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Chakalaka mit Milie Pap und Cape-Chicken-Curry
Südafrika rockt und trötet. Die Menschen sind stolz auf die Fußball-WM im eigenen Land, die erste auf dem Kontinent überhaupt. Man freut sich, liest und hört man, und alles klappt prima. Trotz allem Geunke vorher.
Fußball in Südafrika, das ist der Sport vor allem der schwarzen Bevölkerung, der weiße Teil bevorzugt Cricket und Rugby. “Aber was Schwarze und Weiße eint, ist die Küche”, sagt Grada, meine beste holländische Freundin hier im türkischen Turgutreis, sie kennt sich aus im WM-Gastgeberland. “Südafrikas Küche ist eher nicht afrikanisch, sie ist niederländisch-kolonial geprägt. En zo lekker!” (Wobei der holländische Beitrag zum kulinarischen Welterbe in etwa der Größe des Landes entspricht, meine ich.)
Grada zuliebe erlebte ich das WM-Spiel Niederlande gegen Dänemark mit fast hundert ihrer Landsleute in Ozzy's Bar. Die meisten irgendwie festlich gekleidet, mit wallenden Gewändern, Krönchen, Hüten, alles in Orange. Beliebt machte ich mich mit der Meinung, dass Holland den Titel endlich mal verdient habe. Die Reaktionen waren Küsschen und “Give me five!”, viele Hände abklatschen.
Zurück zur heutigen südafrikanischen Küche mit Zutaten von Kolonialisten und anderen Zuwanderern. Ein spannender Mix mit indonesischen, indischen, portugiesischen und anderen Einflüssen.
Fußballbewegten und/oder Kulinarikern der Freitag-Community lege ich nahe: ladet zu einem der nächsten WM-Spiele Freunde ein, bewirtet sie südafrikanisch und feiert!
Mit Chakalaka.
(Schon der Name hört sich an wie von Miriam Makeba gesungen.)
4 Esslöffel Olivenöl, 2 Zwiebeln, 5 dicke Knoblauchzehen, 1 oder 2 Chilischoten, 4 EL gutes Öl, 500 g Paprikaschoten (farblich gemischt), 400 g Karotten, 400 Weißkohl, 250 g (Tiefkühl-)Erbsen, 2 dicke reife Fleischtomaten, 1 daumengroßes Stück Ingwer, Salz, Pfeffer, reichlich frischer Koriander (Petersilie geht auch).
Knoblauch, Zwiebeln & Chilisschote im Olivenöl anschwitzen. Paprika dazugeben, alles drei weitere Minuten angaren.
Möhren, Kohl, Paprikaschoten in feine Streifen schnibbeln und rein in den Topf. Wieder drei Minuten rühren Nun die Erbsen, die fein gewürfelten Tomaten dazugeben und den geriebenen oder fein gehackten Ingwer, Salz und Pfeffer. Rund 15 Minuten bei kleiner Hitze rührend garen. Vor dem Servieren mit grob geschnittenem Koriander oder Petersilie bestreuen. Wem es nicht scharf genug ist, gibt noch Cayennepfeffer dazu.
Die Düfte, die Aromen von Chakalaka entfalten sich am besten nach einigen Stunden Ruhe. Schmeckt kalt wie heiß prima.
Dazu passt Milie Pap, eine triste Sättigungsbeilage aus Wasser, Maismehl und Salz. (Für Unverdrossene: Maismehl langsam ins kochende Salzwasser rieseln und bei kleiner Hitze 40 Minuten rühren. Fertig ist der Pap.)
Wir wollen es feiner und leihen uns ein Rezept der Italo-Südafrikaner:
Polenta!
Dafür brauchen wir 250 g Instant-Polenta-Grieß, 2 Esslöffel Öl, 1 Zwiebel, Knoblauch, einige getrocknete Tomaten, 1 Liter Milch und Salz. Zwiebeln, Knoblauch und Trockentomaten fein schnibbeln, in Öl kurz anbraten, nicht bräunen. Milch und Salz dazu, alles aufkochen, nun rieselt der Maisgrieß hinein, wir rühren und rühren bis eine dicke Pampe entsteht. Ist die zu dünn, mehr Grieß, zu dick, mehr Milch oder auch Wasser. Probieren, wenn sie schmeckt, ist die Polenta fertig.
Bisher ist das Südafrika für Vegetarier und andere bedauernswerte Menschen. Wir gehen einen Schritt weiter.
Cape-Chicken-Curry!Sehr lecker. Ein Rezept wie die anderen bisher für mindestens vier gute Esser. Je nach Appetit brauchen wir vier Hühnerbrustfilets und vier Schenkel oder mehr. Jedes Filet in drei Teile schneiden, die Schenkel per Schnitt ins Gelenk teilen.
Weitere Zutaten: Öl, etwas Mehl, zwei in Scheiben geschnittene Zwiebeln, etwas Zimt und je einen Teelöffel Kreuzkümmel und Currypulver (ich rate zu Madras-Curry aus dem Asisaladen), reichlich zerdrückter und zerhackter Knoblauch, wieder Chilischoten nach Geschmack, reichlich Kokosmilch aus dem fernöstlichen Tetrapack, Salz.
Wie zubereiten? Ganz einfach. Die mit Mehl bestäubten Schenkelteile in Öl fünf Minuten bei mittlerer Hitze in der größten Pfanne anbraten, dann die bemehlten Filets, alles zwei Minuten weiter braten, dann kommen alle anderen Zutaten dazu. Langsam gar schmurgeln. Wir wollen Fleisch in einer cremigen würzigen scharfen Sauce.
Pötte und Pfannen jetzt auf den Tisch, Gläser, Teller, viel Rotwein! Am besten dann, wenn Südafrika spielt oder die Deutschen. Oder wenn Freitag ist.
Essen, trinken, Fußball, Vuvuzela tröten. Und nicht Prost. Es heißt “Bafana Bafana”!
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Und wann?
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Du schaffst es noch, lieber Henner, dass ich mich mit meiner Fußball-verrückten Schwester in Sachen Lederball aussöhne - wenn wir das zusammen versuchen nachzukochen und ich ihr dazu den erzählenden Teil deines Blogs zu lesen gebe :)
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Liebe Cassi,
bring' sie doch mal mit zum Freitag, Deine fußballwütige Schwester. Herzliche Grüße an sie. |
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Mehr als nur gern gelesen und bald nachgekocht.
Polenta kann, wenn sie in einer Form erkaltet ist, recht dünn in Scheiben geschnitten und so in Butter rösch angebraten werden. Ist dann beinahe wie ein sehr schmackhaftes Röstbrot, auf das man tolle Sachen legen kann. |
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Jawohl, das kann ich bestätigen, und um ehrlich zu sein kenne ich die Polenta sogar hauptsächlich in dieser Art.
Sie hat übrigens zusätzlich den Vorteil, daß man sie bedenkenlos am Freitag verzehren darf — Katholiken dürfen nämlich ansonsten freitags kein Fleisch zu sich nehmen. Wobei — sind Sie nicht Lutheraner? Ich lasse sogleich ein Amt aufschreiben! |
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So mag ich Polenta auch am liebsten, ed2murrow. Die Scheiben in Butter und Olivenöl braten. Hühnchen in Rosmarin-Sahne passt sehr gut dazu.
Oder die knusprigen heißen Polentascheiben wahlweise mit kräftigem Käse oder Schinken (Serrano oder gar Pata negra) belegen, dazu ein bunter Salat. Schönes Sommeressen. Das isst der Katholik freitags schon mal heimlich. |
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Darf ich auf der Käseseite eine Scamorza aus den Abruzzen vorschlagen oder eine Fontina?
Sie sind inspirierend, lieber weinsztein; das wollte ich Ihnen eigentlich schon immer mal schreiben. |
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Oh danke, ed2murrow, ich freue mich sehr.
Ob Scamorza oder Fontina, Brüh- oder Hartkäse, beide sind auf unserer Polenta sehr willkommen. Bliebe die Frage: welcher Wein. |
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Sie werden mich prügeln, aber bei dem Chakalaka dachte ich an einen Rosé aus dem Elsaß, beim Huhn an einen eiskalten Weissen, nicht raffiniert, sondern eher ganz einfach eine Vernaccia (wir könnten auch bei den SudAfs bleiben, die haben einige wirklich gute Chardonnays) und bei der Polenta immer einen wuchtigen Roten, aber nur ein Glas voll, weil's aus der Gegend ist, einen Recioto oder sogar einen Amarone.
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Rosé aus dem Elsaß? Man kläre mich auf!
Amarone mit Polenta, o.k. ich bin für alles offen, aber mit was wird die Polenta serviert? |
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Der Rosé, den ich kenne, ist von André Ostertag, Epfig. Ist in der Hinsicht aber eher weniger bekannt.
Polenta belegt wie oben beschrieben oder auch als Unterlage zB. für ein Wildsauragout mit Zwiebeln und Lorbeer. |
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Ich habe vor 2 Wochen zum ersten Mal einen roten Roero getrunken. Der könnte auch gut passen.
Rosé ist eigentlich kein typischer Wein aus dem Elsass. |
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Schon klar, deswegen blieb er mir in Erinnerung.
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Niemals würde ich einen Rosé-Genießer verprügeln, werter ed2murrow. Ich würde für alle Gerichte einen Spätburgunder Weißherbst vom Kaiserstuhl (Elsaß gleich gegenüber) empfehlen, halbtrocken mit fruchtiger Säure. Aldi Süd hat einen, den ich gern kaufe bei Aufenthalten in Deutschland. Kostet 1,98 € und schmeckt viel teurer.
Am Monatsanfang käme auch ein Medoc in Frage, Chateau Cissac. Ganz wunderbar. Ein gastronomischer Freund kauft den für etwa 8 € ein und hat ihn für 55 € auf der Karte. |
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Liebes thinktankgirl,
alle die hier beschriebenen Gerichte kommen zugleich auf den Tisch. Jedes passt zu jedem. Die Polenta zum Cape Chicken Curry, die Chakalaka zu beidem. Und ein eiskalter Rosé wäre eine gute Empfehlung, die zu allem passt. Oder Bier. Warum eigentlich nicht? |
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Wunderbar,
der Kochblog zur WM! Geht die Polenta auch im Simmertopf? Mit dem mach ich immer Grießbrei, was vorzüglich klappt, und man muß nur alle 5 min. mal umrühren. Von wg. Hänchenbrustfilets und Schenkel. Habe eine Dokumentation gesehen. Weil wir Deutschen/Europäer hauptsächlich nur noch die Brustfilets und Schenkel vom Geflügel essen, ist der Rest hier Abfall. Der wird dann nach Afrika verfrachtet und da für wenig Geld verkauft. Das Fleisch ist beliebt, da es bereits vorverarbeitet ist, die afrikanischen Frauen müssen kein Huhn mehr schlachten und es rupfen, und weil es eben relativ günstig ist. Gleichzeitig gibt es aber gesundheitliche Probleme wg. der nötigen, allerdings oft fehlenden, Kühlkette wie auch mit der heimischen Wirtschaft. Vielen kleinen Geflügelbetrieben droht das Aus bzw. sie sind schon pleite gegangen, Menschen verlieren ihre Existenzgrundlage. Wenn möglich, also immer ein ganzes Huhn/Hähnchen kaufen. Für den Single-Haushalt aber kaum praktizierbar. Will man gar nicht glauben, was der Kauf eines simplen Hühnerbrustfilets für Folgen hat. Liebe Grüße an dich, weinsztein Titta |
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Titta schrieb am 15.06.2010 um 20:36
Geht die Polenta auch im Simmertopf? Mit dem mach ich immer Grießbrei, was vorzüglich klappt, und man muß nur alle 5 min. mal umrühren. Ich hab die Polenta schon im Dampfkochtopf gemacht. Da muß frau gar nicht mehr umrühren! Allerdings setzt etwas am Boden an, aber das immer noch besser als 45 Minuten rühren ;-) |
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Danke für den Tip.
Habe aber keinen Dampfkochtopf. Habe mal eine Küche gesehen, nachdem so ein Ding explodiert ist. Seitdem habe ich Respekt vor denen und verzichte lieber drauf. |
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Den italienischen traue ich auch nicht, aber so einem teutschem Markenprodukt immer ;-)
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Es lag damals wohl weniger am Fabrikat, sondern mehr an der Köchin ;-)
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Liebes ttg :)
In Rom flogen uns zwei dieser deutschen Teile um die Ohren jeweils mit der Folge von Hühnerklein anner Decke und Renovierungsbedürftigkeit der halben Wohnung. Seitdem nur noch Lagostina. Macht viel Lärm, ist aber narrensicher (zumindest in meinen Händen). |
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ttg, du meinst bestimmt eher die Richtung Wasserbad, glaub ich mal.
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Lagostina: sehen etwas altertümlich aus, ich habe gleich meinen Sicomatic bei meinen italienischen Freunden angeschleppt, um ihnen zu zeigen wie deutsches HITECH aussieht ;-) Sie waren beeindruckt!
Allerdings schmoren die costine besser im Lagostina ;-) |
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luggi schrieb am 15.06.2010 um 21:18 ttg, du meinst bestimmt eher die Richtung Wasserbad, glaub ich mal. Wasserbad? Bagna Maria? |
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Na, wo man drin Milch kochen kann, ohne dass se anbrennt. Doppelwand. Mit Wasserbadpfeife. Kennste nich?
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@luggi
Ich verstehe: Wasserbad oder Puddingform im Wasserbad im Backofen, wäre sicher die ultimative Lösung für eine Polenta. Werde es mal ausprobieren. Aber erst im Winter, jetzt ist es zu warm für Polenta. Wasserbadpfeife? |
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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!
Ich bin halt altmodisch und denke ein Wasserbad als echtes Wasserbad! Aber kann man darin wirklich echt wasserbadmässig.... Egal, kommt auf meine Wunschliste. |
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Simmertopf, Modell Ost, genau.
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Titta, du hast ja recht, immer ein ganzes Huhn kaufen und tranchieren. Und von der Karkasse lässt sich ein Geflügelfond, eingefroren bereitgehalten für ein Risotto. Dazu mehr in einem späteren blog.
Und ja, der Simmertopf ist der Wasserbadtopf. |
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Kann mir unter dieser Lagostina noch nicht wirklich was vorstellen. Wie sieht die denn aus?
Risotto ist für mich auch son Modeding. Mein Herz erwärmt sich mehr bei Hühnerfrikasse. Mit den Hühnern ist es wie mit den Kleiderspenden, machen die heimischen Märkte dort vor Ort kaputt. Bei den Kleiderspenden war es noch der karitative Gedanke, beim Geflügel sind es EU-Subventionen. |
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Polenta im Wasserbadtopf habe ich noch nicht ausprobiert. So einen Topf hatte ich mal, der verschwand irgendwann im Keller.
In meiner Rezeptempfehlung riet ich zu Instant-Maisgrieß, ich weiß, dass deutsche Sterneköche den verwenden für Polentagerichte. Der Vorteil: etwa fünf Minuten Rührerei, dann pappt die Polenta. Den Kommentaren von ed2murrow und j-ap folgend rate ich, den gegarten dicken Brei in eine plane Form zu geben, gern schon am Vortag. Denn die Form stürzen und die erstarrte Polenta in Scheiben zu schneiden und zu braten. Das ist wirklich die bessere Lösung. |
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"So einen Topf hatte ich mal, der verschwand irgendwann im Keller."
Wieder hochholen, die sind einfach genial. Außer man steht auf Rührarm im Sinne von Tennisarm. "Denn die Form stürzen und die erstarrte Polenta in Scheiben zu schneiden und zu braten." Hab ich mal gemacht, da sind die ganzen Scheiben wieder zu einer Masse zusammengepampt. Vom Geschmack ganz zu schweigen. Eben: schön, klug, kann nicht kochen. Danach habe ich meine Versuche in Polenta eingestellt und mich auf Grießbrei als süße Beilage beschränkt. Wenn ich gute Laune hab, auch mit Eischnee. |
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schrieb am
16.06.2010 um 00:37
Darf's hier auch weniger exquisit zugehen?
Ich kenne Polenta überbacken. Eine Schicht Polenta, dann Käse, Polenta...Schlicht aber lecker. Oder etwas fester zubereitete Polenta gestückelt und in Butter etwas angebraten (?). Mit kalter Milch genießen. Ich weiß...ich kann in Sachen Kochkunst nicht mithalten...:-(( |
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Wichtig ist die Konsistenz der Polenta, wenn Du sie in die Form gibst, liebe Titta. Der Brei darf kein bisschen flüssig sein sondern so fest, dass Du ihn in der Form glatt streichen musst. Etwa so fest wie Katroffel-Püree.
Vor dem Stürzen der Form die Polenta erkalten lassen. |
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Leif Miles, klar kannst Du mithalten, Deine Polenta-Käse-Türmchen klingen verdammt lecker.
In Butter angebratene Polentawürfel werden mit kalter Milch vor allem in Südtirol genossen, las ich. Hab ich ausprobiert: köstlich. Die ganz einfachen Rezepte sind oft die besten, wenn die Zutaten stimmen. Ein dicker Klacks Polenta frisch gekocht auf den Teller, mit dem Rücken einer Kelle eine Melde hinein drücken, kalte Milch reingießen und loslegen! |
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schrieb am
16.06.2010 um 01:24
Uff!!...Danke weinsztein....;-).
Ich kenne Polenta auch mir Rahm als Beilage. Und eine Freundin kocht Polenta nicht in Wasser sondern in Gemüsebrühe und serviert dann die würzige Polenta zu Fleisch... |
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Liebe Leif Miles,
Polenta ist eine kulinarische Vielzweckwaffe. Ich bereite sie gern mit einer Mischung von Milch und Gemüsebrühe (mal Fertigwürfel, lieber selbstgekocht) zu. Vorher schwitze ich gewürfelte Zwiebeln, Knoblauch, getrocknete Tomaten an. Lösche ab mit Milch/Gemüsebrühe. Zerreibe ein paar Safranfäden, geb' die dazu. Die müssen nicht sein, kitzeln aber schön in der hinteren Gaumengegend. Einfache Küche liebe ich. Spaghetti mit reichlich zerdrücktem Knoblauch, dazu Butter oder/und Olivenöl. Sonst nichts. Reibekuchen (Kartoffelplätzchen) mit einer Scheibe Emmentaler belegt oder mit etwas Apfelkompott nebendran. Und so weiter. Die türkische Küche (seit über einem Jahr lebe ich vor allem in der Türkei) kennt viele schlicht erscheinende Gerichte, die fast süchtig machen können. Arme-Leute-Küche auf höchstem Niveau! So was regt mich an. Wie Jörn Kabischs Kochkolumne im Freitag. Die kommt ihren Lesern nicht - wie ich - mit Rezepte-Gedöns, sondern sie kreist fein um eine Hauptzutat oder um die wahre Tomatensauce oder um die notwendigen Messer. Für mich die beste deutschsprachige Kolumne zu Kulinaria. Schön, dass der Freitag ihn hat, den Kabisch. |
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Lieber Weinsztein, reichen Sie mir bitte einen Kuli, den Kommentar unterschreibe ich.
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Am besten fand ich den Artikel über das Ei.
Ein von der Natur genial verpacktes Lebensmittel, ohne Schnickschnack nur die verschiedenen Arten des Kochens beleuchtet. Nach den ganzen Anregungen hier werde ich mich vielleicht noch mal in Polenta versuchen. Mit entsprechend wenig Flüssigkeit! Hier in dieser Gegend ist das eh kein traditionelles Gericht, hatte aber in Süddeutschland Maisgrieß (mit Käse überbacken) mit Pilzsoße gegessen und dies nachzukochen versucht. Nach Rezept, aber mit frustrierendem Ergebnis. |
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Ein Simmertopf ist großartig, noch besser, wenn er teflonbeschichtet ist. Was nämlich die Polenta so lecker macht, sind die Produkte der Maiillard-Reaktion. Das heißt: Polenta klebt immer leicht an, dann entstehen wunderbare Röststoffe, aber Obacht, wenn man jetzt nicht rührt. Es wird leicht zu schwarz. Beim Simmertopf oder einem teflonbeschichteten Topf ist das kaum möglich, alle 10 Minuten einmal Umrühren reicht. Ich koche darin die Schnell-Polenta mindestens eine Stunde lang, mit einer Mischung aus Wasser und Milch, und habe damit schon zwei ganz überzeugte Polenta-Hasser geknackt.
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Bei der Melde handelt es sich in diesem Fall um eine Mulde.
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schrieb am
16.06.2010 um 23:10
@weinsztein, man spürt Deine Leidenschaft und das finde ich toll! Danke für diesen lustvollen Blog. ;-)
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Danke, Leif Miles, aber meine Leidenschaft gilt nicht ausschließlich der Fresserei. :)
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schrieb am
17.06.2010 um 08:51
Davon bin ich Reste-los überzeugt, weinsztein!
( ;-)))) Ich weiß doch, dass aufwändiges Kochen eine Ersatzhandlung ist...;-)))) |
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So ist es, Leif Miles.
Das betrifft vor allem etwas reifere Herren. Irgendwann wohl auch mich 8). Es gibt dazu auch Untersuchungen, dazu werde ich noch googlen. Kochfanatische Ehegatten neigen etwa dazu, am Ende nur ihre persönlichen Utensilien - Spezialmesser, handgeschmiedete Pfanne - zu spülen. Den Rest lassen sie stehen. Fair ist das nicht. Aber wohl wahr. |
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@ Titta
Pentola a pressione Lagostina bei gugl eingeben und bei Bilder schaun. Unterschied zum deutschen Teil: Bei Sicomatic ist der Deckel eine Art Klemm-/Drehverschluß, bei Lagostina dagegen das Prinzip der Streckung des gewölbten Deckels unter den Topfrand per Hebel. Klingt kompliziert, aber es kann da nichts verkanten und schließt deswegen immer 100% dicht ab. |
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Danke!
Hatte schon Lagostina eingegeben, dabei aber nur rausgefunden, daß Lagostina wohl eine Firma ist, so was wie WMF oder dergleichen in italienisch. Die besondere Funktionsweise dieser Töpfe hatte sich mir dabei aber nicht erschlossen. |
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Lieber Weinsztein,
den Chakalaka werde ich zum Viertelfinale machen, mit Pommes aus Süßkartoffeln kann ich mir das auch super vorstellen. Vielen Dank für die Rezepte. Und: Was wäre ein guter Schreiber, wenn er nicht gute und kritische Leser hätte? Viele Grüße, JK |
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Pommes aus Süßkartoffeln, da wäre ich nicht drauf gekommen, gibt es da etwas zu beachten?
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Pommes aus Süßkartoffeln? Ich kenne die nur als weiche, recht unappetitlich aussehende rötliche Pampe in der Art von Kartoffelbrei.
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Das Rezept für Süßkartoffel-Pommes ist nicht so schwer. Man nimmt Süßkartoffeln, schält sie und schneidet sie in Jumbo-Pommes-Größe. Dann salzen (sehr lecker auch zusätzlich mit Paprika-Flakes oder türkisches "Biber"), Olivenöl drüberträufeln und noch ein bisschen vermengen, damit das Öl überall hinkommt. Auf dem mit Backpapier belegten Backblech ca. 20 Minuten bei 220 Grad ausbacken. Mindestens einmal wenden.
Anschließend die Pommes schnell essen, sie verlieren ihre Knusprigkeit noch etwas schneller als normale Pommes. |
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Danke!
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Lieber Jörn Kabisch,
"Biber" trifft es nicht so ganz. Grüne Paprikaschoten sind yeşil biber, alles Sorten Pfeffer und Paprikaschoten sind biber, auch der Chili, kırmızı biber. Sie meinen aber den pul biber, das ist geschroteter Chili. Und den pul biber gibt es in sanft, mittel und scharf, und jeweils geölt oder ungeölt. Der kundige Türke von nebenan berät Sie gern. Pommes aus Süßkartoffeln muss ich mal ausprobieren, interessanter Tipp! Möglicherweise bleiben sie länger knusprig, wann man sie erst nach dem Backen salzt. Und auch den pul biber täte ich erst dann dazu. So viel Klugscheißerei muss sein. Herzliche Grüße sz |
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Toll, nun habe ich Hunger, habe aber eine Infrastruktur (zwei Kochplatten in einer miiiinnnniii-Küche) die lustvolles Kochen kaum zulässt, zur Nahrungszubereitung taugt sie gerade, also werde ich bei einem Nachbarn einsteigen müssen, irgendwo habe ich vor ein paar Tagen einen Gasherd durchs Fenster sehen können...
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SÜDAFRIKANISCHE FISCH REZEPTE:
Seezunge in Knoblauchsauce Sehr beliebtes Fischgericht in Südafrika, wird gerne mit Gemüse als Beilage gegessen. Zutaten für 2 Personen: 2 Seezungenfilets (oder andere Fische) Mehl Salz und Pfeffer 200 g Butter Saft einer Zitrone 3-4 Knoblauchzehen Zubereitung: Die Fischfilets waschen, mit ein wenig Zitronensaft betröpfeln, salzen und pfeffern. Auf einen Teller ein wenig Mehl streuen, die Filets im Mehl wenden und in einer Pfanne mit Öl, bei mittlerer Hitze für einige Minuten braten lassen. Den gegarten Fisch warmstellen. In einer kleinen Pfanne die Butter zergehen lassen. Die Knoblauchzehen pressen und zur Butter geben. Das Ganze für einige Minuten köchlen lassen, danach Zitronensaft hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Als Beilage Gemüse servieren. Alternativ eignet sich ein jeder andere Fisch für die Knoblauchsauce. Gegrillter Fisch mit der Sauce ist auch eine sehr gute Variante. Seafood Potjiekos Eintopf der über offenem Feuer in einem dreibeinigen, eisernen Topf gegart wird. Zutaten für 4 Personen: 50 Pfahlmuscheln 12 g Butter Petersilie fein gehackt 1 Tomate gehackt ohne Haut schwarzer Pfeffer 1 gekochter Crayfish oder 6 Garnelen 125 ml trockener Weißwein 2 Knoblauchzehen gepresst 1 große Zwiebel fein gehackt Prise getrockneten Thymian Saft einer Zitrone 250 ml Sahne Zubereitung: In einen Potjiekos (Ersatzweise kann man einen großen Kochtopf verwenden) den Weißwein gießen. Butter, Knoblauch, Petersilie, Zwiebel, Tomaten, Thymian, Pfeffer und die Pfahlmuscheln hinzugeben, und zugedeckt für ungefähr 15 Minuten kochen lassen. Zitronensaft, Crayfish oder Garnelen hineingeben und für weitere 10 Minuten kochen lassen. Zuletzt die Sahne einrühren. Während des Kochens nicht umrühren. Als Beilage serviert man Baguette oder Reis. Garnelen Curry Zutaten für 2-3 Personen: 1 große Zwiebel fein gehackt 3-4 grüne Chili Schoten 1 Knoblauchzehen gepresst 6 pürierte Dosentomaten 500 g Garnelen ohne Schale Frischer Koriander 5 ml Ingwer Pulver 2 EL Currypulver 1 TL Kurkuma Öl Prise Salz Zubereitung: Die Zwiebel in einer Pfanne goldbraun andünsten lassen und Chili Schoten hinzugeben. Die Tomaten hineingeben, mit Ingwer, Curry und Kurkuma würzen, und einige Minuten köcheln lassen. Die Garnelen in die Pfanne geben und zugedeckt ungefähr 5-7 Minuten köcheln lassen, bis die Garnelen gar sind. Mit Salz würzen und mit frischem Koriander bestreuen. Als Beilage Reis und Blatjang servieren. |
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Dann sollten wir uns mal wieder zum Essen treffen, lieber hibou. Schön, dass Du wieder da bist. Hast bestimmt nicht nur mir gefehlt.
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Quando si pianta la bella polenta
la bella polenta si pianta cosi......... |
Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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