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Das Szenario um ausgehende Rohstoffe - ich habe es des öfteren vorausgesagt - erscheint in diesen Tagen besonders plastisch. Dort, wo sich die letzten fossilen Energieträger, wo sich die letzten Erze und Mineralien dieser Erde befinden, werden militärische Verbände heutiger und künftiger Großmächte, private Söldner-Armeen und bezahlte, einheimische Banden für die ungehinderte Ausplünderung der Wertstoff-Reste und deren Transport in die Energie- und Industrieschmieden der reichen/mächtigen Länder sorgen. Da wird niemand mehr nach den Souveränitätsrechten an Lagerstätten und Transport-Routen fragen, sondern einfach dazwischen halten, wenn jemand den Raubbau stoppen will. Die armen Länder werde dann schon mindestens ein Jahrzehnt lang auf lebenswichtige Rohstoffe verzichtet haben und wirtschaftlich in Lethargie liegen. Meine Hoffnung, dass die Weltgemeinschaft diese Situation verhindert und die Explorationsgebiete unter UN-Schutz stellt, sind gering.
Heute geschieht genau das, was die Vorhölle beschreibt. Denn an der Straße von Hormus geht es nicht nur um die Sicherung der Öltransportwege durch westliche Luft- und Seestreitkräfte. Hier geht es um die "Lösung" von gleich zwei weiteren Problemen im Sinne westlicher Machtstrategie. Zum einen soll das iranische Atomprogramm gestoppt, zum anderen, dass Achmadineschad-Regime durch ein willfähriges, dem Westen genehmes ausgetauscht werden. Obwohl niemand im Ernst annehmen kann, dass der Iran eine demnächst verfügbare Atombombe einsetzen wird (das zöge die sofortige atomare Vernichtung des Irans ud Teile der Nachbarstaaten durch die USA und Israel nach sich), ja nicht einmal zuverlässig genug bekannt ist, ob der Iran eine solche Waffe zu entwickeln vermag (die Zentrifugen zur Urananreicherung wurden jüngst durch den Compuervirus Stuxnet außer Gefecht gesetzt → www.spiegel.de/thema/stuxnet/), gibt es ab heute auch das harsche Öl-/Devisen-Embargo der Europäischen Union (www.tagesschau.de/ausland/iranembargo110.html). Dem Iran wird auf diese Weise einmal mehr die wichtige Lebensader (der Ölexport) abgedrückt - offenbar in der Hoffnung, das verzweifelte Regime zum militärischen Erstschlag zu provozieren. Wo aufbegehrende Massen, wo ein arabischer Frühling als Angriffsgrund für amerikanische Cruise Missiles, britische und französische Bomber fehlt, muss ein solch Land einfach so unter Druck gesetzt werden, dass es nach außen ex- und ansonsten implodiert. Es ist eine Schande, dass auch Deutschland an diesem Würge-Spiel mitwirkt. Und es widert mich an, wenn Guido Westerwelle von einer zweiten Option - und zwar der von Verhandlungen - spricht. Worüber soll ein in der Daumenschraube befindliches Land denn verhandeln?
Es wird Zeit, dass wir Bürger massiv gegen die Kriegsbrandstifter auftreten. Dass wir den Menschen klar machen, welche Wiederaufführung des Waffengangs hier bevor steht. Jeder sollte wissen, dass es den US-Amerikanern immer gelungen ist, einen Krieg anzuzetteln, wenn es ihnen genehm war - siehe den Tonking-Zwischenfall (Auslöser für den Vietnamkrieg), die böswillige Lüge zu Atomwaffen im Irak sowie unzählige andere, vom US-Millitär oder vom CIA angezettelte Provokationen. Und jeder sollte checken, dass der Abzug der US-Truppen aus dem Irak sowie der beendete Libyenkrieg militärische Kapazitäten in Größenordnung freigesetzt hat und die Läger der Airforces/Armée de l'Air längst mit neuen Bomben und Marschflugkörpern gefüllt sind. Die Rüstungskonzerne sitzen den kriegslüsternen Politikern direkt im Nacken. Jeder Sprengsatz füllt ihre Kassen, schafft Wachstum und Arbeitsplätze.
Dass ein westlich-israelisches Bombardement ähnlich ausläuft wie in Libyen, ist wenig wahrscheinlich, weil mit Wiederaufbau-Aufträgen an westliche Konzerne nicht zu rechnen ist. Auch nicht mit der Übernahme der iranischen Ölproduktion. Denn anders als in Libyen, dürfte die Bevölkerung bei einem westlichen Angriff fast geschlossen hinter dem Mullah-Regime stehen. Ihr ein neues, westlich orientiertes Marionettenregime aufzuzwingen, dürfte unmöglich sein. Auch das kärgliche Pflänzchen "Dissidenz" wäre schlagartig ausgelöscht.
Nicht auszudenken, was ein gelungener Militärschlag von iranischer Seite auszulösen vermag. Gut möglich, dass dann Mittelstreckenrakete in Israell, in Saudi Arabien und in den Emiraten einschlagen. Der gesamte Nahe Osten würde zu einem Pulverfass. Denn es ist anzunehmen, dass auch die Hisbolla und die Hamas in die Kämpfe eingreifen würden. Syrien geriete dann vollend aus dem Blickfeld der Beobachter mit dem voraussichtlichen Ergebnis, dass Assad die Macht vollends zurückgewönne. Sehr wahrscheinlich ist darüber hinaus, dass die Arabische Liga gespalten würde und große Teile von ihr trotz des Haders zwischen Sunniten und Schiiten gegen die USA und Europa votieren/protestieren würden. Dass dabei die (vom Westen ständig bemühte) Vorbildwirkung westlicher Demokratien gänzlich in Verruf geriete, ist ebenso klar. Was entstünde, wäre ein neuer bodeloser Hass der Muslime - auch auf uns.
Gero Jenner hat sich zum Thema ebenfalls lautstark geäußert: www.stoerfall-zukunft.de/blog/338-und-wieder-gero-jenner-diesmal-mit-qkriegswolkenq
Demonstriert für eine friedliche Lösung des Iran-Konfliktes - sofort !!!
Dr. Ulrich Scharfenorth, Ratingen
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@Scharfenorth
"Zum einen soll das iranische Atomprogramm gestoppt, zum anderen, dass Achmadineschad-Regime durch ein willfähriges, dem Westen genehmes ausgetauscht werden. Obwohl niemand im Ernst annehmen kann, dass der Iran eine demnächst verfügbare Atombombe einsetzen wird (" Ob sich die Geschichte einmal mehr wiederholt? Am 07. Dezember 1941 überfiel die Militärdiktatur, das Kaiserreich Japan, Pearl Habour, um die dort stationierte Kriegsflotte der USA anzugreifen. Das geschah aus japanischer Sicht in auswegloser Lage, in die diplomatische Enge getrieben, nachdem die USA Japan, ohne Optionen auf Verhandlungen, in absoluter Abhängigkeit Japans von US- Öl- Lieferungen, langfristige Öl- Lieferverträge gekündigt, um die eigenen US- Ölreserven für sich zu nutzen und gleichzeitig den weltweiten Ölpreis zu ersten neuen Höhen zu katapultieren, damit die Öl Ressourcen in Saudi Arabien von US Gesellschaften, darunter Amoco, profitabel erschlossen werden konnten? Der Hinweis der damaligen US- Administration, die ÖL- Lieferverträge seien wg. Japans Einmasch in der Mandschurei notwendig geworden, klingen bis heute wenig glaubhaft, weil der Einmarsch Japans Jahre zurücklag. Geht es jetzt, angesichts einer drohenden Delle in der Weltkonjunktur darum, den Ölpreis durch ein Öl- Embargo gegen Iran und militärische Bedrohungsszenarien, Gefahrenlagen, Verwicklungen am Golf, voran an der Straße von Hormus künstlich hochzuhalten? Woran letzendlich selbst Russland, im bisherigen Gegensatz zu China, als erdölexportierendem Land liegt? "www.spiegel.de/thema/stuxnet/), gibt es ab heute auch das harsche Öl-/Devisen-Embargo der Europäischen Union (www.tagesschau.de/ausland/iranembargo110.html). Dem Iran wird auf diese Weise einmal mehr die wichtige Lebensader (der Ölexport) abgedrückt - offenbar in der Hoffnung, das verzweifelte Regime zum militärischen Erstschlag zu provozieren." Ist das die High Noon Mentalität nordamerikanischer Innen und Außenpolitik?, den Gegner als Weltgefahr aufzublasen, in die Enge zu trieben, um diesen dann in ein asymmetrisches Kriegsabenteuer zu verführen? Stellt da Pakistan als Atomwaffenstaat nicht eine viel größere Gefarenlage für den Weltfireden da, denn der in sich zerrissene Iran, dessen innenpolitisch auseinader driftende Kräfte, darunter Reformbewegungen nun, wider Willen, in ein Korsett, in die Zwangsjacke einer Kommandowirtschaft in der Not eines drohenden Krieges mit den USA, der NATO zusammen getrieben werden? |
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Leider hat der Schreiber des Artikels vollkommen Recht. Die Amerikaner haben mehr als einmal in den letzten 50 Jahren gezeigt, dass sie alles andere als friedensgeneigt sind.
Man kann nur hoffen, dass Russland und China genug Gegengewicht bieten, dass die USA es nicht wagen, den Iran anzugreifen und gleichzeitig kann man nur hoffen, dass der Iran sich nicht provozieren läßt. Deutschland ist derzeit nicht nur innenpolitisch, sondern auch außenpolitisch, dank seinem unfähigen Außenminister in einer derart erbärmlichen Situation, dass ich mich gewundert hätte, wenn man den Bestrebungen der USA nicht nachgegeben hätte. EU weit müssen wir endlich lernen, erstens zusammenzuhalten (was Deutschland derzeit nur dann tut, wenn nach seiner Pfeife getanzt wird, auch wenn der Tanz noch so dumm ist) und zweitens müssen wir lernen, dass die arabische Welt weitaus entwickelter ist, als wir uns vorstellen können. Die Iraner wissen selbst, dass Ahmadinedschad nicht der Weisheit letzter Schluss ist und wenn wir sie in Ruhe lassen und nicht mit Embargos belegen, welche vor allem Leid in Familien und bei Kindern bringen, werden die Iraner "ihren" Präsidenten früher oder später durch eine fähige Person ersetzen. Provozieren wir aber weiter wie die USA, werden sie sich hinter ihn stellen. Ich protestiere daher hiermit gegen das Embargo, denn ich will nicht, dass Kinder die Scheisse, die einige Waffenlobbyisten der USA, die nicht den Hals vollkriegen, anrichten, ausbaden müssen. |
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Interessant und bezeichnend. Bei uns wird darüber nicht berichtet, außer in der "Jungen Welt":
"NEW YORK - The owner and publisher of the Atlanta Jewish Times, Andrew Adler, has suggested that Israeli Prime Minister Binyamin Netanyahu consider ordering a Mossad hit team to assassinate U.S. President Barack Obama so that his successor will defend Israel against Iran." www.haaretz.com/news/international/uproar-after-jewish-american-newspaper-publisher-suggests-israel-assassinate-barack-obama-1.408429 2. “You are Prime Minister Benjamin Netanyahu. You are responsible for 7 million Israeli citizens who comprise the state of Israel. You wake up one morning, and the Israel Defense Forces’ military commander hands you a detailed report regarding what to expect during a major conflict with Hezbollah and Syria five years from today. “The report states that Israel will come under fire from 15,000 rockets and missiles, and that casualties will be in the thousands. That’s thousands, not hundreds - thousands. “Simultaneously, another IDF military commander strolls over while you are finishing your first cup of coffee and hands you a report that Iran has reached nuclear launch capabilities. “If that’s not enough, an Israeli diplomat informs you that you cannot expect much help from the United States due to its newly implemented military budget and the administrations never ending “Alice in Wonderland” belief that diplomacy is the answer. “To all the Netanyahus out there, what do you do?” Adler has three suggestions: 1) “Order a pre-emptive strike against both Hezbollah and Hamas,” 2) “Go against Secretary of Defense Leon Panetta’s wishes that Israel take a lethal bullet in the name of preserving a healthy, worldwide economic climate, and order the destruction of Iran’s nuclear facilities at all costs”, and 3) “Give the go-ahead for U.S.-based Mossad agents to take out a president deemed unfriendly to Israel in order for the current vice president to take his place, and forcefully dictate that the United States’ policy includes its helping the Jewish state obliterate its enemies.” original.antiwar.com/justin/2012/01/22/extremism-in-defense-of-israel/ Natürlich kann man den Andrew B. Adler als Idioten bezeichnen, aber ginge das nicht am Kern vorbei? . Ein Mordbefehl zur Eliminierung des Präsidenten, um die Existenz Israels zu bewahren. Darüber sollte doch nun wirklich nachgedacht werden! |
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Dazu gibt es erfreulicherweise auch schon einen Blog:
www.freitag.de/community/blogs/freiheitsliebender/toetet-obama--fuer-die-sicherheit-israels- Die Frage ist aber hier, wer den Krieg verhindern kann. Israel hat eigentlich mit diversen Anschlägen schon begonnen, wäre auch durchaus in der Lage (und ich meine nicht nur technisch), einen Luftangriff durchzuführen. Und ich habe den Eindruck, dass die USA das nicht verhindern könnten, selbst wenn sie wollten. Ob sie wollen? Erst vor kurzem schrieb ich über die Verlagerung von US-Truppen nach Israel.... |
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Ich stimme mit dem Autor insofern überein, als dass es sich bei den Kriegen nach dem 09/11/01 v.A. um Verteilungs- und Sicherungskriege handelt.
Ein "Aufbäumen" der Bevölkerung in Europa wäre natürlich wünschenswert, dabei negiert die Linke IMHO aber europaweit die Tatsache, dass es auch beim "kleinen" Mann genügend Nationalisten, Opportunisten und Hard-Liner gibt. Es dürften nicht wenige sein, die auch der Argumentation hinter der Freiheitspolemik zugänglich sind. Ein weiteres Problem ist in meinen Augen, dass zuviele Menschen sich der Einsicht verweigern, wie eng sie selbst mit dem System verflochten sind. Auch Deutschland zählt im großen Stil zum Klub der Ölverbraucher und jedes Stück Fleisch, sowie jede eingeschweißte Tomate die wir kaufen, befeuert dieses System. Es gehört zu den unangenehmen Tatsachen, dass wir in einem Wirtschafts- und Konsummodel leben, dessen tragende Säule das Öl ist. Dieses System zu überwinden hieße viele Aspekte unseres alltäglichen Lebensstandards möglicherweise für immer aufzugeben. Genau da stößt das Bedüfniss nach Weltfrieden bei vielen - vielleicht sogar den meisten - an eine jähe Grenze. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass ein weiterer Krieg im Zeichen westlicher Wachstumsinteressen verhindert werden muss. Aber eine so isolierte Betrachtung, das Ausklammern der eigenen Verantwortung, macht keinen Sinn. Westlicher Lebensstandard ohne Krieg ist und bleibt eben ein nicht aufzulösender Widerspruch und kann es deshalb auch nicht geben. |
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@ Scharfenorth
Ihre Analyse in allen Ehren, aber sie springt zu kurz. So komisch das klingen mag. Aber das aktuelle Säbelrasseln im Persischen Golf nutzt beiden Seiten, den USA und dem Iran. Eine Destabilisierung des Iran kann m.E. nur erfolgen, wenn die innenpolitische Opposition gestärkt würde. Das Gegenteil ist aber der Fall. Im Iran wird ein Atomwissenschaftler nach dem anderen liquidiert und zwar durch den Mossad bzw. den CIA. Der Iran arbeitet zweifellos an der Atomwaffe, wie weit er ist, ist schwierig zu beurteilen. Diese Entwicklung kann m.E. nicht aufgehalten, sondern nur verzögert werden, weil der Iran über die intellektuellen Fähigkeiten verfügt. Die Beschaffung der Technologie ist Formsache und eine Frage des Preises. Weitaus problematischer gestaltet sich der Transport der Atomsprengkörper über entsprechende Trägersysteme und selbst dann, wenn er gelänge, wäre die Vernichtung Irans die Sekundärfolge. Die von der EU beschlossenen Sanktionen treffen den Iran weniger stark als Europa. Der asiatische Raum wird die Exportverluste im Ölhandel spielend ausgleichen. Andere Verbote bzw. Sanktionen wie das Einfrieren von Konten, das Handelsverbot sowie die Kontrolle des Geldverkehrs treffen den Iran schön härter. Im Endeffekt wird das aber alles dazu führen, dass die iranische Oppositionskräfte geschwächt werden, weil es ja jetzt um die Bekämpfung des äußeren Feindes geht und jeder der sich dagegen stellt, wird als Verräter gebrandmarkt. Obama ist kein Kriegspräsident. Aus meiner Sicht hat Europa ein Interesse daran, dass Obama wiedergewählt wird, weil die Republikaner mit ihrer Tea-Party-Bewegung nicht kalkulierbar sind. Insofern sind die beschlossenen Sanktionen indirekt eine Wahlkampfhilfe für Obama. Die USA liegen wirtschaftlich am Boden. Die Verschuldung ist immens. Ganze Industriezweige sind weggebrochen. Da macht es sich ganz gut, wenn die USA dafür Sorge trägt, dass die Ölversorgung weltweit sichergestellt ist. Es ist eine Machtdemonstration, mehr aber auch nicht. Die USA wissen nur zu genau, dass eine Besetzung des Irans unabsehbare Folgen hätte. Gerade weil es in den USA wirtschaftlich schlecht läuft, ist Obama darauf angewiesen, außenpolitisch zu punkten. Das iranische Militär ist in einem schlechten Zustand. Selbst dann, wenn der Iran die Straße von Hormus blockieren würde, wäre es für die USA und ihre Verbündeten kein Problem, sie innerhalb weniger Tage für den Schiffsverkehr wieder „frei“ zu machen. Das wissen auch die Mullahs. Selbstverständlich lebt der US-amerikanische Präsident gefährlich. Solange er aber den CIA pfleglich behandelt, wird ihm nicht viel passieren. Die Hintergründe für die Ermordung Kennedys dürften ihm bekannt sein. |
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schrieb am
24.01.2012 um 18:23
Ich würde Ihre Einschätzung bezüglich einer rationalen Abwägung des Für und Wider einer Intervention seitens der USA gerne teilen. Tatsache ist aber, dass sowohl im Falle Afghanistans, als auch des Iraks jene Szenarien bereits im Vorfeld genau skizziert wurden, die uns heute als Teil der Geschichte bekannt sind.
Inwieweit der Irakeinsatz sich letztlich - besonders für private Akteuere - dennoch ausgezahlt haben könnte, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich würde in jedem Fall nicht darauf bauen, dass die USA sich nicht doch wieder naiv auf einen Schritt einlassen, dessen mittelfristige Folgen kaum zu überblicken sind. Es kommt daneben auch die These von der Bedeutung des Öls zum Tragen. Lassen die USA auch nur einen Zweifel an ihrem Willen zur Durchsetzung eines "unbegrenzten" Nachschubs, wäre das (aus US-Perspektive) ein Präzedenzfall, den sie sich gerade jetzt nicht leisten können. Obama hat sich letztlich als Geisel des Systems entpuppt und - so kontrovers das klingen mag - rückt damit auch die Person George W. Bushs wieder in die rechte Perspektive. Die Abhängikeit der USA von Rohstoffen, die auf fremdem Boden liegen, zur Sicherung des eigenen Fortkommens sollte uns Beispiel sein, diese Abhängikeiten zu reduzieren. Letztlich entspricht das Handeln der USA nämlich auch europäischen Interessen, auch wenn das oft und gerne negiert wird. |
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@ Lazy Visionary
Ich stimme Ihnen ja zu, dass die USA energiehungrig sind. Ich glaube nur nicht, dass die Meinung vorherrscht, man könne wie im Irak einmarschieren und dort alles platt machen. Der Iran ist kein Vielvölkerstaat und es würde im Falle einer Invasion der USA zu einem Volksaufstand kommen, der für die USA zu einem zweiten Vietnam führen würde. Das Mullah-Regime im Iran ist zwar verhasst. Die Iraner lassen sich aber mit Sicherheit nicht durch eine westlich-orientierte Nation unterwerfen. Sie wollen Reformen, aber sie sind auch Schiiten und sie haben schon einmal einen verhassten Despoten, den Schah, zum Teufel gejagt. |
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Eine Bekannte hat vor wenigen Wochen ihre Eltern in Shiraz im Iran besucht. Ich fragte sie ob die Kriegsangst im Iran groß sei, denn es werde ja ordentlich mit den Säbeln gerasselt. Da verdrehte sie nur entnervt die Augen und meinte: Die Amerikaner und Israelis wollen uns schon so lange immer wieder überfallen, ich kann den Mist bald nicht hören.
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Sie scheinen sich hier ja alle sehr gut über das Thema Irankrieg und die Szenarien informiert zu haben und die Beiträge haben alle ihre wahren Seiten... ich muss jedoch einwerfen, dass die Amerikaner sich 1. einen solchen Krieg gar nicht leisten könnten... wegen der momentanen Finanzsituation 2. die amerikanische Bevölkerung wohl kaum einen solchen Krieg positiv gegenüber stehen wird, nachdem die Amerikaner so viele Kriege ohne jeglichen Erfolg beendet haben und es nur viele Tote und noch mehr Kosten gegeben hat... 3. ein solcher Angriff durch die USA oder durch den Iran hätten für die Region enorme Auswirkungen und Folgen, die auch Länder wie Russland und China betreffen könnten... in unserer globalisierten Welt sind die Länder aber viel zu sehr in Abhängigkeit geraten, als dass ein solcher Krieg entstehen könnte... China zum Beispiel hat über 3 Bio. US$ an die USA geliehen... Und schließlich ist noch zu erwähnen, dass die Befürchtung einer iranischen Atombombe vom Iran sehr schnell revidiert werden könnte, wenn sie die Auflagen der IAEA einhalten würden... damit wäre das Embargo auch sehr schnell beendet...
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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