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Einen schönen guten Morgen allerseits,
goedzak hat mich gerade in seinem Kommentar auf eine Idee gebracht:
"Mir ist im Moment mal wieder mehr nach internetfreier Grippequarantäne, vielleicht noch mit stapelweise Trivialliteratur neben dem Kopfkissen..."
Wollen wir nicht zur Urlaubszeit ein A-Z Kopfkissenliteratur sammeln? Was liegt dort und warum? Und für welche Lebens- bzw. Leselage?
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Da ich die nächsten zwei Wochen Urlaub habe, werde ich in jedem Fall zu den Krimis von Nele Neuhaus greifen ( www.amazon.de/Nele-Neuhaus/e/B00459XZKO/ref=ntt_dp_epwbk_0 ). Neben dem - für mich interessanten - Lokalbezug (Taunus), lesen ihre Krimis im Moment beinahe alle, die ich kenne. Sommer und Krimi, Badestand und Eis, das gehört für mich einfach zusammen. Aber ich werde mir auch (danke Martha) Lesestoff über Franziska zu Reventlow besorgen: www.freitag.de/community/blogs/magda/brigitte-reimann-die-reventlow-und-eine-ausstellung
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Nicht Martha, Magda. soviel Zeit muss sein. :-))
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Puh Tschuldigung! Ich hatte meinen zweiten Kaffee noch nicht getrunken! Sie haben eine Sieglinde gut bei mir. :-)
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Jean-Claude Izzo: Die Marseille-Trilogie" („Total Khéops“, „Chourmo“ und „Soléa“)
Die Krimis des französischen Autors liegen dort, weil ich sie noch einmal lesen möchte: wg. ihrer Spannung, wg. der anschaulichen Schilderung der Metropole und ihres Lebensgefühls, wg. ihres traurigen Helden, wg. der guten Rezepte und ihrer guten Tipps für Wein, Whisky und Musik. Ich lese sie zwischendurch, wenn ich mal Zeit und Lust habe, auf jeden Fall während des Dänemark-Urlaubs, wenn es regnet und die dänischen Dünen und die Ferienhaus-Küche (Schmalhans ist Küchenmeister) mir auf den Geist gehen. |
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Krimis wiederlesen ist eine freudvolle Tätigkeit, jedensfalls in Zeiten von Dan Brown und seinen Epigonen, der seriellen Serialkiller-Thriller, der Katastrophen-, Öko- und Psycho-Bestseller, Koch- und Weinkrimis usw. usf. – Außerdem spart es Geld!
Izzo ist spannende und engagierte Krimiliteratur. Das Schicksal des Autors erinnert ein wenig an das von Stieg Larsson. Beide starben ziemlich jung, mitten in der Arbeit. Allerdings möchte ich sagen, da wo Larsson Spannung und Schock in den Vordergrund stellt (allerdings gekonnt), erfährt man bei Izzo auch sehr viel über die politischen, sozialen und kulturellen Hintergründe und Vorgeschichten der kriminellen Vorgänge. |
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Deiner Laudatio auf Izzo stimme ich vollinhaltlich zu.
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Das hört sich nach einem guten Tip an. Mir fehlt oft der Zugang zum französischen Literaturmarkt. Und es muss doch nach Maigret dort auch Krimis geben ^^
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Sie haben mich neugierig gemacht - für meinen Urlaub habe ich mir die Trilogie besorgt... Vielen Dank für den Tipp.
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Wissen Sie, was Sie da anrichten, Frau Lang und Herr Goedzak?
Isch gestehe. Seit der Wende habe ich in nachholender Bedürfnisbefriedigung reichlich Sachen von Eugenie Marlitt gelesen. Besonders gern. "Das Geheimnis der alten Mamsell". Iim Gegensatz zu Courths Mahler, die wirklich trivial ist, hat die Marlitt auch einen gesellschaftskritischen Unterton. Sie kritisiert den Klerus und den Standesdünkel. Aber, bei der Gelegenheit fange ich mal mit dem “Geheimnis” wieder an. Und im Urlaub haben wir uns diesen Erker angesehen an einem Eckhaus in Arnstadt. Ich habe nach der Wende - mit über 40 Jahren - auch Trotzköpfchen gelesen. Und es entspann sich mit einem westdeutschen Freund folgender Dialog. Ich. Du wirst es nicht glauben, ich lese Trotzköpfchen Er. Also über Trotzki müsstes Du doch - auch hier im Osten -ein bisschen erfahren haben. Über seine Ermordung in Mexiko. Ich: Nee, ich meine Trotzköpfchen Er: Freilich, die ist nicht totzukriegen. Wahrscheinlich auch nicht in Mexiko. Auch Nesthäkchen, was mir aber nicht so gefallen hat, was aber nichts mit dem tragischen historischen Kontext zu tun hat. Und Krimis, Krimis, Krimis. Die von Inspektor Linley Serie von Elizabeth George. Na gut, ich drohe mein Wiedereirscheinen hier an, wenn mir noch was einfällt. |
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Oh ja, die Inspektor-Linley-Serie besitze ich auch. Und ärgere mich regelmäßig über die mäßigen Verfilmungen. :-)
Und ich bin ebenfalls stolze Besitzerin der kompletten deutschsprachigen Ausgabe von Agatha Christie... |
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Jan Potocki "Die Handschrift von Saragossa" - der Roman, der alles erhält, was man überhaupt schreiben kann. Kein Wunder, weil der polnische Graf alles selbst erlebt hat, was man erleben kann. So ganz nebenbei auch die französische Revolution - aber ohne den Kopf zu verlieren. Dass er dann später keine Lust mehr hatte weiterzuleben, kann man ihm bei diesem Leben nicht übel nehmen.
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Zu spät gemerkt, dass Sie Trivialliteratur lesen wollen. Nun ja, warum nicht? Da es in dieser immer nur um die Sorge der Männer geht, die Gattung zu erhalten, d.h. um Liebesromane, empfehle ich Werther´s Leiden von Göthe.
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Da Krimis präferiert werden, gibt es nur eine Empfehlung: Stopfkuchen von Wilhelm Raabe.
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Krimis sowieso. Ich hab mich selbst darüber gewundert, dass ich wieder Donna Leon gelesen hab, die ich eigentlich nach dem neunten oder zehnten Fall schon vor längerem etwas gelangweilt weggelegt hatte; sie hat markante Figuren und verwickelte Fälle.
Was, nebenbei bemerkt, wirklich ärgert, sind die deutschen Filmbearbeitungen, sie sind sowas von harmlos und spießig, ganz schrecklich, deutsches Fernsehen halt, zum Davonlaufen. Bei mir halten sich immer so vier Wochen lang Krimis, dann muss es was anderes sein. Zuletzt Mo Yan, Die Sandelholzstrafe, zur Zeit sein Der Überdruss. Mo Yan geht als "magischer Realist" durch, aber nicht so "intellektuell" wie etwa Asturias. Höchst lesefreundlich. |
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"Sandelholzstrafe" spielt während der ausgehenden Qing-Dynastie [Boxeraufstand, Hundert-Tage-Reform], Hauptfigur ist der oberste Scharfrichter/Henker und dessen Karriere in unsicheren Zeiten. Vielschichtig erzählt, mal volkstümlich, mal skurril - lebensnah, nicht ohne Humor.
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und, wen's interessiert: Ein historischer Schinken ähnlichen Umfangs ist Vargas Llosa, Der Krieg am Ende der Welt, 725 S. Meine Leseerfahrung ist, dass die ersten siebzig Seiten Beharrlichkeit verlangen; die restlichen sind Seite für Seite nur süße Belohnung.
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.. alle guten Dinge sind drei, also: John Vermeulen, Die Elster auf dem Galgen. Der Titel nennt ein Gemälde Pieter Bruegels, der Roman, 492 Seiten, schildert sein Leben; spannend, abwechslungsreich; wie das Leben so spielt; als Günstling des Kardinals und Statthalters Philipp II. rennt der Freiheit beanspruchende Bruegel gegen die Grenzen der Inquisition. Liest sich mühelos, wie von selbst.
Noch zu Llosa: Ein Feldzug irgendwo weit weg in Brasilien, also selbst in Brasilien weit weg, und zwar geht's gegen eine Horde Ausgestoßener, Elender, Spinner, Verbrecher, die sich in ihrer Gemeinschaft unversehens als stark, als stärker erweisen. Gelegentlich gruselts, und Llosa führt uns zielsicher an die Orte/Situationen, wo uns der Arsch auf Grundeis geht. Schön zu lesen. |
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Amerikanische Thriller gehen immer, der Schweden-Hype ist auch noch nicht vorüber, im Moment werden eine Menge Krimis von deutschen Autoren auf den Markt geworfen – bis jetzt aber ist mir keine Szene lieber als die der französischen Krimis und Thriller, obwohl das Label natürlich auch keine Garantie für Qualität ist. Aber im Schnitt sind die Plots origineller, die Figuren skurriler, die Themen brisanter als bei denen aus Übersee. – Im Moment aber bin ich auch wie Koslowski am Wiederlesen:
L wie Léo Malet // M wie Malet, Léo Léo Malet (1909-1995) schrieb Krimis, die nicht in der Tradition von Simenons Maigret-Romanen stehen, eher eine französische Variante der hard boiled novels von Chandler und Hammett darstellen. Sein Held, der Privatdetektiv Nestor Burma ist ständig mit dem Auto in einem irgendwie L.A.-haften Paris unterwegs, kriegt wie Phillipp Marlowe regelmäßig was auf den Kopf, stolpert immer zu über Leichen, begegnet reihenweise schönen Frauen und kippt sich vom späten Vormittag bis zum frühen Morgen Whiskey hinter die Binde. Außen ist er Macho, innen ein Ritter, will die Welt nicht verändern, spielt aber doch gelegentlich den Robin Hood. Hin und wieder gibt er zu erkennen, etwas von moderner Literatur und Malerei zu verstehen. Kein Wunder, gehörte doch sein Schöpfer zum Kreis der Surrealisten um André Breton, Jacques Prévert und Raymond Queneau. Während Marlowe kaum einmal mit den politischen Geschehnissen seiner Zeit in Verbindung gebracht wird und Maigret in den frühen vierziger Jahren in einem Paris völlig ohne deutsche Besatzer agiert, kriegt es der Nestor Burma von Léo Malet zehn Jahre später nicht nur mit Fabrikmädchen, Renault-Arbeitern und Clochards zu tun, sondern auch mit Ex-Nazi-Kollaborateuren, algerischen Untergrundkämpfern und afrikanischen Immigranten. Aber auch er hält sich auf Distanz und beschaut das politische Treiben eher mit Befremden. Malet lässt jeden seiner Krimis in einem anderen Pariser Arrondissement handeln. Vielleicht war das damals schon eine Idee der Tourismus-Behörde. Die letzten deutschen Ausgaben, in der rororo-Thriller-Reihe in den Neunzigern erschienen, haben jeweils einen ‚Nachgang’ genannten Text im Anhang, in denen der Autor Peter Stephan Ende der achtziger Jahre resümierte, was von Malets Paris der Fünfziger noch übrig war. Für eine Neuherausgabe, am besten auch in neuer Übersetzung, wäre über zwanzig Jahre später ein Nachgang zum Nachgang interessant. |
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Berichtigung: Private Eye Marlowe heißt Philip, nicht Phillipp, mit Vornamen.
PS: Es gibt Malet-Krimi-Verfilmungen mit Michel Serrault als Nestor Burma (Jane Birkin spielt auch mit), außerdem ein paar schöne graphic-novel-Adaptionen von Jacques Tardi. |
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hm, schmöker, sommer, ich kiek ma uff meinen stapel - da wären für mich: hakan nesser "Und Piccadilly Circus liegt nicht in Kumla" kristin rübesamen "alle sind erleuchtet" Jussi Adler-Olsen "erbarmen" Sybille Berg "der mann schläft" peter wawerzinek "babylon" kerstin decker "Lou Andreas-Salomé. Der bittersüße Funke Ich" klaus mann "der fromme tanz" arno geiger "alles über sally" gregor weber "kochen ist krieg" ...
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Sybille Berg mag ich auch, aber man muss schon Humor haben beim Lesen...
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nun ja, bei "der mann schläft" muss ich immer lächelnd flennen...
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Liegt wiedergelesen neben meinem Liegestuhl
Bleakhouse von Charles Dickens - übersetzt von Gustav Meyrink Halbwiedergelesen Die Frau in Weiß von Wilkie Collins - übersetzt von Arno Schmidt Noch ungelesen Fragen Sie den Papagei von Richard Stark (Donald E. Westlake) - übersetzt von Dirk van Gunsteren |
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@ alle: Danke für die schöne Liste!
@Magda: Na, mir scheint, da haben wir was tolles angerichtet :) Neben meinem Kopfkissen wird jedenfalls ab sofort auch Eugenie Marlitt liegen. Ein toller Tipp - die Frauen in der Romantik waren ja sowieso ein Phänomen. Haben schriftstellerisch unglaublich viel produziert, wurden aber nicht wirklich als seriöse Künstlerinnen wahrgenommen. @ goedzak: mais oui, Philip wird auch aufgenommen, ein Klassiker auch, nicht wahr? @ indyjane: "Lächelnd flennen" :) @Dreizehn: Respekt - das ist mal ein Berg neben dem Kissen ;) @ Zeitleser: Es muss nicht trivial sein, sondern es darf... So gesehen findet da auch der polnische Graf sein Plätzchen @born2bwild: "Halbwiedergelesen" ist ein krasser Lektürezustand, den ich immer öfter erreiche. Vielleicht hat der auch sein Gutes? Man müsste mal überlegen, welche Bücher eigentlich viel besser sind, wenn man sie nur halb liest. Oder bis zu einem bestimmten Punkt. Oder halbwiederliest bis zu einem bestimmten Punkt... |
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Philip (Marlowe) wurde nur zum Vergleich herangezogen. Der Held heißt Nestor (Burma). :)
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Zur Präzisierung: bis jetzt zur Hälfte wiedergelesen. Und so geht's weiter (der Liegestuhl steht mittlerweile drinnen), auf Seite 466 :
"Es ist das große Mißgeschick meines Lebens, daß kein Mensch mich in Ruhe lassen kann. Warum - ich frage Jedermann - warum gerade mich plagen? Kein Mensch beantwortet mir diese frage, und kein Mensch läßt mich in Ruhe. Verwandte, Freunde und total Fremde - Alle tun sich zusammen, m.ich zu behelligen." Im Übrigen sind die meisten Bücher am besten, wenn man sie gar nicht liest, z. B. Bestseller von Sarrazin oder Matussek. |
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Immer wieder hervor hole ich gern:
Jane Austens Romane. Die sind schon eine Klasse für sich. Am liebsten davon "Emma". Die immer so schief liegt mit ihren Liebesdiagnosen. Und auch noch eine Engländerin: Emily Bronte "Die Sturmhöhe". Schon xmal verfilmt, aber ich lese es - weil es auch fein gebaut ist - mit einer "doppelten" Erzählweise. |
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Ihre beiden Bath-Romane "Northanger Abbey" und vor allem "Persuasion" - sehr raffinierter plot - finde ich besser als "Emma". Die Pickwikier von Dickens - Herren, die sich herumtreiben um zum Beispiel Froschteiche zu untersuchen, sein einziger lustiger Roman. Und Turgenjews "Rauch" mit der infamen "grande dame" Irina Pawlowna, die alles um sich herum kaputt macht, richtige Sommerliteratur. Henry James witziger weise "Vertrauen" genannter Roman, obwohl des zwischen den zwei männlichen und zwei weiblichen heroes gerade dies nicht geben kann. Ganz groß: Anatole France "Le manequin d´osier" (die Kleiderpuppe? oder Schneiderpuppe) und "Das Verbrechen des Prof. Bonnard".
Mathilde Möhring von Fontane!!!!! |
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Ich habe eine schöne Hörbuchfassung davon und die ist so eine Art Einschlaftext für mich.
Und hier habe ich mal drüber sinniert. -)) www.freitag.de/community/blogs/magda/kleine-fontanereihe-i--die-georgenstrasse- |
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Mein Sommerbuch: Alexander Supan: Grundzüge der physischen Erdkunde, ein dickes Buch aus 1911. Unsere Erde in die Hand genommen und besichtigt, in der Breite, in der Tiefe ..... alles einfach. Und dies in einer berückenden Sprache, die Ohren werden ganz rot vor Spannung und Glück.
Leider nur noch antiquarisch zu erhalten (ZVAB) - ich habe ein Exemplar erwischt, in das einer / eine fein säuberlich in Sütterlin Kommentare hineingeschrieben hatte. |
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Tabu I+II von Peter Rühmkorf. Gestern und heute bei 2001 für etwas mehr als 15 € gekostet. Mag solche Tagebücher. Da ist nicht so ein Lesedruck da und man kann selbst bestimmen, wie weit man sich darauf einlässt im Gegensatz zu einem Krimi, der so viel Spannung hat, dass er einen zum Lesen ansaugt.
Interessante Gedanken. Zum Beispiel in Tabu I darüber wie Michel Friedman in einer Talkshow auf ihn gewirkt hat, aber auch einfach nur Gedanken über Sprache. |
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@ poor - habe ich auch beide und lese sie beide immer wieder mit großem Interesse und Vergnügen.
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Liebe Magda,
vielen Dank für den Antwortkommentar auf meinen Kommentar und die Ermutigung die Bücher auch wirklich zu lesen. Herzliche Grüße aus Essen nach Berlin poor on ruhr Her |
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"und die Ermutigung die Bücher auch wirklich zu lesen."
??????????????? |
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Naja, bei mir ist kaufen und lesen wirklich zweierlei. Ganz sicher werden die beiden Tabus an meinem Kopfkissen stehen, aber der Fernseher hat auch immer eine Anziehungskraft auf mich. Darüber habe ich ja schon oft geschrieben. Du schreibst ja, dass es sich lohnt. Tabu I habe ich nur im Laden angelesen.
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Oh ja, auf Ihren Tipp hin hatte ich mir Tabu I besorgt und neben mein Kopfkissen gelegt - da liegt es noch... Vielleicht mal hervorholen und für den Urlaub einpacken?
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@mathegudrun
"Vielleicht mal hervorholen und für den Urlaub einpacken?" Urlaub ist im Augenblick nicht absehbar, aber ich guck mal ab und zu rein. ;) |
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Nun hätte ich beinahe vergessen, auch etwas hierzu beizutragen.
In letzter Zeit hatte ich Konzentrationsschwierigkeiten und so gar keine Muße mehr, mich auf die Bücher einzulassen, die mir eigentlich so vorschwebten. Als ich kürzlich in Freiburg war, wo ich aufgewachsen bin und ich doch gerade erst angefangen habe, mich mit meiner Jugend zu versöhnen, drückte mir eine Freundin das Buch "Irgendwie, irgendwann" der Autorin Verena Carl in die Hand. Ich hätte mir dies niemals gekauft, es sieht aus wie ein Jugendbuch und erzählt die Coming-of-Ages-Geschichte eines Mädchens in den Achtzigerjahren in Freiburg. Wow, meine Vergangenheit also! Hinzu kommt, dass ich eine Zeitlang mit der Autorin zur Schule gegangen bin und das Gefühl habe, noch mehr Referenzen zu erkennen als ohnehin schon. Das Buch hatte eine gute Dramaturgie und so geschah es, dass ich nach Wochen ohne ein Buch, in das ich versunken sein konnte, dieses innerhalb eines Sonntagnachmittags gelesen hatte. Vielleicht bin ich nun geheilt und das Lesen gelingt mir nun auch wieder mit anderen Büchern. Gerade habe ich mit Emily Brontes Sturmhöhe begonnen. Ich motiviere mich hier nun auch zum Lesen in der Straßenbahn, indem ich dabei die ganze Zeit Kate Bush höre: "Heathcliff, it's me, Cathy. I've come home..." |
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Ergreifende Geschichte! Alles Gute für die weitere Versöhnung! :)
Ich war mal eine Nacht in Freiburg (im Breisgau, richtig?) Nun, es hat mich nicht animiert, noch einmal hinfahren zu wollen. Aber wir waren unterwegs nach Frankreich und hatten eine nicht zu trübende gute Laune... |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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