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Wie heute bekannt wurde, erging bereits am 4. März bei der Stuttgarter Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Ministerpräsident Mappus und weitere Ministerialbeamte wegen offenkundiger Falschaussagen vor dem Untersuchungsausschuss des Landtags. Der parlamentarische U-Ausschuss tagte im Dez./Jan. und sollte den Polizeieinsatz im Stuttgarter Schlossgarten vom 30. September des vergangenen Jahres ("Schwarzer Donnerstag") aufarbeiten. Insbesondere ging es darum, ob die Regierung Einfluss auf den Einsatz genommen hatte, bei dem es über 400 z.T. Schwerverletzte gab.

Erstattet wurde diese Anzeige durch den Stuttgarter Richter a.D. Dieter Reicherter, der inzwischen auch der Gruppe „Juristen zu Stuttgart 21“ angehört. Dieter Reicherter wurde am 30.9.2010 durch Zufall Zeuge der Vorgänge im Schlossgarten und stellte seinerzeit bereits am Tag darauf, 1.10., eine Dienstaufsichtsbeschwerde an CDU-Innenminister Heribert Rech gegen den Schützen eines Wasserwerfers.
Die nun erfolgte Strafanzeige gegen Mappus und weitere Zeugen ergibt sich aus der Auswertung von Protokollen des U-Ausschusses, einer Untersuchung der Beweiswürdigungen des Abschlussberichts der Opposition (der Abschlussbericht von Schwarz-Gelb enthält nicht mal eine Beweiswürdigung) und weiterer Zeugenaussagen.

In einem ersten Komplex belegt Reicherter den Verdacht, dass es den -von Mappus immer geleugneten- Zusammenhang zwischen dem Termin der Baumfällungen im Schlossgarten (30.9./1.10.) einerseits und seiner Regierungserklärung am 7.10. andererseits gegeben hat.
Könnte dieser Zusammenhang nun nachgewiesen werden, wäre das der GAU für alle regierungsseitigen Aussagen vor dem Untersuchungsausschuss – die Regierung, allen voran Mappus, wären ihrer Wahrheitspflicht vor dem Ausschuss nachweislich nicht nachgekommen.
Abgesehen vom totalen Glaubwürdigkeitsverlust (falls von dieser überhaupt noch etwas übrig geblieben ist), wäre das in Folge auch ein Fall für den Staatsanwalt; wissentliche Falschaussagen vor dem höchsten parlamentarischen Kontrollorgan, Verdunkelung, versuchte Rechtsbeugung, Macht- und Amtsmissbrauch ließen grüßen.

In einem zweiten Komplex deckt Reicherter weitere widersprüchliche Zeugenaussagen bezüglich nicht auffindbarer Sitzungsprotokolle auf, die mit oben beschriebenem, Mappus schwer belastenden Vorgang eng verknüpft sind. -Reicherter versucht mit Akribie, einen Sumpf der Lügen trocken zu legen.

Ein dritter Komplex belegt den ungeheuerlichen Vorgang, dass eine Person mit Verdacht auf Herzinfarkt infolge des Polizeieinsatzes nicht sofort versorgt und behandelt wurde, weil Rettungskräfte, die bei einem solchen Einsatz durch die Polizei a priori hätten mitgeführt werden müssen, erstens nicht mitgeführt wurden und darüber hinaus Rettungskräfte verspätet informiert und z.T. in anderen Fällen auch behindert wurden.

Reaktionen oder Stellungnahmen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft auf eventuelle Nachfragen z.B. seitens der Medien zu dieser Strafanzeige sind bisher nicht bekannt.
Fotonachweise: realfragment (4), buntgrau (1), blauematrix (1)
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"Eine Ausschuss-Untersuchung" von fluegel-TV
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"Abgesehen vom totalen Glaubwürdigkeitsverlust (falls von dieser überhaupt noch etwas übrig geblieben ist)..."
Nach den Umfragen glauben dem Mann aber noch 38%, zumindest derjenigen, die wählen gehen. Interessant, dass ich nur in der Stuttgarter zeitung etwas dazu gefunden habe. Ansonsten nur dein Blog beim googlen. |
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Die 38% unterliegen wohl an so einer Art bizarren Guttenberg-Effekt, nehme ich an.
Ja, die StZ hat es inzwischen auch gebracht, aber wohl ein bisschen später als wir hier im Freitag. Kann man nur hoffen, dass die Stuttgarter Journalisten dran bleiben; das könnte möglicherweise Auswirkungen auf o.g. Effekt haben. Was bezüglich des eigenartigen Wahlgesetzes in B/W (extreme Begünstigung starker Parteien>>>verfälschte Mehrheitsverhältnisse; siehe hier) auch nicht das Schlechteste wäre. |
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"Wem unterliegen sie?" -genau: einem bizarrem Effekt... sorry
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hach... das stimmt, glaube ich, auch nicht, peinlich. Ich hab's irgendwie mit den Dativ. Jedenvals obben in den Techst (ersta Komentahr) mus äs ain Mmhhh sein.
Schahde, dasss man/frau Komäntahre ümmanochnich Edtit Tieren kan... Aba vülleisch klabbt dasss ja auch bessa nach den 27. Merz... |
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Watt issn ahm ziebenhundschwanzigsten Merz?
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Ach Gottchen, ich kriege jedes Mal Vollkrisen, wenn ich meine Kommentare lese (besonders seit meine B Taste tot ist).
Aber jetzte geht alle durcheinander. Es kann heißen: Die 38 % unterliegen wohl so einer Art bizarrem Guttenberg-Effekt (ohne an, dafür aber mit bizarrem Dativ) oder Die 38% leiden wohl an so einer Art bizarrem Guttenberg-Effekt (mit an, ausgetauschtem Verb und natürlich unserem geliebten bizarren Dativ) Und die Frage "Wem unterliegen sie?" beantworten wir mit: einem bizarren Effekt Wobei mir das überhaupt nicht aufgefallen ist ;)))) |
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PS: Es ist zudem immer eine Frage der Perspektive. Ich habe früher, als ich mich noch auf Myspace rumgetrieben habe, immer die HipHop Threads gelesen, wenn ich an meiner Grammatikfähigkeit gezweifelt habe.
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@abghoul
Sommaszeit. @KW Tanke. |
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@KW: Das "an" hatte ich völlig übersehen; da war wohl noch, zusätzlich zur Dativ- Insuffizienz, ein weiteres Leiden am Werk, "an" welchem man leiden kann.
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Am kommenden Wochenende ist Landtagswahl in Baden-Württemberg, DIE Gelegenheit
Stefan Mappus, CDU-Ministerpräsident, S21-Befürworter, glühender :-) Anhänger der Atomenergie und "Franz-Josef Strauß Imitator2 abzuwählen ... ABWÄHLEN - ABSCHALTEN - AUFATMEN |
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Dem ist nichts hinzuzufügen. Vielleicht nur noch etwas politisch Unkorrekteres, aber durchaus auch Zutreffendes: Homo- und xenophober Bonsai-Tyrannosaurus Rex, der sich seinen Kindertraum vom Baggern massiv und gegen jeden guten Rat makromäßig erfüllen will...
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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