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...dass es das Klischee, es sei eine "Experten-Software für haarige Nerds " in der täglichen Anwendung umgehend als solches entlarvt. Wer z.B. von Windows auf Linux umsteigt und sich eine entsprechend umsteigerfreundliche Distribution wie etwa Linux-Mint, Fedora, Open Suse oder Mandriva ausgesucht hat, wird sehr rasch damit zu Rande kommen. Ganz ohne Expertenwissen und sehr intuitiv. Wer Spezielleres wissen möchte, kann sich online Rat holen; der Support durch die Community z.B. bei Ubuntu (Linux-Mint ist ein Ubuntu-Derivat) ist um Längen besser, als dass, was man bei Microsoft geboten bekommt. (Bedenkt man, dass Windows eine kommerzielle Software ist, dann ist der Microsoft-Support vergleichsweise gar eine Zumutung).

Für einen sukzessiven Umstieg ist Linux-Mint sehr geeignet; es ist intuitiv und einfach zu handhaben, bringt von Beginn an eine Menge Treiber und Codecs mit (wichtig für Hardwareunterstützung und Mulimedia-Anwendungen) und lässt nicht ungefragt Veränderungen am System zu; man kann also von Anfang an „in die Vollen“ gehen, ohne ängstlich befürchten zu müssen, dass man aus Unkenntnis oder fehlender Erfahrung wegen das System zerballert.

Natürlich kann man als `Experte` - haarig oder nicht - mit Linux unzählige und traumhafte Sachen machen, wenn man beispielsweise virtuos mit der Befehlszeile umgehen kann. Aber auch als eher bequem veranlagter (oder rastloser) Durchschnittsanwender wird man eine in die Zehntausende gehende Anzahl von Programmen mit graphischer Oberfläche vorfinden, die sich wie gewohnt bedienen lassen.

Linux ist nicht Windows. Es ist auch nicht Mac. Genau wie Berlin nicht Stuttgart und London nicht New York ist. Es ist – um im Bild zu bleiben – für den Neuling eine fremde Stadt, die auch erst mal kennen gelernt werden will, bevor sie vielleicht eine neue Heimat werden kann. Aber diese Reise lohnt sich! Und mit einem gerüttelt Maß an Geduld und Muße kann sie auch zum endgültigen Umzug/ zur Ausreise/ zum Auswandern führen. Und wollen nicht alle eigentlich immer dahin, wo sie gerade eben jetzt nicht sind?..

Ach, vergaß ich es zu wiederholen? -Ja, Linux ist -definitiv & immer- kostenlos und reklamefrei.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.