2
]
Ich habe im Vorfeld der vom 20.-22. Mai an der TU Berlin stattfindenden Konferenz „Jenseits des Wachstums“ (www.jenseits-des-wachstums.de/) eine ausführliche Recherche zum gleichnamigen Thema durchgeführt und deren Ergebnisse unter www.stoerfall-zukunft.de/blog ins Netz gestellt. Sie hier in voller Länge zu veröffentlichen, macht keinen Sinn, da sie sehr umfangreich ist. Wer Interesse hat, schaue doch mal unter der angegebenen URL.
Schöne Grüße aus Ratingen!
Dr. Ulrich Scharfenorth
|
|
Wachstum im Sinne von "Mehr Angebot" gehört verboten.
Wachstum in Sinne von "Mehr Geist" gehört geboten. |
|
|
Es gibt noch einen dritten Weg, den der Schriftsteller Daniel Suarez skizziert hat und den ich noch interessanter finde:
"Ich sehe einen Weg, der den Zusammenbruch verhindern könnte, aber die etablierten Interessen werden nur widerwillig den Sprung zu einer weniger effizienten, aber widerstandsfähigeren Gesellschaft mitmachen. Selbst wenn die Vorstände der multinationalen Unternehmen die Risiken allzu schlanker Unternehmensstrukturen erkennen sollten, dürfte die Börse sie strafen, falls sie sich vom Ziel der Hypereffizienz verabschiedeten. Anleger würden sie verklagen und die Aufsichtsräte würden sie aus den Führungsetagen verbannen, bevor ein sinnvoller Wandel eingesetzt hätte. Die Initiative muss daher vielmehr aus dem Volk kommen - und dabei denke ich nicht an Proteste und Demonstrationen, sondern an den Aufbau und die Erprobung neuer Wirtschaftsformen, digitaler Währungen, Augmented Reality und vermaschte Open-Source-Netzwerke, die eine neue Ökonomie und damit ein soziales Geflecht schaffen, das die etablierten Mächte samt ihren selbsternannten Torwächtern und Lobbyisten eher umginge als stürzte. Solch ein System würde zunächst nur in embryonaler Form geschaffen. Es zöge immer mehr Anhänger an, die aus der bestehenden Ökonomie herausgefallen sind, und setzte sich schließlich durch, wenn eine kritische Masse sich dem neuen System angeschlossen hätte. Man könnte sich auch eine Übergangsphase vorstellen, in der die Menschen mit einem Bein in der alten und mit dem anderen in der neuen Ökonomie stünden, so dass der Übergang nicht so abrupt ausfiele. Man stelle sich nur einmal vor, wie viele gut ausgebildete Menschen es gibt, die gerne einen Neuanfang in einer Welt wagten, in der ihre Schulden - die Erbsünde der freien Märkte - getilgt wären. Entscheidend ist, dass die Verantwortung für Aufbau und Erhaltung der Netzwerkknoten bei einzelnen Gemeinschaften liegt. Für die vernünftige Regulierung sorgt dann eine Gesellschaft, deren Bürger die physische Kontrolle über ihre Infrastrukturnetze ausüben." Erste Anfänge zu einer alternativen Ökonomie wie die Fablabs sind schon gemacht. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
keine Versandkosten
kein Aufpreis
Einzelpreis: 3.60 €
>> bestellen