Tom Strohschneider

Blog von Tom Strohschneider

17.12.2011 | 10:44

Heitmeyers Zustände, Schroeders Schema: eine Studie und ihr Kritiker

Es gab schon Jahre, in denen die Ergebnisse der Langzeitstudie „Deutsche Zustände“ mehr Schlagzeilen gemacht haben. Anfang der Woche hatte der Bielefelder Soziologe Wilhelm Heitmeyer die zehnte Folge vorgelegt und die Bilanz eines „entsicherten Jahrzehnts“ gezogen. Forscher haben es begleitet und mit ihren Zahlen eine Karte der politischen und sozialen Mentalitäten vorgelegt, die eine Landschaft aus sozialer Spaltung von oben, aggressiver Abwehr in der Mitte und vorurteilsbeladener Verunsicherung von unten zeigt.

In den vergangenen Jahren lagen die Schwerpunkte der einzelnen Auswertungen dabei immer einmal wieder auf einem anderen Aspekt – auch abhängig von „Signalereignissen“. Der 11. September 2001 zum Beispiel, „mit seinen Folgen für die Islamfeindlichkeit“ oder die Einführung von Hartz IV „mit den Auswirkungen auf die Desintegrationsängste in verschiedenen Sozialgruppen“ und nicht zuletzt „die verschiedenen Krisen seit 2008, also Finanz-, Wirtschafts-, Fiskal- und jetzt Schuldenkrisen“ mit ihren jeweiligen“ Effekten auf das, was die Gruppe um Heitmeyer als „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ bezeichnet. In der Forschung hat sich der Ansatz neben anderen auch als einer etabliert, der zur Analyse rechtspopulistischer und rechtsradikaler Einstellungen dienen kann.

Vor dem Hintergrund der Neonazi-Morde hat Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse auf die „fatale Aktualität“ der Studie hingewiesen. Man wird den Zusammenhang zwischen den weit verbreiteten Elementen einer Ideologie der Ungleichwertigkeit und rechtsradikalem Terrorismus nicht bestreiten wollen, überdehnen sollte man ihn aber auch nicht. Das hinter Heitmeyers Studie stehende Modell kann viel zur Aufklärung von Einstellungen in den verschiedenen Milieus, ihren zeitlichen Entwicklungsverlauf und das Wechselverhältnis zu aktuellen Ereignissen beitragen. Er leuchtet aber kaum die Bedingungen aus, die zur Bildung einer Bande wie der Zwickauer Zelle und ihrem Umfeld führen. Der Nachteil von sozialwissenschaftlichen Ansätzen, schreiben die Forscherkollegen Oliver Decker, Elmar Brähler und Norman Geißler in ihrer Studie „Vom Rand zur Mitte“, bestehe darin, „dass eine Statusunsicherheit sehr wohl zu einer rechtsextremen Orientierung führen kann, aber nicht muss. Damit bleiben notwendige Bedingungen rechtsextremer Orientierung im Dunkeln“.

Explosive Situation als Dauerzustand

Wenn die „Deutschen Zustände“ 2011, immerhin ein Fazit von zehn Jahren Forschung über die Verbreitung von rassistischen und homophoben Einstellungen, gegen Obdachlose und Behinderte gerichtete Vorurteile, von Sexismus und Islamfeindlichkeit, nicht so ein großes Echo hervorgerufen haben, mag das einerseits an der Dominanz anderer Nachrichten gelegen haben, andererseits wohl auch an einer gewissen Erkenntnis-Sättigung: Das haben wir in den vergangenen Jahren doch nun schon oft genug gehört. Vielleicht war das differenzierte Ergebnis aber auch zu wenig medientauglich – „es befördert einen zum Teil widersprüchlichen Komplex an Aussagen zutage. Einige sprechen für eine Liberalisierung der Gesellschaft, andere legen gegenteilige Schlussfolgerungen nahe“, schreibt die Rheinische Post. „Rassismus nimmt zu“, heißt es im Neuen Deutschland, „Deutsche finden Fremde gut“, titelte der Kölner Stadtanzeiger.

Heitmeyer und seine Kollegen zeigen, dass Rassismus, Fremdenfeindlichkeit sowie die Abwertung von Obdachlosen, Behinderten und Langzeitarbeitslosen seit 2009 wieder signifikant angestiegen sind. Antisemitismus, Sexismus und Homophobie dagegen nehmen seit 2002 ab, die Islamfeindlichkeit bleibt gleich. Entscheidend ist aber gar nicht so sehr die Entwicklung einzelner Elemente der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit, sondern die „neue Normalität“, die über die Jahre verschiedene Ausprägungen angenommen habe aber in einer Grundtendenz gleich geblieben sei: „Entsicherung, Richtungslosigkeit und Instabilität“ würden die Nervosität in allen sozialen Gruppen steigen lassen, es habe sich „eine explosive Situation als Dauerzustand“ etabliert.

Man könnte das zum Anlass nehmen, um sich über Solidarität und die notwendigen gesellschaftlichen Bedingungen dafür zu streiten; oder auch über die Aussagefähigkeit des theoretischen Modells und die möglicherweise auch bereits erreichten Aufklärungserfolge, von denen Stefan Reinecke in der Tageszeitung spricht. Klaus Schroeder, Professor an der FU Berlin und Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat, versucht in der katholischen Tagespost dagegen gleich die Studie an sich zu erledigen – wegen ihrer politischen Stoßrichtung. Forschungen wie die von Heitmeyer, seien „politisch motiviert und diffamieren die Mitte, indem sie faktisch behaupten, dass jeder, der nicht ihren linken Standpunkt teilt, bereits rechts oder rechtsradikal ist oder in Gefahr steht, es zu werden“. Dies, so Schroeder, sei „wissenschaftlich unseriös“, was er unter anderem mit dem Hinweis auf „suggestive Fragen“ und die von den Bielefeldern betriebene Generalisierung begründet.

Rechtspopulisten wollen eher links wählen

Ein einleuchtendes Argument hat Schroeder aber offenbar nicht parat, jedenfalls verrät er es der Tagespost nicht, sondern kritisiert einen „konstruierten“ Zusammenhang, den die Studie selbst gar nicht herstellt: „Nicht jeder, der eine differenzierte und auch kritische Betrachtung etwa der Integration von Ausländern oder von Ausländergewalt anmahnt, ist rechtsradikal und schon gar nicht legitimiert er Rechtsterroristen.“ Das ist so richtig, wie es als Kritik an der Heitmeyer-Studie nicht taugt, denn diese geht von einem weit allgemeineren Nexus aus. „Tatsächliche, realisierte Gewalt lässt sich nicht durch Umfragen erfassen“, heißt es darin. „Wohl aber das Ausmaß, in dem Gewalt in der breiten Bevölkerung toleriert oder gar befürwortet wird.“ Die Studie zeigt zudem an anderer Stelle, wie sich zumindest rechtspopulistische Einstellungen und Wahlverhalten in eine ganz andere Richtung verändern: Dieses Potenzial tendiert immer stärker dazu, linke Parteien zu wählen, während die elektorale Anbindung an die Union in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen hat.

Auf der einen Seite wächst die politische Entfremdung bei denen mit rechtspopulistischen Einstellungen. Heute stimmen über 92 Prozent von ihnen voll oder eher zu, sie hätten „sowieso keinen Einfluss darauf, was die Regierung tut“ – bei den anderen ist dieser Wert auf unter 60 Prozent gesunken. Zugleich zeigt sich eine Verschiebung auf den parteipolitischen Parkett: Gaben 2003 noch 39,5 Prozent des rechtspopulistischen Potenzials an, nicht zu wählen oder unentschlossen zu sein, hat sich der Anteil bis 2011 auf knapp über 30 Prozent verringert. Vor allem aber wird eine deutliche Verschiebung in Richtung linkes Lager bei denen sichtbar, die eine Wahlabsicht angeben: 2003 hätte nicht einmal jeder fünfte Befragte mit rechtspopulistischen Einstellungen SPD, Grüne oder Linke gewählt. 2011 sind es dagegen schon 41 Prozent, wobei der Anstieg bei der Linken am größten ist (von 0,9 auf 10,4 Prozent).

Das spricht einerseits für die Integrationsfähigkeit dieser Parteien, deutet aber andererseits auch darauf hin, dass unter ihren Wählern immer stärker Auffassungen Verbreitung finden, die mit dem programmatischen Kern im rot-rot-grünen Lager eigentlich nicht kompatibel sind. Es wäre einmal spannend zu erfahren, wie diese Widersprüche individuell gesehen und verarbeitet werden: Warum wählt jemand, der bei der Aussage „Es leben zu viele Ausländer in Deutschland“ zustimmt, die Linkspartei und wie reflektiert er deren einwanderungspolitisches Programm? Welchen Unterschied gibt es zur SPD, und wie hat sich deren Umgang mit Thilo Sarrazin niedergeschlagen? Wie gelingt es etwa der Linkspartei, Anhänger mit klassischer Protesthaltung, bei der am Ende unabhängig von politischen Inhalten jene Partei gewählt wird, die am wenigsten als etabliert betrachtet wird, zu inhaltlich motivierten Sympathisanten zu machen? Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein relevanter Teil des rechtspopulistischen Potenzials sich für eine „sechsten Partei“ entscheiden würde – und unter welchen Voraussetzungen? Immerhin ist unter ihnen der Anteil derer, die sich für Union, FDP oder eine der Rechtsparteien entscheiden würden, von 2003 (40,4 Prozent) bis 2011 (29 Prozent) deutlich zurückgegangen.

Linke Hegemonie?

Dafür interessiert sich Klaus Schroeder jedenfalls nicht. Seine Polemik gegen die Heitmeyer-Studie wird selbst von einem Vorurteil gestützt: die Halluzination einer linken Hegemonie. „In Deutschland gibt es keine rechte Hegemonie, hier ist die kulturelle Hegemonie schon seit geraumer Zeit eindeutig links“, antwortet der FU-Mann der Tagespost. „Die Linken aller Schattierungen besetzen die Themen und bestimmen allgemein gültige Maßstäbe, die ihre eigenen sind, zur Beurteilung anderer. Wer ihre Positionen nicht teilt, der wird sogleich diffamiert.“ Das sei, bekräftigt Schroeder das bekannte Schema, „ein sehr durchsichtiges Spiel, das hier von linker Seite betrieben wird“. Welche Themen Schroeder meint und welche Linken sie besetzen, wie das institutionalisiert ist und welche medialen Transmissionsriemen dabei helfen; worin sich überhaupt die angebliche linke Hegemonie ausdrückt und was eigentlich in diesem Zusammenhang links sein soll, dass verrät Schroeder nicht. Ebenso wenig, wie er wenigstens ein Beispiel dafür gibt, wie sich diese kulturelle Hegemonie so verändert hat, dass sie „seit geraumer Zeit eindeutig links“ ist.

Vor ein paar Tagen hat Forsa-Chef Manfred Güllner auf die Frage, „ist Links der neue Mainstream, eine Begleiterscheinung des politischen Zeitgeists?“ geantwortet: „Die Zahlen geben das nicht her.“

 

auch erschienen auf lafontaines-linke.de

 
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Kommentare
Magda schrieb am 17.12.2011 um 12:21
Na, was soll man von Klaus Schroeder schon erwarten - der ist noch immer mit der Umerziehung der Ostdeutschen beschäftigt.
DandelionWine schrieb am 17.12.2011 um 12:55
@Tom Strohschneider

Erst mal vielen Dank für dieses Blog. Ich habe jetzt auf die Schnelle gelesen, ohne den Links zu folgen, aber ich merke schon, dass hier die Informationen drin sind, die mir wichtig sind. Die Fragestellungen finde ich sehr interessant. Ich werde mich später detaillierter damit befassen und auch die verlinkten Quellen lesen. Wenn ich dann irgendwelche konsistente Gedanken dazu formulieren kann, schreibe ich sie hier auf.
Matto schrieb am 17.12.2011 um 15:07
Ich habe mich schon Dutzende Male mit Herrn Prof. Schroeder in Verbindung gesetzt und ihm einige Tatsachen mitgeteilt, dass er mit seinem Getöns den Ostdeutschen eigentlich auf die Nerven geht. Ich hatte ihm auch den Vorschlag unterbreitet, einmal eine Forschungsgruppe BRD-Unrechtstaat an der FU-Berlin einzurichten. Eine Anwort erhält man von Ihm nicht, aber "Spiegel-Online" bekam von ihm einen Tipp, sich mit mir zu unterhalten. Die Unterhaltung hatte ich abgelehnt, dem Spiegel-Online aber eine konkrete Darstellung meiner Gedanken mitgeteilt. Das wollte aber "Spiegel-Online" nicht und damit war der Fall für mich beendet.
Der Prof. und sein Dr. reagieren sich paranoid an Ostdeutschland ab vergessen aber darüber, dass sie als Westdeutsche mehr Dreck vor der eigenen Tür haben. Dieses Gebiet meiden sie aber, weil sie dann von der FU-Berlin an die frische Luft gesetzt würden und so können sie sich mit allen möglichen Unfug, ihr Brot verdienen.
KarinL. schrieb am 18.12.2011 um 14:56
@Matto

Genau....die Ostdeutschen sind zu links. Wählen zu links und demzufolge wird gegen sie intrigiert. Die LINKE muß abgeschafft werden.

Vielleicht hat Schoeder auch einfach nur negative Erfahrungen mit der DDR mal gemacht. Oder er will sich einfach nur profilieren, wie so viele heutzutage?!

Ich sollte ihm mal ein Mail zu kommen lassen :-)
Nietzsche 2011 schrieb am 17.12.2011 um 15:57
"Warum wählt jemand, der bei der Aussage „Es leben zu viele Ausländer in Deutschland“ zustimmt, die Linkspartei und wie reflektiert er deren einwanderungspolitisches Programm?"

Hypothese: Es ist eine Protesthaltung, die sich in keiner Partei offen vertreten lässt. ABER - zumindest im Osten Deutschlands wird die LINKE noch immer als einzige Protestpartei wahrgenommen. Also wählt man diese. Im Übrigen - wer von den Wählern liest denn irgendwelche Parteiprogramme?
Matto schrieb am 17.12.2011 um 18:57
@Nietsche 2011,

das die Linken im Osten nur als Protestpartei gewählt werden ist vollkommen daneben, weil es nicht stimmt. Die Ziele der Linken, und die müßte ja nun auch der Ungebildeste kennen, werden von 80% der Deutschen begrüßt. (Abschaffung von Hartz IV, Mindestlohn, Afghanistan usw. usw.). Gewählt werden aber die anderen Parteien obwohl die Menschen wissen, dass sie von denen verarscht werden. Und genau in dieser Richtung ist der Deutsche eben schizo! Er wählt jemanden, der in anschließend belügt.
Nietzsche 2011 schrieb am 17.12.2011 um 20:38
@Matto um 18.57 Uhr
Ist mir zu simpel. Hat vor allem die Konsequenz, dass die meisten Deutschen "schizo" seien und nur eine erlesene Elite (meine überspitzte Formulierung) hat den Durchblick.
KarinL. schrieb am 18.12.2011 um 15:02
@Matto

Nein, der Deutsche ist nicht Schizo. Er ist Untertan und hat sich sein eigenständiges Denken abgewöhnt. Das "wir" dumm sind, will man uns nur einreden. Insbesondere die Eliten!

Die meissten Menschen wählen aus Gewohnheit. Dazu gabs mal eine Studie. Eben alles Psychologie. Ich habs ausprobiert und wollte wissen was an der Studie dran sein. Recht hat sie. Rentner, die Arbeiter snd wählen überwiegend die SPD. Auf die Frage warum gabs ne ganz einfache Antwort. Na weil ich sie schon immer gewählt habe :-)

Die Menschen beschäftigen sich eben nicht mit Parteiprogrammen. Verfolgen eben keine Politik, sondern nehmen nur die MainstreamMedien wahr. Und die machen für mich "Propaganda". Dort wird eben auch sehr eindeutig dargestellt.

Gehört alles mit zur Erhaltung des Systems!
pedrei56 schrieb am 17.12.2011 um 18:39
Schroeder = Löwenthal 2.0
THX1138 schrieb am 17.12.2011 um 20:12
"Das hinter Heitmeyers Studie stehende Modell kann viel zur Aufklärung von Einstellungen in den verschiedenen Milieus, ihren zeitlichen Entwicklungsverlauf und das Wechselverhältnis zu aktuellen Ereignissen beitragen. Er leuchtet aber kaum die Bedingungen aus, die zur Bildung einer Bande wie der Zwickauer Zelle und ihrem Umfeld führen.

Diese fundamentale Erkenntnis sollte sich jeder Sozialwissenschafter, dem etwas an der Glaubwürdigkeit seines Faches gelegen ist, immer mal wieder zu Gemüte führen: Auf politische Missstände hinzuweisen und zu Recht zu verurteilen, ist das eine- ihren Ursachen auf den Grund zu gehen, aber etwas ganz anderes. Den Vorwurf, die eigene politische Einstellung habe bei dieser Langzeitstudie einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis gehabt, muss sich Heytmeyer zweifellos gefallen lassen: Den Eindruck habe ich bei der Lektüre leider auch gehabt. Ich warte bis heute auf eine Studie, die den Ursachen der wachsenden Xenophobie glaubwürdig auf den Grund geht.
THX1138 schrieb am 17.12.2011 um 20:39
In einer französischen Langzeitstudie hat man wenigstens ansatzweise versucht, möglichen Ursachen des wachsenden Fremdenfeindlichkeit über mehrere Kapitel hinweg auf den Grund zu gehen. Ein paar Ausschnitte:

"(...) Wenn man sich auf die 'im Feld' gefallenen Worte und Ausdrücke konzentriert, und sie mit dem Etikett 'rassistisch' versieht, blendet man den gesamten Kontext dieser Äusserungen aus und abstrahiert sie von den materiellen Existenzbedingungen der Befragten, von der Geschichte der Orte und der sozialen oder beruflichen Gruppen. Durch diesen 'intellktualistischen Kurzschluss' werden die Fakten oft überinterpretiert (...).

Was soll man denn auch schon sagen, wenn einem 'Intellos' gegenübersitzen, die gar nicht ermessen können, wieviel Angst einem die Zukunft macht, die immer alles moralisch beurteilen, und die, wenn sie Kräftebeziehungen denken, die Migranten per Definition den 'Schwachen' zurechnen? [Aussagen eines Arbeiters, der in u. erw. Langzeitstudie von Wissenschaftlern mehrfach befragt worden ist]

Bedacht werden muss auch, wie diese im Übrigen immer moralisierenden Rassismus-Anschuldigungen wirken, nämlich als soziale Beleidigung, die diese Personen in ein reduktionistisches soziales Raster pressen, aus dem sie nicht entweichen können. So reagierten zum Beispiel zahlreiche Arbeiter allergisch auf die von Paris aus organisierten und von einer grossen Medienöffentlichkeit begleiteten 'antirassistischen' Kampagnen."


Aus: Die verlorene Zukunft der Arbeiter, Stėphane Beaud und Michel Pialoux, Methodenfragen: die "Intellektuellen" und der "Arbeiter-Rassismus", Seite 316 / UVK Verlagsgesellschaft mbh
R Stilzchen schrieb am 17.12.2011 um 22:13
"Arbeiter-Rassismuss " oder "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" gegen Arbeiter und (andere) Kleinbürger.
KarinL. schrieb am 18.12.2011 um 14:10
Lesen Sie doch bitte Heitmeyers Studie noch einmal und zwar ohne politischen Ansatz.

Und dann finden Sie dazu auch sehr viel in der Zeitung "Psychologie heute". Einfach mal goggln.

Man ist nur fremdenfeindlich, wenn man sich massiv bedroht fühlt. Es gibt auch Rassismus unter Afrikanern, Chinesen usw.

Meisst sind es Vorurteile und Mißverständnisse. Auch subjektive Erfahrungen und wie ich damit umgehe, sie verarbeite, tragen dazu bei. Sie dürfen das ganze aber auch NICHT losgelöst und einzeln betrachten! Diese Definiton drückt das sehr schön aus.

lexikon.stangl.eu/1771/xenophobie/

Meines erachtens wird uns Xenophopie mehr eingeredet und suggeriert, als es tatsächlich vorhanden ist. Siehe dazu auch meinen langen Kommentar. Die Medien sind die Meinungsmacher Nr. 1 und für mich ist das Propaganda.

Auch spielt das Umfeld eine Rolle. Auf dem Land hat man mehr Ängste vor Fremden als in der Stadt. Das liegt an der Pflege der Traditionen. Es liegt aber doch auch am einzelnen Menschen. Am Charakter eines jeden.
Übrigens wurde das mit den Vorurteilen mal sehr schön in einem Film veranschaulicht.

de.wikipedia.org/wiki/Willkommen_bei_den_Sch%E2%80%99tis
KarinL. schrieb am 18.12.2011 um 14:50
@THX1138

Vielleicht kann Heitmeyer auch nicht so frei schreiben?!
Vielleicht tut er auch dies nur um Auftrag der VW-Stiftung? Dahinter stehen Interessen.

Ich frage mich wieso sich 2 Menschen, die rechtsextrem sind, Selbstmord begangen haben.

Die CIA ist in sehr vielen Kriegen mit involviert! Hat Bürgerkriege inszeniert! Alles im Internet belegbar mit Fakten! Einfach mal weiter denken als bis zum Telerrand.

Mein Kommentar zur Xenophobie galt übrigens Ihnen. Das kam wohl nicht so deutlich herrüber?

Und die Naziideologie hat in Deutschland nie wirklich aufgehört zu existieren. Das Kapital wurde ja auch nicht zerschlagen. Ideologien werden in Familien weiter gegeben! Deshalb halte ich sie für höchst gefährlich!
weinsztein schrieb am 18.12.2011 um 02:36
@Tom Strohschneider,

danke, so und ähnlich (nach Genre) wünsche ich mir Journalismus. Dann ist er gut und nicht irgendwie.
KarinL. schrieb am 18.12.2011 um 13:54
Neue Leute braucht das Land...oder anders herum...ein herzliches Hallo an alle Macher dieser Seiten :-)

Ich möchte zum Thema mal eine ganzheitliche, objektive Betrachtung vornehmen. Die deswegen etwas umfangreicher ausfällt. Ansonsten wäre dies oberflächlich und ohne sachliche Hintergründe.

Ich hatte letztes Jahr Bundesmittel gegen Rechtsextremismus beim Landkreis OPR, Jugend-und Betreuungsamt verwaltet. Ich kenne also Heitmeyers Studie sehr gut, zumal ich ihn auf einem Fachtag in Leipzig 2009 persönlich kennen gelernt hatte. Ich gehe auch nicht mit ALLEM konform, was Heitmeyer da wieder gibt. Z.Bsp. mit der Aussage, dass im Osten aufgrund der vorhandenen Strukturen mehr rechte Einstellungen vorhanden sind. Diese rechten Einstellungen waren und sind in der alten BRD ebenso verbreitet. Ja ich behaupte sogar mehr als im Osten. Hier widerspricht sich nämlich Heitmeyer in gewisser Weise selbst. Kapitalismus kann niemals links sein, sondern immer rechts. Soziale Marktwirtschaft hatten wir nur wegen dem Klassenfeind Sozialismus. Den wir im übrigen noch nie wirklich hatten! Genau wie Kommunismus noch nicht. Alles pure Propaganda seitens der politischen Eliten/Medien. Und nun, da der Feind nicht mehr existert, kann der Kapitalismus in Deutschland genauso in all seinen Formen pervertieren! Neoliberalismus, Sozialdarwinismus, Faschismus, faschistoide Diktatur, Militärregime. Wie auch immer. Es ist völlig egal wie man es benennt. Es geht um Macht und Geld in der Welt!

Ich hatte auch einen sehr tiefen Einblick in Politik und Verwaltung, in Machtstrukturen. Was sich mir da auftat war für mich erschreckend und hat mir das letzte vertrauen in Politik und Behörden genommen! Ich hatte mich auch sehr mit dem Thema Rechtsextremismus beschäftigt, mich auf Arbeit engagiert. Zu sehr für die Behörde, so dass ich im Endeffekt selber diskriminiert und zum Mobbingopfer seitens der Verwaltung wurde. Zum Schluss auch von sogenannten "Linken". Menschen, die sich in einem Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus zusammen finden, um für Toleranz und gegen Gewalt, Aufmarsch der Rechten (Nazis) zu demonstrieren. Ich wurde von dem Vorsitzenden der Jusos SPD als antisemitisch, rassistisch, Verschwörer bezeichnet und er drohte mir mit einer Anzeige beim Landesdatenschutz. Toll dachte ich so bei mir. Dann bin ich der erste "polit. Gefangene" ;-)
Lächerlich das ganze, da ich meine Meinung ja mit Fakten aus dem Internet belegte. Und all das nur, weil ich aufklären wollte, das vorhandene System in frage stellte, eine andere Meinung zu den Dingen hatte. Ich gebs zu, nicht ganz ohne zu provozieren. Wow dachte ich nur...was für wahre Gesichter und Abgründe sich doch einem in einer Krise so auftun!

Ich hatte auch ein Seminar vom VS über Konvertiten zum Islam erlebt. Was sich mir da auftat war erschütternd. Obwohl ich weiß wie Geheimdienste funktionieren.

Wir haben sehr wohl eine rechte Hegemonie in der Mitte der Gesellschaft! Die jetzt durch die Krise immer mehr zu tage tritt und sich fatal verstärkt. Man erinnere sich nur an gewisse Aussagen seitens einiger Politiker! Man lese in Foren im Netz die Kommentare zu bestimmten Themen. Erschreckend, wie pathologisiert diese Gesellschaft doch schon ist! Wobei dieser Rechtsruck ja auch von einem ehmaligen Bundesbanker befeuert wurde. Für mich alles mehr oder weniger inszeniert. Was völlig "normal" (traurig) ist und demzufolge auch sehr erschreckend. Es geht schliesslich im Leben immer nur um Macht und Geld! Auch befinden wir uns weltweit in der gleichen Situation wie 1929. Ich frage mich wirklich, ob die Menschen NICHTS aus der Geschichte gelernt haben?! Vorallem aber beschäftigt mich schon lange eine Frage: Wissen die Menschen, vorallem in der alten BRD, nicht wie Kapitalismus funktioniert?! Warum hinterfragen soviele Menschen nicht das System in dem sie leben?! Und vorallem, warum denkt man nicht über Alternativen nach? Anstatt politisch zu polemisieren. Da tut sich für mich wiederum wahrhaft ein Abgrund auf. Kapital ist nunmal bestrebt sich zu vermehren, koste es was es wolle. Jeder hält am System fest, da Geld götze ist. Geld gibt Status und Macht.
Die Aufarbeitung der Geschichte ist in der alten BRD anscheinend auch nicht wirklich vollzogen worden. Hier wurde lange vieles vertuscht, wie Jacob Augstein auch erkannt hat(?) (Das interpretiere ich mal aufgrund seiner Aussagen bei Maischberger`s letzter Sendung mal so. Leider hat man Jacob dort völlig abgewürgt :-( )

Geld regiert die WElt. Nur wer regiert eigentlich das Geld. Und da der Kapitalismus, das Geldsystem am zusammen brechen ist, hat, die Mehrheit der Menschen Angst vorm sozialen Abstieg, trifftet die Masse eben immer mehr nach "rechts". Eine "normale" Entwicklung aus evolutions-biologischer Sicht. Oder um es mit Brecht auszudrücken: Erst kommt das Fressen und dann die Moral!

In dem Zuge git es natürlich viele "Trittbrettfahrer". Es gibt eine guten Grund, warum die Rechtsextremen wieder in den Startlöchern stehen! Siehe auch dazu die Geschichte. Warum hinterfragt dies keiner?! Und hat keiner Angst davor?

www.forum-systemfrage.de/Aufbau/ca/42n/ca42n.php?df_name=caDF40&tbch=ca&schp=rnachfrZ&ordner=42n

Das sich in Deutschland eine "Hegemonie" von Rechts immer mehr breit macht, kann ich also nur aus eigener Erfahrung bestätigen. Auch wenn man seine Umwelt wirklich wahr nimmt, wird man darauf treffen. Sogar in den Behörden, im Jugend-und Betreuungsamt, sitzen mehr als genug Mitarbeiter mit genau denselben Einstellungen, die Heitmeyer beschreibt. Und das ist für mich die eigentliche fatale Erkenntnis. Da Behörden viel zu viel Macht haben und zu wenig transparent sind. Selbst Tranparenz gibt keine Machtkontrolle, wie ich letztes Jahr feststellen musste.
Das in Behörden Macht ausgeübt wird, wurde mir seitens der Teamleiterin Jugend(sozial)arbeit auch unverblümt so mitgeteilt. Andersdenkende, Hinterfrager sind eben nicht willkommen. Da nimmt sich "Ost und West" eben nichts. Ich kenne Menschen im "Westen", die auch seitens der Behörden diskriminiert werden. Das Internet, die Medien belegt dies auch.

Nun ist für mich die Einstufung in linke oder rechte Hegemonie nicht wirklich "treffend". Was Heitmeyer eben auch eigentlich in seiner Studie so darstellt und belegt. Man sollte doch Studien wirklich ausführlich im Zusammenhang lesen, nicht nur das, was in den Zeitungen steht. Und vorallem eben NICHT politisch interpretieren/polemisieren! Interpretieren kann man vieles so oder so. Je nach dem, was ich für eine Meinung/Ansichten vertrete bzw. was ich eigentlich damit bezwecken will. Was will ich mit meiner Studie dem anderen mitteilen/suggerieren. Zu welchem Zweck wurde sie erstellt? Es geht nämlich bei Heitmeyer mitnichten um reine politische Einstellungen, sondern um Etabliertenvorrechte, Privelegien, Ängste, Solidarität! Politisiert wird von Heitmeyer erst neuerdings. Da die Politik eben NICHT die Entwicklung der Gesellschaft wahrhaben will. Warum auch. Schliesslich gehts um Machterhalt und Privelegien. Wie fatal! Geschichte wiederholt sich nämlich! Das haben die meissten eben noch nicht wahrhaben wollen. Das wird von den meissten verdrängt! Was ich verstehen kann und auch menschlich ist. Man lese auch dazu das Buch von Frau Ulrike Herrmann, Wirtschaftsjournalistin der TAZ über den "Selbstbetrug der Mittelschicht". Ein wahres Werk der Aufklärung!

Ich betrachte die Entwicklung der Gesellschaft mehr aus der humanitären, sozialwissenschaftlichen Seite heraus und auch mittels der Psychologie. Man lese nur Erich Fromm sein Buch über "Haben oder Sein". Fromm erkannte schon 1959 wie der Kapitalismus sich entwickeln wird! Und Marx ist ja auch nicht zu wiederlegen. Ich kenne auch 2 Systeme, DDR und BRD. Ich halte diese ganze politische Polemisierung für sehr gefährlich! Heute gibts anscheinend nur noch die grobe Einteilung in rechts oder links. Völliger Blödsinn, wie ich finde. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, sondern auch viele grautöne. Dazu gehört für mich eben auch generell die Ideologien der Parteien. Parteien passen heute nicht mehr ins Bild. Ist die SPD noch sozial?? Die CDU noch christlich, wenn sie Menschen in die Armut befördert und diskriminiert?! Die FDP noch liberal, geschweige denn sozial, wenn sie gleichgeschaltet mit der CDU in vielem ist? Die Grünen noch grün und sozial, wenn sie voreilige Beschlüsse (Atomausstieg) durch setzen will ohne sich Gedanken über die finanziellen Folgen zu machen? Man denke nur an die ursprünglich mal gewollte Erhöhung der Benzinpreise. Sehr einseitig und zu Lasten des "kleinen Mannes" Die Grünen sind eine Partei der Besserverdienenden. Nur eben keine "Volkspartei". Wir haben einen Parteien Einheitsbrei. Und keine wahre Opposition. Die LINKE nimmt eh keiner ernst. Und selbst die Linke vertritt nicht alle und hat auch keine Lösungen für die Gesellschaft. Die Presse versucht sie eh immer nur zu spalten. Warum wohl?! Weil LINKS sein eben nicht im Kapitalismus erwünscht ist. Investigativer Journalismus hat nämlich auch längst ausgedient. Wenn es den denn wirklich einmal jeh gab.
Es gibt Ansichten, Meinungen, eine gewisse Toleranz von jedem. Parteien gehören für mich abgeschafft! Ideologien dienen nur zur Ausübung von Macht, um Menschen an sich zu binden. Es gilt der allgemeine Gruppenzwang. Das ist reine Psychologie. Mit Hilfer derer wir alle sehr beeinflusst werden!
Es geht jetzt nicht mehr um links oder rechts. Es geht um ein friedliches Miteinander, um soziale Gerechtigkeit und Humanität. Wenn die Gesellschaft es nicht schafft, sich auf einer anderen Ebene als der Politik zu verständigen, sehe ich düsteren Zeiten entgegen. Und das meine ich ernst! Soziale Unruhen werden zu Tage treten. Griechenland ist erst der Anfang.
Was wir brauchen ist ein völlig neues System! Schaffen wir es nicht, dann sehe ich es genau so wie Eric Hobsbawm. Das ist ein wahrer weiser Mann!

www.stern.de/wirtschaft/news/maerkte/eric-hobsbawm-es-wird-blut-fliessen-viel-blut-700669.html

Darüber sollte mal ein jeder nachdenken und wie Kapitalismus wirklich funktioniert. Und wie jeder mit seiner Familie, mit seinen Kindern in Zukunft leben will.

Die Menschen im 21. Jahrhundert entwickeln sich wieder zurück. Das ist für mich eine sehr traurige Erkenntnis aus all dem, was ich so bisher wahrgenommen habe. Sie hat es bisher immer noch nicht geschafft ihr Bewusstsein zu erweitern. Der "Feudalismus", eine faschistoide Diktatur, ein totalitärer,polizeilicher Überwachungsstaat rückt immer mehr in die Nähe.
Wollen wir das wirklich alle?? Oder nur eine Minderheit, die Eliten, um sich ihre Privelegien zu sichern?
Und wer das von sich weißt, nimmt nicht die Realität wahr, hat die Welt eben noch nie verstanden. Man kann im Zuge der Globalisierung des Kapitals nichts mehr auf nationaler Ebene betrachten, sondern nur als großes Ganzes. Nur eine politisch, verordnete EU mit einer Zentralisierung wird zwangsläufig in einer Diktatur enden. In eine Wirtschaftsdiktatur. Von Selbstbestimmung keine Rede mehr. Ich bin auch für ein vereintes Europa. Das aber NUR in einem Miteinander aller Völker. Die EU, die Globalisierung dient einzig und alleine der Erweiterung des Kapitals. Wir haben einen Währungskrieg Dollar/Euro. Hier gehts um Macht und viel Geld. Erläuterungen dazu findet man auch bei dem Soziologen Krysmanski. In seiner Studie über die Machtstrukturen der Welt, insbesondere der EU.

www.uni-muenster.de/PeaCon/krysmanski/

Und nun wollen die polit. Eliten mit aller Macht uns zusammen führen. In eine zutiefst undemokratische Struktur der Eliten. Dafür erfindet man dann alle möglichen Probleme und inszeniert eine Krise. Wobei der "arrogante Westen" natürlich vollkommen über seine verhältnisse gelebt hat. Keine Frage. Die entscheidende Krise liegt aber am ungerechten Geldsystem! Es ist ein Betrugssystem in dem immer die Umverteilung von unten nach oben automatisch stattfindet. Man beschäftige sich mit dem Thema. Jetzt versucht man es mit Hilfe einer sanften Inflation zu korrigieren. Was 1929 in einer Hyperinflation endete, mit den Folgen des Faschismus! Das wird von den Poltikern, die im Auftrag des Kapitals agieren, nur allzugerne verschleiert.

www.iablis.de/iablis_t/2011/hoermann11.html
www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/1178969/

Die politische Entfremdung, wie im Artikel dargestellt, hat auch nichts mit rechtspopulistischer Einstellung zu tun. Ganz im Gegenteil! Das ist ja gerade das gefährliche an der Situation, in der wir uns befinden! Hier verkennt der Autor des Artikels eindeutig die Situation. Das hat absolut NICHTS mit politischen Einstellungen zu tun. Sondern mit Armut. Bestes Bsp. sind die vielen Hartz 4 Nichtwähler und Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Die jeden Tag mit dem Kampf ums überleben zu tun haben. Menschen, die sich nicht mehr wahrgenommen fühlen seitens der Politik. Ob die wirklich alle rechtsextrem eingestellt sind, bezweifle ich sehr! Egoistisch und entsolidarisiert trifft es da wohl schon eher.

www.psychologie-heute.de/archiv/detailansicht/news/armut_macht_wahllos/

Hat schon mal einer darüber nachgedacht, dass man den Rechtsruck über die Medien der Mehrheit nur immerzu suggerieren muß, um ihn dann tatsächlich in den Köpfen bei jedem vollzogen zu haben?!

Mein Fazit aus allem.

Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht. (Heine hatte das natürlich positiv gemeint) Mir macht die Entwicklung Deutschlands Angst!! Denn dieser Zusammenbruch des Geldsystem (was ja verschleiert wird) ist bis jetzt immer in einen Krieg geendet. Und der Zulauf der Rechten, diese rechten Einstellungen der Mitte, war die Voraussetzung für den 2. WK. Man befasse sich mit der Geschichte und wie Hitler an die Macht kam! Alles gut mit Fakten erklärt im Forum Systemfrage 21
KarinL. schrieb am 18.12.2011 um 14:30
Ich finde es auch sehr interessant wie Professor Schroeder frech behaupet, Kinder in der früheren DDR wurden mit Gewalt erzogen. Das war mit Sicherheit in der BRD nicht anders!

Also das kann ich DDR-Kind ja nun überhaupt NICHT BESTÄTIGEN.
Ich finde es sehr anmaßend, dass ein Professor sich so artikuliert! War er überall in den Familien mit dabei? Oder suggeriert das nur die Zeitung der Tagespost um von den eigentlichen Skandalen der Kirche abzulenken?! Das kann ich nicht ernst nehmen.

Gewalt erleben ist auch subjektiv. Einer bezeichnet eine Ohrfeige als Gewalt. Ein anderer einen "Klaps" auf den Hintern usw. Darüber kann man endlos diskutieren.

Professor Schroeder ist nicht objektiv!

Im übrigen gibt es immer Menschen, die zur Gewalt neigen. Der Mensch ist eben kein heiliger und manche empfinden sogar Spass am töten. Schliesslich haben wir noch die Gene unserer Vorfahren in uns drinn. Und die Umwelt, insbesondere die Armut, spielt auch eine Rolle. Wobei auch in vielen bürgerlichen Familien Gewalt angewendet wurde. Nur versucht man das immer gerne zu vertuschen!

Man sehe sich nur die Videos über den Irakkrieg an, wie Männer und Frauen zu Tötungsmaschinen wurden. Der Mensch ist eben nicht in eine Schublade zu pressen.

Und Diktatur ist auch nicht gleich! Diese Polemisierung und Gleichmachereie find ich gefährlich.

Von wem wird eigentlich Herr Schroeder bezahlt?!
Tom Strohschneider
vom "Blauen" zum "Roten" geworden
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Joachim Petrick hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Der König von Prussia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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