ich die Bücher verschicken und dann kann es losgehen. Ich freu mich auf die Post!
Ich möchte allerdings noch anmerken, dass das Buch eindeutig pornografische Inhalte hat und so vermutlich nicht für jeden Leser und jede Leserin geeignet ist.
Damit die Diskussionen in den nächsten Wochen nicht aus dem Ruder laufen, werde ich auf alle Kommentare unter den Texten ein besonderes Auge haben und eingreifen, sollten dort die Dinge aus dem Ruder laufen.
Und nun auf mich mit Gebrüll!
Herzlichst,
Maike
Postscriptum
Hier haben wir vorgestern nicht schlecht gestaunt:

<3
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Ach, lieber GEBE, sind wir es denn nicht selbst, sobald wir ein solches Urteil über jemanden zu Protokoll geben? Wir reden ja nun über eine Person aus unserem kulturellen Kontext und müssen ihre Beiträge auch nicht goutieren. Ich zumindest beobachte die ›Performance‹ der Charlotte Roche mit mehr als Interesse und nicht selten im Hinblick auf die hübschen Wellen, die ihre Bücher im weiten Feld des gesellschaftlichen Teiches erzeugen.
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aber aber Vadis!
Gebe meint doch das bedauernswerte geschöpf, das die einzigen zeitungen, die wir lesen, wegräumen muß. |
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... taz könnte sein, Rahab
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Man könnte nun fast drauf wetten, dass hier das Le©ktorat vom ›Stoßgebet‹ weg interveniert hat.
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Schlüpfer-Feeling
M.W. schreibt Charlotte Roche an einer Trilogie. Das erste Buch heißt "Feuchtgebiete", das zweite, wie oben erwähnt, "Schoßgebete" (wobei es hier zwischen Verlag und Roche zu einer längeren Diskussion gekommen sein soll, ob nun "Schoßgebete" oder "Stoßgebete" passender wäre). Und das dritte, bisher nur vage angedachte Buch, soll den vorläufigen Arbeitstitel "Nasen. Scheide. Wand." tragen. - Als Co-Moderatorin neben Giovanni di Lorenzo fand ich sie allerdings eher ein wenig verklemmt, gar nicht schlagfertig und ihre Stimme erinnerte mich eher an das Gejohle auf dem Pausenhof unserer hiesigen Kita. |
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Merkwürdig, dass nur noch ein Clip mit CR im 3nach9-Archiv zu finden ist. Aber sicherlich nicht unsensibel, wie sie ihr Interim absolviert.
www.radiobremen.de/fernsehen/3_nach_9/archiv/dreinachneunarchiv100.html?sendedatum=2009t09t11 |
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Das Schlingensief-Interview hat mich damals vor dem Fernseher zum Weinen gebracht.
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Hmh!
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schrieb am
12.08.2011 um 10:30
Ich fand' Feuchtgebiete ziemlich langweilig, das Interview aber toll.
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Der "Schlingensief-Nachlass-Film" ist auch sehr berührend. Überhaupt - so (relativ) jung zu sterben, ist schon schwer zu ertragen. Und dann auch noch - fast makaber - an Lungenkrebs, obwohl Schlingensief nie geraucht hat.
Manchmal fragt man sich schon, ob die Überwachungskamera oberhalb der Wolken wirklich richtig justiert ist. |
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@ Sarah Rudolph
Das Interview mit Christoph Schlingensief ist mir auch noch gut in Erinnerung. Es kam nicht mitleidtriefend, und doch menschlich und authentisch rüber. Zwischen den beiden war eine passende "chemische Verbindung" wie bei einem Gespräch unter Freunden. Und trotzdem fühlte man sich als Zuschauer/in nicht voyeuristisch. Ansonsten habe ich von der Charlotte nicht viel gesehen. Was ich witzig fand, ist, wie sie ihre Zahnbrücke hochschnellen und wieder auffangen konnte. |
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Gegen die alltägliche und weltweit akzeptierte Horror- und Gewaltverherrlichung in vielen Medien sind Charlotte Roches literarische Ergüsse doch nur Kinderkram. Lächerlich!
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Nach Matussekt nun Natursekt aus Träumen mit Feuchtgebeten?
Nee, lieber Schlitz Bier und Brautigan: "Mit Liebe behandelt man keinen Freund. Das würde ich dir nicht an den Hals wünschen. Ich möchte nicht, daß deine Augen an einem Regentag vergessen werden, verloren in der bodenlosen Handtasche derer, die sich an nichts erinnern können. Mit Liebe behandelt man keinen Freund. Ich möchte nicht, daß es mit dir dieses Ende nimmt, dein Körper wie verwundeter Marmor in die Architektur derer gegossen, die Brücken aus flügellahmen Vögeln bauen. Mit Liebe behandelt man keinen Freund. Es gibt so viel Besseres für dich, als daß deine Gefühle verkauft werden - verkauft als magische Laternen an jemand, dessen Körper kein Licht wirft." |
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"Nach Matussekt nun Natursekt aus Träumen mit Feuchtgebeten?
Nee, lieber Schlitz Bier und Brautigan:" Das gibt mir zu denken, Sie haben Recht, born2bmild. Andererseits: Mit ganz ernsten Sachen sind wir auch ein bisschen gestrandet. Und auf den Schoßgebet-Hype setzen sich auch andere. Die ersten Rezensionen sind jetzt schon richtig ernsthaft und ordnen das Werk in den Kanon ein. :-)) Schön, dass wieder mal hier sind. |
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Liebeb Maike Hank,
wenn es schon einen Stoß an entscheidender Stelle versetzen soll, warum dann nicht lieber z.B. Philip Roth anbeten? |
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Lieber Uwe Theel,
da halte ich es lieber mit Bukowski, den weiter unten ed2morrow ins Gespräch brachte. Dem ist aber wie Roth etwas gemein: es handelt sich bei beiden um ältere Herren. Herzlichst, Maike Hank |
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@ Maike Hank schrieb am 12.08.2011 um 07:10
...es handelt sich bei beiden um ältere Herren. Nun, nun: Beide waren auch mal jung und ihnen müßte erst bewiesen werden, dass sie das (schrifstellerisch) immer schon, seither oder inzwischen unterschlügen oder vergessen hätten. Ich plädiere da eher für das Gegenteil. Bei C.R. hätte ich mir eigentlich die Argumentation nicht so einfach gemacht, aber wenn Sie meinen: C.R. ist nur jung, sehr jung. P.S.: s. auch: www.sueddeutsche.de/kultur/charlotte-roches-neuer-roman-schossgebete-verlogenheit-zwischen-den-beinen-1.1129744 |
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Bukowski beispielsweise hat überhaupt erst mit 40 angefangen zu schreiben. Und ich behaupte hier auch gar nicht, dass Charlotte Roche per se eine dufte Autorin ist, lediglich das Heranzitieren von (älteren) Herren, die über Sex schreiben von (älteren) Herren erscheint mir in diesem Zusammenhang einfach etwas amüant. Und so gerne ich beispielsweise Bukowski lese, so ist die Welt der Figur in Charlotte Roches Schoßgebete nun mal dichter dran an meiner. Sie ahnen vermutlich nicht, wie viele neurotische Frauen Mitte 30 ich kenne : )
Die von Ihnen verlinkte Rezension werde ich nicht lesen. Hebe ich mir alle für nach der Lektüre auf. |
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@ Maike - "so ist die Welt der Figur in Charlotte Roches Schoßgebete nun mal dichter dran an meiner. Sie ahnen vermutlich nicht, wie viele neurotische Frauen Mitte 30 ich kenne : )"
Heiliger Bimbam das hätte ich mir jetzt ver... Maike, wo verkehren Sie denn so verkehrt. :-)) Na, wie auch immer. Das Ding mit dem Staubsauger habe ich vor Jahren schon mal verlinkt. Und das Buch kriegt man in zwei Jahren im Ramsch, wenns einen dann noch interessiert. Mir fällt dabei ein alter Song ein: "Wir können alles schaffen Genau wie die toll'n dressierten Affen wir müssen nur wolln" Mir kommt das auch alles dressiert vor. |
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Ich mag neurotische Menschen ja. Sofern ihre Neurosen zu meinen passen : )
Was meinst du mit dressiert? Die Autorin? Wir, die wir das Buch lesen? |
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Wer kannte Goethe persönlich?
Hallo Maike Hank, alle Argumente leuchten ein. Irgendwie. Aber dann doch nicht so ganz. Empathie oder Verwunderung für die "wunderbare Welt der Charlotte R." können doch nicht nur Mittdreissiger-Frauen aufbringen. Sondern auch ganz junge Frauen. Und eben auch ältere Kerle. Wer dann wem die kritischen oder unkritischen Anmerkungen glaubt, kann ja offen bleiben. Ich habe die Argumentation noch nie verstanden, die da so oder so ähnlich geht: "Wann begann der 2. Weltkrieg?" fragt der Quizmaster in der Glotze. Antwort der Kandidatin (resp. des Kandidaten!): "Das kann ich nicht wissen, da habe ich noch nicht gelebt!" Wer hat denn Goethe noch persönlich kennengelernt? Zurück zum Thema. Der Bukowski-Verweis ist m.E. durchaus angebracht. Auch er hat Kraftausdrücke dort eingesetzt, wo andere sublime Sonnenblumen gepflanzt haben. Bukowski hat ein paar Jahre als Briefträger und Gelegenheitsarbeiter sein Geld verdient. Dann begann er zu schreiben. Und er schrieb, wie ihm der Schnabel gewachsen war. Geradeaus - in einer gewissen Verwandtschaft mit Henry Miller. Stille Tage in Andernach... Als die damals 17-jährige Helene Hegemann ihren Lurch in die Welt setzte, wurde sehr viel darüber diskutiert, ob sie "so viel" Passagen für ihr Buch aus dem Internet hätte abkupfern dürfen. Es gab einen Aufschrei, angeführt u.a. von Iris Radisch. Es wären dies wohl mehr oder weniger die alten Männer, die sich darüber aufregen würden! Es wäre der pure Neid auf dieses Literatur-Wunderkind! Jetzt, wo sich der Atmungsnebel in kalten Tagen gelegt hat, muss man sich fragen, wer kennt eigentlich diesen Lurch ("Axolotl Roadkill") noch? Wir alle, wenn wir uns in irgendeiner Weise der Literatur verbunden fühlen, haben diesem Buch gegenüber eine Meinung. U.U. ist das auch eine etwas drastische Meinung (es ist ja schliesslich auch ein "drastisches" Buch). Aber sie sollte nicht unter dem Aspekt gewertet werden: Das hat ein Kerl geschrieben! Und auch noch so'n alter Sack! www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-alles-nur-geklaut-05022010.html Viel Spaß beim Lesen wünscht paulart |
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Lieber paulart,
ich habe doch gar nichts gegen Bukowski. Ich habe einige Bücher von ihm zuhause und finde sie super. Aber zu sagen: 'ich brauche so was nicht, ich halte es dann lieber mit Bukowski', das war mir zu simpel. Zumal der eben eine völlig andere Welt beschreibt und eben schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat mittlerweile. Von mir aus darf das sehr gerne nebeneinander her existieren. "Axolotl Roadkill" fand ich übrigens weniger schlimm als "Feuchtgebiete", das war allerdings so geschrieben, dass ich ständig emotional völlig distanziert vom Text blieb – was ich nicht mag. |
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@ Maike Hank 12.08.2011 um 16:54
Entschuldigen Sie, Maike Hank, aber jetzt muß ich doch einmal für einen kleinen Moment wirklich ernst werden: Das Thema Alter ("ältere Männer") haben Sie und für meine Begriffe sehr und zu oberflächlich ins Spiel gebracht. Unabhängig von C.R.s Buch (seiner eventuellen Aussage) sollte klar sein, dass Sexualität sicher in verschiedenen Alterstufen verschieden erfahren wird, ob aber diese Verschiedenartigkeit literarisch je angemessen erzählt wird, mag auch am Alter (der Reife) des Autors liegen, muß es aber nicht. Wenn Bukowski erst mit 40 zu schreiben begann heißt es nicht, dass er das Empfinden eines 20-Jährigen nicht mehr hätte ausdrücken können, sie müßten es ihm schon am Text belegen. Für den Fall der C.R. (Die Junge beschreibt den Sex der Jungen) gilt dies genauso, wie die Umkehrung. Da warte ich z.B. auf Ihren Beweis am Text, dass C.R. wahrhaftig schreibt und nicht nur voyeuristisch beschreibt. Dieser Beweis mag führbar sein oder nicht, geführt wird er mit Ihrem Verweis, sie kennten genügend hoch sexualisierte Frauen um dreißig die gleichzeitig und deswegen (?) neurotisch seien (was immer diese Ballung von Gefühlswust eigentlich heißen oder gar beweisen soll) aber bestimmt nicht. P.S.: dafür dass Sie Rezensionen erst nach der eigenen Lektüre deren Gegenstandes lesen mögen, habe ich großes Verständnis, um so mehr erwarte ich persönlich dann aber "Arbeit am Text" der C.R. LG ut |
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Liebe Maike Hank,
wer hat schon etwas gegen Charles Bukowski? Niemand, denke ich. Vielleicht ein Hölderlin-Exeget bzw. -Apologet? "Schoßgebete" als Lebenserfahrung brauchen wir alle... mehr oder weniger. Lassen wir mal die Kirche aus dem Spiel (deren Vertreter haben das z.T. heimlich und verbotenerweise auf perfide Art ebenfalls versucht). Aber als Buch dient der Titel doch nur als Hinweis auf die feuchtschwülen Krankenhaus-Träume im Erstlingswerk. Natürlich hat auch Bukowski eine ganz bestimmte Lese-Erwartung erfüllt. Aber es hat in seinem Leben eben auch eine ganze Menge Aufs und Abs gegeben. Gelebtes Leben eben. Wohingegen mir "Key Vagina" etwas zu sehr mit den verbotenen Früchten wirbt, die bei der Nachbarin auf dem Markttisch liegen. "Axolotl" fand ich gar nicht "schlimm". Nur ein wenig unaufrichtig und vielleicht etwas zu konstruiert. Verzeihlich, da H.H. zu jener Zeit 17 oder 18 Jahre alt war. - So - den Bogen von den Schoßgebeten zum Bau der Mauer kriege ich nicht hin. Deshalb belasse ich es beim Datum: 13. August 1961... |
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schrieb am
13.08.2011 um 09:17
Lieber Paulart, ich mag Hölderlin - Bukowski hab' ich trotzdem gelesen...ja, das eine und das andere nicht, wieso auch nicht.
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"Was meinst du mit dressiert? Die Autorin? Wir, die wir das Buch lesen?"
Ich meine damit die Medien. Alle, alle machen mit. Und alle sagen: Bei uns ist das was anderes oder so. |
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@ Helena Neumann
Menschenbeifall Friedrich Hölderlin Ist nicht heilig mein Herz, schöneren Lebens voll, Seit ich liebe? Warum achtetet ihr mich mehr, Da ich stolzer und wilder, Wortereicher und leerer war? Ach! Der Menge gefällt, was auf dem Marktplatz taugt, Und es ehret der Knecht nur den Gewaltsamen; An das Göttliche glauben Die allein, die es selber sind. - Abgewetzte Menschen Charles Bukowski Die Hefeweizenfraktion in speckigen Jeans die Kehle voller Magensäure den Mund voller Erdnüsse ihre Augen so trüb wie das Ziffernblatt ihrer Uhr tick tack tick tack deine Zeit läuft ab. Die verzweifelten Schlampen die den halben Abend vor dem Spiegel verbracht haben um die andere Hälfte in einem fremden Bett zu verbringen in ständiger Angst vor dem nächsten Schwangerschaftstest. Die hohlwangigen Jünglinge mit den schlaksigen Bewegungen und dem Pizzamundgeruch deren Stirn früh zu wachsen begann deren Muskeln es nie tun würden. Leer wie ein Spielautomat der kein Freispiel ausspuckt leer wie eine Dartscheibe die nach Menschenopfern lechzt leer und einsam. |
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Vorschoßlorbeeren, sozusagen. Aber abwarten. Schätze, dass 70 % der FeuchtkäuferInnen enttäuscht waren und noch so mancher Wühltisch ins Gebet genommen wird.
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Wenn's zeitlich passt - siehe PN, dann mach' ich mit!
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Ich würde am Anfang der kommenden Woche verschicken. Dann geht's los!
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Schade, ich bin die nächsten zwei Wochen in Polen...
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Keine Ausreden Cassandra. :-))
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:) Keine Ausrede, werde es aber wohl trotzdem lesen, weil ich schon den Vorgänger verpasst habe, bei dem ich das diffuse Gefühl habe, dass ihm zumeist unrecht getan wurde - was ich nicht belegen kann, da nicht gelesen, nur darüber.
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"fingen wir alle gleichzeitig an zu lachen und riefen laut aus: das lesen wir mit der Community!" soso
"Der Abend war ein bisschen eklig, aber vor allem sehr, sehr lustig" aha "Und nun auf mich mit Gebrüll!" no way An der Stelle, nämlich Randzonen, halte ich mit einem Bukowski dagegen. Sorry, aber das mußte mal sein. |
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Lieber ed2murrow,
wenn etwas Neues von Bukowski erschiene, so läsen wir auch gerne den. Der ist aber auch häufig eklig, sogar manchmal genau im gleichen Segment wie die og. Dissertation, also finde ich das 'aha' hier nicht so recht angebracht. Und soll sich etwa nach Bukowski niemand mehr in der "Randzone" aufhalten dürfen? Wenn ein sehr betrunkener Mann um die Fünfzig sich durch amerikanische Städte der Siebziger hurt, dann mag das zwar nach wie vor interessant sein - eine hochneurotische Frau, die in Deutschland Sex hat, interessiert mich aber ebenso. Ich kenne da nämlich ein paar : ) Herzlichst, Maike Hank |
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liebe maike, ich weiß es nicht, aber wurde bukowski auch von so einer PR-kampagne begleitet? zudem: er war literat, also wirklich. was nichts daran ändert, dass mich die neurosen anderer auch sehr interessieren! für die lektüre der frau roche hat es allerdings noch nicht gereicht. aber das werde ich jetzt womöglich ändern ...
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Auch anders gefagt, kay: Hätte Bukowski überhaupt eine Chance auf Hype, gerade wegen seiner literarischen Qualitäten und trotz seiner (!) Themen?
Ich bezweifle, um noch ein literarisches Beispiel anzuziehen, dass Roche prägend sein wird wie das Wort vom "zipless fuck". |
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Seit vier Tagen verfolge ich die hysterischen Leitartikel in SPIEGELONLINE über das neue "sensationelle" Buch von Charlotte Roche. Und nun muss ich im FREITAG lesen, dass die Werbetrommel auch hier für diesen gefrorenen Literaturmist gerührt wird. SCHOSSGEBETE heisst dieses "wundervolle literarische Werk" und soll sich laut Flyer vom Verlag um Fellatio handeln. Bedaure, liebe Redakteure von SPIEGELONLINE, damit kann ich als Buchautor nicht dienen. Habt Ihr Redakteure vom Freitag keine wichtigeren Themen, als den Werbefeldzug eines Verlages zu forcieren?
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"Hier haben wir vorgestern nicht schlecht gestaunt:"
Worüber? Dass sie Freitags einen Tisch deckt und keine Zeit hat? |
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+ + + k u r z m e l d u n g + + + A F P v. 12. 0 8. 2 0 11
Für Bestsellerautorin Charlotte Roche (33) ist Sex ein Mittel, um Ängste zu überwinden. "Wenn ich mit einem Mann schlafe, muss ich an nichts denken. Wenn ich keinen Sex habe, habe ich Angst", sagte sie dem "Zeit-Magazin". - Keine Angst, Frau Roche! Oder wäre es umgekehrt besser: "Wenn ich mit einem Mann schlafe, habe ich Angst. Wenn ich keinen Sex habe, muss ich an nichts denken"? |
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Der Filmteaser ist echt Scheiße. Frau Roche sollte besser darauf achten, sich nicht vor lauter vermeintlichen Tabubrüchen zum Brechmittel zu stilisieren.
Ich erkläre mich hiermit zur charochefreien Zone! |
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Seinerzeit habe ich mich aufgrund von Interventionen durch 100 Seiten eines Buches gequält, das ich eigentlich schon nach 30 Seiten verworfen hatte und das dann, soweit ich es überblicke, einzig von einem ehemaligen Nutzer zu Ende gelesen worden ist.
Es waren damals aber zwei Bücher auf dem zweiten und dritten Platz gelandet, die nicht viel weniger Stimmen erhalten hatten. Warum nicht diese erneut nach vorne holen oder eine neue Abstimmung initiieren? Stattdessen einsame Entscheidung der Redaktion: "das lesen wir mit der Community!"? Und welche Strafarbeit kriegt die Community auf, wenn sie nicht will? |
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Lieber Oranier,
ach bisher ist noch nicht der Fall eingetreten, dass keiner will und gerade bei diesem Buch haben sich bereits ziemlich viele Community-Mitglieder gemeldet. Vielleicht finden Sie ja ein paar Mitstreiter, die mit Ihnen eines der anderen Bücher lesen. Würde mich freuen. Herzlichst, Maike Hank |
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Ich bin mal gespannt, ob die jungen Frauen der Freitagkritik über den zusammenfassenden Satz von Sabine Vogel in der FRANKFURTER RUNDSCHU von gestern hinauskommen:
Und der Erkenntnisgewinn? Junge erfolgreiche Frauen haben’s auch nicht leicht. Und vor Wohlstandslangeweile und Sinnleere depressive Mütter können sich Mut holen, mal etwas experimentierlustiger mit ihrem Mann zu vögeln. Ist doch auch schon was. in: www.fr-online.de/kultur/seelenstriptease-auf-roche-art/-/1472786/9284640/-/index.html |
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Liebe Maike Hank,
sicher ist es ein reiner Zufall, daß mein Kommentar, den ich vor etwa 2 Stunden hier abschickte - wird am Ende des ... - im digitalen Nirwana verschwand. Also hier ein 2. Mal. Wie übel muß eine römisch-katholische Erziehung einem mitgespielt haben, wenn nicht bemerkt, wie daneben sich Frau bewegt, wenn sie sich zum Ablachen Vorträge zu "Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern" begibt, und auch vier Jahre nicht ausreichen, um sich wieder einzukriegen und vielleicht gar so etwas wie Mitgefühl mit so einem armen Tropf zu entwickeln? Wie Mann oder Frau darüber wirklich von Herzen lachen kann, bleibt mir ein Rätsel, mit dessen Lösung auch die Frage zusammenhängt was lese ich. Ich muß jetzt schlußmachen, bevor ich mich in der Wortwahl auf das Niveau Ihrer Lektüre bewege. Kummervollste Grüße |
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Herr Läntzsch, nun muss ich schon wieder lachen : )
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Liebe Maike Hank,
lachen ist ja gesund - dagegen also nicht zu sagen. Worüber Mann oder Frau lacht ist jedoch ebenso aufschlußreich, wie die Wahl der Lektüre. Die pornographisierte Gesellschaft zeigt sich hier nicht weniger sexistisch, höchstens weniger ehrlich als auf dem billigsten Straßenstrich. Ich bin darüber bekümmert. Frau als Ware, Sex als Ware, klar warum nicht auch Mann als Ware, alles ist Ware. Lachen Sie nur weiter, ich gebe die Hoffnung nicht auf, daß Ihnen das Lachen noch im Halse steckenbleibt und Sie das alles gar nicht mehr lustig finden. Also echt emanzipatorische Grüße |
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@UL
Kirsten Fuchs "Die Titanic und der Herr Berg" war auf seine Weise auch schockierend und gleichzeitig komisch. Kam auch Jahre früher raus als Roches besagtes Werk. Trotzdem kommen erstaunlicherweise solche Bücher, wenn sie mehr Wortwitz und Geist enthalten, nie in die Bestsellerlisten. Wahrscheinlich, weil sie auf die üblichen Klischees verzichten und keine Skandale auslösen wollen. |
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@JF 20:16
Traurig aber wahr. Was ist von unserer Gesellschaft schon anderes zu erwarten? |
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ps
Und alles unter der Überschrift WIR LESEN Oh, nein! |
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mir kommt es langsam so vor als läse ich statements, warum frauen im medizin-studium, und vor allem in der anatomie, nichts verloren hätten...
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Rahab, Du darfst alles untersuchen. Auch die Anatomie der Männer. Wobei wir wieder bei Deinem Lebensthema wären: Schoßgebete.
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8-telmännchen
ich frag dich erst garnicht! |
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wie eine junge frau die welt erlebt:
"heute gelernt: doppeldecker fahren birgt ungeahnte gefahren. z.b. freie sicht in cabrios, in denen ältere männer sich synchron genüsslich über ne halbe minute die eier kraulen. oder so." |
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Je nun, da schreibt eine Frau über ihre Lust und gewährt Einblicke in ihre Intimsphäre..... wen´s interessiert...
Vielleicht sollte man den männlichen Bedenkenträgern ein sauberes Alternativangebot machen. Bekanntermaßen flüchten viele Männer, bei sexueller Überforderung seitens ihrer Partnerin, gerne in ihren Hobbykeller an die elektrische Eisenbahn: Wir lesen: ![]() Muss nun aber nicht heißen, ein HobbyEisenbahner hätte keine sexuellen Phantasien: Sex im Eisenbahnerformat |
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Der Gegenentwurf zur Dekonstruktion des Männlichen durch die verschmähten Monströsitäten - aber voll 80ies :)
Sexappeal und Eisenbahnen RIP Freddy |
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Interessant, dass Sie auf eine Zeit rekurrieren, in der es manchen Mann ehe-r bei sexueller Unterforderung an die Weichenteile trieb.
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Zitat: Interessant, dass Sie auf eine Zeit rekurrieren, in der es manchen Mann ehe-r bei sexueller Unterforderung an die Weichenteile trieb.
Da ist wieder ein Verleser für Herrn Heinrich. Statt Weichenteile habe ich Weichteile gelesen. Ts ts ts. |
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@ Fro 12.08.2011 um 19:05
Hallo Fro, wenn Deine Buchempfehlung dazu dienen soll die Lektüre C.R.s im stockfinsteren Tunnel zu empfehlen, dann mag das ja hingehen: Nicht sehen, nichts lesen, sich nicht ärgern. Hier aber von "männlichen Bedenkenträgern" zu reden, das finde ich gar nicht helle, oder ist das eine ???-Phantasie von Dir? |
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Ja, vielleicht war das etwas fiese gegen fiktive Vehementablehner. Kulturkritiker sollten sich davon nicht irritieren lassen. - Kulturkritiker, die Roches Buch öffentlich ablehnen, aber es nicht gelesen haben und es auch garnicht lesen wollen, finde ich aber irgendwie komisch.
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...und was die elektrische Eisenbahn anbelangt: es ist gut, wenn ein Mann eine oder mehrere Welt/en hat, die er hin und wieder als Fluchtpunkt nutzen kann, wenn die Partnerin zur „Unzeit“ nach komplizierten Sexspielen verlangt oder mies gelaunt ist – muss ja keine el. Eisenbahn sein, irgendwelche wichtigen Kommentare gibt es auch immer zu schreiben....;-)
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zu Jan Fremder / 12.08.2011 / 20:42
›Weichenteile‹ meinte schon ›Modelleisenbahn‹ aber analog zum Thema mit Seitenblick auf ›Weichteile‹. Wenn du also ›Weichteile‹ gelesen hast, war das nicht wirklich daneben. Ich muss gestehen, dass ich an die Ebene, auf der du direkt gelandet bist, nicht mal gedacht habe, dass nämlich der frustrierte Gatte mit seinem ›Weichteil‹ vorlieb nimmt, ob da nun irgendwo eine Modelleisenbahn existiert oder nicht. |
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zu Fro / 13.08.2011 / 02:03
Kulturkritiker, die Roches Buch öffentlich ablehnen, aber es nicht gelesen haben und es auch garnicht lesen wollen, finde ich aber irgendwie komisch. Da geb ich Dir recht. Bei »Feuchtgebiete« gab es immerhin diverse Talkshows und zB. ihre Lesung auf 1Live Radio. Ich wollte und will einfach nicht über Kauf eine faktisch positive Bewertung abgeben und das Bestseller-Ranking pushen. Und ich bleibe voll bei meiner obigen Äußerung zum Teaser und dem prospektiven Rückschluss zu Frau Roche auf der Publicity-Ebene. Bislang war sie mir medial eher ein Genuss. |
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@Vadis
da stand ja "an die Weich(en)teile trieb" - es müssen, laut der Schreibweise, nicht die eigenen sein. |
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@ Fro schrieb am 13.08.2011 um 03:03
es ist gut, wenn ein Mann eine oder mehrere Welt/en hat, die er hin und wieder als Fluchtpunkt nutzen kann, wenn die Partnerin zur „Unzeit“ nach komplizierten Sexspielen verlangt oder mies gelaunt ist Fro, Fro, Du beschreibst hier ganau die Situation, gegen die C.R. eigener Bekundung nach anschreibt. Dass Du allerdings deswegen ihr Buch lesen müßtest, will ich damit nicht empfehlen. :-) s. dazu auch u.: Uwe Theel 14.08.2011 um 01:06 |
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Roche ist mir ziemlich egal (obwohl ich sie irgendwie ganz süß finde). Ihre Vision einer Gesellschaft, in der es jede/r mit jedem/jeder treibt, halte ich für nicht erstrebenswert. „Ich rate jedem Single: »Bums jeden, den du finden kannst, dann bleibst du in der Übung! „ meint sie.
Wie soll das aussehen? – da müsste ich ja jedes mal Angst haben, wenn es an der Tür klingelt.... Interessant wäre aber, zu erfahren – z.B. hier in der Besprechung ihres Buches-, was Frauen sich von einem (sexual)Partner wünschen – was wir Männer dazu beitragen können, ihre Schoßgebete zu erfüllen... ;-) |
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schrieb am
16.08.2011 um 18:25
"Interessant wäre aber, zu erfahren – z.B. hier in der Besprechung ihres Buches-, was Frauen sich von einem (sexual)Partner wünschen – was wir Männer dazu beitragen können, ihre Schoßgebete zu erfüllen..."
Regel Nr. 1: Keine Angst haben, wenn es an der Tür klingelt. Regel Nr. 2: Der Rest ergibt sich von selbst. ;) |
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Danke für den Tipp;-)
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schrieb am
17.08.2011 um 08:35
Okay, der Tipp ist angekommen, dann klingele ich mal an der Tür... ;)
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Der einzige, der heute geklingelt hat, war ein Briefträger - und nach Briefträger war mir heute nicht - oder bist du Briefträger?
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;-)
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Nur mal so ein Entwurf für mögliche Textarbeit:
Der Titel "Schoßgebete", sollte er nur der prüde und feige Rückzug der Autorin vor der Doppeldeutigkeit von "Stoßgebete" sein, so verdiente das Buch schon den Titel nicht. Sollten beide Titelvarianten aber Sinn machen, dann wüßte ich einmal gerne, ob C.R. hier nicht einmal blasphemisch wird sondern allenfalls unsinnig kalauert, oder ob sie eine ernsthafte Religionskritik im literarischen Gewand betreibt. Stoß hin Schoß her: Wen läßt C.R. denn hier aber im günstigsten Fall warum zu wem beten, oder "bittet" die Protagonistin schlicht und platt einfach nur um das EINE, nach dem Motto, deutsch sein, heißt eine Sache um ihrer selbst willen tun Neurose hin, Alter her? |
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Das Buch hat eindeutig pornografische Inhalte? Sie scherzen, liebe Maike Hank, Pornografie darf in Deutschland öffentlich weder verkauft, noch auf dem Postweg verschickt werden, dies vor allem dann nicht, wenn man, wie offenbar Sie, davon Kenntnis hat ;)
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Sie hingegen haben offensichtlich keine Kenntnis davon, was in dem Buch steht : )
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Erwarten Sie etwas anderes? Bevor ich mir ein Buch kaufe, schaue ich, was Freunde und Zeitungen dazu sagen. Und wenn schon bei „Feuchtgebiete“ in den Feuilletons von einem pornografischen Roman gesprochen wurde, und nun Sie jetzt hier vor „pornografischen Inhalten“ warnen, die in dem neuen Roman Charlotte Roches enthalten sein sollen, da frage ich mich, ob sich die Feuilletons inzwischen zum Handlanger der Pornoindustrie gewandelt haben, schließlich hat man in Deutschland noch vor 10 Jahren Pornografisches nur in den Pornoläden bekommen.
Das kann und will ich nicht glauben, deshalb schätze ich, dass sich nur die gesellschaftliche Sicht auf Pornografie geändert hat. Sie ist jetzt hoffähig sprich Buchhandlungsfähig geworden mit der Folge, dass die Bewahrer der Sittlichkeit bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien bald arbeitslos sein werden - schon wieder ein paar Arbeitslose mehr in diesem unserem Land! |
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schrieb am
22.08.2011 um 21:20
pornographisch ist anders, da gehts ja NUR darum und nicht mehr um Liebe oder Eigenbetrachtung via Therapie, seltsam dass da die Begriffe so durcheinander gehen bez. falsch benutzt werden...
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Das letzte Buch, das ich verschlungen habe (ja, am Stück) war die Geschichte von Clara Rojas, die gemeinsam mit Ingrid Betancourt 2002 von der kolumbianischen FARC entführt und 6 Jahre im Dschungel festgehalten wurde.
Auch in diesem Fall war die gerichtete Aufmerksamkeit der Medien weltweit daran beteiligt, dass hauptsächlich von Frau Betancourt die Rede oder das Bild war, so dass diese viele andere (ebenso wertvolle) Geiseln in den Schatten stellte. Vermutlich ist das neue Buch von Frau Roche ebenso interessant wie das Tagebuch oder die Aufzeichnungen irgendeiner anderen (unbekannten) jungen Frau, die jedoch aufgrund verschiedener Umstände (nicht zuletzt der medialen Unaufmerksamkeit) nicht die geringste Popularität besitzt. In diesem Fall stünde dann das populäre Buch für die vielen unbekannten Geschichten vieler unbekannter Frauen und das würde auch erklären, warum es gelesen wird und nichts dagegen spricht, es zu lesen. |
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Nachstehend ein Querverweis auf das Zeit-Interview mit Charlotte Roche vom Donnerstag (11.08.2011):
www.zeit.de/2011/33/Roche-Hensel/seite-1 |
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Lieber pau l´art,
habe gerade reingelesen, aber das unreife Geplapper kleiner Mädchen ist um keinen Deut interessanter als das Gesapper alter Männer. Frustration hat nicht ausschließlich mit Sex zu tun. Die monokausale Reduktion auf den reinen körperlichen Akt zeugt von großem Mangel an Erfahrung. Es gibt eine Steigerung von Sex, egal wie ekstatisch. Ich klinke mich aus diesem Threat, zu langweilig. Gähn. |
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@ Ullrich Läntzsch,
schlafen Sie gut, - und aufregende Träume! |
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Liebe Freunde der Sonne, so habt euch doch nicht so. Ich finde es relativ geil, dass die Literatur mal wieder über ihre Grenzen hinaus in der Diskussion steht.
Da ist es mir fast egal, ob dieses diskussionsauslösende Buch "Die Blechtrommel" oder "Ficki Ficki im Kiez um 8" heißt. Ich werde das Buch lesen, schon alleine deswegen, weil solche gesellschaftsumtreibenden Bücher, wie dieses hier, unter einen popliterarischen Wissenschaftskontext fällt. Ich und andere Studenten der Literaturwissenschaft müssen es lesen, um auf dem Laufenden zu bleiben. Und, glaubt es oder nicht, ihr Intelligenzbestien, ich lese es gern! |
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@geisterhörnchen,
"Freunde der Sonne"? Na, du bist ja goldig... Ich glaub dir übrigens jedes Wort, auch F...F...im Kiez um 8. ; ) |
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Mir kommt da gerade ein Ausspruch von Reich-Ranicki in den Sinn, der sinngemäß so lautet:
Es galt früher, daß es keine Literatur sein könne, wenn jemand Sch… schrieb; heute aber gilt es offensichtlich, daß es sich alleine schon deshalb um Literatur handele, wenn jemand Sch … schreibt. Ich glaube, er sprach über Bukowski. |
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Warum Schoßgebete nicht zu lesen sind.
Ich gebe hier zu bedenken, daß C.R. in dem schon erwähnten ZEIT-Interview als einzigen Grund angibt, über Sex zu reden - in Ihrem Fall zu schreiben - dass dies nötig sei, wenn und nur wenn zwei Menschen Schwierigkeiten in ihrer Beziehung haben und diese eben darum haben, weil der Sex zwischen ihnen nicht mehr stimmt. Ansonsten empfiehlt sie grundsätzlich soviel Sex zu haben, wie nur irgend geht, dann geht, kommt nicht ein blödes Muttertrauma, oder so dazwischen, jede Beziehung ihren, c.R.s wegen zur Not auch spießigen Gang. Der Rest ist bei und für C.R., lt. eigener Aussage ein mit Freuden ausgestaltetes Herumführen des Publikums an dessen Nase. Bleibt dann nur noch Die Frage, warum muß ich, oder irgendwer dann nach dem Interview das Buch noch lesen? Die Überflüssigkeit davon hat C.R. doch schon belegt und die Alternative benannt, die auch für den Freitaglesezirkel gelten sollte. In leicht abgewandelter Form könnte der hiesige Blogtitel daher sein: "Wir bummsen Schoßgebete nach Cahrlotte Roche" Der Rest wäre dann postcoitale Traurigkeit oder nur höfliches Schweigen im Blog, denn gedacht wird, lt. C.R. während des Bummsens nicht, wie`s geht weiß (fast) jeder und aufgeschrieben worden ist es inzwischen auch schon oft genug. P.S.: Wer doch noch "Stellen" bei C.R. findet die inhaltlich in literarischer Durchdringung darüber hinausgehen, möge sie mir kundtun. |
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Das Interview war wirklich entlarvend!
Kopfschüttel! Geldverdienen könnte eventuell die Haupt- Motivation gewesen sein das Publikum an der Nase herum zu führen. Viel, viel peinlicher als zunächst vermutet...Stellen finden wir bestimmt viele;-) |
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@ Rosalix schrieb am 15.08.2011 um 21:42
Stellen finden wir bestimmt viele;-) ... ohne jetzt partout auf die Ambiguität des Wortes Stellen eingehen zu wollen, bin ich mit dem "Wir finden" noch etwas skeptisch, den das erforderte bei den RezensentenTextarbeit. Der erste freitag-Leseblog - es ging irgendwie auch um Sex und dann noch Bananen - zeichnete sich in keiner Weise durch derartige Arbeit aus und, daß die Interessenten an Maike Hanks Textexemplaren daran interessiert sind C.R. in ihrem eigenen ZEIT-Interview durch das Buch gegen die Autorin zu widerlegen, kann ich mir schon fast gar nicht vorstellen. Aber wer weiß, "irgendwie" geht ja beim freitag alles. Ach so: Danke für die Sternchen! P.S.: Ich liebe Dennis Scheck (s. Vadis am 15.08.11 um 22:06) |
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@Uwe Theel
" "Wir bummsen Schoßgebete nach Cahrlotte Roche" " Ich kenne mich damit ja nicht so aus und will Sie und ihre scharfsinnigen Kommentare- immer sehr wohl schätzend- wirklich nicht provozieren, auch wenn meine Frage vielleicht naiv auf Sie wirken mag: Wird "bummsen" nicht nur mit einem m als "bumsen" geschrieben? Herzliche Grüße por |
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»Charlotte Roche ist in meinen Augen so was wie der, tja, Ground Zero dessen was man im Moment so zwischen zwei Buchdeckeln finden kann.« (Denis Scheck in ttt)
Aber Herr Scheck, die paar Tage bis zum 11.9. hätten Sie aber noch warten können. Dekadent kommt von Dekade oder so ähnlich, nicht wahr. |
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Schon wieder ein dickes Dankeschön für diesen Link.
Genau das hatte ich schon im Interview befürchtet: Lauter Wiedersprüche, völlig unreflektiertes..., na was? Leid. Dazu eine gewisse Trotzreaktion die zum "sich auch ohne Liebe durchsetzen" führt. (Viel Erfolg und viel Geld.) Ich könnte heulen. Alice: "Das einzig Neue an deinem Oma-Beziehungs-Modell scheint mir, dass du ihn nicht allein ins Bordell schickst, sondern mitgehst – wenn auch unter Bauchschmerzen und mit Durchfall. Dein Körper weiß eben mehr als dein Kopf." |
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Ich habe mächtig gestaunt, wie persönlich sich Frau Schwarzer zu Wort gemeldet hat. Klingt nicht wenig nach enttäuschter Liebe und dem festen Glauben, mit ein bisschen Tiefgang einer Charlotte Roche den Garaus machen zu können. Die wird sich ins Fäustchen gelacht haben, falls sie nicht gerade Zeige- und Mittelfinger zum Doppelschlag oder Ackermann'scher Victory-Bekundung gereckt hält.
Trotz aller gewollten Publicity der C. R., Schwarzers ›Intervention‹ halte ich für grenzüberschreitend geschmacklos. Vermutlich ist sie noch voll auf Kachelmann. Und ihr fällt nicht einmal auf, wie kongruent zum ›Schlampenprinzip‹ sie sich verhält: Weil sich Frau Roche konsequent literarisch unter die Gürtellinie begibt, nimmt sich Ihro PorNo-Scheinheiligkeit die Rechtfertigung zum verbalinvasiven Übergriff. |
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Das könnte sich noch zu einem gepflegten Zickenkrieg entwickeln?
Was soll das eigentlich? Kampf um die Deutungshoheit, wie eine Frau sein muss? Obermutti sagt was Frauen dürfen. Oder wegen dem?: "Mein Frauenbewegungshirn redet mir, mit dem Schwanz meines Mannes im Po, ständig aus, dass das geil sein kann, und währenddessen redet mein Enddarmausgang mir ein, dass das sehr wohl sein kann. Wem soll ich denn jetzt glauben?" Sieht Schwarzer möglicherweise im Anus oder anderen Lustorganen eine ernsthafte Konkurrenz? Siehe auch hier |
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Korr.
Das könnte sich noch zu einem gepflegten Zickenkrieg entwickeln. ohne ? |
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nö.
zu der erkenntnis, dass schwanz im po auch jungs guttut. |
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Ja, möglich, Hauptsache der Papst im Kopf hält seine Klappe.
;-) |
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schrieb am
16.08.2011 um 18:08
@Rahab schrieb am 16.08.2011 um 16:48
@Fro schrieb am 16.08.2011 um 17:04 Hauptsache nicht verwechseln, was wohin gehört... |
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Habe ich recht oder gehe ich in der Annahme, dass dem Po-dium der S.i.P. (oder Schwimp) inzwischen genauso leicht über die digitalen Lippen kommt wie zB. der Mann im Ohr?
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schrieb am
16.08.2011 um 18:11
@Fro schrieb am 16.08.2011 um 16:47
"Das könnte sich noch zu einem gepflegten Zickenkrieg entwickeln." (schüchtern-begeistert): ...Zickenkrieg? Wo? |
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zickenkrieg fällt aus.
und alles gehört überall hin. |
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„...Zickenkrieg? Wo?“
„zickenkrieg fällt aus.“ Schauen wir mal, was C.Roches PR-Abteilung daraus macht.... |
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Bitte wie?
Nichts für ungut, aber... Die Person A. Schwarzer eignet sich mitnichten als Quelle der Kritik an dem Geschmiere von Roche, denn: Schwarzer übt seit Jahren den Schulterschluß mit der größten Puffmutter Deutschlands - der BILD. Schon mal davon "gehört"? |
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Schwarzer Vorwürfe:
1. Roche übt Fellatio bei ihrem Mann aus – igitt, igitt! 2. Sie schaut sich Pornos an – auf dem Familiensofa! 3. Sie verdient viel mit ihren Büchern – als ob Schwarzer das nicht täte! 4. Sie ging ins Bordell - zwar mit ihrem Mann, aber trotzdem: Ins Bordell geht man nicht! 5. Sie versündigt sich gegen Feminismus, wie ihr Mann gegen Katholenlehre – sündigen tut man nicht! 6. Schwarzer fühlt sich dadurch in die Nähe des Papstes gerückt – o Gott, o Gott! Das sind Vorwürfe aus den ersten 2 Absätzen - weiter wollte ich nicht zählen. Mein Urteil: Zickenkrieg aus enttäuschter Liebe und Neid. |
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Lachen, lesen, community, Charlotte, Roche, Schoß, Gebete
From the moment I picked up your book until I laid it down, I was convulsed with laughter. Some day I intend reading it. - Groucho Marx - Outside of a dog, a book is man's best friend. Inside of a dog it's too dark to read. - Groucho Marx - |
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<3
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:)
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Das sagt Kulturzeit zu diesem ... Buch:
www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=26395 Auf einen Nenner gebracht: Es ist nicht der Rede wert. |
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Sehr schön!
Der Denis mal wieder! |
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schrieb am
17.08.2011 um 09:46
Ach Gottchen, gleich drei mal gepostet.
Ja, was mich irritiert (obwohl es das nicht sollte), ist, dass Mangold in der ZEIT gänzlich anders empfindet. |
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Der Rede nicht, aber offenbar des Links : )
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schrieb am
17.08.2011 um 15:34
Das ist das Fazit von Scheck, nicht meines, ich habe es ja nicht gelesen.
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Ich hab's auch nicht gelesen...aber gehört! Scheck trifft es größtenteils ziemlich gut - auch wenn ich sonst nicht immer seiner Meinung bin.
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schrieb am
17.08.2011 um 16:13
Ist ja nicht so, dass das Schecksche Urteil wundert. Was mich persönlich ärgern würde ist, wenn das als feministisches Beispiel herhalten sollte, das war Feuchtgebiete nicht und das wird es jetzt auch nicht sein. Jedenfalls ist meine Definition von F eine andere.
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schrieb am
17.08.2011 um 16:16
(Ach Calvani, wenn du lachen willst guck dir mal das Interview von Scheck mit Michel Houellebecq an. Treffen sich zwei...)
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Das Interview kenne ich noch nicht, aber ich empfehle Scheck und Walser über Walsers Buch "Ein liebender Mann"... Gott, hab' ich gelacht! Ich sag' nur "Altersgeilheit" und "Sperma"... passt ja auch zu Roche - nein, natürlich nicht wegen des Spermas, sondern weil Walser auch in "Schoßgebete" erwähnt wird.
"Eine große Liebesgeschichte kann nicht gut gehen", sagt Walser... ach, mein armes Herz, ich fürchte, er hat Recht! www.youtube.com/watch?v=0D9t_6mQXW0 |
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Im Hugendubel 20 Minuten durchgeblättert. Das Werk hat mich ähnlich begeistert wie der plattgefahrene Schwanzlurch (gar nicht). Leute, spart euch das Geld.
Jedes Land bekommt halt die Literaturindustrie, die es verdient. |
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Begegnung in Berlin
In allen Gassen hört man's Stöhnen - die Armen, aber auch die Schönen, will Klein-Charlotte heut' verwöhnen. Sie liest durch Megaphon-Geräte aus ihrem Büchlein "Schoßgebete" - - - Berlin ist eine Mega-Fête! Doch dann passiert's - der Slutwalk naht, hat Slogans und Parol'n parat. Und eine Frau schreit laut: "Verrat!" Frau Roche zieht mit dem Slutwalk weiter, dafür liest Alice Schwarzer... heiter - die Zustimmung wird wieder breiter. |
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Klar, denkt sich der Verlag der Guten
Charlotte schreibe einfach weiter sonst vertrocknen die Gebiete und wir ziehen eine Niete Sexsells! ist doch gar nicht schwer rein und raus und immer sputen! Das Gebet lockt schon die Masse schöner Euros in die Kasse. |
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@ Rosalix
Yeah! Sehr gekonnt gekontert! Schönes Wochenende! |
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Das letzte Buch hat der Vater meiner Freundin in dem Glauben gekauft, es sei ein Buch über Moore und Lurche. Was soll ich ihm heute sagen? Es ist erstaunlich wieviel Aufmerksamkeit die Öffentlichkeit diesem Buch widmet.
Ich werde es nicht lesen! |
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Gibt es irgendeinen Grund, seine Zeit mit diesem Buch zu verschwenden? Eine Frau, die ihre pubertären Gedanken in der Öffentlickeit ausbreiten kann, weil sie halt im Fernsehen eine gewisse Aufmerksamkeit erlangt hat, muss doch nicht ausgerechnet noch vom Freitag hofiert werden oder?
Und ein Todschlagargument hebt natürlich alles auf: "Man muss das Buch doch gelesen haben, um ein Urteil fällen zu können". Nein, muss man eben nicht. Ich trage zumindest nicht zum Umsatz der Roche bei. Aus dieser "Ökonomisierung" kann man halt nur durch "Nichtbeachtung" aussteigen. Und damit keine falschen Schlüsse gezogen werden, wäre sie ein Mann, stände hier der gleiche Beitrag. |
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@ Maike Hank schrieb am 11.08.2011 um 15:47
Damit ich nicht alleine lesen muss, habe ich ein paar Exemplare vom Verlag erhalten. So können wir uns gemeinsam hindurchwagen. Wer also möchte, melde sich bitte bei mir bis am kommenden Montag per Mail (maike punkt hank ät freitag punkt de), an dem Tag werde ich die Bücher verschicken und dann kann es losgehen. Ich freu mich auf die Post! Kleinen Anfrage: Der Montag der 15.08., andem die Bücher verschickt werden sollten ist nun schon gut vier Tage rum. Dürfte der geneigte Blogleser erfahren, ob, bzw. wieviele Leseexplemlare nun herausgegangen sind, wie und wo die Rezensenten publizieren werden, oder ob die bisherige Blogdiskussion sich ihrem Gesamttenor "Das Buch muß .... sollte nicht gelesen werden" gemäß auf das Vorhaben ausgewirkt hat? Danke. LG ut |
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sancta simplicitas!
bin ich hier bei put-put-put? also: gelesen. schnupfen. tropfen auf tastatur nicht gut. noch kleinere anfragen? |
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Kleine Antwort:
Och, wegen diesem bisschen Gemoser lässt sich doch niemand einschüchtern. Für Ihre statistische Erhebung: Neun Bücher wurden am Montagabend verpackt, am Dienstag versendet, kamen somit nicht vor Donnerstag an und nun ist gerade mal Samstag. So haben Sie doch ein bisschen Geduld und lassen Sie den Lesenden ein wenig Zeit. Ab kommender Woche wird ein Portlet in der rechten Spalte auf das Projekt hinweisen. So lange müssen Sie sich mit diesem Link begnügen www.freitag.de/community/blogs/themen/schossgebete und feststellen, dass sogar bereits etwas geschrieben wurde. Ein schönes Wochenende, ob mit oder ohne Schoß oder Gebet! |
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@ Maike Hank schrieb am 20.08.2011 um 16:24
wg. "bißchen Gemoser" und: "statistische Erhebung" und: "ob mit oder ohne Schoß oder Gebet!" Liebeb Maike Hank, Wenn Sie die durchaus fundierte Krtik an Ihrem Vorhaben von verschiedenenn seiten als Gemoser abtun, dann fürchte ich, haben sie nicht viel verstanden. Trotzdem hoffe ich, dass Ihre zukünftige Kritik an C.R:S "Werk" tut sich nicht so schwer, wie Ihr Textverständnis meines Postings, auf das sie gerade antwortetetn: Mein Interesse ist und war ein kritisch solidarisches an diesem Blog, seinen Möglichkeiten und Produkten, nichts anderes ließ ich verlauten. Wenn Sie mir jetzt noch sagen, welchen Schoß ich hätte den Eindruck gemacht, von dem Sie glauben, dass ich ihn anbeten sollen können wollte , wäre ich richtig dankbar. Ernsthaft: Umgekehrt (= Mann gegenüber Frau) wäre soetwas wohl als "übergrifflich" betrachtet worden, gerade auch in der FC. Als Ironie geht sowas wohl nicht mehr durch. - Oder schreiben Sie bereits an einer Fortsetzung des "Werkes" von C.R. und haben so "Kunstfreiheit"? Gute Nacht. ut |
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Lieber Herr Theel,
meine etwas flapsig formulierte Verabschiedung nehme ich zur Hälfte gerne zurück. Den Schoß also, nicht jedoch das Gebet, denn das war eben so gemeint wie es da steht, als Gebet, so wie man es kennt beispielsweise aus der Kirche. Zumal Sie mich selbst weiter oben in der Diskussion gefragt haben, ob ich nicht lieber Philip Roth anbeten möge. Könnte ich jetzt auch ein bisschen übergriffig finden, denn den Autor legten Sie mir ja offenbar nahe, da dieser auch ab und an über Sex schreibt. Das Schöne ist ja, ich bete gar niemanden an, auch nicht Charlotte Roche und schon gar nicht Philip Roth. Dass ich die Einwände bezüglich des Lesens als Gemoser bezeichne, müssen Sie mir schon zugestehen. Denn tatsächlich ist es so: Egal, was man macht: irgendwer ist immer da, dem es nicht gefällt. Und im aktuellen Fall war das alles recht klar und vorhersehbar. Aber: wie ich bereits schrieb, gab es auch noch nie so viele Interessenten, die mitmachen wollten. Ich finde, Sie hätten uns durchaus mal ein wenig Zeit geben können, anstatt gleich die Vermutung auszusprechen, wir könnten dem Druck der Kritiker hier gefolgt sein und nun das Buch nicht lesen. Da fühlte ich mich in der Tat ein wenig auf den Schlips getreten. (Rahab übrigens offenbar auch.) Einen schönen Sonntag. Maike Hank |
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@ Maike Hank 21.08.2011 um 14:47
ok, beten ist immer erlaubt, missionieren will keiner. Ich wollte auch keinen (Zeit)Druck ausüben, sondern postete nur im Rahmen meiner Vorfreude auf die Beiträge, die vielleicht ausbleiben könnten und also nicht kritisiert werden könnten. Wg. meines Begriffs der "Textarbeit" Ich glaube schon dass hier größtenteils Kritik und nicht Gemoser am Blog vorhaben geäußert wurde, soweit es "negative" Beiträge waren. Die beiden Begriffe sind nicht auswechselbar. Mann sollte den einen wie den anderen belegen, wenn er verwandt wird. Meinen Texte stehen einer Widerlegung als Kritik und Herabstufung zum Gemoser offen, dann bitte aber "am Text" zu belegen. Liebe Grüße Uwe Theel P.S.: Rahab fand ich diesemal sehr, sehr hermetisch :-) |
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ne, nicht schlips
sondern schnupfen total verrotzt! deshalb nur kurz: als text vordergründig schlicht - aber das sind ja bekanntlich die hintergründigsten. |
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zwischen zwei tropfen und drei hatschis hab ich dir mal die bisher erschienen blogs rausgesucht
www.freitag.de/community/blogs/angelia/gelesen-schossgebete-von-charlotte-roche www.freitag.de/community/blogs/lee-berthine/eichelschmuck-auf-dem-cover-schossgebete-seite-1-28 www.freitag.de/community/blogs/lee-berthine/therapeutische-sitzung-mit-teufel---schossgebete-s-28-63 ungelesen: www.freitag.de/community/blogs/pploeger/echt-echter-roche hatschi und tropf... |
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ach ja... den hier
www.freitag.de/community/blogs/calvani/zur-einfuehrung-das-unbehagen-in-der-scheide hatte ich aus den augen verloren. nun haste einen ungefähren überblick, wer/was sich mit dem text, der autorin, dem hype oder sich selbst beschäftigt. |
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Was mich gerade an Roches Auftreten interessiert ist: Authentisch oder nicht - Roche schreibt mit Elizabeth Kiel eine Figur, die als Neurotikerin beschrieben wird und sich auch als solche verhält. "Sex gegen die Angst" zum Beispiel ist tatsächlich ein Programm, dass Menschen, die unter Persönlichkeitsstörungen leiden, fahren, um ihre starken, unangenehmen Gefühle wenigstens zeitweise kontrollieren zu können. Die Alarmsirenen gehen in dem Moment bei mir an, wenn ich höre, dass eine solche Figur (egal, wie viel echte Charlotte Roche darin steckt) eine Art literarischer Alltagsbegleiter für Frauen mit ihren alltäglichen, aber eben nicht neurotischen oder auf Persönlichkeitsstörungen beruhenden Problemen wird. Da liegt ein kategorialer Unterschied: Probleme, die auf ein Trauma oder eine psychische Störung zurückgehen auf der einen Seite, Probleme, die theoretisch jede(n) betreffen können, auf der anderen Seite. (Sicher: "normal" zu "Neurose" ist genau genommen ein Kontinuum.)
Was bedeutet es, sich an einer neurotischen Frauenfigur zu orientieren, wenn das eigene Leben nicht von neurotischen Erfahrungen geprägt ist? Welchen Gefallen tut man der Emanzipation von Frauen, wenn ein durch Persönlichkeitsstörungen geprägtes Verhalten vorbildhaft sein soll? |
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Hm, ich empfinde die Figur Elizabeth Kiel ja beispielsweise überhaupt nicht als Vorbild. Eher als Mahnfigur. Eben gerade weil ich in ihr so viele mir bekannte neurotische Frauen erkenne. Mir wird da ganz bang und ich bin auch ein wenig erleichtert, dass es mir so gut geht. Mich fordert das Buch vielmehr dazu auf, ohne diesen Druck, den sich Kiel macht, mit mir ins Reine zu kommen beziehungsweise es zu bleiben.
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komisch.
leben als schaden oder so ähnlich? |
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@ Maike Hank schrieb am 22.08.2011 um 16:17
Hm, ich empfinde die Figur Elizabeth Kiel ja beispielsweise überhaupt nicht als Vorbild. Eher als Mahnfigur. Für wie überzeugend halten Sie, liebe Maike Hank denn die Mahnungen einer Autorin, die sich selbst als "Die-Leute-bewußt-an-der-Nase-Herumführerin" entlarvt hat? Früher nannte man solche Leute Scharlatane; die versuchten sich allerdings als solche verborgen zu halten. Sind Sie ganz sicher, dass Sie hier nicht eigene Phantasien, die Sie auch (aber nicht nur) ängstigten - (es müssen auch keine neurotischen Vorstellungen sein, wenn Sie (Spekulation!) soetwas auch mehrfach jetzt schon an Ihre Bekannten gedanklich ausgelagert haben könnten) - sich jetzt von der "Künstlerin" C.R. bestätigen lassen wollen, was Sie in Ihrer Wertschätzung des Buches, dem Propagieren es doch zu lesen ausdrückten? Wenn Sie Ihre Abwehr substantieller Kritik an Ihrem Projekt betrachten. die Sie hier als bloßes Gemoser abtaten, könnte auch dies ein Indiz dafür sein. mfg ut |
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Es geht mir um die Figur Elisabeth Kiel, nicht um Charlotte Roche. Sie vermischen hier zwei Ebenen, nämlich die der Fiktion und der Realität.
Diese Vermischung weiten Sie zudem noch psychologisierend auf meine Person aus, was zu weit geht. |
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ich merke mal an:
diese drohende psychologisierende ausweitung, übergriffigkeit dürfte der grund dafür sein, dass C.R. nicht müde wird, zu betonen, dass sie einen roman geschrieben hat, also fiktion (vulgo: fake). der roman hat in ihrer höchstpersönlichen neurotischen konstellation das, was ihn an- und umtreibt. ist bei Grass nicht anders. der führt mit Oskar Matzerath auch an der nase herum. |
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Rahab, wo und wann hat Roche darauf bestanden, dass zwischen Realität und Roman deutlich unterschieden werden müsste? Gerade im Interview mit Markus Lanz, das du auch gesehen hast und das du und ich schon in meinem Blog besprochen haben, verschmelzen sowohl in Lanz' Fragen als auch in Roches Antworten Protagonistin und Autorin - ohne dass auch nur ein einziges Mal die Differenzierung zwischen beiden zur Sprache käme.
Habe ich da etwas übersehen oder überhört? |
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@ Maike Hank schrieb am 23.08.2011 um 12:46
Es geht mir um die Figur Elisabeth Kiel, nicht um Charlotte Roche. Sie vermischen hier zwei Ebenen, nämlich die der Fiktion und der Realität. Diese Vermischung weiten Sie zudem noch psychologisierend auf meine Person aus, was zu weit geht. Liebe Maike Hank, ich gestatte mir darauf hinzuweisen, dass Ihre Begründung für Ihren Blog nur mit persönlichen, d.h. nicht literarischen Argumenten geführt wurde. Jeder Versuch die Diskussion auf die literarische Ebene zu heben - das ist dort, wo die "Fiktion" relevant wäre - haben Sie mit dem Argument, es ginge nur um Unterhaltung, "Höheres" wäre hier nicht angestrebt, abgewiesen oder gar nicht erst reagiert. Selbstverständlich respektiere ich Ihren Wunsch in dieser Richtung hier nicht weiter auf einer Diskussion zu bestehen. Mit freundlichen Grüßen Uwe Theel |
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ich finde, du hast, Calvani.
kann aber auch sein, ich höre es deutlicher, weil ich diese unterscheidung voraussetze. vielleicht kommt mann ja besser hinter das, was ihre romane bei der leser_in-schaft losmachen, wenn mann die frage stellt, warum eigentlich sie von anfang an als die person hinter der autorin angesprochen wurde. macht mann ja bei anderen nicht so. |
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@ Rahab
Einen Beleg bitte! Denn genau das ist einer meiner Kritikpunkte: Mit der eigenen Biografie die Werbetrommel für ein Buch rühren und anschließend den autobiografischen Teil des Buches als Fake outen. Sich dann aber über die Methoden der Bild Zeitung aufregen... |
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Calvani
der unterschied zu bild ist: C.R. nimmt sich selbst als material. bild weidet andere aus. was ich noch nicht verstanden habe: wer rührt wie die werbetrommel? |
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Nene, nicht ablenken! Erst will ich einen Beleg dafür, dass Roche wert auf die Unterscheidung zwischen Protagonistin und Autorin legt.
Hier sehe ich nämlich das genaue Gegenteil bestätigt: www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1414044/Das-wahre-Leben-der-Charlotte-Roche#/beitrag/video/1414044/Das-wahre-Leben-der-Charlotte-Roche |
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puh!
vielleicht fehlt ein salon mit Charlotte Roche? titel: die höchstpersönlichen voraussetzungen eines romans. was soll sie sagen, wenn sie gefragt wird, was das mit ihr zu tun hat? deshalb schrieb ich ja: ich setze diese unterscheidung voraus. oder auch: ich muß Charlotte Roche nicht (zwanghaft womöglich?) als Elisabeth Kiehl sehen, hören, lesen, verstehen. |
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Ein Salon mit Roche? In Köln? Also ich käme....
Zur Sache: Ich habe nichts dagegen, wenn jemand keine autobiografischen Romane schreibt. Aber ich habe etwas dagegen, wenn jemand beim Erscheinen eines Buches behauptet, es sei zu weiten Teilen autobiografisch, das aber gar nicht stimmt. Deshalb stört es mich, wenn Roche jetzt wieder herum läuft und autobiografische Bezüge zum neuen Roman herstellt, weil ich nun erfahrungsgemäß davon ausgehe, dass sie in drei Jahren beim nächsten Buch ihre aktuellen Aussagen wieder als Fake oder als Lüge oder als Öffentlichkeitsarbeit entlarvt. |
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Ich habe gerade festgstellt, dass mir das völlig gleich ist. Was wahr ist was nicht, von was behauptet wird, was wahr ist und dann doch wieder nicht. Weil es doch auf das ankommt, was da steht und was es mit mir macht.
Natürlich ist das ein Spiel mit unserer Neugier, ja vielleicht auch der Sensationsgier, wenn uns mal das eine, mal das andere gesagt wird. Zumal es sich ja bei beiden Büchern nicht um Autobiographien, sondern um Romane mit autobiographischen Inhalten handelt. Ich lese gerade das Buch eines Freundes. In dem erkenne ich sehr, sehr viele Dinge von ihm wieder. Gleichzeitig stehen dort aber auch völlig frei erfundene Sachen und bei manchen frage ich nach, ob sie stimmen oder nicht. Weil beides möglich ist. Hinzu kommt, dass eben auch das Verwischen der Grenzen, das Offenlassen dem Schutz der Autorin dient, wie Rahab oben schon schreibt. Egal, was Roche irgendwann sagen wird: den Unfall kann sie nicht dementieren. Aber ob das alles so stattgefunden hat wie der Unfall nun Elisabeth Kiel widerfährt, weiß niemand, der nicht dabei war. Das ist aus meiner Sicht auch nicht wichtig, solange die Geschichte so erzählt wird, dass sie emotional nachvollziehbar ist und mich berührt. Man sich ein Bild davon machen kann, wie es gewesen sein könnte. Und was das mit einem machen könnte. |
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Mag sein, dass es dir egal ist, liebe Maike, und auch Rahab und grundsätzlich sogar mir. Aber die Methoden, mit denen eine Geschichte vermarktet wird, können und müssen erstens ganz allgemein auch Gegenstand einer Kritik sein. Oder ist es egal, mit welchen Methoden eine Geschichte beworben wird? Und gilt das auch für die Bild Zeitung?
Und zweitens ist das Problem, das ich insbesondere bei "Schoßgebete" habe, dass ich beim Lesen die Strukturen von "Feuchtgebiete" wiederfand und mir "Schoßgebete" inhaltlich von hinten - nämlich hauptsächlich verkaufsstrategisch - aufgezäumt vorkam. Deshalb hat im Fall von "Schoßgebete" auch das Brimborium drumherum mit dem Inhalt des Buches zu tun. Das Konstrukt schimmert beim Lesen nach meiner Wahrnehmung ständig durch. Verkäufe sind auch für Autoren wichtig - klar! Nur darf ich beim Lesen nicht das Gefühl haben, dass die Geschichte darunter leidet. Darum geht es mir. |
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Für die Bildzeitung sollte grundsätzlich keine Werbung gemacht werden : )
Spaß beiseite, ich verstehe deine Kritik durchaus und mir ist ja auch erst eben klar geworden, dass mich das eben nicht stört. Dass mir die Geschichte nicht so konstruiert erschien wie Feuchtgebiete, mag vielleicht daran liegen, dass ich Feuchtgebiete nur bis Seite 100 ausgehalten habe und mir deshalb gar kein vollständiges Urteil erlauben kann und darf. Vielleicht ist Schoßgebete dichter an meinem Leben dran (nein, nicht unbedingt an meinem persönlichen, auch an den Leben der Menschen, mit denen ich bisher zu tun hatte) Ich finde übrigens auch, dass die Geschichte unter etwas leidet: es wird ganz schön langweilig im letzten Drittel, so viele Therapiegespräche ertrage nicht mal ich, zumal sie sich zu wiederholen beginnt, und in der Tat wirkt dann doch beispielsweise die Sache mit dem Analverkehr konstruiert hineingepackt, nur damit es im Buch vorkommt. |
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Witzig.
Maike schrieb: „Sie ahnen vermutlich nicht, wie viele neurotische Frauen Mitte 30 ich kenne : )“ Später schrieb UT: „Dieser Beweis mag führbar sein oder nicht, geführt wird er mit Ihrem Verweis, sie kennten genügend hoch sexualisierte Frauen um dreißig die gleichzeitig und deswegen (?) neurotisch seien (was immer diese Ballung von Gefühlswust eigentlich heißen oder gar beweisen soll) aber bestimmt nicht.“ Hat das noch etwas miteinander zu tun? Entsteht so ein roman? Oder einfach nur ein mißverständnis? Und: was sagt mir (oder wem anders) das möglicherweise über Maikes wie UT’s verständnis von neurose? Oder gar die je höchstpersönliche neurotische konstellation? --- Warum ich das so schrieb? – nun, um nicht direkt danach zu fragen, warum Calvani so verknatzt auf den roman reagiert. |
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Meine Neurosen bleiben draußen : )
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sicher?
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Zumindest gestehe ich hier niemandem das Recht zu, mir welche anzutheoretisieren.
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ich hab nicht vor, ausgehend von diesen beiden sätzen eine theorie über UT's oder Maike Hanks neurose/n zu entwickeln. und von mir aus können die namen auch gestrichen werden.
dennoch finde ich 'witzig', dass (vermutlich bis offenkundig) aus satz1 satz2 wurde. wie ich auch 'witzig' finde, dass eine andere sich so damit herumschlägt, dass sie in dem roman nicht haarklein zwischen bio- und fiktion unterscheiden kann. mein vorschlag: mann nehme die idee auf (aus der psychoanalyse - aber nicht nur da her), dass im durcharbeiten einer 'neurotischen konstellation' das leben (oder so) immer wieder neu entworfen, konstruiert, verworfen und wieder neu entworfen wird. das erzählen ist also kein reparaturbetrieb nach dem (behavioristischen) muster 'die schraube x wird nachgezogen und das teil läuft wieder wie neu'. auch wenn es sich manchmal so anfühlt, als wäre es doch so oder gar, als sollte es so sein. das ist das eine. das andere ist, dass Roche sich allerdings dagegen verwahren muß, 1:1 in Elisabeth Kiehl übersetzt zu werden (oder auch umgekehrt). |
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Ich kann sehr gut zwischen Vermarktung und Roman unterscheiden und es stört mich ja gerade, dass das eine so sehr auf das andere abfärbt und obendrein noch Un- bzw. Halbwahrheiten außerhalb des Buches verbreitet werden. Aber das habe ich jetzt oft genug geschrieben.
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@ Rahab am 23.08.2011 um 16:11
Liebe Rahab, Entschuldigung, Du setzt mein Zitat unvollständig in einen m.E. falschen Zusammenhang. Ich schrieb: Da warte ich z.B. auf Ihren Beweis am Text, dass C.R. wahrhaftig schreibt und nicht nur voyeuristisch beschreibt. Dieser Beweis mag führbar sein oder nicht, geführt wird er mit Ihrem Verweis, sie kennten genügend hoch sexualisierte Frauen um dreißig die gleichzeitig und deswegen (?) neurotisch seien (was immer diese Ballung von Gefühlswust eigentlich heißen oder gar beweisen soll) aber bestimmt nicht. fragte also Maike Hank nach ihrem Beweis, ihrer Begründung, warum Sie den Roman der C.R. lesenswert fände, warum sie ihn in der FC vorstellen wollte. Sie hat diesen Beweis für mich nicht überzeugend einzig mit dem Verweis auf die von ihr bloß behauptetet Befindlichkeit ihrer Freundinenen, Bekannten ziehen können, was hieße, der Roman sei lesenswert, weil sie leute kennte, die so seien wie im Roman beschrieben. Das hielt ich für dünn, selbst wenn es so wäre und erwartete von Maike Hank, dass dieser Beweis (der für die Notwendigkeit des Lesens) "literaturkritischer" am Text geführt werden müsse, was auch immer Kritik der in diesem Falle leider gravierend beschädigten Glaubwürdigkeit der Autorin müßte. Mehr, aber auch nicht weniger hatte ich verlangt. Maike Hank hat da inzwischen abweisend Stellung bezogen, mich immer noch nicht überzeugend, was ich bedauere aber respektieren muss. Liebe Grüße Uwe Theel |
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schrieb am
23.08.2011 um 20:35
je länger ich nun über den Roman, den ich eher zufällig gehört habe, und die Diskussion hier nachdenke desto mehr denke ich, dass es ja völlig egal ist, ob das biographisch ist oder nicht, was ich schon beim hören irrelevant fand - ich frage mich allerdings umso mehr worauf sich die Aussage, die es ja gab, Feuchtgebiete sei ein "fake" gewesen bezieht, also ist es schon fake dass es nicht biographisch ist oder ist es fake weil das, was gesagt wird, gar nicht gemeint ist oder gar nicht erst irgendeine Relevanz haben soll ?
Denn das würde es ja die ganze Argumentation und Diskussion darüber und alle Literaturkritik usw. per se ad absurdum führen oder sogar vorführen ? Und die Möglichkeit zur Identifikation von Frauen, die zwischen 30 und 40 sind und sich angesprochen/ähnlich fühlen noch viel mehr ?? |
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UT
du machtest aus der eher leicht-hin-geworfenen bemerkung "Sie ahnen vermutlich nicht, wie viele neurotische Frauen Mitte 30 ich kenne : )“ etwas, das in der form von "genügend hoch sexualisierte Frauen um dreißig die gleichzeitig und deswegen (?) neurotisch seien (was immer diese Ballung von Gefühlswust eigentlich heißen oder gar beweisen soll)" als argument am text zu beweisen sei. und das so, als sei dies *das* argument für die lektüre des romans gewesen. dabei, wenn du mal genauer nachgucken würdest, waren der (angedeuteten) argumente etliche, von spaß am lesen bis umstrittene autorin. warum du nun ausgerechnet diese eine bemerkung aufgenommen hast? und nicht nur einfach sondern in einer bemerkenswert erweiterten form aufgenommen hast? ich nehme mal an, es hat etwas mit dem dir hier und da in bruchstücken zu ohren/vor die augen gekommenen inhalt zu tun. oder? |
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@ Uwe Theel 23.08.2011 um 19:51
Korrektur: Der vorletzte Absatz muß heißen: Das hielt ich für dünn, selbst wenn es so wäre und erwartete von Maike Hank, dass dieser Beweis (der für die Notwendigkeit des Lesens) "literaturkritischer" am Text geführt werden müsse, was auch immer Kritik der in diesem Falle leider gravierend beschädigten Glaubwürdigkeit der Autorin einschhließen müßte. |
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@ Rahab schrieb am 23.08.2011 um 20:56
ich nehme mal an, es hat etwas mit dem dir hier und da in bruchstücken zu ohren/vor die augen gekommenen inhalt zu tun. oder? form follows function oder: Inhalt ist nicht beliebig herstellstellbar. Nee, liebe Rahab, eher nicht. Wegen mir kann Maike auch den Unterhaltungswert des Textes als Motiv nehmen. Dieses Aspekt haben andere und ich übrigens auch schon diskutiert. Welches Motiv es aber immer auch sei, dass Maike getrieben haben mag den Leseblog zu starten, es ist gestattet dann mit literaturwissenschaftlichen Kategorien und/oder Methoden heranzugehen, wenn es gestattet ist, die subjektive Beliebigkeit individueller Erfahrungn, Gefühle und Spekulationen zugrundezulegen. Maike Hank hat sich für den zweiten Ansatz entschieden und kommt zu ihren Schlüssen, hat aber damit auch keine harten Kriterien an er hand, die den Text, seinen Relevanz beurteilen könnten. Maike Hank will dies auch nicht. Solange es keine Rolle spielt, dass es dabei völlig egal ist zu welchem "Urteil" man dann kommt mag das hingehen. Das bunte Kaleidoskop das dann entsteht hat dann ebenso nur noch Unterhaltungswert und dies allenfalls für den, der von dem Buch sowieso nichts Bestimmtes erwartet, außer dem, worauf die vom Verlag oder der Mainstreampresse verbreitete Marketingaussage es anlegt. Dabei wird dann zudem abgesehen von jeder bekannten, tasächlichen - hier äußerst beliebigen - Intention der Autorin, wie die Textgestalt nicht untersucht wird auf ihre Tragfähigkeit für die wie auch immer bezeichnete Intention oder "Message" des Buches. Anything goes gilt und Literaturkritk ist überflüssig, wie inzwischen auch schon matto richtig befand. Schließlich: So "beiläufig" hat Maike Hank ihr Hauptargument nicht "hingeworfen", sondern es in mehreren Kommentaren in mehr als nur ihrem Blog mehrfach wiederholt. Da ist es schon aufzugreifen, ja en detail anzugreifen. LG Uwe |
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schrieb am
23.08.2011 um 21:40
Ich würde sogar weiter gehen - bez. das hier mal zur Disposition stellen - das Buch als "authentisch" zu lesen macht sich ja an der Autorin oder "Figur" Charlotte Roche fest und an einem wahren Ereignis, das allerdings medial verarbeitet schon bekannt war.
In der bildenden Kunst ist "Original und Fälschung" gerade ein aktuelles Thema (ist auch ein bei Hatje Cantz erschienenes Buch), auf 1001 "social media" Seiten ohnehin also müsste das Buch vielleicht nicht viel mehr soziologisch als Phänomen und nicht per se literarisch untersucht werden ? Was sagt das oder soll es vielleicht über einen Jetzt / Ist Zustand sagen ?? Wie kann man das Buch werten bez. be-schreiben bez. rezensieren wenn man es komplett als fake als Metapher oder ähnliches liest ??? |
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aber, UT, so *hochgeschraubt* wie bei dir habe ich es sonst nicht gelesen.
noch mal: "genügend hoch sexualisierte Frauen um dreißig die gleichzeitig und deswegen (?) neurotisch seien (was immer diese Ballung von Gefühlswust eigentlich heißen oder gar beweisen soll)" was soll Maike oder wer anders jetzt tun? dir beweisen, dass die autorin/die protagonistin/er-sie-es selbst/ bestimmte oder unbestimmte frauen/der text/literatur nicht "hoch sexualisiert um die dreißig und gleichzeitig und deswegen (?) neurotisch" sei/en? welches wären denn die dafür ja oder nein geeigneten literaturwissenschaftlichen kategorien? und zwar solche, die auch noch das motiv/die motive der blogbetreiberin fürs betreiben dieses blogs aufnehmen? ... und wie komm ich jetzt zur relevanz? ja. ich denke, der roman hat relevanz. aber das ist ein anderes thema. wobei: auch ein schlecht/nicht durchgängig gut geschriebener roman hat relevanz (kann relevanz haben). und zwar - und/ oder auch gerade - jenseits der von wem auch immer verbreiteten marketingaussage. |
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@Rahab am 23.08.2011 um 21:44
Danke für das Kompliment :-) 1) Zunächst zur Begriffsklärung: Mit "Ballung von Gefülswust" referierte ich auf die Bestimmung der nach maike Relevanz gebenden Gruppe von Frauen, nämlich "neurotische, hochsexualisierrte Frauen zwischen 30 und 40" . das fand ich, zumal ohne empirie etwas zu wild phantasiereich, um darauf Urteile zu stützen. 2) Was Maike - wenn sie mag - dann tun sollte: Grundsätzlich Ihr Argument stützen und besser veranschaulichen, sich zum Beispiel die Frage stellen, wieviel Angst müssen Männer denn haben, mit welcher Wahrscheinlichkeit auf immerhin "neurotisierte" Frauen zu treffen und ergo ihr Glück nicht zu finden, selbst, wenn es diese Frauen für sich suchten und fänden? 3) Die literaturwissenschaftlichen Kategorien sind immer dieselben, man lernt Sie im Studium der Literaturwissenschaft, ansonsten muß man mit einem hoffentlich gelungenen Deutschunterricht und seinen Ergebnissen vorliebnehmen, was immer auch schon ganz schön weiterhelfen kann, aber ich werde jetzt hier keinen Grundeinführung in die Literaturwissenschaft und -kritik geben. Die Überschrift dazu lautet "Textarbeit"; weiter oben habe ich schon einmal hinsichtlich des Buchtitel einen praktischen Vorschlag gemacht. 4) Natürlich ist die Relevanz eines Buches nicht nur literaturwissenschaftlich, sondern auch soziologisch, sozialpsychologisch o.ä, zu bestimmen, aber immer noch bleibt die Frage läßt er Text das je hypostasierte zu, macht er etwas ganz anderes oder ist er wirkungslos und ich wiederhole mich - aber erweitert - programmatisch: form follows function oder: Inhalt und Wirkung sind auch sprachlich nicht beliebig herstellstellbar im gegebenen historischen Kontext der Gesellschaft. 5) Sollte ein schlechter Roman Wirkung haben, so wäre das kein gutes Zeichen für den Zustand der Gesellschaft. andersherum: Dass Literatur durchschlagende Wirkung hat kommt eher selten vor, allerdings ist sie immer ein feines Instrument zur Anzeige des Zustandes in dem sich die eventuell dann nur noch kaufende und lesende, aber nicht mehr verstehende Gesellschaft befindet. Liebe Grüße Uwe |
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schrieb am
23.08.2011 um 23:32
"immer ein feines Instrument zur Anzeige des Zustandes in dem sich die eventuell dann nur noch kaufende und lesende, aber nicht mehr verstehende Gesellschaft befindet." das ist ungefähr das was ich meinte...
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schrieb am
24.08.2011 um 11:02
also nicht ganz - eher "wie würde man das Buch besprechen wenn man es als Konzept Buch liest, betrachtet, kommentiert"
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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