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Oh Bello!

Da war meine Toilette seit Sonntagabend versotpft und ich habe sie nicht freibekommen.

Kein Power-Gel, das half und auch der Pümpel, dieser Stock mit Gummisaugklocke, tat es nicht.

Alleine lebend, wollte ich das kaum wahrhaben, aber so was lässt sich natürlich nicht dauerhaft akzeptieren und die Verstopfung geht auch durch Blogs schreiben oder Kommentieren , nicht weg.

Es ist wirklich Sch... ,wenn der Abfluss in der Wohnung verstopft ist.

Wollte mir auch den Klempner sparen und ich begann zu versuchen meine sozialen Beziehungen zu aktivieren.

Gestern abend habe ich dann angefangen laut um Hilfe zu schreien, was als eine dramatische Übersptzung dafür sein soll, dass ich es überhaupt geschafft habe, den Mund aufzumachen, um andere Menschen um Hilfe zu bitten.

Mir kommt in letzter Zeit in solchen Situationen immer mehr Ali (Inghaber des von mir aufgesuchten Internet-Cafes) in den Sinn. Dafür kann er sich beim Freitag bedanken , was in diesem Zusammenhang , der Versuch eines kleinen Spaßes darstellen soll, den man mir bitte nicht übel nehmen will.

Ich habe nach einer Spirale gefragt. Dieses Ding was man in die Toilette einführen kann und was den Rohren nachfolgen kann. An der Spitze hat dieser biegsame Draht ein Teil, das aussieht wie ein Korkenzieher.

Ich dachte, dass ich es jetzt gepackt hätte.

Über weite Stecken stand ich mit meinem Arm bis zum Anschlag in meinem Klo habe versucht, die Verstopfung zu überwinden.

Es klappte nicht. Ich erinnerte mich an Menschen , die ich schon lange nicht mehr angerufen hatte und rief an.

Irgendwie war das dreist von mir, aber ich hatte mit einer verheiratetenStudienkollegin ein schönes langes Gespräch.

Ihr Mann hatte mir schon mal in einer ähnlichen Sitation aus der Patsche geholfen.

Jetzt wollen wir uns alle Fälle übernächsten Sonntag zum Kuchen treffen, warauf ich mich freue.

Ihr Mann rief mich auch heute morgen an, und sagte, dass da nichts geht und ich jemanden kommen lassen müsste.

Das klingt jetzt alle sehr unverschämt von mir, aber ich habe mich tausendmal entschuldigt, keinerlei Druck ausgeübt und wirklich nichts verlangt.

Einen Arbeitskollegen hatte ich gestern auch angerufen . Der hatte mir ein paar Tiups gegeben, die mich gestern nicht weiterbrachten.

Heute morgen rief er an und kam vorbei.

Er ist ein Künstler mit dem Pümpel. Da habe ich mir Einiges abgeschaut. Man muss dabei wirklich wohl auf die Luft achten. Ich glaube, dass ich da hauptsächlich Luft reingedrückt habe, was der Grund ist, warum es bei mir gestern nicht funktioniert hat.

Das Vaakum soll ja im Rohr erzeugt werden, damit das Wasser abfliessen kann.

Jetzt ist das Klo wieder frei und ich freu mich.

Es war nett vom Arbeitskollegen.

Innerlich hatte ich mich schon auf hundert Euro oder noch viel mehr für denm Klempner eingestellt.

Dass ich mich bei allen Leuten, die mir geholfen haben, erkenntlich gezeigt habe, versteht sich von selbst.

In diesem Blog will ich nur keine peinliche Aufrechnung demonstrieren.

Jetzt freu ich mich.

Ich bin doch nicht so einsam in solchen Situationen, wie ich manchmal gedacht habe.

Ich muss nur den Mund aufmachen.

Es gibt doch so viele nette, freundliche und hilfsbereite Menschen.

Zum Glück!

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.