weinsztein

Blog von weinsztein

26.10.2010 | 02:34

Innertürkische Integration

Turgutreis-Akçaalan, türkische Ägäis.

Auf dem Gässchen vor meinem Garten spielen Kinder. Ich guck zu.

Sie sind laut, schreien, kreischen, lachen. Fünf Mädchen springen, hinkeln, hüpfen, auch ein Ball spielt eine Rolle.

Ich kenne die Anführerin, sie heißt Neslihan, das bedeutet Seltene Königliche Blume. Sie ist neun, Klassenbeste und zeigt mir schon mal ihre Schulzeugnisse. 

Ein Junge kommt dazu, will mitspielen. Er ist kleiner als die Mädchen.

Nein, sagt Neslihan.

Der Junge weint.

Neslihan lenkt ein: Ok, spiel mit, aber sag erst, dass du doof bist.

Der Junge: ich bin doof.

Neslihan: Gut, du kannst mitmachen. Aber nur als Knecht.

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Maike Hank schrieb am 26.10.2010 um 11:07
Das ist so gemein!
weinsztein schrieb am 26.10.2010 um 20:02
Ja. Leider.
weinsztein schrieb am 28.10.2010 um 03:02
Manchmal fürchte ich: Frauen sind so.
hibou schrieb am 11.11.2010 um 03:49
Und: diese Kinderspiele laufen meines Wissens in anderen Laendern genauso ab.
oranier schrieb am 11.11.2010 um 09:48
"Manchmal fürchte ich: Frauen sind so."

Das kannst du doch nicht einfach so verallgemeinern, ob als Furcht oder Hoffnung.

Dieses "Turgutreis-Akçaalan", liegt das nicht in Asien? Da wohnen doch die Barbaren. Hier im zivilisierten Europa jedenfalls sind Frauen nach meiner Beobachtung wie andere Menschen auch, nämlich unterschiedlich.

Überhaupt die ganze Kinderspiel-Geschichte: Hast du denn keinen Frisör, dem du die erzählen kannst?
weinsztein schrieb am 11.11.2010 um 21:07
Ich hatte immer vermutet, du seist ein pensionierter Hairstylist.
oranier schrieb am 11.11.2010 um 22:08
Wenn man meine Haarpracht betrachtet, könnte man auf den Gedanken kommen. Die Schuster laufen auch mit den abgetragensten Schuhen herum.
weinsztein schrieb am 13.11.2010 um 03:27
Überhaupt richtet mein Blog sich keineswegs nur an kahlköpfige Frisöre oder Schuster mit Wracks an den Füßen. Sondern auch an gleichförmige Barbaren hier wie dort.
Insofern erreichte ich durchaus treffsicher meine Zielgruppen, zu denen auch eitel eifernde Oranier gehören.
oranier schrieb am 13.11.2010 um 18:42
Dafür hast du so lange gebraucht, um das nach zween Tagen zu später Nachtstunde noch auszubrüten?

Maike Hank, die dir User hier was flüstert, hibou, für den Denken eingestandenermaßen Knochenarbeit ist und der eitel eifernde Oranier unter ein und derselben Zielgruppe als "gleichförmige Barbaren" zusammengefasst?
Sehr treffsicher!
weinsztein schrieb am 14.11.2010 um 02:44
An deiner Fahigkeit, dich doofzustellen, habe ich niemals gezweifelt, drolliges Wortkläubchen.
oranier schrieb am 14.11.2010 um 09:17
Und nun willst du dich in dieser Fähigkeit mit mir messen, lieber weinsztein? Ich hoffe doch jedenfalls, dass bei dem Blogtext und deinen Kommentaren nichts Ernsteres vorliegt.

Aber nein, ich hab' keine Lust mehr mitzuspielen. Vielleicht versuchst du es mal bei deinen neunjährigen Mädels, die lassen dich vielleicht mitspielen, wenn sie den Eindruck haben, du verstellst dich bloß!
weinsztein
Schoen! Klug! Kann kochen!
Ort:
Bodrum-Turgutreis Tuerkei
Mitglied seit:
2 Jahre 47 Wochen
Zuletzt aktiv:
03.06.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 32
Kommentare: 4482
Logbuch
22:17
archinaut hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:15
Policy Innovation hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:15
hardob hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:15
merdeister hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:13
Policy Innovation hat gerade einen Kommentar geschrieben.
David Foster Wallace Das hier ist Wasser Kiepenheuer & Witsch 2012

64 Seiten. Kartoniert.

4,99
 
David Foster Wallace wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Diese berühmt gewordene Rede gilt in den USA mittlerweile als Klassiker und Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen – eine kleine Anleitung für das Leben, die man jedem mit auf den Weg geben möchte >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Die grüne Guerilla

Ausgabe 22/2012
31.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG