Frank Steffel hat eine Firma für Bodenbeläge, ist nebenher in der Hauptstadt-CDU aktiv und war einmal deren erfolgloser Spitzenkandidat. Jetzt hat der Bundestagsabgeordnete erklärt, man könne „nicht mehr tolerieren, dass Berliner es sich auf Kosten der Allgemeinheit ohne Arbeit bequem machen. Notfalls müssen die Jobcenter mehr Sanktionen verhängen“. Eine Forderung, die übrigens von der Wirklichkeit längst überholt ist – 2010 wurden deutlich mehr Strafen ausgesprochen. Was Steffel, der mit der Arbeit anderer Leute Geld verdient, nicht sagt: Ebenfalls im vergangenen Jahr wünschten sich rund 8,4 Millionen Menschen in Deutschland, überhaupt einen Job zu haben oder mehr zu arbeiten, wie das Statistische Bundesamt diese Woche berichtete. Kapitalisten wie Steffel lassen sie nicht. Die Kosten trägt die Allgemeinheit.
Politik : Bequem machen: Frank Steffel, Hartz-Sanktionen und der Arbeitsmarkt
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