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Politik : "...die im Dunkeln..."

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Ein riesengroßes Schiff im Mittelmeer hat einen Medienhype ausgelöst.

Emotionen, Drama, vielleicht blinde Passagiere, ein Kaptän der als Feigling darsteht, mutmaßliche Unfähigkeit der Crew bei der Rettung der Passagiere und nicht zuletzt bis jetzt dreizehn Tote.

Schaulustige die sich das ganze Übel der Katastrophe von der Küste aus begucken und dabei genüßlich ihr Brötchen essen.

Ein Schwester der Costa Concordia , die Costa Serena die ganz nahe an der Unglücksstelle vorbeifährt, -"so als ob nichts gewesen wäre" (ZDF) !

Ein besonderes Appetithäppchen für die Passagiere an Bord der Costa Serena?

So viele Talkshows zur Haverie der Costa Concordia, scheinbar nur noch durch die Affäre um Bundespräsident Wulff geschlagen.

Riesige Kreuzfahrtschiffe im Mittelmeer und auf allen Ozeanen. Die Speicher voll mit den köstlichsten Lebensmitteln und teuersten Getränken gefüllt.

Das grosse Fressen bis zum Abwinken.

Wohlstandsbürger an Deck , die es sich leisten können.

Die Nachfrage hat zugenommen, weil Kreuzfahrten jetzt auch schon in unteren Preissegmenten angeboten werden.

Nacht im Mittelmeer .

Kleine Nußschalen schaukeln und wanken auf den Wellen zwischen Afrika und Spanien und den italienischen Inseln oder dem italienischen Festland, zwischen Afrika und der Türkei oder Zypern oder zwischen Afrika und Spanien .

Voll mit Menschen aus Afrika, die von einem besseren Leben in Europa träumen.

Täglicher Tod.

Das Mittelmeer als die große Mauer Europas vor den Menschen , die einfach nur nicht verhungern oder etwas besser als am Existenzminimum leben wollen.

Diese armen unwohl wohl täglichen Opfer aus Afrika werden kaum in der Tagesschau erwähnt.

Höchtens wenn es um ganz große Katastrophen geht und wenn viele Bootsflüchtlinge aus Afrika beim Kentern einer dieser Nußschalen ums Leben gekommen sind.

Tote kann und soll man nicht gegeneinander ausspielen.

Die Toten und Verletzten auf der Costa Concordia sind tragisch und verdienen Respekt, aber die Bootsaflüchtlinge aus Afrika , die tagtäglich im Mittelmmer ums Leben kommen haben diesne Respekt mindestens genauso verdient.

Doch wer berichtet über die außer " der freitag", "konkret" und ein paar andere meist eher linke Blätter ?

Es ist halt wieder der gute alte Brecht mit "...denn ,die im Dunkeln sieht man nicht."

Mir ist auch klar, dass einen Blog darüber zu schreiben eine Sache ist und wirklich zu helfen ,eine andere Sache ist.

Am Ende zählt doch nur das Machen und das Helfen.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.