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Ich wohne in der Nähe einer Art freikirchlicher Kirchengmeinde.

Heute nach Feierabend ging ich an der Glasvitrine dieser Gemeinde vorbei.

In ihr ist oft selbstgebastelte Werbung für den Glauben enthalten.

Am Wochenende hatte ich mir aufgund einer Begebenheit, die ich hier nicht beschreiben möchte, die Boulevardsendung "exklusiv " auf RTL angesehen.

Darin gab es auch eine Passage über etwas, dass mir von einer mitsehenden Fernsehzuschauerin als alter Hut beschrieben wurde, nämlich dass Mode und Religion die gleichen Regionen im menschlichen Gehirn ansprechen und aktivieren sollen.

Dazu wurden Modeschöpfer befragt und es lohnt sich eigentlich nicht viel näher auf den kurzweiligen Zeitvertreib vor der Glotze vom Wochenende einzugehen.

Der Bogen zu heute abend und zur Werbung der Kirchengemeinde spannt sich derart, dass in der Glasvitrine eine selbstgemachte Collage enthalten ist.

Darauf waren fotografierte Personen in solcher Kleidung ausgeschnitten, die Christen wohl für Mode halten mögen und dazu der Text:

"Moden kommen und gehen. Gottes Zusage bleibt"

Nachdem ich mir das im Vorrübergehen angesehen hatte, wollte ich das eigentlich wie gewöhnlich vergessen.

Ich hatte mich aber darüber gewundert , wie die , die mit ihrem Glauben werben , ausgerechnet auf Mode kommen.

Ob das Zufall war?

Oder gucken meine christlichen Nachbarn auch manchmal RTL?

Haben die Christen den Kampf gegen die konkurrierende Mode bei der Aktivierung der eigentlich für die Religion zuständigen Gehirnzellen aufgenommen?

Ein Journalist der aus so einem Stoff eine kleine Meldung schreiben wollte, würde wohl zu dieser Gemeinde gehen und die Leute interviewen, wie sie es gemeint haben, aber als Blogger habe ich mir vorgenommen mit diesem kleinen Text die Geschichte auf sich beruhen zu lassen.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.