In Tagen trotzen sie überall den Unbilden des Wetters: die Occupy-Aktivisten. Sie stehen für uns alle, die in warmen Zimmern auf weichen Sesseln dem Silvester-Abend entgegen fiebern. Zwischen all de Party-Vorbereitungen wird das allzu schnell vergessen. Gewiss: Jeder will auch mal seinen Spaß haben, und es stände uns schlecht an, wollten wir anderen die Freude versauern. Dennoch sollten wir hin und wieder etwas nachdenken. Bereits dicht hinter dem Raketensegen wartet 2012 eine Welt, die alles andere als lustig ist. Spätestens am 14. und 15. Januar dürfte uns das erneut ins Bewusstsein stoßen. Dann nämlich, wenn auf der Düsseldorfer Assamblea und der darauf folgenden international organisierten Demonstration erneut Druck auf die Banken und die sie begleitende Politik gemacht wird www.facebook.com/media/set/?set=a.297414086963080.62448.255629947808161&;type=3.
Die Schuldenkrise ist nicht vorbei. Im Gegenteil: Was Merkel und Sarkozy als wichtige Teillösung für die Euro-Zone präsentierten, schafft keines der akuten Geldprobleme aus der Welt. Denn alle hoch verschuldeten Staaten müssen in fest bestimmten Abstände zumindest die Zinsen für das ausgeliehene Geld aufbringen – und das sind Milliardenbeträge. Umso schwerer wiegt die Aufgabe derer, die diesen Schuldendienst als todbringende Last brandmarke und die Schulden selbst als z. T. illegitim entlarven müssen. Occupy fordert folglich nicht nur den radikalen Schuldenschnitt, sondern auch die Streichung von Schulden. Was nach Steffen Stierle mit einer gesamteuropäischen Vermögensabgabe einhergehen muss www.stoerfall-zukunft.de/aktuelles/326-so-begreift-man-wo-wir-stehen-und-was-wir-tun-muessen.
Occupy Düsseldorf hat jetzt auch einen Förderverein und ein Spendenkonto. Alle Sympatisanten werden gebeten, ein paar Euro zu überweisen: Förderverein Occupy Düsseldorf e. V.; Konto-Nr. 1006210007; BLZ: 30050110 bei der Stadt-Sparkasse Düsseldorf.
Dr. Ulrich Scharfenorth, Ratingen