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Nach fast 42 Jahren steht der Tod von Benno Ohnesorg in einem anderen Licht. Am 2. Juni 1967 wurde er vom West-Berliner Polizisten Karl-Heinz Kurras erschossen. Kurras wurde deswegen nie verurteilt, sondern in zwei Prozessen 1976 und 1970 vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Dieser Fall könnte jetzt wegen der möglichen Verbindungen zur DDR-Staatssicherheit neu aufgerollt werden.
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung und das ZDF berichteten, sind die zwei Forscher durch einen Zufall bei Recherchen in den Akten des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) auf Quellen gestoßen, die Kurras als Inoffizellen Mitarbeiter (IM) des MfS entlarven. Unter dem Decknahmen Otto Bohl soll er seit 1955 für die Stasi tätig gewesen sein.
Der Vorsitzende der Vereinigung 17. Juni und stellvertretende Bundesvorsitzender der Vereinigung der Opfer des Stalinismus, Carl-Wolfgang Holzapfel, verlangt nun die Wiederaufnahme der Ermittlungen. Mord verjähre nicht, begründet er seine Forderung. Der Philosoph Oskar Negt beschreibt die neuen Erkenntnisse im Interview mit der Süddeutschen Zeitung als „gespenstische Wende“ und die Tatsache, das Kurras nie verurteilt wurde als Skandal. Der 2. Juni gilt als Auslöser für die radikalisierte 68er-Bewegung. „Fast alles Linke der Republik lässt sich auf den 2. Juni 1967 zurückführen“, schreibt die tagezeitung. Die FAZ berichtet aus diesem Anlass über den 2. Juni und seine Folgen.
Kurras selbst bestreitet gegenüber dem Tagesspiegel die Vorwürfe, mit dem MfS zusammengearbeitet haben. Er ist heute 81 Jahre alt und lebt in Berlin. Uwe Soukup, Autor des Buches Wie starb Benno Ohnesorg, porträtierte ihn in der taz.

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