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Kultur : "21einundzwanzig", Extra-Ausgabe

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Bereits im Spätsommer 2010 fand sich eine andere Gruppe kritischer Journalisten und Medienmacher in Stuttgart zusammen und gründete die kleine, monatlich erscheinende, kostenlose Zeitung 21einundzwanzig. Wie auch Kontext finanziert sich diese Zeitung hauptsächlich aus gesammelten Privat-Spenden. Im Blatt selbst wird allerdings auch Reklame abgedruckt. Allerdings annoncieren dort lediglich kleine Verlage, Bioläden und andere kleine, regionale Gewerbetreibende.

Bisher erschien die Zeitung nur gedruckt und wurde z.B. auf Demonstrationen verteilt; man konnte bei Erhalt aber durchaus auch 1 Euro spenden, wenn man das wollte.

Die Zeitung entstand aus dem dringenden Wunsch heraus, ein mediales Gegengewicht gegen die flächendeckende S21-Propaganda durch Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten, ihre lokalen Ableger in den Landkreisen (alle SWMH) sowie den SWR zu schaffen (siehe auch taz vom 11.12.2010). Ebenfalls wie Kontext erklärt man sich für unabhängig von politischen Parteien, bekennt sich aber -im Gegensatz zu Kontext- eindeutig zur demokratischen Bürgerbewegung und benennt K21/S21 als Kernthema.

Dass die Zeitung wirklich versucht, dem eigenen Anspruch gerecht zu werden, zeigte sich u.a. darin, dass sowohl Boris Palmer (Grüne), als auch Sabine Leidig (MdB, Linke), aber auch Tanja Gönner (CDU, Verkehrsministerin B/W) zusammen in der Februar-Ausgabe der 21einundzwanzig jeweils ganzseitig zu Wort kamen in fair und gut gemachten Porträts.

Andererseits gibt es in der 21einundzwanzig auch sehr engagierte, wiewohl fundierte, sauber recherchierte, niveauvolle und ausführliche Beiträge rund um das Kernthema. Kommentare vertreten selbstbewusst starke Positionen. Weiterhin versucht man, dem Protest in Stuttgart ein Gesicht zu geben und erzählt Geschichten von einfachen Stuttgarterinnen und Stuttgartern und wie diese zum Protest fanden. Beachtung findet auch die regionale Kunst- und Kulturszene.

Seit heute ist die kleine, engagierte Zeitung mit ihrem Internetauftritt auf einen schnelleren Server umgezogen. Vor einigen Tagen erschien eine erste Ausgabe „Extra Online“; vermutlich will man die Geschwindigkeit des Internets verstärkt nutzen. Und sicherlich auch das Geld sparen, was man ohnehin nicht hat. Trotzdem ist und bleibt die mutige, kleine Zeitung in jeder Hinsicht nicht käuflich.

Leser-Kommentare im wordpress-Format (können also auch html-getaggt werden) sind möglich und erscheinen sehr zeitnah nach dem Posten.

Die Printausgaben, leider erst ab Nr. 4 vom Dezember 2010, kann man hier als PDF herunterladen.

http://gruene-gegen-stuttgart21.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/einundzwanzigDIE-ERSTE-September-2010.jpgDie Erstausgabe vom September 2010 als PDF (Bild klicken).

***

Update 16:14

Zum Thema Propaganda, schwarze"Leit-Medien" in B/W, SWR, heute -ohne Worte...

>>> youtu.be/qHiVuXUWaas

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