schlesinger

Transatlantikblog

06.03.2010 | 19:02

Erlkönig Westerwelle

Merkel und Westerwelle

Der Erkönig - In der Koalitionsfassung

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist Vater Staat mit seinem deutschen Kind.
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

2. Mein Sohn,
was birgst du so bang dein Gesicht?
Siehst Vater, du Erlkönig Guido nicht!
Den Erlenkönig mit Kron' und Schweif?
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.

3. [Guido:] Du liebes Kind,
komm geh' mit mir!
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Angela hat manch
gülden Gewand.

4. Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlkönig Guido mir leise verspricht?
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
In dürren Blättern säuselt der Wind.

5. [Guido:] Willst deutscher Knabe du mit mir geh'n?
Meine FDP soll dich warten schön,
Meine FDP führt den nächtlichen Reihn'
Und wiegt und tanzt und lullt dich ein.

6. Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönig Guidos Töchter am düsteren Ort?

Mein Sohn, mein Sohn, ich seh'es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau.

7. [Guido:] Ich lieb dich Knabe, mich reizt deine schöne Gestalt,
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!

Vater Staat, Vater Staat, jetzt faßt er mich an,
Erlkönig hat mir ein Leids getan.

8. Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,

Erreicht den Hof mit Mühe und Not,
In seinen Armen
Deutschland war tot.

---

Frei nach J.W. v. Goethe

Photomontage: Freitag / Ins Bild geschlichen

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Cato42 schrieb am 07.03.2010 um 05:20
Ich korrigiere: Deutschland IST tot-getalkt.
Gute Idee!
Fritz Teich schrieb am 07.03.2010 um 08:33
Uebertrieben. Wenn ich an Westerwelle denken, dann denke ich an die Bonner Heerstrasse, ein rot/gruen angestrichenes Haus, schraeg gegenueber dem Pawlow, der einzig ernstzunehmenden Kneipe vor Ort. Die meisten Haeuser in der Umgebung gehoeren Tuerken. In dem Haus hat bis zu seinem Tode Dr. Dr. Westerwelle gearbeitet. Sein Vater. Eine Freundin, brillante Anwaeltin, mit einem Neger verheiratet, hat ihm regelmaessig Erdbeerkuchen gebracht. Vor Jahren ist er unter eine Strassenbahn geraten. Danach wurde er wie Joseph Beuys wieder zusammengeflickt. Seine Frau zog nach Bad Honneff. Die Bonner Justiz hat ihn sehr geachtet. Er konnte sagen was er wollte. So sollte man das auch mit Guido halten.
ruhrrot schrieb am 07.03.2010 um 19:46
Lustige Idee. ;)

Gefällt mir, der Blog.

rr
schlesinger
Historiker (M.A.) "Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt" Jorge Louis Borges
Ort:
München
Mitglied seit:
1 Jahr 17 Wochen
Zuletzt aktiv:
27.06.2010
Status:
Publizist
Aktivität:
Beiträge: 51
Kommentare: 269
Mein Projekt:
Mein Web:
Logbuch
13:53
eykiway hat gerade einen Kommentar geschrieben.
13:53
Rahab hat gerade einen Kommentar geschrieben.
13:52
B.V. hat gerade einen Kommentar geschrieben.
13:50
mh hat gerade einen Kommentar geschrieben.
13:48
rolf netzmann hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Sarrazin

portlet_sarrazin.png

musikfest

portlet_Boulez.png

Berlinfestival community

portlet-BerlinFestival.png

Freitag-Salon

portlet_salon_100921.png

Aktuelle Ausgabe bestellen
Das Geschäft mit dem Hunger

Ausgabe 36/10
09.09.2010

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.20 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion.jpg

probeabo260x120.jpg

Freitag-Buchshop.png

WKA_Powerradio

WKA_portlet_powerradio.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG