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Unser Kolumnist liest einen Text, den er nicht versteht, und fragt sich danach, wer der Dumme ist.
Seit dem Abitur habe ich das Gefühl, jeden Tag an geistigen Fähigkeiten einzubüßen. An der Universität zwangen mich die gelegentlichen Prüfungen und Hausarbeiten zwar, mich mehr als zwei Stunden auf ein Thema zu konzentrieren, aber schnell wurde mir klar, dass die Professoren nicht mehr als einen Blick auf die Arbeit warfen, so sie diese nicht gleich an ihre Hilfskräfte weiterreichten. Die vielen Einsen waren ja nicht Ausdruck meiner Schlauheit, sondern Taktik des Dozenten, damit ich ihn nicht mit Beschwerden belästigte. Mit dem Abschluss in der Tasche ging es dann noch rasanter abwärts. Ich arbeite ja nun nicht für den New Yorker und verabschiede mich für drei Monate aus der Redaktion, um zum Thema vegane Ernährung oder den einzigen Dirigenten in Taka-Tuka-Land zu recherchieren. Die größte Konzentrationsübung zwischen Studium und Tod ist das Autofahren. Selbst für die Steuererklärung gibt es Leute.
Um zu überprüfen, wie weit der geistige Verfall vorangeschritten ist, lese ich ab und zu ein Buch, von dem ich weiß, dass es mich fordern wird und überfordern könnte. So wie ich dann und wann zu einem Augenarzt gehe, um feststellen zu lassen, wie blind ich bin. „Lesen Sie doch mal bitte die Zahlen in der obersten Reihe vor.“ „Ähem... Motorrad, Giraffe, Handgranate, Modelleisenbahn.“
Kürzlich las ich ein Buch, das der Suhrkamp-Verlag veröffentlicht hatte. Die Leute da bringen die härtesten Sachen auf den Markt. Das Buch heißt „Ein Schritt weiter“ und ist das Best-Of eines US-Magazins namens „n+1“, das alle drei Monate erscheint, 200 Seiten dick ist und keine Bilder hat. Darin analysiert und kommentiert eine Gruppe von Eliteuni-Absolventen die Zeit, sie lassen ihre Gedanken sehr schweifen. Es fing auch gut an. Gleich der erste Satz im ersten Aufsatz lautete „In George W. Bush haben wir einen Präsidenten, für den das Ablesen von einem Teleprompter eine körperliche Strapaze ist.“ Den Satz fand ich herrlich.
Mit großer Freude machte ich mich danach an einen Essay über Radiohead, den ein junger Mann namens Mark Greif geschrieben hat, ein neuer Stern am Himmel der US-Intellektuellen. Ich verstand die Wörter, ich verstand einzelne Sätze, mehr aber nicht. Ich kann bis heute nicht sagen, worum es in dem Text geht, außer – zumindest am Rande – um Radiohead. Dabei kenne ich die Band seit mehr als zehn Jahren. Ich bin großer Fan. Aber beim Lesen kam es mir vor, als ginge es um Atomphysik.
Wie immer frage ich mich nach einem Text, den ich nicht verstehe: Bin ich dumm oder ist der Text hundertprozentiger Bullshit? Da ich ja bereits den Abbau meiner geistigen Fähigkeiten fürchte, kann ich die Schuld nicht einfach auf den Text schieben. Manche Gedanken sind einfach extrem kompliziert und lassen sich nicht einfacher ausdrücken. Es wird nie ein Buch geben, sei es noch so einfach, das mir die Relativitätstheorie erklären kann. Dazu fehlen mir einfach die Voraussetzungen. Andererseits bin ich auch nicht dumm. Deshalb kann der Aufsatz genauso gut Blendwerk sein. Weil der Autor nicht formulieren kann oder seine Gedanken Quark sind.
Es ist ein deprimierender Gedanken, dass ich das nie zweifelsfrei klären werde. Ich muss damit leben, niemals zu wissen, zu was mein Verstand noch in der Lage ist, weil ich nie weiß: Bin ich dumm oder schreibt der andere bloß Blödsinn? Dabei ist das doch eine wichtige Frage im Leben. Und nun muss ich, müssen wir, einräumen, dass wir das niemals klären können. Es hilft mir auch nicht, den schlauesten Menschen der Welt zu rufen und ihn den Text über Radiohead lesen zu lassen. Denn der, der sich dafür hält, könnte einfach nur behaupten, den Text zu verstehen, um weiter für den schlauesten Menschen der Welt gehalten zu werden. Solange es Blender gibt, können wir uns nicht sicher sein. Wir können den Leuten ja nicht einfach in die Köpfe reinschauen.
Weil ich aber mit Ungewissheit nicht leben kann, habe ich beschlossen, dass der Essay Blendwerk ist. Nicht nur, weil Texte über Musik meistens Blendwerk sind oder zumindest völlig willkürlich, sondern auch, weil man solche Bücher von Suhrkamp oder solche Zeitschriften mit 200 Seiten und ohne Bilder sowieso nur kauft, um sie ins Regal zu stellen und um dann, wenn Besuch kommt, zu sagen: „Guckt mal.“ Der Autor weiß also, dass er mit jedem Blödsinn durchkommt. Weil es ohnehin niemand liest. Da muss ich erst noch hin.
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Das ist ja mal ein Text, mit dem ich mich prima identifizieren kann.
Schlimmer als einen Text nicht zu verstehen, ist es allerdings, einen Text nicht ganz oder nur in Einzelteilen zu verstehen. Danke! |
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In meinen Studentenzeiten kannte ich einen Kommilitonen, der mir auf die Frage, was ich von einem bestimmten Buch eines bestimmten Autors zu halten hätte, antwortete: "Ganz hervorragend, das Buch, ich habe kein Wort verstanden." Nein, das war nicht ironisch gemeint von ihm.
Ciao Wolfram |
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Wie immer frage ich mich nach einem Text, den ich nicht verstehe: Bin ich dumm oder ist der Text hundertprozentiger Bullshit? Da ich ja bereits den Abbau meiner geistigen Fähigkeiten fürchte, kann ich die Schuld nicht einfach auf den Text schieben. Manche Gedanken sind einfach extrem kompliziert und lassen sich nicht einfacher ausdrücken. Es wird nie ein Buch geben, sei es noch so einfach, das mir die Relativitätstheorie erklären kann. Dazu fehlen mir einfach die Voraussetzungen.
Da wäre ich vorsichtig. Woran wir beide scheitern, wenn wir die Relativitätstheorie wirklich verstehen wollen, das ist der mathematische Apparat, der dazu notwendig ist. Klar. Aber sonst... 1. Definition der Gleichzeitigkeit. Es liege ein Koordinatensystem vor, in welchem die Newtonschen mechanischen Gleichungen gelten. Wir nennen dies Koordinatensystem zur sprachlichen Unterscheidung von später einzuführenden Koordinatensystemen und zur Präzisierung der Vorstellung das ,,ruhende System“. Ruht ein materieller Punkt relativ zu diesem Koordinatensystem, so kann seine Lage relativ zu letzterem durch starre Maßstäbe unter Benutzung der Methoden der euklidischen Geometrie bestimmt und in kartesischen Koordinaten ausgedrückt werden. Wollen wir die Bewegung eines materiellen Punktes beschreiben, so geben wir die Werte seiner Koordinaten in Funktion der Zeit. Es ist nun wohl im Auge zu behalten, daß eine derartige mathematische Beschreibung erst dann einen physikalischen Sinn hat, wenn man sich vorher darüber klar geworden ist, was hier unter ,,Zeit“ verstanden wird Wir haben zu berücksichtigen, daß alle unsere Urteile, in welchen die Zeit eine Rolle spielt, immer Urteile über gleichzeitige Ereignisse sind. Wenn ich z. B. sage: ,,Jener Zug kommt hier um 7 Uhr an,“ so heißt dies etwa: ,,Das Zeigen des kleinen Zeigers meiner Uhr auf 7 und das Ankommen des Zuges sind gleichzeitige Ereignisse.“ Es könnte scheinen, daß alle die Definition der ,,Zeit“ betreffenden Schwierigkeiten dadurch überwunden werden könnten, daß ich an Stelle der ,,Zeit“ die ,,Stellung des kleinen Zeigers meiner Uhr“ setze. Eine solche Definition genügt in der Tat, wenn es sich darum handelt, eine Zeit zu definieren ausschließlich für den Ort, an welchem sich die Uhr eben befindet; die Definition genügt aber nicht mehr, sobald es sich darum handelt, an verschiedenen Orten stattfindende Ereignisreihen miteinander zeitlich zu verknüpfen, oder -- was auf dasselbe hinausläuft -- Ereignisse zeitlich zu werten, welche in von der Uhr entfernten Orten stattfinden. Wir könnten uns allerdings damit begnügen, die Ereignisse dadurch zeitlich zu werten, daß ein samt der Uhr im Koordinatenursprung befindlicher Beobachter jedem von einem zu wertenden Ereignis Zeugnis gebenden, durch den leeren Raum zu ihm gelangenden Lichtzeichen die entsprechende Uhrzeigerstellung zuordnet. Eine solche Zuordnung bringt aber den Übelstand mit sich, daß sie vom Standpunkte des mit der Uhr versehenen Beobachters nicht unabhängig ist, wie wir durch die Erfahrung wissen. Zu einer weit praktischeren Festsetzung gelangen wir durch folgende Betrachtung. Befindet sich im Punkte A des Raumes eine Uhr, so kann ein in A befindlicher Beobachter die Ereignisse in der unmittelbaren Umgebung von A zeitlich werten durch Aufsuchen der mit diesen Ereignissen gleichzeitigen Uhrzeigerstellungen. Befindet sich auch im Punkte B des Raumes eine Uhr -- wir wollen hinzufügen, ,,eine Uhr von genau derselben Beschaffenheit wie die in A befindliche“ -- so ist auch eine zeitliche Wertung der Ereignisse in der unmittelbaren Umgebung von B durch einen in B befindlichen Beobachter möglich. Das ist nun sicher kein Text, den man so schnell mal vor dem Einschlafen lesen und verstehen kann, er verlangt schon eine erhebliche Konzentration. Aber er ist zumindest für einen Abiturienten verständlich, auch wenn er das Abitur an einem Humanistischen Gymnasium gemacht hat. Dieser Text stammt allerdings nicht aus einem populärwissenschaftlichen Buch über die Relativitätstheorie, sondern aus dem Originalaufsatz von Albert Einstein ("Zur Elektrodynamik bewegter Körper"), in dem er 1905 die Spezielle Relativitätstheorie formuliert hat. Der Text ist in der Zeitschrift "Annalen der Physik" erschienen, er wendet sich also nicht an interessierte Laien, sondern an Fachkollegen. So (relativ) einfach kann man also auch sehr komplexe Zusammenhänge darstellen, wenn man... Ja, wenn man die Sache, die man erklärt, wirklich verstanden hat. Deshalb kann der Aufsatz genauso gut Blendwerk sein. Du solltest dich einem Defaszinationstraining unterziehen, bei Prof. Dr. Peter Sloterdijk: "Unter den Gebärden des Rechts auf Ergreifendürfen tritt von alters her die Macht als Wahrheit auf. Jedoch - in der Verweigerung der Ergriffenheit kommt die mühevoll erworbene strategische Klugheit zur Geltung, die weiß, daß durch das gutgläubige Ohr auch die Lügen gehen. Durch Widerstand wird das Subjekt geboren, als Kraftpunkt einer Nichtergriffenheit. Nach den psychohistorischen Standards der letzten zweieinhalb tausend Jahre kann als erwachsen zunächst nur gelten, wer sich einem umfassenden Defaszinationstraining unterworfen hat. In dem soll das Subjekt bis an die Schwelle gebracht werden, an der für es ein unergriffener Umgang mit einverständnisfordernden rhetorischen und musischen Verführungen möglich wird." Ciao Wolfram |
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Dazu:
Carl Friedrich von Weizsäcker nach der Lektüre von "Sein und Zeit": "Das ist Philosophie! Ich habe kein Wort verstanden, aber das ist Philosophie!" Weizsäcker legt Vertrauen in Heidegger und er tut gut daran. Denn ohne Vertrauen in den Autor ist jedes Verständnis unmöglich (hat m. E. am schönsten Anselm konstatiert). Hieraus erklärt sich auch Kants hartes Urteil über den Blender, den Lügner, den, der das Vertrauen missbraucht; denn er untergräbt "den Geist". (Und hier bitte ich nun um Vertrauen, dass das Gesagte Sinn ergibt. ;-) |
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@Ian Bellyn
Dazu: Carl Friedrich von Weizsäcker nach der Lektüre von "Sein und Zeit": "Das ist Philosophie! Ich habe kein Wort verstanden, aber das ist Philosophie!" "Es läßt sich ohne sonderlich viel Witz so schreiben, daß andere sehr viel haben müssen, es zu verstehen. (...) Meine Sprache ist allzeit simpel, enge und plan . . . Wenn man einen Ochsen schlachten will, so schlägt man ihn gerade vor den Kopf . . . Man hat den Deutschen vorgeworfen, daß sie bloß für die Gelehrten schrieben; ob nun dieses gleich ein höchst gesuchter Vorwurf ist, so habe ich mich doch danach gerichtet und überall für den geringen Mann mitgesorgt." (G. Ch. Lichtenberg) Weizsäcker legt Vertrauen in Heidegger und er tut gut daran. Denn ohne Vertrauen in den Autor ist jedes Verständnis unmöglich... Da bin ich von der anderen Schule, jener, die jeglichen Text erst einmal mit Mißtrauen liest. Insonderheit gilt das für eigene Texte. Ich frage mich beim Schreiben oft: "Was schreibst du da für ein Zeug? Verstehst du denn, was du da kritzelst?" Und wenn ich mir dann sagen muß "Öhm, also, im Grunde eigentlich nicht", dann formuliere ich solange einfacher und einfacher, bis ich mich verstanden habe. Der Satz, man könne einen Gedanken nur dann verstehen, wenn man dem Autor vertraut, daß das schon stimmen werde, was er schreibt, hört sich ein bisserl nach Theologie an: "Du kannst nur dann an Gott glauben, wenn du bereits an Gott glaubst." Ciao Wolfram P. S.: Im übrigen vertraue ich darauf, daß sowohl deine Anmerkungen als auch der Satz von Weizsäcker sarkastisch gemeint sind. |
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Nur soviel: Vertrauen in den Autor meint freilich nicht die Negierung der Infragestellung desselben und seiner Aussagen, sondern bloß, dass das, was er sagt Sinn/Bedeutung hat! Der Zugang zur Gewissheit darüber hat nämlich (leider) nur der Autor in previligierter Weise.
(Und damit erschüttere ich dein Vertrauen, dass zwar Weizsäckers Satz, nicht aber meine Anmerkung sarkastisch gemeint war. Beruhigend hinzufügen aber kann, dass ich angeführter "theologischer" Argumentationsweise gleichfalls ablehnend gegenüber stehe.) |
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@an Bellyn
"Hieraus erklärt sich auch Kants hartes Urteil über den Blender, den Lügner, den, der das Vertrauen missbraucht; denn er untergräbt "den Geist"." Spricht hier Kant nicht, wenn auch überraschend, im Duktus der "Göttlichen Komödie" Dantons, indem er dem Geist als frei vagabundierend flüchtigem Radikal die Funktion von Werkzeugen Gottes eine letzte Lanze bricht? |
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@Ian Bellyn
Nur soviel: Vertrauen in den Autor meint (...) bloß, dass das, was er sagt Sinn/Bedeutung hat! Wenn ich in einer pharmazeutischen Fachzeitschrift einen Artikel über ein Medikament läse, dann bräuchte ich in der Tat eine Menge Vertrauen in den Autor und darin, daß sein Text schon irgendwie eine Bedeutung habe. Da ich aber in diesem Fall dieses Vertrauen nötig habe, lese ich den Text nicht (bis zu Ende), die Lektüre bleibt im Konjunktiv. Wozu mir einen Text antun, den ich sowieso nicht beurteilen kann, weil er in einer mir fremden (Fach-)Sprache geschrieben ist? Ich habe hier im Thread kurz Sloterdijk zitiert, es handelt sich übrigens um die ersten Sätze eines Vortrages (!) für das Fernsehen. Dort heißt es: "Jedoch - in der Verweigerung der Ergriffenheit kommt die mühevoll erworbene strategische Klugheit zur Geltung, die weiß, daß durch das gutgläubige Ohr auch die Lügen gehen. Dieser Satz, der so klingt, als sei er ein gescheiter, in die Tiefe des Denkens dringender Satz, heißt letztlich nichts anderes als: "Ich bin vorerst mal skeptisch, denn die Behauptung könnte auch der hinterletzte Scheisendreck sein." Da stimme ich Sloterdijk natürlich zu, aber ob es dazu einen Philosophen braucht? Das Zeug ist Blähsprech, ein simpler Gedanke wird so formuliert, daß er komplex klingt. Ciao Wolfram |
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@Joachim Petrick
Spricht hier Kant nicht, wenn auch überraschend, im Duktus der "Göttlichen Komödie" Dantons, indem er dem Geist als frei vagabundierend flüchtigem Radikal die Funktion von Werkzeugen Gottes eine letzte Lanze bricht? Es ist verdienstvoll, hier einen Satz in die Diskussion einzuwerfen, von dem klar ist, daß er nichts bedeutet. Ciao Wolfram P. S.: Die "Göttliche Komödie" ist nicht von Danton. |
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Doch doch, ... auch dieser Satz bedeutet etwas. Es ist noch in jedem Stereotyp, jedem Vorurteil und jeder Lüge, wie auch in jeder Verschwörungstheorie etwas wahres dran gewesen und wird es immer sein.
So "Gott" will ... und eigendlich der ideologie nach will er ja immer alles (Gute wie Böse eben auch), steht daraufhin nur die Feststellung im Fokus, dass zwar der Wille zur Wahrheit vorhanden war, doch der Prophet derer nicht fähig war zu interpretieren. Und so kommt Blödsinn dabei herraus... |
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@chrislow
Doch doch, ... auch dieser Satz bedeutet etwas. Donnerwetter, du hast ihn wirklich verstanden. Gib's zu, das liegt daran, weil du vorher schon wußtest, wie der Zusammenhang zwischen Kant, Dante, Radikal und Lanze ist. Ciao Wolfram |
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So ungefähr kann es gewesen sein - bin mir aber nicht sicher.
Jedenfalls wissen wir, dass Gottes Werkzeug zu berichten weiss... und wir aber auch wissen müssen, wie wir die Interpretationsfehler darin entlarven können. |
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@Sebastian Dalkowski
"Unser Kolumnist liest einen Text, den er nicht versteht, und fragt sich danach, wer der Dumme ist." Diese Frage ohne, Fragezeichen, ist allemal besser, als die Frage mit Fragezeichen: "Ist soviel Dummheit in Echtzeit wirklich erlaubt? |
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@Sebastian Dalkowski
" Es wird nie ein Buch geben, sei es noch so einfach, das mir die Relativitätstheorie erklären kann. Dazu fehlen mir einfach die Voraussetzungen. Andererseits bin ich auch nicht dumm. Deshalb kann der Aufsatz genauso gut Blendwerk sein. Weil der Autor nicht formulieren kann oder seine Gedanken Quark sind. Es ist ein deprimierender Gedanken, dass ich das nie zweifelsfrei klären werde. " Ich fürchte, dass sind die sozial deprivierend deprimierenden Gedanken, die als Droge, ohne Beistand eingenommen, den Grauenhaften Faden Richtung Herrn Alzheimer aufnehmen wollen? Wie hieß noch einmal die Gattin von Herrn Alzheimer? |
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Die Gattin hieß Cecilie - aber ich vergesse das auch immer wieder.
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"Seit dem Abitur habe ich das Gefühl, jeden Tag an geistigen Fähigkeiten einzubüßen. "
das soll ja wirklich vorkommen. die vergreisung der gesellschaft schreitet munter fort. sie beginnt angeblich schon vor dem abitur. wenn das ein problem ist, dürfte die leichtigkeit des seins greifbar nah sein. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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