Großeinsatz der Polizei in Stuttgart geplant
9.000 Polizisten sollen nach der für den 27. November geplanten Volksabstimmung das S21-Baurecht der Deutschen Bahn durchsetzen. So berichtet heute die Kontext-Wochenzeitung aus Stuttgart. Mit diesem martialischen Aufwand, der den Autor des Artikels nicht ganz zu unrecht an den D-Day erinnert, sollen der Abriss des Südflügels und die Baumfällungen im angrenzenden Schlossgarten abgesichert werden.
Der alte und Immer-noch-Sprecher der Stuttgarter Polizei Stefan Keilbach (Foto) http://www.kontextwochenzeitung.de/uploads/RTEmagicC_polizei_3_01.jpg.jpgmeinte dazu im Duktus des ehemaligen Ministerpräsidenten Mappus (CDU), dass man so handele, weil man die Bilder des 30.9. (2010 - „Schwarzer Donnerstag“, Polizeieinsatz im Stuttgarter Schlossgarten mit über 400 Verletzten) so „nie wieder“ sehen möchte. - Man möchte „die Bilder“ nie wieder sehen...
Ebenfalls in diesem alarmierenden Beitrag des Stuttgarter Journalisten Josef-Otto Freudenreich kommt der Polizei- sprecher noch einmal auf das dafür ebenfalls geplante, im Stuttgarter Volksmund bereits „Containamo“ getaufte Gefangenenlager auf dem Cannstatter Wasen zu sprechen. Es handele sich um freundliche, beheizbare Bürocontainer mit sanitären Anlagen („Auch Duschen?“ - ist man langsam fast versucht zu fragen...), die man mit „Menschenhändlercontainern“ (Keilbach) nicht vergleichen könne. „Nur die Türen können nicht von innen geöffnet werden und die Fenster auch nicht.“
Um diesen Wahnsinn insgesamt zu realisieren, müssen Polizeieinheiten aus dem gesamten Bundesgebiet „bis hinauf nach Schleswig-Holstein“ nach Stuttgart gekarrt werden. Ein finanzieller Aufwand, der einen zweistelligen Millionenbetrag ausmacht, schätzt die Stuttgarter Polizei. Denn gemäß tariflicher Vereinbarungen dürfen die Polizei-Truppen nicht in Turnhallen o.Ä. untergebracht werden; man sucht nach verfügbaren Unterkünften in Hotels und Pensionen bis nach Mannheim hinauf.
In einem Kommentar unterhalb des Artikels auf der Kontext-Webseite schlägt jemand vor, dass die Stuttgarter Verantwortlichen doch einmal überprüfen sollten, ob es angesichts dieses „paramilitärischen“ Aufmarsches nicht angebracht wäre, „in Brüssel nachzufragen“ und so den „Bündnisfall“ auszulösen - beispielsweise zwecks Einrichtung einer NATO-Flugverbotszone über Stuttgart...
(Foto: Kontext-Wochenzeitung)