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Politik : Der Dalai Lama und die Apartheid

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Desmond Tutu hat gesprochen. "Schlimmer als die Apartheid" sei die aktuelle südafrikanische Regierung. "Hey Jacob Zuma", schleuderte der Erzbischof, Anti-Apartheidskämpfer und Friedensnobelpreisträger in Richtung des Präsidenten und ANC-Parteivorsitzenden, "you and your government don't represent me. You represent your own interests".

Auslöser ist die Weigerung der südafrikanischen Behörden, dem Dalai Lama ein Visum auszustellen. Das religiöse Oberhaupt der Tibeter sollte bei Tutus 80. Geburtstag die Eröffnungsrede halten.

Tutu macht die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Südafrika und dem die tibetischen Autonomiebestrebungen unterdrückenden China für die Einreise-Blockade der Zuma-Regierung verantwortlich - nahe liegend, haben sich Vertreter beider Staaten doch erst vor wenigen Tagen getroffen, um weitere chinesische Investitionen in Südafrika zu vereinbaren.

Mit Blick nach Lybien und Ägypten warnt Tutu die ANC-Regierung: "Passt auf euch auf!" Er hätte auch nach Sambia verweisen können, wo sich der Oppositionskandidat Michael Sata den Weg ins Präsidentenamt mit - inzwischen wieder entkräfteten - Drohungen gebahnt hatte, die chinesischen Investoren aus dem Land zu werfen.

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