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Hallo Leute,
ich hätte jetzt gerne auch am Erregungsfeminismus teilgenommen!
Vielleicht sollte ich daher bekennen, ich beziehungsweise eines meiner diversen literarischen Alter-Egos habe auch schon mal Analsex gehabt und das echt kompliziert im Kopf gefunden, weil man ja im Grunde als moderne Frau aus dem Vereinbaren wirklich nicht mehr rauskommt (also in diesem Fall dann Lust und Feminismus). Dass diese verflixten feministischen Über-Ego-Mütter einen einfach wirklich schaffen, jawohl.
Spätestens dann würde vielleicht jemand "Du feige Frau" rufen. Oder wenigstens Alice Schwarzer einen offenen Brief schreiben ("Hallo, ich bin's mal wieder! .... ) Nicht dass noch jemand auf die Idee käme, sie nicht zu befragen - immerhin sind jetzt schon einige ihrer Stichworte gefallen (Sex, Feminismus, Porno, Marketing, Junge Frauen). Echt "verrucht schnulzig" das alles! Am Ende dann hätte ich "nicht die Lösung, sondern das Problem". Aber klar. Darum müsste es ja gehen. Ein Problem zu haben. Und darüber dann zu REDEN! Dann wäre ich endlich auch eine "Feministin auf dem Trip"!
Also bitte, könnte ich jetzt endlich bei euch auf der Schulter sitzen, während ihr über Sex redet, nachdem ihr darüber gelesen habt und eure 68-Oma/ Spießermutter (oder war es umgekehrt?) mit Alice Schwarzer einen rachsüchtigen Dialog in eurem Kopf anstimmt?
Es muss sich so toll anfühlen!
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Lieber Susanne Lang,
bei der umständlichen Thematisierung handelte es sich bestimmt nicht um Analsex sondern um Banalsex. (Hat nichts mit Banane zu tun.) |
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Ein entschiedenen Pfui-Bonus-Punkt für die Banane!
Bleibt die Frage: Muss ich mir Gedanken machen wegen der "Lieber Susanne"? |
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Wie hätten Sie es denn gerne? "Lieber Lang"?
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Ach, jetzt bemerke ich erst das "r". Hab ich vom Kommentar an Steffen Kraft mitgeschleift. Ein Versehen ;)
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Was so ein kleiner Unterschied doch ausmachen kann.
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Auch dazu hatte Frau Schwarzer schon einiges zu sagen :)
Hoffentlich fühlt sich das "r" nun nicht sexuell fremdbestimmt! |
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Warum eigentlich Pfui-Bonus-Punkt für die Banane? Obst ist gesund. Daran denken: nicht vorher, nachher abpellen.
Wem die Banane allerdings zu affig ist, die darf auch zur Gurke greifen. Das Objekt der Begierde kann anschließend dem Mann/Liebsten in geschnibbelter Form zum Verzehr gereicht werden. Gemüse-Splatter-Version von "Im Reich der Sinne". Das arme "r" lässt sich auch schon so hängen. Hilft da redigieren? |
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Wieso arm? Ist doch ein i mit Häkchen.
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Na sowas. Vorhin war es noch ein - mit Hänger. Da hat bestimmt die Susanne Lang dran rumgefummelt, Pardon, erigiert, Pardon, redigiert.
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Würde ich nie tun!
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Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Irgendwie habe ich mir Verbalerotik spannender vorgestellt. Dabei hängt's doch nur zwischen i und ~
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Spannender? Pornokrimi? Aus der Schweiz vielleicht?
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~ und i, das endet noch bei Idolatrie.
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Schweizer Porno?
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Ich dachte, saube.e Schweiz und Po.no-Spannung schließen sich aus? Okä, Sie haben Aussageve.weige.ungs.echt ;)
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Mit der Liebe ist es wie mit der Idolatrie, beide beruhen auf einer Illusion. In der Liebe wollen wir von einer Seele Besitz ergreifen, während es uns in Wahrheit zu einem Körper hinzieht. In der Idolatrie verehren wir eine Idee und wollen ihr einen Körper verleihen.
- Marquis de Sade - |
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Es war abzusehen: bei rechts Godwins Law, bei Sex de Sade. Nennen wir's the Zip-Ruling
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schrieb am
16.08.2011 um 18:35
@ed2murrow schrieb am 16.08.2011 um 14:57
"Irgendwie habe ich mir Verbalerotik spannender vorgestellt." Kommt drauf an, ob Du Dich auf Verbalerotik bevor oder Verbalerotik danach beziehst. Oder geht es gar um die Verbalerotik anstatt? |
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schrieb am
16.08.2011 um 18:42
@ed2murrow schrieb am 16.08.2011 um 15:19
"Es war abzusehen: bei rechts Godwins Law, bei Sex de Sade." Umgekehrt wäre natürlich kreativer, aber wahrscheinlich wäre so eine Wendung sogar für die Linken ein bisschen zu extrem... |
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bei de Sade Sex? Na, wenn Sie meinen ...
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schrieb am
16.08.2011 um 20:37
Nein, ich meinte bei rechts de Sade und bei Sex Godwins Law!
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@ed2murrow
"Nennen wir's the Zip-Ruling" So ist es immer gewesen und so wird es immer sein - wir arbeiten hier alle Hand in Hand. Was die eine nicht schafft, läßt die andere dann liegen. |
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Godwins Law beim Sex ... stramm stehen ... Extremitäten in einem bestimmten Winkel vom Körper ... nein, raus mit den Bildern aus meinem Kopf! Schämen Sie sich was, Fahrenheit, der Abend ist definitiv versaut.
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Das ist ja noch armseliger als der Film, auf den das aufsynchronisiert wird.
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schrieb am
17.08.2011 um 08:33
@ed2murrow schrieb am 16.08.2011 um 22:15
Es kommt drauf an, was genau stramm steht... man muss theoretische Gesetze auch richtig anwenden können... |
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@Fred Thiele
Sie kennen den Film, der da synchronisiert wurde? :-) Ich hab' jedenfalls gut gelacht! |
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Versuch einer Erläuterung eines neutralen Beobachters. Der Satz lautet - vollständig - so:
Lieber Susanne Lang als Sabine nur kurz. Macht mich jetzt bitte nicht fertig, ich habe nur versucht, zu retten, was nicht mehr zu retten war... |
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Ui, das gibt jetzt aber definitiv einen direkten Durchmarsch an die Spitze der Bestseller-Liste!
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Ach. Acht. Achtundsex. Achtundsechziger.
Hier der damals als Flugblatt verteilte "RECHENSCHAFTSBERICHT" des weiberrats der gruppe frankfurt. |
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Die hatten damals noch keine Ahnung von kreativer Buchhaltung.
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"wir machen das maul nicht auf". Groß!
ist das ganze verwandt mit der Aktion gegen "Schlucken und Schweigen"? |
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Ach, das waren noch Hochzeiten.
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Hochzeiten oder Hoch-Zeiten?
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"Schlucken und Schweigen" ... interessante Umschreibung für stille Genießer bei einer Weinverkostung
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@Susanne Lang
"Hochzeiten oder Hoch-Zeiten?" Weder noch. H-och!-Zeiten. |
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@Susanne Lang
"Schlucken und Schweigen" Schlucken müssen wir alle, aber eben nicht alles. Der Rest ist Schweigen, das Bände spricht. |
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@Susanne Lang
Jetzt ernsthaft: Meinten sie Sie vielleicht das Buch von Andrea Ernst und Ingrid Füller: Schlucken und schweigen. Wie Arzneimittel Frauen zerstören können. Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, Köln 1988 |
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@ed2murrow: "interessante Umschreibung für stille Genießer bei einer Weinverkostung"
so in etwa stelle ich mir das vor, ja: |
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@GeroSteiner: Ich finde leider keine Referenz im online Archiv, aber unter dem Titel hat die taz-Wahrheit nach Erzählungen mal die feministische Tradition weitergeführt...
Das Buch ist aber auch kein schlechter Tipp - ob das aber für Männer nicht gilt? Oder zerstören Medikamente Männer anders? Oder nehmen die einfach keine? Dr. Best, übernehmen Sie! |
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Deutschland -Österreich, die Achse des Bösen Schluckspechts
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Und der Winzer ist schwul :)
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Ich könnt' an der Stelle Frank Zappa zitieren und tue es glatt:
"So I went out 'n' bought me a leisure suit I jingle my change, but I'm still kinda cute Got a job doin' radio promo An' none of the jocks can even tell I'm a homo Eventually me 'n' a friend Sorta drifted along into S&M I can take about an hour on the tower of power 'Long as I get a little golden shower" |
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Könnte gut sein, dann war er sicher auch auf dieser Veranstaltung (wie die Homepage wissen lässt):
"13./14. August Regionaltreffen Baden Württemberg/Pfalz Treffen bei Felix und Uwe (Weingut Schädler) mit Weinprobe in Maikammer" |
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Das alles hat was von Enddarmstimmung, ein Analgam von Keifen im Wald und Feilschen auf dem letzten Loch...
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Stimmt das eigentlich, dass Blasphemie bei den 69ern beliebt ist, die aber was ganz anderes darunter verstehen?
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Kommt drauf an, aus welcher Perspektive man's betrachtet.
Der 69er Schwarzer Kater ist eher lieblich, aber gut bekömmlich. Dagegen möpselt der 66er Stängeli etwas nach. |
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Jetzt mal Butter bei die Fische, liebe Susanne, ich will hier nämlich auch erregt werden! Klug und geistreich, wenn möglich! Da ich eine Frau bin, wäre das zumindest schon mal eine feminine Erregung...
Wie hätte also nach Ihrer Meinung Schwarzer auf Roches Buch reagieren sollen? |
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Okay, das könnte dann etwas länger dauern, liebe Calvani :) Im Ernst, sie kann doch einfach nur: Schweigen. Selbstverständlich tut sie das aber nicht, weil sie ja die Marke "Schwarzer" sein will und als Über-Feministin sich zu so einer Vorlage ja nicht nicht äußern kann. An Charlotte Roches Stelle hätte ich auch ins Buch eine feministische Mutter aufgenommen, dann ist man sich dem Pawlowschwarzer Reflex sicher. Ich kann ansonsten zu der lieben Alice immer nur den klugen Text von Katharina Ruscthky empfehlen: "Jaja, sie hat ihre Verdienste - aber welche?"
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Puh, ich kriege das Wort wieder nicht verlinkt hier, dann hier mal die Link-Adresse zum Text so nachgereicht:
www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0616/feuilleton/0005/index.html |
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... nur mal auf die Schnelle reinbemerkt: Alice Schwarzer hat einen sehr treffenden "
Brief" an Charlotte geschrieben, ihre Analyse ist stimmig, sie bringt Wesentliches auf den Punkt, Alice Miller schimmert durch, der Humor, leicht subtil, kommt nicht zu kurz, letztendlich ist es, meiner Meinung nach, sogar ein recht liebevoller Wink mit dem Zaunpfahl. |
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Moin Moin Herr Streifzug:)
Alice Miller in Ehren, und auch einiges was Schwarzer in dunkler Vorzeit geleistet hat, aber wie anderswo gerade gesagt: Schwarzer ist mit K. Diekmann per Du, und durch ihre Arbeit mit und für die BILD zu einer Befürworterin dieser gröten deutschen Puffmutter(per Anzeigenschaltung einschlägiger Sexualleistungen) geworden und damit ist alles Treffende ihrer Kritik nichts als Heuchelei. Leider. Gruß - emma |
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Tachchen Emma,
es gibt so einiges, was mir bei Alice nicht gefällt. Ihre recht eigenartigen Positionierungen sind mir allerdings nicht fremd. Es gibt da so einige Damen in meinem Bekanntenkreis, die eine ähnliche Metamorphose durchmachen/machten. Muss an den Hormonen liegen :) Allerdings ist sie nach wie vor in der Lage, hinter die Kulissen zu sehen, egal wie schrill die Aufführung auch sein mag, oder, gerade, wenn sie schrill scheint. Das vermenge ich nicht. Man würde sie ansonsten wirklich unterschätzen. |
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Ehrlich gesagt finde ich "Schoßgebete" relativ langweilig, die Medienresonanz ist deshalb zwar umso interessanter, allerdings auch aus genau demselben Grund mit doppelter Vorsicht zu genießen. Ich bin insbesondere der Meinung, dass Schwarzer sich im Kontext des Buches zu Wort melden dürfen muss, ohne schon dafür kritisiert zu werden. Wie sie es getan hat, finde ich inhaltlich nur mäßig, aber dazu im Rahmen der Buchbesprechung vielleicht mehr...
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Mutti schreibt Charlotte mal öffentlich und ganz liebevoll, was für ein unvollkommes und rückständiges Dummerchen sie doch wäre. Und die Frauen mögen es den Männern gleichtun, und nicht auf sie hereinfallen...
Hier etwas komprimiert (alles Originalzitate Schwarzer) : Hallo Charlotte, ich bin’s, dein Über-Ich... Das Thema Sex in deinem Buch, ..... halte ich eher für einen Verkaufstrick. Das einzig Neue an deinem Oma-Beziehungs-Modell scheint mir, dass du ihn nicht allein ins Bordell schickst, sondern mitgehst... Diese Verzweiflung, die dir so schrecklich vertraut ist. Diese Ängste. Diese Destruktivität. Diese Todessehnsucht. Dieser Selbsthass. Zu kleine Brüste, zu kurze Beine, zu schlechte Mutter... Dieses Immer-alles-total-machen-Wollen (Eine Sucht, die du erkennst, aber nicht abstellen kannst). Dieses Immer-allen-gefallen-Wollen (Was deine Therapeutin gerade versucht, dir abzugewöhnen)... (Du wirst) „von den meisten Frauen beschwärmt, von den meisten Männern aber verrissen. Sie scheinen dich nicht zurückzulieben, die Männer.“ Okay, damit sollte eine starke Frau leben können. Eines allerdings wäre fatal: Wenn deine Leserinnen deine verruchte Heimatschnulze über Sex & Liebe für ein Rezept halten würden. Denn du hast nicht die Lösung, du hast das Problem. Dass du das irgendwann löst, das wünscht dir Deine Alice Warum schreibt eine Freundin einer Freundin derartig perfide Zickereien - und das in einem öffentlichen Brief? |
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"Ex-Freundin" wohlgemerkt ;) Im Ernst, ich sehe das ganz genauso - ich kann da auch keinen subtilen Humor rauslesen. Aber vielleicht bin ich auch deshalb ein Anhänger der Reihe "Nicht lustig"...
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"Ex-Freundin" wohlgemerkt ;) Im Ernst, ich sehe das ganz genauso - ich kann da auch keinen subtilen Humor rauslesen. Aber vielleicht bin ich auch deshalb ein Anhänger der Reihe "Nicht lustig"...
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@Susanne Lang
Im Ernst ... kann da auch keinen subtilen Humor rauslesenOft erzählt uns ein Kommentar zu einem Text einiges über den Kommentator. Möglicherweise wird obiger Text von Schwarzer an Charlotte gerade von Frauen schnell unter dem Motto kommentiert: "Wenn ich so einen Brief erhalten hätte..." Da spielen dann so einige Faktoren eine Rolle. Wenn ich so einen Brief erhalten hätte, wäre meine Reaktion wie beschrieben: "Netter Wink, Schreiber hat Humor, daher ohne Gewürge kommunizierbar. Vielleicht sollten wir den öffentlichen Kanal wieder auf privat schalten. Muss drüber nachdenken, warum ich ausschließlich öffentlich über sie rede..." Vielleicht habe ich auch schon zu viele winkende Zaunpfähle erhalten, gegen die obiger Text engelszungengleich daherzwitschert ;) |
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@Susanne Lang
Ex-Freundin ja, aber Schwarzer schreibt: „...heute schreibe ich dir als die Freundin, die ich mal war...“ @Streifzug Wenn Schwarzer mir so einen Brief geschrieben hätte, würde ich es mit einem „die hat sie doch nicht mehr alle“ bewenden lassen. Der Brief war aber ganz persönlich an C.Roche adressiert. Schwarzer nimmt Bezug auf C.Roches Arbeit, Lebensführung, Ansichten und ihre seelische Verfassung – sie stellt nicht nur alles in Frage, sie behauptet sogar, C.Roche würde alles falsch machen, und würde einen unheilvollen Einfluss auf andere Frauen ausüben.. Mein persönlicher Eindruck ist, darauf weisen auch diverse öffentliche Äußerungen hin, dass C.Roche eine sehr sensible, und scheinbar auch labile Frau ist. Wie kann Schwarzer sich dazu hinreißen lassen, eine derartige „Psychokeule“ wie diesen öffentlichen Brief zu schwingen - und dabei mögliche seelische Verletzungen in Kauf nehmen? Kleiner Tipp an C.Roche: Eine verklemmte Schachtel sollte man nicht öffnen, wenn sie schon im verschlossenen Zustand unangenehm riecht. |
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„Eine verklemmte Schachtel sollte man nicht öffnen, wenn sie schon im verschlossenen Zustand unangenehm riecht. „
Eine alte Volksweisheit. Soll heißen: Eine öffentliche Schlagabtausch wäre wahrscheinlich nicht sinnvoll. |
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...Ein öffentlicher Schlagabtausch...
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:)
Ja nu, das Roche in gewohnt gequirltem Kernproletensprech nun Bücher vollmacht, weil sie prominent genug ist, um unsere genormten Mitmenschen auf ihre Intimphantasien neugierig zu machen, nun - das zu erkennen, traue ich Schwarzer auch noch zu. Aber sie hat Ihre Glaubwürdigkeit vollständig eingebüßt, u.a. des oben genannten Argumentes wegen. Und deswegen wird mir schlecht, sobald die Person Schwarzer sich mal wieder bemüßigt fühlt, wem auch immer zum Thema Sex einen Blumenkohl ans Ohr zu schreiben. Sie sollte mal lieber so flockig und verschmitzt zu Kai Diekmanns mißglückter Penisverlängerung durch Leichenteile was zurechtulken... |
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@Streifzug: "Oft erzählt uns ein Kommentar zu einem Text einiges über den Kommentator."
Bin ich damit gemeint? Wenn ja, muss ich jetzt selbstverständlich wissen, was! Ganz egofeministisch gesehen :) |
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Liebe Susanne Lang,
ganz machoegoistisch, auch was, ganz gentlemanlike schweige ich zu der Frage. Dieser durch ein Mikroskop klinisch betrachtete eheliche Sex zwischen Wirsingeintopf und Wärmedecke ist nicht mein Thema. Als kleine Entschädigung gibt es den Realitysplitter Roche (Gruselgeschichten, die das Leben schreibt) zusammengeschnippselt: Liz: Oh bitte ... Meine Mutter ... Nur ein kleines Beispiel. Als ich zwölf war, hat sie versucht sich umzubringen. Und meinen kleinen Bruder gleich mit. Alice: Eure Mutter muss ja lebenslang unbewusst auch eine tödliche Bedrohung für euch gewesen sein. Liz: Das stimmt. Alice: Eine existenzielle Bedrohung war deine Mutter nie für dich, Charlotte, oder? Charlotte: Und trotzdem bin ich dann so ein Wirbelsturm geworden, der alles kaputtmachen wollte und das auch konnte. Es war schrecklich. Liz: Du hättest es auch fast geschafft ... Sie hat nur gegen meine Männer gewütet. Alice: Aber deine Mutter hat auch nur auf ihre Mutter, deine Großmutter reagiert. Und du wiederum, du reagierst nun auf deine Mutter – und machst es wie die Großmutter. Soll diese fatale Wechselwirkung immer so weitergehen? 2001 verunglückten ihre drei Brüder bei einem Autounfall tödlich. Sie waren auf dem Weg nach England zur Hochzeit von Charlotte und wählten nur deshalb das Auto, damit das Brautkleid knitterfrei nach dort gelangte.„Eine Lebenszäsur von unvorstellbarem Grauen, begleitet auch von Schuldgefühlen. "Diese Geschichte", so heißt es im Roman, "hat mein ganzes Leben ruiniert." Und: "Mein Mann hat einen Scherbenhaufen geheiratet." |
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"Realitysplitter Roche" ist aber eine schöne Erfindung! Bliebe die Frage, wo genau der Unterschied zwischen "tödlicher Bedrohung" und "existentieller Bedrohung" läge
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Nun, eine tödliche Bedrohung liegt beispielsweise vor, wenn man der Ehefrau das Lenkrad überlässt, eine existentielle Bedrohung liegt vor, wenn man ihr die Scheckkarte überlässt.
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:)
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Wenn Alice Schwarzer - die unbedingt dabei sein muss, wenn es irgendwo pupt, hupt oder hyped - an Charlotte Roche einen öffentlichen Brief schreibt, dann ist das nicht Porno, sondern obszön.
Wer gestern - bei dem allerdings auch unsäglichen Lanz - mal reingehört hat, wie Roche über die BILD-Zeitung und ihre perversen Methoden berichtet, dem kann nur das Kotzen kommen. Sie hat nach dem schrecklichen traumatischen Erlebnis vor denen keine Ruhe gehabt. Keine Minute. BILD ist absolut das Letzte. Und nun Alice Schwarzer - die BILD-Kolumnistin - schreibt ihre offenen Briefe an Charlotte Roche. Schlimmer und widerwärtiger gehts nicht. BILD sollte man meiden - in allen Fällen. Aber, wem sage ich das. :-(((((((( |
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Über den Brief hab ich mich irgendwo nebenan auch aufgeregt, soeben Lanz in der Mediathek laufen lassen und muss bekennen, bei meiner ganzen vorauseilenden ›Kritik‹ an »Schoßgebete« und nachgelagert Frau Roche, ihre vitale Präsenz ist eine Bereicherung der Medienlandschaft.
Ihre Bücher werde ich dennoch nicht lesen, ›Schwein‹ bin ich schon selber, möchte es bleiben und Leben hab ich sowieso genug. Stehe zB. auf Lorrie Moore, zitiere aber aus »Moderne Liebe« von T.C. Boyle: »Es ist ein Kondom« erklärte sie mit ersten Tränen in den Augen, »mein Arzt hat sie für mich bestellt, sie ... sie sind aus Schweden. […] Ich war beleidigt. Das gebe ich zu.[…] Ich war sauber. Von Grund auf sauber. Ich war ein Mann von gemäßigten Gewohnheiten und guter Gesundheit, ich wechselte Unterwäsche und Socken täglich – bisweilen zweimal täglich – […] Sie blickte beiseite. »Tu es für mich« sagte sie ganz leise, »wenn du mich wirklich liebst.« Letztendlich tat ich es. Ich sah sie an, wie sie weinte, für mich weinte, und ich sah auf die dünne Plastikschicht, die an ihr klebte, und ich tat es. Sie half mir in das Ding hinein, piekte zwei Atemlöcher für die Nase hinein, machte den Reißverschluß auf dem Rücken zu und zog es mir fest über den Kopf. Es paßte wie ein Taucheranzug. Die Geschichte endet mit: »Ja«, sagte sie, »wir waren uns nahe«, und ich dachte an jene erste Nacht in ihrer Wohnung, an ›Jugend unter Glas‹ und an den Plastikfolienanzug, dachte an das ganze wirbelnde Spektakel unserer Romanze, als ihre Stimme wie ein Hammer den Nachsatz anfügte: »Aber so nahe nun auch wieder nicht.« - - - - - - - - - - »Da kommen wir der Nahheit sehr wahr...« – ein schöner Versprecher (oder auch nicht) von HG. Butzko bei Lanz. |
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Lanz, Roche und Blüm, Windhung, Hohlkörper und Holzkopf geben sich ein Stelldichein.
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Der unsägliche Lanz erinnert zunehmend an den Lanz Bulldog. Ansonsten hat die BILD soviel mit Zeitung zu tun, wie der große Diktator mit Demokratie.
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Lang
weiliger Blog? Nö! Erinnert mich an unseren Pfarrer: Feuchtgebete. Und an die Aufklärungsversuche in der Schule: Schoßgebiete. ;-) |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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