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Am Wochenende war ich mit dem Schönes Wochenende -Ticket mit der Bahn unterwegs. der Pynchon war vorbei und ich habe ihn gelesen und an und zu natürlich auch aus dem Fenster geschaut. Ich habe ihn gelesen , wie ich fernsehen. Das ist so eine Menge an eindrücken. War mit dem Zug unterwegs und beim Lesen manchmal nur Bahnhof verstanden.
Am meisten berührt hat wieder das Thema Tiere ,-das mit diese Sequenz vom Frans- nicht nur ein paar Worte gebildet hat.
Die Ausrottung der Dronte auf Maurtius hat er in ihrer Schrecklichkeit doch recht eindrücklich beschrieben.
Auch dieser ganze regilgiöse Hintergrund dabei war doch sehr interessant. Mit diesem Überlegenheitsgefühl der europäischen Zivilisation sind dann Tiere unwiederbringlich abgeschlachtet worden, die gegen solch verrückte Siedler einfach keine Chance hatten.
Ist das vielleich ein Bezug zum 2ten Weltkrieg und dem Einschlag der V2 mit seiner Poisson-Verteilung gegeben?
Man könnte daran denken, andererseits erscheint mir die Überlebenswahrscheinlichkeit im 17 ten Jahrhundert einer Dronte auf Mauritius noch geringer als die eines Einwohner von London im Jahre 1944.
Es wäre wohl eher daneben in diesem Zusammenhang Tiere mit Menschenn zu vergleichen, aber es könnte doch ein Paralelle in der Unausweichlichkeit von einem Verrücktem oder etwas Verrücktem getroffen zu werden, wenn sich die Geschosse erst einmal endgültig auf den Menschen bzw. die Dronte gerichtet haben, bestehen
So wie die Dronte, dieser flugunfähige fast schon etwa tapsig wirkende Vogel den Untergang bei solch schießwütigen verrückten Siedlern ergangen ist, könnte es auch dem Menschen mit seinen so kühl berechneten und doch so verrückten Massenvernichtungswaffen wie auch der V2 ergehen.
Es gibt so viele tolle Stellen im Pynchon. Es folgt nochmals ein Text-Zitat von S.250:
"Es stimmt, jetzt Wanja "sehtEuch die Formen an , in denen sich der Kapitalismus ausdrückt. Es sind Pornographien der Liebe, der erotischen Liebe, der christlichen Liebe, der Kind-mit-seinem -Hund-Liebe, Pornographien von sonnenuntergängen, Pornographien des Tötens und der Deduktion-ahhh dieses wolllüstige Stöhnen, wenn wir den Mörder erraten-, all diese Romane, Fime und Songs, mit denen sie uns einlullen, sind Annäherungen, mehr oder weniger tröstliche Annäherungen an diesen einen absoluten Trost."
Eine kurze Pause , dieRudi ein säuerliches Grinsen erlaubt.
"Den selbstherbei geführten Ogasmus"
Man kann sich durchaus über die einzelnen Passagen in diesem Zitat streiten und der eine oder die andere würde sicher gerne dies oder das aus dem Zitat gerausgenommen sehen, aber diese Bennnung des pornographischen Charkater der Ausdrucksweise des Kapitalismus ist nach meiner Meinung nicht nur faszinierend sondern auch richtig!
Schließen möchte ich mit einem etwas launigem Reim auf meinen Sonntag mit Pynchon in den Zügen bei der Unrundung des Globus der nordwestdeutschen Erde:
Mit dem Pynchon unterwegs
Las den Pynchon Essen bis Minden,
ließ ihn dann im Beutel verschwinden,
auch wenn ich kein Kängruh bin,
war die Leselust erstmal dahin,
bis Hannover las ich ihn dann in der S-Bahn
und in meinem Kopf krähte bei manchen Stellen ein Hahn,
weiter ging es dann nach mit einer anderen S-Bahn nach Celle
und las dabei ein paar Seiten Pynchon auf die Schnelle,
dann ging es nach Uelzen mit dem privaten Regigionalexpress
und ich las in all dem Lärm den Pychon bis zum Ekzess
doch dabei blieb ich längst noch nicht stehen
und bis Hamburg sollte mein Lesen im Pynchon weitergehen,
dort in Hamburg gab es nach Bremen die Reisewende,
war mit dem Pynchon noch längst nicht zu Ende,
bis Osnabrück las ich dann noch ein gutes Pynchon-Stück,
dann nach Münster verliess mich die Begeisterung für das Lesen,
wurde dort ein recht müdes mesnschliches Wesen
und zurück im wunderschönen Essen
habe ich den Pynchon dann erst einmal vergessen.
Der Text ist Teil eines Projektes:
Wir lesen gemeinsam Thomas Pynchons „Die Enden der Parabel“.sen
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Iwo. :) So war das auch gar nicht gemeint. ;)
Lieber Kalle wirsch, da sind so viele Stellen zwischen s.150-181 zu denen lassen sich noch ganze Bücher vollschreiben. Ausserdem habe ich ja auch geschrieben , dass ich manchmal nur Bahnhof verstehe. |
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;)))
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Lieber ruhrrot,
bei dieser schönen Reisererzählung werde ich ja (fast) neidisch (ein bekannter Dichter hat sich den Himmel immer als Bibliothek vorgestellt, mein Himmel müßte soviel Räder wie Bücher haben, ein Bücherzug auf einer endlosen Reise durch die verschiedensten Landschaften....) Roll on! archie |
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Lieber archie,
Du bist sooo ein lieber virtueller Freund und ich freue mich immer sehr wenn Du mir einen Kommentar schreibst. :) Herzliche Grüße rr |
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Lieber ruhrrot,
die Freude ist ganz meinerseits ! Erfreut sich archie |
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"bis Osnabrück las ich dann noch ein gutes Pynchon-Stück,"
und dann bist Du sicherlich an die olle Bremer Brücke/ins Osnatel Arena gepilpert und das Buch in den lilaweißen Mittelkreis gelegt, d a m i t die Lektüre Fahrt aufnimmt??? 'Mein Buch lag zum Glück/am Mittelkreis in Osnabrück!' |
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Lieber walter ter linde ,
heute abend werde ich von Dir aber wirklich mit Deinem herrlichen Humor verwöhnt, aber lustig wechseln kann ich das leider nicht. Hoffentlich hältst Du mich jetzt nicht für einen Abend bzw. Nachtmuffel? :) Herzliche Grüße rr :) |
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Genau, aber doch viel mehr Meilen als Seiten. :)
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Mit der Bahn durch die norddeutsche Tiefebene flanieren und dabei über Dronte, V2 und "Den selbstherbei geführten Ogasmus" nachdenken, ist ein Luxus, den du dir verdient hast. Danke, dass du mich daran teilhaben ließt.
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Och lieber Koslowski, das ist aber ein echt netter Kommentar.
Ich habe mich gefreut. Danke. Herzliche Grüße rr |
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Lieber ruhrrot,
sag mal, schreibst Du regelmäßig Gedichte? Sieht irgendwie danach aus.....Danke für Deinen Mut, hat mir gut gefallen. Schön das dir die Textpassage auch aufgefallen ist... Ich liebe solche Details. Toll das Du die Passage auf Seite 250 zitiert hast, die ist mir auch aufgefallen! Ich bereite gerade meinen nächsten Beitrag vor. Ich habe mich zur Stelle durch die Seiten des Meisters "gefressen", zu der ich was machen will und lese dazu gerade ein wenig Kriegsliteratur dazu...Klar, es geht um Pudding und ich habe so meine Ideen zur Person des Brigadier. Hoffe ich kann noch ein wenig Waffenkunde dazu packen, denn Pynchon scheint einen Faible für Waffen zu haben, was schon in der Rezension von "Gegen den Tag" in der ZEIT launig bemerkt wurde. |
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Lieber Onkel Wanja,
danke für den Kommentar, über den ich mich sehr gefreut habe. :) Ich reime ganz gerne mal, obwohl mir eigentlich klar ist, dass "richtige" Gedichte sehr viel Tiefgang und eine subjektive sowie akzentuierte und sehr pointierte Erfassung der Realität oder der Fantasie erfordern. Das bring ich vielleicht nicht immer , aber ich kann ja versuchen zu lernen und mir macht das Üben Spass. :),obwohl ich dabei irgendwann auch mal die Reime auslassen möchte. :) Die Textpassage auf S.250 habe ich als eine Perle im Pynchon angesehen. Die Ausdrucksformen des Kapitalismus als Pornographien der verschiedenen Formen der Liebe beschrieben. Wow! Bei aller Kritik die man auf diesen Satz oder diese Passage anwenden kann, muss man erst mal darauf kommen. "Faszinierend!" , obwohl ich gar keine langen spitz zulaufenden Ohren habe. ;) Du hattest bei der angekündigten Pynchons Kapitalismuskritik nicht zu viel verprochen! ;) Ich hoffe, es folgt noch mehr in dieser Eindeutigkeit. ;) Freue mich auf Deinen nächsten Beitrag. ;) Das mit dem Brigadier Pudding hört sich sehr interessant an. Detaillierte Waffenkenntnisse habe ich aus dem Pynchon auch schon herauslesen können, uch bei ganz alten Waffen, kriege das im Augenblik aber nicht mehr im Kopf ob das im Zusammenhang mit dem Brigadier war. Ic meine jetzt die Detaillierheit der Beschriebugen bei den alten Musketen, mit denen die Dronten abgeschlachtet worden sind. Toi,Toi , Toi und viel Erfolg ( obwohl ich da be Dir keinen ernsthaften Bedenken am Ergebnis habe.) Herzliche Grüße rr |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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