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Hardcover, gebunden

288 Seiten

24 €

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Theaterfestival

Festivalzentrum: Spinnbaugarten

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Kultur : Putativ und Präventiv

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Die Stuttgarter Wochenzeitung "KONTEXT" erscheint heute bereits schon ( oder vll. besser nur: "bereits") zum 6. Mal...

"Editorial" (v. Rainer Nübel):

Macht, Mafia, Medien

Medien sind manchmal wie Wundertüten. Darin finden sich die unterschiedlichsten Dinge, die Welten voneinander entfernt scheinen. Macht und Mafia zum Beispiel. Das sind zwei Themen, die doch so wenig miteinander gemein haben wie ein Skilift mit Ostfriesland. Oder?

Jetzt will es der Zufall – oder aber die "Themenmischung", wie Journalisten es nennen –, dass in unserer neuen Ausgabe tatsächlich von beidem die Rede ist: von der neuen Regierungsmacht in Baden-Württemberg, die Grüne und Sozialdemokraten am Donnerstag mit der Wahl von Winfried Kretschmann zum Ministerpräsidenten besiegeln wollen. Und von der italienischen Mafia, die sich im Musterländle längst gefährlich breitgemacht hat, wie interne Ermittlungsunterlagen zeigen, die uns vorliegen.

Wir gestehen, putativ und präventiv: Diese krude Einleitung war nur der plumpe Versuch, die mutwillige und vorsätzliche Bösartigkeit zu verschleiern, mit der wir diese Themen zusammengemischt haben. Natürlich hat uns die diebische Freude an der Provokation zu dieser Tat angetrieben. Obwohl, ganz im Ernst: die bisherige schwarz-gelbe Landesregierung und die zuständigen Polizeibehörden haben das gravierende Problem der real existierenden Mafia jahrelang derart hartnäckig relativiert, dass einen schon mächtig interessiert, was die Gründe dafür sind.

Im aktuell-politischen Umkehrschluss heißt dies: Kretschmann & Co., die jahrelang gegen diese Mauer des Schweigens und Verschweigens mit Pressemitteilungen und Landtagsanfragen angerannt sind, haben es jetzt in der Hand, diese politische "Omertà" zu durchbrechen. Und für Transparenz zu sorgen. Hoffentlich klärt sich dann, was hinter der mysteriösen Aussage eines kalabrischen Mafiosos in Stuttgart steht, die italienische Ermittler heimlich aufgezeichnet haben: "Wir könnten hier das Kolosseum bauen." [...]

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Vielen Dank für Ihre gerichtete Unaufmerksamkeit!

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