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Generation rechts?

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Hardcover, gebunden

288 Seiten

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Kultur : NEIN

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Was geht nur in dem Kopf des mutmaßlichen Täters von Norwegen vor, der so viele junge Menschen erschießt und dabei wahrscheinlich noch jubiliert hat?

Es ist eine Welt voller Gewalt. Immer und überall.

Selbst als Einwohner der BRD, der Gewalt vielleicht nur in Folge eines Verbrechens befürchten muss, begegnet man der Gewalt im Fernsehen und in den Zeitungen, die von den Verbrechen auf der ganzen Welt berichten.

Was geht im Kopf eines MG-Schützen auf einem amerikanischen Hubschrauber im Irak vor, der Menschen tötet und hinterher lacht, wenn man an die diesbezüglichen Videos von wikileak denkt?

Es ist eine Welt voller Gewalt und es hört nicht auf.

Gewalt in der Geschichte. Tausende von Kriegen und Millionen von Toten.

Gewalt der Märkte gegen ihre Verlierer, wie die derzeitige Hungerkatastrophe in Afrika.

Gewalt gebiert neue Gewalt und es ist ein ewig negativer Kreislauf, der sich bis in die Unendlichkeit fortsetzen zu scheint.

Gewalt als tatsächliche oder vermeintliche Notwehr des Staates gegen Terror und Verbrechen.

Gewalt in unendlich vielen Formen und kein Ende in Sicht.

Die Menschen brauchen in der Regel doch so viel Liebe und bekommen stattdessen oft einfach nur die nackte Gewalt serviert.

Liebe ist hier nicht nicht im religiösen oder gar esoterischem Sinn gemeint, sondern als eine Kultur des achtsamens und respektvollen Miteinanders ohne solche Ausgrenzungen wie sie in der bundesdeutschen Gellschaft zum Beispiel durch Hartz IV unter der Bundesregierung von Gerhard Schröder eingeführt worden sind.

In Amerika kann dieses negative Gegenkriterium der Ausgrenzung zum Beipiel der verwehrte Zugang zur Krankenversicherung und je nach Menschen und Land immer wieder was Anderes sein.

Es ist so erschütternd, was in Oslo und auf der Insel davor geschehen ist.

Ich wünsche den Norwegern nach dem schrecklichen und erschütterndem Massenmord einen ganz achtsamen Umgang miteinander um mit den Folgen des Verbrechens fertig zu werden und keinen Staat, der sich auch nur mit Gewalt zu helfen weiss, wie es im deutschen Herbst 1977 teilweise der Fall war, auch wenn mir klar ist, dass diese Formen des Terrorismus nicht unmittelbar vergleichbar sind.

Einem Rechtsstaat wie Norwegen es ist , kann man nur wünschen , dass er einen angemessene Antwort nach der gerichtlichen Feststellung der Tat des Attentäters findet.

Viel wichtiger als da ist aber noch eine Kultur der Liebe und des gegenseitigen Respekts in der Gesellschaft.

Eine Schlußfolgerung bei den weiteren Konsequenzen aus der Tat in Norwegen könnte und sollte wohl sein christlich fundamentalistische Gewaltpotentiale genauso zu entschärfen wie islamische oder rechte oder linke Gewaltpotentiale.

Dabei ist es wichtig die Ursachen der Gewalt von welchen Seiten auch immer mit vollem Einsatz zu bekämpfen, so wichtig eine gerechte Bestrafung der Täter oder des Täters auch ist.

Eine Gesellschaft mit einer Kultur der Liebe und des gegenseitigen Respekts, in dem jeder da abgeholt werden soll, wo er steht, wenn er Hilfe braucht, kann kein Hartz IV haben, auch wenn dies niemals eine Rechtfertigung für Gewalt in Deutschland sein kann, wenn man da zum Beipiel an Gewalt in Arbeitsagenturen denkt.

... auch wir in Deutschland haben noch viel zu tun, um einer besseren Gesellschaft zu arbeiten.

Es ist nur betrüblich, dass man in den konventionellen Parteien eigentlich fast keine Ansätze dafür sieht.

Jeder kann da aber auch bei sich anfangen, dass er zum Beispiel bei Gewalt gegen Menschen anderer ethnischer Herkunft in der Straßenbahn nicht schweigt , sondern angemessene Gegenmaßnahmen ergreift.

Dass er sich von den Opfern der Gewalt berühren lässt und hilft, wo er kann.

Es ist ein Ideal, aber auch außerhalb der politisch gewollten Ausgrenzungen wie etwa bei Hartz IV, die nur durch eine Vernetzung aller linken und progressiven Kräfte außerhalb des Parlaments zu überwinden ist, gibt es genügend Lebenssituationen wo sich jeder gegen die Gewalt stellen kann.

Zum Beipiel gegen die Gewalt in der Sprache, wenn Arbeitslose in einem ganz pauschal Gespräch als Drückeberger und Schmarotzer bezeichnet werden.

Darauf kann es wie gegen die Gewalt allgemein nur eine Antwort geben:

NEIN

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.