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Einer der letzten, sichtbar aufrechten SPD-Genossen ist gestern in Berlin verstorben. Hermann Scheer.
Er engagierte sich zuletzt auch im Streit um "Stuttgart 21" und hielt dort am 7. August zu Beginn einer Protest-Demonstration eine beachtliche Rede:
Am 23. September d.J., also vor nicht einmal 3 Wochen, veröffentlichte "Der Freitag" eine Buch-Rezension von Hermann Scheer, die auch zu einer Abrechnung mit dem neoliberalen Kurs seiner Partei und einem ihrer Protagonisten wurde.
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Ein Jammer, dass es immer die Guten so früh trifft.
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das cross over Institut Solidarische Moderne veröffentlichte eben folgenden Nachruf:
Hermann Scheer ist im Alter von 66 Jahren unerwartet gestorben. Er war Gründungsmitglied und Kuratoriumssprecher des Instituts Solidarische Moderne und vom ersten Tag an dessen treibender Initiator und unverzichtbarer Berater. Er hinterlässt eine Lücke im öffentlichen Leben der Bundesrepublik Deutschland, die nicht zu schließen ist. Sein Wirken als Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, Bundestagsabgeordneter und politischer Publizist, als Präsident von Eurosolar und General Chairman des World Council for Renewable Energy war einzigartig. Von 1993 bis 2009 war er Mitglied im Parteivorstand der SPD. 1999 erhielt er für seine Verdienste als Pionier und politischer Wegbereiter für erneuerbare Energien den Alternativen Nobelpreis. Zur Gründung des Instituts sagte er: "Ich engagiere mich im Institut Solidarische Moderne, weil dies der richtige Rahmen für das Pflanzen einer sozial-ökologischen Perspektive ist gegen die vom sogenannten Neoliberalismus produzierte Wüste." In diesem Geiste werden wir seine Vision weiterleben. Wir haben einen Freund verloren. Für unser Institut verfasste Hermann Scheer zuletzt im Mai diesen Jahres zusammen mit Andrea Ypsilanti einen Denkanstoss „Der Weg aus der Systemkrise des Wirtschaftens", in dem die beiden Autor/innen einen wichtigen Debattenbeitrag für eine zeitgemäße und problemgerechte Aktualisierung der politischen Ökonomie leisteten. An diesen Denkanstoss wollen wir zum Tode Hermann Scheers erinnern. Sie finden diesen Denkanstoss unter www.solidarische-moderne.de/de/article/44.der-weg-aus-der-systemkrise-des-wirtschaftens.html |
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Hermann Scheer war in der Tat einer der letzten Politiker, mit denen man wirklich etwas verbindet, ein klares Programm, seinen Einsatz für erneuerbare Energien. Die Betroffenheit, die ich empfinde, zeigt eines ganz deutlich: Ich hätte gern noch mehr von Hermann Scheer gehört, habe seine Positionen und Einschätzungen stets geschätzt. Ein Politiker, der uns fehlen wird.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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